Einkauf im arabischen Laden "Olive"
Audio: Radioeins | 12.08.2020 | Interview mit Haluka Maier-Borst | Bild: Maier-Borst/rbb|24

Fünf Jahre "Wir schaffen das" - Syrische Flüchtlinge zieht es in Brandenburg vom Land in die Städte

Als 2015 Tausende von Geflüchteten kamen, verteilte man sie in Brandenburg gleichmäßig auf Landkreise und Städte. Doch längst hat insbesondere unter Syrerinnen und Syrern eine Landflucht begonnen. Das hat wohl nicht nur wirtschaftliche Gründe. Von Haluka Maier-Borst

Ein Donnerstag in einer Seitengasse von Potsdam. Immer wieder kommen in den kleinen Laden "Olive" Kunden. Sie kaufen Hummus, Fladenbrot, grüßen lächelnd. Jalal lächelt etwas abwesend zurück und wendet sich dem Gespräch mit seinem Kumpel Amjad zu.

"Es ist die schönste Stadt der Welt", sagt er und Amjad, der neben der Kasse an die Kühltheke lehnt, nickt. Die Rede ist nicht von Potsdam. Es geht um Damaskus, die Metropole, die Hauptstadt Syriens, die auch nachts um vier Uhr noch die besten Falafel bietet, sagt Amjad. Die schönste Stadt war. Die Vergangenheit ist nicht nur ein Hindernis der Grammatik, an das die beiden sich erinnern müssen. Es ist der Grund, wieso sie hier stehen.

2013 war die größte Gruppe der Schutzsuchenden in Deutschland noch die Irakerinnen und Iraker mit über 50.000 Menschen. Inzwischen sind es durch den Krieg in Syrien über 500.000 Syrerinnen und Syrer, die nach Deutschland kamen und die größte Gruppe der Schutzsuchenden stellen. Mit Schutzsuchenden sind diejenigen gemeint, die bereits Asyl haben, darauf warten oder keinen Asylstatus haben und eigentlich das Land verlassen müssen. Letzteres ist bei Syrerinnen und Syrern aber sehr selten der Fall. Rund 40.000 von ihnen wohnen in Berlin und Brandenburg, versuchen hier ein neues Leben aufzubauen, anzukommen.

Und doch hat sich in den vergangenen fünf Jahren noch etwas getan. Für viele Syrerinnen und Syrer war das Ankommen in Deutschland nicht das Ende des Umherziehens. Es folgte eine zweite, wenngleich weniger beschwerliche Reise: Viele zogen vom Land in die Stadt, von kleinen Dörfern nach Potsdam, Cottbus und natürlich Berlin.

Während insgesamt die Zahl der syrischen Geflüchteten in Brandenburg mehr oder weniger konstant blieb, hat sich ihre Verteilung innerhalb des Bundeslandes vollkommen verändert.

Aus den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin, Oberspreewald-Lausitz und Dahme-Spreewald zum Beispiel ist seit Ende 2016 jeweils ein Drittel der syrischen Geflüchteten weggezogen. Kurz dahinter rangieren die Landkreise Elbe-Elster, Uckermark und Prignitz, wo immerhin fast ein Viertel wegzog. Den größten Zuzug verzeichneten dagegen neben Berlin wiederum die Städte Potsdam mit 700 und Cottbus mit 290 Syrerinnen und Syrern.

Grundsätzlich werden Asylsuchende nach ihrer Ankunft in Brandenburg aus der Erstaufnahmeeinrichtung zunächst auf die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Diese Verteilung erfolgt nach einer Quote, die die Einwohnerzahl berücksichtigt. Sobald anerkannte Flüchtlinge mindestens 15 Stunden die Woche einem Job nachgehen oder irgendeiner Form von Berufsausbildung oder Studium nachgehen, dürfen sie aber ihren Wohnort frei wählen.

Das Wegziehen vom Land scheint dabei aber gar nicht so sehr von wirtschaftlichen Faktoren getrieben zu sein. Zwar ist tatsächlich in der Prignitz und in der Uckermark, wo Syrerinnen und Syrer wegziehen, das durchschnittliche Einkommen pro Kopf im Vergleich eher niedrig und die Arbeitslosigkeit eher hoch. Andersrum ist aber auch das Durchschnittseinkommen in Cottbus, Potsdam oder Berlin teilweise niedriger als in manchen ländlichen Regionen und die Arbeitslosigkeit höher.

