Ein Porsche ist nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei im S-Bahnhof Kaulsdorf zum Stehen gekommen. Quelle: Morris Pudwell
Bild: Morris Pudwell

Verfolgungsjagd in Berlin - Raser stürzt mit gestohlenem Porsche Treppen in S-Bahnhof herunter

Ein Porsche ist mitsamt Fahrer und Beifahrer die Treppen des S-Bahnhof Kaulsdorf heruntergestürzt. Zuvor hatte sich der Fahrer mit der Polizei eine Verfolgungsjagd geliefert. Nach dem Absturz flüchteten die zwei Männer aus dem gestohlenen Auto.

Zwei Männer sind mit einem gestohlenen Porsche die Treppen des S-Banhof Kaulsdorf heruntergestürzt. In der Nacht zu Samstag hatten sie sich zuvor eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert, wie die Behörde am Samstag mitteilte.

Demnach bemerkte ein Angestellter der Polizei in Fennpfuhl an der Kreuzung Herzbergstraße/Weißenseer Weg/Möllendorfstraße einen roten Sportwagen, der mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Lichtenberg an ihm vorbeiraste.

Der Polizeiangestellte habe Sirene und Blaulicht eingeschaltet und die Verfolgung aufgenommen. Der Porsche-Fahrer sei auf freier Fahrbahn immer wieder stark auf die Bremse gestiegen, einen Auffahrunfall habe der Verfolger jedoch jedes Mal verhindern können. Anschließend flüchtete der Autofahrer auf die Lichtenberger Siegfriedstraße. Dort versuchte ein Polizeibeamter den Porschefahrer zum Anhalten zu bewegen, indem er mit dem Streifenwagen die Fahrspur des Porsche versperrte. Der Sportwagenfahrer ignorierte die Sperrung jedoch und raste weiter über die Landsberger Allee in Richtung Stadtgrenze.

Verfolgungsjagd setzt sich nach Crash in S-Bahnhof fort

Nach Angaben der Berliner Polizei missachtete der Porsche-Fahrer auch auf der breiten Allee mehrere rote Ampeln an großen Kreuzungen und fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit weiter, bis er die Autobahn A10 erreichte. Der Raser sei in Fahrtrichtung Dresden aufgefahren und habe weiter beschleunigt. Die bislang nachgeeilten Polizeikräfte brachen hier die weitere Verfolgung ab.

Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers gelang es den Einsatzkräften, den Porsche kurze Zeit später auf der Bundesstraße 1 in Richtung Berlin aufzuspüren. Erneut versuchten Streifenwagen den Fahrer zu stoppen, doch die Signale missachtete der Fahrer erneut und setzte seine Flucht fort. Auf der Heinrich-Grüber-Straße in Kaulsdorf kam der Wagen aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und stürzte die Treppen der Fußgängerunterführung am S-Bahnhof Kaulsdorf hinunter.

Dort kam der Wagen zum Stehen, doch damit war die Verfolgungsjagd noch nicht beendet. Laut Polizeiangaben stiegen die Insassen aus und flüchteten zu Fuß weiter. Kurz darauf eintreffende Polizeikräfte nahmen den 46-jährigen Beifahrer noch in der Nähe fest. Der Fahrer konnte unerkannt entkommen und auch mit dem Polizeihubschrauber nicht gefunden werden. Weitere Ermittlungen am Ort ergaben, dass der Porsche am 7. Juli in Wilmersdorf als gestohlen gemeldet wurde. Polizistinnen und Polizisten stellten den Wagen sicher und entließen den 46-Jährigen nach der Feststellung seiner Personalien. Die Ermittlungen dauern an.

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23 Kommentare

  1. 23.

    Das ist ein Pop Up Parkplatz.

  2. 22.

    Sorry, auch wenns nicht korrekt ist, aber das erste das ich beim Lesen des Artikels dachte, das war "das geschieht ihm recht".

  3. 20.

    Zu Deiner Frage was hat der Eigentümer/in damit zu tuen. Der bzw. Der Eigentümer/in hat so wie es aussieht ordnungsgemäß den Diebstahl des KFZ bei der Polizei gemeldet. Die KFZ-Versicherung von dem Porsche übernimmt gewisse Fremdschäden die entstanden sind, bei einer Vollkasko auch die Schäden am eigenen Fahrzeug des Eigentümer/in. Damit wird der Besitzer/in finanziell entlastet. Eine KFZ-Versicherung kann den Schaden des Verursachers (Dieb) Regress fordern für den entstandenen Schaden. Wenn er nicht gefunden wird wird der Versicherte von der Versicherung höher eingestuft - es drohen höhere Beiträge.

  4. 19.

    Lieber rbb, muss ein Kennzeichen nicht verpixelt werden? Ich hoffe, der Halter hat die News schon erhalten und nicht erst aus den Medien.

  5. 18.

    Und das Internet sollte auch verboten werden. Nicht der Verfasser von Unsinn ist Schuld. Alles klar. Ich hoffe mal, Sie kommen damit dann aus, wenn Sie analoge Leserbriefe an die Radioredaktion des RBB schreiben. RBB 24 ist dann ja auch weg.

  6. 17.

    Was hat nun der Eigentümer des Porsche damit zu tun? Und wenn es eine Eigentümerin ist passt Ihr Spruch nicht mal ansatzweise. Der Wagen könnte eher schon Liebhaberei sein.

  7. 16.

    Das ist kein 944 sondern ein seltener 968 der je nach dem was es für einer ist zwischen 240-350PS hat..... bei dem relativ geringen gewicht ist das schon viel und reicht allemal

  8. 15.

    Der Beitrag liest sich ja wie das Drehbuch zum neuen Tatort...

  9. 13.

    Mir war bisher nicht bekannt, dass der Porsche 944 ein Rennwagen ist.Ich stufte ihn immer alls Statussymbol bzw als Ausgleich für körperliche Unzulänglichkeiten ein

  10. 9.

    Dem hat doch hoffentlich keiner da unten geholfen. Soll er doch sehen, wie er mit seiner Karre da wieder raus kommt !

  11. 8.

    Was für ein Unfug! Das ist ein Porsche 944, der hat von 150-250 PS. Da hat heute fast jeder Golf mehr Leistung.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_944
    Schuld hat nicht Porsche, sondern der Fahrer!!!

  12. 7.

    Warum wird man da nicht mal etwas robuster bei den Maßnahmen solche Typen zu stoppen? Warum geht deren Unversehrtheit über die Unbeteiligter? Und warum sitzt der Beifahrer nicht mal eine Nacht? Wahnsinn

  13. 6.

    @ Berliner

    Nach ihrer Meinung sind dann auch die Fahrrad Hersteller Schuld, weil diverse Radfahrer bei rot über die Kreuzung fahren?
    Ein komisches Weltbild.

  14. 5.

    Stimmt leider nur insoweit, als dass bei einem Tesla die Verfolgungsjagd nach einer halben Stunde schon vorbei gewesen wäre, wegen leerer Akkus.

  15. 4.

    Man kann nur hoffen daß dieser Idiot von der Polizei gefasst wird und dann eine deftige Strafe bekommt nie einen Führerschein. Für solch ein unverantwortliches Verhalten gehört diese Person für mich weggesterrt für ganz lange Zeit bei dem Verhalten wurde auch mit dem Leben und der Gesundheit Unschuldiger gespielt.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

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