Tötungsdelikt Rummelsburger Bucht (Quelle: Morris Pudwell)
Video: Abendschau | 06.08.2020 | Kerstin Breinig | Bild: Morris Pudwell

15-Jährige tot in Rummelsburg gefunden - Tatverdächtiger saß wegen Sexualdelikten in Psychiatrie

Nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Berlin-Rummelsburg sitzt ein 41-Jähriger in Untersuchungshaft. Jetzt bestätigt die Berliner Generalstaatsanwaltschaft dem rbb: Der Mann ist wegen anderer Sexualdelikte vorbestraft und saß deshalb in der Psychiatrie.

Einen Tag nach dem Fund einer Mädchenleiche in Berlin-Rummelsburg ist am Donnerstag Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Täter erlassen worden.

Nach Angaben der Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft, Mona Lorenz, hatte sich der 41-Jährige am Mittwoch in Begleitung eines Anwalts der Polizei gestellt und die Ermittler zu der Leiche der 15-Jährigen auf einem Brachgelände geführt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Mann zunächst versucht haben, das Mädchen zu vergewaltigen.

Mann wegen anderer Sexualdelikte vorbestraft

Am Freitag sagte Lorenz rbb|24 auf Nachfrage, der Mann sei wegen eines anderen Sexualdelikts vorbestraft und habe deshalb auch schon in der Psychiatrie gesessen. Gegen ihn werde nun wegen Mordes aus Verdeckungsabsicht ermittelt.

Einen Bericht der "B.Z.", wonach der Mann in Tatortnähe gewohnt haben soll und er das 15-jährige Opfer nicht kannte, wollte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bestätigen.

Sendung: Inforadio, 06.08.2020, 11:40 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

11 Kommentare

  1. 11.

    Bekim H. (41), der in Berlin-Rummelsburg ein 15-jähriges Mädchen getötet haben soll, ist er ein verurteilter Vergewaltiger. Wie lange H. dort tatsächlich einsaß, wollte die grüne Senatsverwaltung nicht sagen. Eine dahingehende „Bild“-Presseanfrage blieb ebenso unbeantwortet wie die Frage, aufgrund welcher Prognosen er entlassen wurde und ob er möglicherweise noch unter Führungsaufsicht stand.

  2. 10.

    Ich finde, das ganze legt nicht die Frage nahe, warum keine längeren Haftstrafen verhängt wurden oder ob unsere Strafen zu lasch sind, sondern lediglich, warum der Täter nach bereits mehreren Delikten überhaupt wieder aus der Psychatrie entlassen wurde. Einweisung in die Psychatrie ist schließlich keine Haftstrafe, sondern klingt vielmehr nach Sicherheitsverwahrung. Und an der hätte man festhalten sollen.

  3. 9.

    Es geht nicht darum, daß der rbb nicht berichten soll. Es geht darum, ob unter so einem Artikel kommentiert werden muss.

  4. 7.

    Es bellen auch immer die soeben getroffenen Hunde. Schon beinahe wie beschworen.

    In der Tat ist der Bericht jedoch nicht distanziert genug, legt er doch die Insinuation nahe, wenn jemand vorbestraft sei, insbes. wegen Sexualdelikten, sei das eine noch schwerwiegendere Straftat und hätte womöglich verhindert werden können. Durch was denn? Härtere Strafen, am besten gleich Körperstrafen, wie der rechte Pöbel am liebsten einfordert? Härtere Strafen schrecken niemanden ab. Wer seine Strafe abgesessen hat, hat zudem dieselben Rechte wie jeder andere Mensch auch. Eine Abwertung oder Entrechtung von Menschen ist nie legitim.

    Solche Verbrechen passieren aber leider einfach. Sie werden aktuell aufgeklärt und der mutmaßliche Täter seiner Strafe zugeführt. Ein Kind so zu verlieren, ist durchaus in keinem Kommentar angemessen zu erfassen.

  5. 6.

    Mein Kind exakt genau so alt. Die Tat is absolut schrecklich, sie lässt die Urängste der Eltern wieder aufflammen. Das lässt mich fassungslos zurück.

    Die Gedanken sind bei den Zurückbleibenden, den Eltern, der Familie, den Freunden. Lebenslänglich wird das nicht mehr gut... mein tiefes Beileid...

  6. 5.

    Warum darf der rbb nicht berichten?
    Diese Morde gehören an die Öffentlichkeit.
    Das ist der 1. Schritt, den Opfern eine Stimme zu geben.
    Gewalt ist ein großes Problem unserer Gesellschaft.
    Leider wird zu wenig dagegen unternommen.

  7. 2.

    Mein herzliches Beileid für die Familie und Freunde. Ich wohne ganz in der Nähe und habe selber eine 15jährige Tochter. Es tut mir so leid. Ich wünsche den Angehörigen ganz viel Stärke und Kraft und dass sie einen Weg finden damit umzugehen.

  8. 1.

    Es ist mir schleierhaft warum solche Sachen im rbb24 zum kommentieren eingesetzt werden.
    Das ist einzig und alleine Sache der Polzei.

    Hier kommen doch jetzt wieder Kommentare von Hoppykriminalisten die nun meinen sie sind ganz schlau.

    Traurig um so ein junges Leben egal was dahinter steckt wünsche ich den Hinterbliebenden viel Kraft da zu verarbeiten.

Das könnte Sie auch interessieren

Efthymis Angeloudis
rbb|24/Mitya

Der Absacker - Es war einmal in Berlin

Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.