Einen Job zu bekommen, sei in Potsdam beileibe nicht einfach gewesen, sagt auch Jalal. Darum hat er sich mit einem Partner kurzerhand selbst zwei Jobs geschaffen – sie haben gemeinsam den Laden mit syrischen Spezialitäten aufgemacht. "Einen Steuerberater zu finden, den Papierkram für den eigenen Laden – das war alles kompliziert", sagt er. Was also macht die Städte so attraktiv, wenn wirtschaftliche Faktoren wohl eher zweitrangig sind?

Wie syrische Netzwerke bei der Integration helfen

Zwei der Hauptgründe, wieso Syrer wie Jalal und Amjad in die Städte ziehen, sind gar nicht so verschieden von denen, die auch Deutsche umtreiben. "Zum einen ist hier mehr los", sagt Amjad. "Und zum anderen ist man besser angebunden. Klar, habe ich darum das Dorf in Sachsen-Anhalt verlassen und ich weiß von vielen Syrern, die das ebenfalls hier in Brandenburg machen."

Anna Steigemann, die an der TU Berlin zum Thema "Migration und Städtebau" forscht, kann bestätigen, dass viele wie Amjad denken und aus ähnlichen Gründen in die Städte ziehen. Die bessere Verkehrsanbindung sei für viele Syrerinnen und Syrer mindestens genauso wichtig wie für Deutsche, wenn nicht gar wichtiger. Weil sie viele Behördengänge machen müssen, weil ein langer Weg von Wohnung zum Sprachunterricht oder zur Ausbildung sie besonders behindere.

Wichtig sei außerdem das Netzwerk an Exilsyrerinnen und Exilsyrern in den jeweiligen Städten. Und auch das können Jalal und Amjad bestätigen. "Jalals Bruder kannte ich von der Arbeit und er hat mir empfohlen nach Potsdam zu ziehen. Und ja, hier gibt es eben mein Brot, meine Lebensmittel, meine Leute", sagt Amjad. Es gibt sogar Forschung, die genau diesen Vorteil der Netzwerke schon herausgestellt hat. So fand eine Studie in den USA heraus [jstor.org], dass Geflüchtete, die umziehen, bessere Chancen auf einen Job und bessere Gehälter bekamen, wenn vor Ort andere Geflüchteten mit gleichem Hintergrund mindestens zwei Jahren dort schon lebten.

Entscheidung nicht nur für die Stadt, sondern auch gegen das Land

Dass Syrerinnen und Syrer also dort hinziehen, wo andere Menschen aus Syrien wohnen, kann einen positiven Effekt haben. Tatsächlich scheint es aber so, dass die Entscheidung zum Umzug eben nicht nur eine für die Städte ist, sondern auch gegen gewisse ländliche Regionen. "Ich und andere haben auf dem Land Beleidigungen und Drohungen gehört, die will ich nicht wiederholen", sagt Amjad.

Dass als direkte Reaktion auf den Zuzug von Flüchtlingen sich eine feindliche Haltung gegen Flüchtlinge in Teilen der Bevölkerung einstellen kann, ist durch die Forschung gut belegt. Studien in Griechenland [Cambridge Journal] und Österreich [Journal of the European Economic Association] zeigen zum Beispiel, dass in Regionen mit mehr Zuzug von Geflüchteten rechtspopulistische Parteien stark zulegen. Es gibt sogar eine Studie, die Gewalt gegen Geflüchtete als direkte Reaktion auf die Krise von 2015 untersucht hat. Forscher der ETH Zürich konnten zeigen, dass in deutschen Landkreisen, in die mehr Geflüchtete verteilt wurden, es auch zu mehr Anschlägen und Straftaten gegen Geflüchtete kam [ipl.com].

Aber es deutet sich eben auch an, dass diese feindlichen Reaktionen einen anderen Effekt hervorrufen: den Wegzug von Geflüchteten. So weist der Flüchtlingsrat Brandenburg darauf hin, dass Rassismus für Teile des Wegzugs aus bestimmten Regionen wohl verantwortlich sei. "Klar, wo viele Leute rechtsextreme Parteien wie die AfD wählen, willst du als Geflüchteter nicht unbedingt bleiben, das hören wir schon immer wieder", sagt Jibran Khalil, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsrats.

Die Daten deuten zumindest für gewisse Regionen Brandenburgs auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Wahlergebnissen der AfD und dem Wegzug von syrischen Flüchtlingen. Sie lassen erahnen, dass womöglich die Wahlergebnisse für eine feindlichere Haltung gegenüber Flüchtlingen stehen. Aber die Wahrheit ist eben auch, dass die AfD-Ergebnisse beileibe nicht das komplette Muster erklären – genauso wenig wie die Verteilung bereits ansässiger syrischer Gemeinschaften oder Arbeitslosenquoten.

