Archivbild vom 25.03.10: Die katholische Pfarrkirche St.Joseph in Berlin-Wedding (Quelle: imago images / Lars Reimann).
Bild: imago images / Lars Reimann

Kirche in Berlin-Wedding - Pfarrer während Gottesdienst mit Faustschlag niedergeschlagen

Der Pfarrer der St. Joseph-Kirche in Berlin-Wedding ist am Sonntagvormittag von einem unbekannten Besucher während des Gottesdienstes mit einem Faustschlag niedergestreckt worden.

Der zunächst unauffällige Mann stand während der Messe von seinem Sitzplatz auf, spuckte aus und ging zielstrebig zum Altarraum, wie die Polizei mit Bezug auf Zeugenaussagen mitteilte. Der Mann soll sich religionsfeindlich geäußert haben.

Im Altarraum schlug der Unbekannte den 61-jährigen Pfarrer mit einem Faustschlag nieder, nahm dann die Bibel an sich und riss mehrere Seiten aus ihr heraus.

Als der 56 Jahre alte Bruder des Pfarrers dem Niedergeschlagenen helfen wollte, wurde er von dem Angreifer mit der Bibel niedergeschlagen. Anschließend flüchtete der Täter.

Der Pfarrer und sein Bruder kamen mit leichten Blessuren davon. Nähere Informationen zum Täter und dem Hintergrund der Tat sind noch nicht bekannt. Die Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Sendung: rbb 88.8, 31.08.20, 8 Uhr

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11 Kommentare

  1. 11.

    Die Summe macht es. Und die gefrusteten sind dann unter anderem auf solchen Demos wie am Samstag dabei und lassen sich vom braunen Pöbel vor den Karren spannen.

  2. 9.

    Dann wären der Imam und sein Bruder verletzt worden. Weder schlimmer noch weniger schlimm. Zwei Menschen wurden verletzt, das reicht was das Schlimme angeht, völlig aus.

  3. 8.

    Ich sehe nicht, dass unsere Gesellschaft an Fällen wie diesem zugrunde gehen wird so schlimm sie auch sind. Gefährlich sind meiner Ansicht nach die Fälle, die u.a. am letzten Wochenende zu beobachten waren.

  4. 6.

    Aus unserer Gemeinede in Wedding ist zu erfahren, das es wohl zu einer schon länger schwelenden Beziehungstat gekommen ist. Wir fühlen mit dem Herrn und seine Sorge um sein Kind. Eine Kerze zünde ich heute abend für ihn an.

  5. 5.

    Und wenn sich die Herren aus einem ganz anderen Kontext her kennen?

  6. 4.

    Ihre Assoziationen bzgl. des vermutlichen Täters in der hier rein medial dargstellten Geschichte ist bemerkenswert.

  7. 3.

    Leider wird unsere freiheitliche Gesellschaft an diesen verhängnisvollen Vorfällen zugrunde gehen. Immer mehr Menschen empfinden ein Gefühl der vermeintlichen Unsicherheit und werden sich weiter von der Demokratie abwenden. Man kann förmlich dabei zuschauen.

  8. 2.

    Stimme Ihnen voll zu. Ich bin zwar nicht religiös, doch das geht nun wirklich entschieden zu weit. Ich stelle mir gerade vor was passiert, wenn solch ein Vorfall in einer Moschee passiert wäre. Nicht auszudenken.

  9. 1.

    Respektlosigkeit im Kirchenraum und Respektlosigkeit auf den Stufen des Reichstagsgebäudes... Unsere demokratische Gesellschaft muß nun den Tabubruch des Gewaltmißbrauchs gegen Personen oder Sachen verurteilen. Mißdeutende Feindbilder führen zu Gewalt und zerstören den sozialen Frieden und Toleranz.

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