So zeigt sich zwar sowohl im städtischen Potsdam als auch im ländlicheren Havelland ein Zuzug an syrischen Geflüchteten. Und in beiden Regionen schnitt die AfD eher schwächer ab als im Rest von Brandenburg.

Doch es gibt eben mit Cottbus auch ein Gegenbeispiel, das zeigt, wie die verschiedenen Faktoren sich mitunter widersprechen können. Einerseits holte die AfD bei der Landtagswahl 2019 hier mit 26,8 Prozent mehr Wähleranteile als in jeder anderen Brandenburger Stadt. Gleichzeitig ist die Stadt ein Ort, in der mehr Syrerinnen und Syrer heute wohnen als Ende 2016 und das vielleicht eben auch, weil es vor der Flüchtlingskrise in Cottbus schon eine syrische Community gab.

Wieso also Syrerinnen und Syrer aus einer Region wegziehen oder hinziehen, lässt sich nicht mit einem Faktor vollends erklären. Dass aber eine Verteilung von Geflüchteten auf die Kreise proportional zu deren Bevölkerungszahl nicht unproblematisch ist, zeichnet sich zunehmend in der Integrationsforschung ab.

Wie könnte man gerechter Schutzsuchende verteilen?

Inzwischen wird darum in der Forschung diskutiert, wie Geflüchtete künftig besser verteilt werden können und ob zum Beispiel Verteilungsmechanismen, die auch die vorhandenen Netzwerke und die wirtschaftliche Lage vor Ort mit einberechnen, eine bessere Lösung wären.

Migrationsforscherin Steigemann sagt, dass die Anfang 2015 mitunter verklärte Sicht, dass Geflüchtete schrumpfenden Regionen wieder Leben einhauchen könnten, wohl blauäugig war. "Wenn eine Gegend wirtschaftlich auf dem absteigenden Ast ist und die Infrastruktur leidet, dann wird das nicht durch den Zuzug Geflüchteter besser. Die Geflüchteten fühlen sich abgehängt und die Einheimischen sehen in ihnen, egal wie unbegründet das sein mag, eine Bedrohung", sagt Steigemann.

Amjad und Jalal fühlen sich wohl in Potsdam, hier gäbe es weniger Anfeindungen und die Stadt mit ihren alten Gebäuden und dem Schloss erinnere sie ein bisschen an Damaskus. Trotzdem reicht es nicht an die ferne Heimat heran. "Wenn der Krieg vorbei ist, werde ich Deutsche wieder durch meine Stadt führen. Versprochen", sagt Amjad zum Abschied.

Sendung: Brandenburg aktuell, 12.08.2020, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

78 Kommentare

  1. 78.

    also, ich wohne in einem Dorf in Brandenburg und ich finde es richtig toll, dass unsere ausländischen, neuen Mitbewohner in die Großstadt wollen. Wir bleiben im Dorf gern unter uns! :-)

  2. 77.

    Ich würde auch nicht aufs Dorf ziehen, wenn ich aufs Dorf angewiesen wäre. Mir ne Bude dort zulegen und weder finanziell noch sozial vom Dorf abhängig sein. Klar. Das kann jeder. Sieht man dazu noch aus, das die ansässige Bevölkerung dem äußeren nach glaubt, man hätte irgendwie zu Recht leistungslos zufällig deutschen Pass mit Staatsbürgerschaft zugeteilt bekommen. Da kann man es aushalten, dass die sich dazu berechtigt fühlen einen 40 Jahre lang für den Zugezogenen zu halten.
    Wäre ich das Dorf, würde ich Stellenausschreibungen machen. Bäcker gesucht. Mit Familie. Wohnung wird gestellt. Der Syrer bringt dem Dorf bei wie frisches geiles Fladenbrot schmeckt. Das Dorf dem Syrer wie in gutes Sauerteig Graubrot geht. Kleiner Späti im Dorf mit Gemüse aus der Gegend. Gute Sache. Aber das Dorf nölt ja rum. Dabei sind es ihre Kinder die abhauen. Da ist ja nicht der Ausländer dran schuld. Schlechte Laune und unter sich bleiben wollen ist halt nicht besonders sexy.

  3. 76.

    Richtig muß Ihre letzter Satz daher lauten: Nichts desto trotz ist es Fakt, dass es regional in Brandenburg zuviele Neonazis gibt, die davon träumen unsere Verfassung außer Kraft zu setzen. Mit eingeschlossen ist die Pegida Bewegung und fast hätte ich’s vergessen die A...ch für Deutschland Partei. Da kommen eine ganze Menge zusammen, wenn man keine Scheuklappen vor den Augen hat,gelle?

  4. 75.

    Wenn Sie schon länger hier mitlesen würden, sollte sich diese Frage nicht stellen. Aber ich antworte natürlich gern. Nazis bzw. korrekt Neonazis definieren sich für mich ausschließlich darin, dass sie unsere freiheitliche Demokratie bekämpfen und abschaffen wollen, mithin das Grundgesetz abschaffen wollen. Heißt im Umkehrschluss, alles, was sich innerhalb unserer Verfassung bewegt, fällt nicht darunter, auch keine Kritiker der aktuellen Asylpraxis. Ich finde es verheerend, alles als Nazis abzustempeln, was nicht auf Regierungslinie oder links davon ist. Das ist eine Verharmlosung des Nationalsozialismus und eine nachträgliche Verhöhnung derer Opfer.
    Nichts desto trotz ist es leider ein Fakt, dass es regional in Brandenburg Gestalten gibt, die von einem neuen Reich mitsamt Führer träumen.

  5. 74.

    Sie erwarten doch von mir jetzt nicht, dass ich Ihnen darauf eine Plausible Antwort gebe oder? Im übrigen laufe ich nicht mit Scheuklappen durch die Gegend. Das dürfte wohl genügen.

  6. 73.
    Antwort auf [Berthold v. Regensburg] vom 13.08.2020 um 15:38

    Gerne mal in Gummistiefel nach Regensburg. Denn da war ich noch nie;-)

  7. 72.

    Steffen, Sie sprechen von einem "Nazi-Problem" in Brandenburg. Würden Sie bitte mal erklären, was sie unter Nazi genau verstehen. Etwa jeder, der keine "westdeutschen Verhältnisse" oder Zustände wie in Berlin-Neukölln? Jeder, der die bestehende Massenmigrationspolitik ablehnt?

  8. 71.

    Nun ja, werter Lothar, wenn man etwas von vornherein ganz fest erwartet, dann sieht man das eben auch und blendet alles andere aus. Manchmal eröffnet Unvoreingenommenheit ganz neue Blickwinkel. Man kann freilich auch von einer unangenehmen Situation gleich auf die Allgemeinheit schließen, das heißt aber nicht, dass das eigene Empfinden dann der Realität entspricht. Das Nazi-Problem in Berlin ist genau so groß wie in Brandenburg. Deswegen ein ganzes Bundesland meiden? Kann man machen, muss man aber nicht.

  9. 70.

    Wenn das schon "Provozieren" ist, dann haben Sie eine sehr schwach ausgeprägte Diskussionskultur. Fakt ist doch, dass Deutschland unverändert eines der begehrtesten Ziele für Migranten ist, sowohl innerhalb der EU als auch von außerhalb. Die Zuwanderung ist statistisch belegt ungebrochen. In den Pflegeberufen sehe ich aber nur wenige ehemalige Asylbewerber, dafür aber unzählige Polen, Rumänen und andere Osteuropäer. Alles Menschen, die zuhause keine Arbeit finden, deshalb nach Deutschland kommen und die "Drecks"jobs ausüben, für die sich viele Deutsche inzwischen offenbar zu fein sind, denn anders lässt sich der Mangel bei über einer Million Hartz-IV-Empfängern nicht erklären. Die haben ganz bestimmt nicht alle Allergie oder "Rücken".

  10. 69.
    Antwort auf [Berthold v. Regensburg] vom 13.08.2020 um 15:38

    *lach* ja, genau, SM! Und Gummi passt ja auch dazu, die Stiefel gehen halt bis untern Arm ;-) da stehen wir drauf. Der Lothar, icke, und noch ein paar. Die Brandenburger schauen aber immer ein bisschen überrascht, wenn sie uns entdecken...

  11. 68.

    ,, ...dass Syrerinnen und Syrer also dort hinziehen, wo andere Menschen aus Syrien wohnen, kann einen positiven Effekt haben'' das mag auch stimmen aber wie in vielen deutschen Großstädten leider auch sehr gut zu beobachten ist, eine Ghettobildung als große Gefahr lauert!

  12. 67.
    Antwort auf [Berthold v. Regensburg] vom 13.08.2020 um 08:19

    Wenn schon dann bitte ruhig die Vorhaltung“dieser Wessi aus Charlottenburg“ gelle? Ich war im übrigen nicht bloß einmal im sumpfigen Umland v.Brandenburg. Doch positives kann ich leider nur sehr, begrenzt wiedergeben. Und ich habe nicht mal ein Auto um nur mal so durchzufahren. Als Fußgänger sieht und hört man besser.

  13. 66.
    Antwort auf [Berthold v. Regensburg] vom 13.08.2020 um 08:19

    Wenn 25% der Brandenburger wissentlich einen Rechtsextremisten wählen, müssen erstmal die damit klarkommen. Beim nächsten mal machen sie es ja vielleicht nicht mehr. Die restlichen 75% der Wähler müssen sich davon ja nicht in Geiselhaft nehmen lassen. Übrigens ignorieren sie den Inhalt des Artikels in dem ja eindeutig auf ausländerfeindliche Aktivitäten eingegangen wird. Auch in anderen Quellen steht BB diesbezüglich halt einfach nicht gut da.

  14. 65.

    "Bleibt einfach da wo ihr Her kommt. Danke.mehr..." jo, Ari, machen wir. Danke, ebenso. Kommt bitte dann auch nicht zum Feiern und Reihern nach Berlin am WE.

  15. 64.

    AfD Co-Chefin hat es doch als promovierte Volkswirtin den Sachverhalt plastisch im Bundestag ausgedrückt, was von dieser Art Einwanderung zu erwarten ist.
    Man könnte dazu auch den künftigen US Botschafter in Deutschland zitieren.

  16. 63.

    Ach Steffen, bitte nicht schon wieder diese alte Leier. Ich benötige erst mal kniehohe Gummistiefel und reichlich Überredungskunst um freiwillig nochmal durch diesen braunen Sumpf zu waten;-(

  17. 62.

    Leider ist die Diskussion etwas vom Artikel abgeschweift. Da wird ja wissenschaftlich fundiert hingewiesen, dass Flüchtlinge u.a. aufgrund von rechtsextremer Gewalt in die Städte ziehen. Der Tagesspiegel hat jetzt darüber berichtet, dass in Rheinsberg flächendeckend Flyer in die Briefkästen von Flüchtlingen verteilt wurden. Die Flyer wurden von dem rechtsextremen Netzwerk "einprozent" erstellt, darauf werden die Flüchtlinge aufgefordert in ihre Länder zurückzukehren. Es gab eine Debatte darüber im Land, die die AFD nutzte um massiv gegen Flüchtlinge zu hetzen.

  18. 60.

    In jedem Fall zeigt die erste Grafik, dass die "Flüchtingskrise" - entgegen den in weiten Teilen der Medien vermittelten Bid - eben nicht zu Ende ist. Die Zahl der neu-Hinzugekommen Asylmigranten ist zwar seit 2016 gesunken, Die Gesamtzahl aber keineswegs. Heute leben mehr Asyl-Migranten in Deutschland as zur Hochzeiten der "flüchtlingskrise" Ende 2015 anfanf 1016.

  19. 59.

    "Ich wiederrum nenne Zuwanderungsskeptiker als realitätsfern, da Zuwanderung ein ewiger und ständiger Prozess ist. Schauen sie mal in ihrer Umgebung, da heißen nicht alle Meier oder Müller."

    Ihre Aussagen sind einfach wissenschaftlich falsch. Ja, es hat schon immer eine gewisse Zuwanderung nach Deutschland gegeben. Aber das war Tröpfchenzuwanderung noch dazu aus den europäischen Nachbarländern.
    Die Migration von Millionen von Personen, noch dazu aus völlig anderen Kulturkreisen, begann aber erst nach dem 2. Weltkrieg. Bis dahin blieb die Bevölkerungszusammensetzung auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands einigermaßen konstant. Die größte Zuwanderungsbewegung war der Zuzug von rund 70 000 protestantischen Franzoßsen (Hugenotten) Ende des 17. Jahrhunderts.

Das könnte Sie auch interessieren

Efthymis Angeloudis
rbb|24/Mitya

Der Absacker - Es war einmal in Berlin

Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften strenggläubige Christen in den USA gegen das "Teufelszeug" Alkohol. Nun wird auch in Berlin über ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen gesprochen. Geht das an der Realität vorbei, fragt sich Efthymis Angeloudis.