Gewitter mit Blitzeinschlag in Bestensee (Brandenburg) im Juni 2018 (Quelle: Imago/Peters)
Bild: imago/Peters

Ab Sonntagnachmittag - Heftige Gewitter und Starkregen erwartet in der Region

Es könnte stellenweise richtig nass werden. Der Deutsche Wetterdienst rechnet für Sonntagnachmittag und Montag mit starken Gewittern und Starkregen in Berlin und Brandenburg. Abkühlung ist bisher aber nicht in Sicht.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam rechnet ab Sonntagnachmittag mit vereinzelten kräftigen Gewittern in Berlin und Brandenburg. Auch unwetterartiger Starkregen mit 20, stellenweise sogar 30 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit ist möglich; ebenso Hagel und Sturmböen bis zu 85 Kilometer pro Stunde. Für den Nordosten des Kreises Uckermark und für Frankfurt (Oder) gab der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung heraus.

Abkühlung bringt das viele Wasser von oben allerdings nicht: Es bleibt weiterhin schwülheiß bei 33 bis 36 Grad in Brandenburg und 35 Grad in Berlin. Die Wärmebelastung ist entsprechend hoch.

Auch die Nacht wird nicht wesentlich frischer, obwohl weiterhin ein leichtes Gewitterrisiko besteht: Die niedrigsten Temperaturen liegen bei 19 bis 21 Grad.

Auch am Montag kann es zu teils kräftigen Gewittern in Berlin und Brandenburg kommen. Es gibt viel Sonne, aber im Verlauf des Tages kommen mächtigere Quellwolken auf, am Nachmittag und Abend sind stellenweise kräftige Schauer oder Hitzegewitter möglich. Es bleibt schwül, bei Höchstwerten um 31 Grad in Berlin, 30 Grad in Lychen und 32 Grad in Lübben.

Am Samstag war der bislang heißeste Tag des Jahres

Ab Dienstag bis Donnerstag bleibt es dann trocken und sonnig bei Höchstwerten zwischen 30 und 38 Grad. Erst zum nächsten Wochenende hin steigt die Gewitterneigung wieder. Allgemein bleibt es sehr warm bis heiß, allerdings kühlt es nachts etwas stärker ab.

Der bislang heißeste Tag des Jahres war in Brandenburg und Berlin mit über 36 Grad am Samstag, dem 8. August. Am heißesten wurde es im Süden des Landes, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mitteilte: Am Fliegerhorst Holzdorf an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt wurden 36,6 Grad gemessen. Entsprechend hoch war der Andrang in den Bädern und Badeseen der Region.

Waldbrandgefahr weiterhin sehr hoch

Die Waldbrandgefahr in der Region ist nach wie vor sehr hoch. In Brandenburg ist es bereits am Wochenende vom 8. auf den 9. August zu mehreren kleineren Waldbränden gekommen. 220 Mal hat es in diesem Jahr in Brandenburgs Wäldern bereits gebrannt. 110 Hektar standen in Flammen.

Wegen der hohen Temperaturen am Wochenende gilt am Sonntag in neun von 14 Landkreisen die höchste Gefahrenstufe 5, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. Nur in den Landkreisen Prignitz, Oberhavel, Barnim, Uckermark und Spree-Neiße gilt die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4. Auch in Berlin ist die höchste Gefahrenstufe erreicht.

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Sendung: rbb 88.8, 09.08.2020, 15:00 Uhr

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19 Kommentare

  1. 19.

    Wie lustig. In Lichterfelde klatschten drei dicke Tropfen runter, mehr war nicht ...

  2. 18.

    Sie können offensichtlich Klima, Wetter, regional, lokal und global immer noch nicht auseinander halten.

  3. 16.

    Ich habe gerade gesprengt,war nötig !

  4. 15.

    Schöneweide: starkes Gewitter mit überfluteten Straßen

  5. 14.

    In Spandau fängt es auch an.....:-)

  6. 12.

    Also hier geht gerade ergiebiger Landregen runter.
    Super. :-)

  7. 11.

    Also hier am Stadtrand mit Blickrichtung Falkensee grummelt es, wird windig und immer dunkler.
    Mal sehen wieviel Nass sich hier runter traut. Gießen muss ich ganz sicher,weil der Regen bei den üppigen Blüten in Kästen und Töpfen sicher nicht oder nicht ausreichend in der Blumenerde ankommt.
    Hsuptsache kein Unwetter das alles zermatscht.
    Trotzdem bleibt weiter Schwitzen angesagt.

  8. 10.

    Wo sind bloß die ganzen Berichte zum Klimawandel? Die müsste man mal wieder rausholen.

  9. 9.

    @Alle: Die zu erwartenden Wärmegewitter entwickeln sich lokal aus den immer höher auftürmenden Cumulus-Wolken, deswegen sieht man sie nicht im Wetterradar. Gucken Sie lieber raus, da sehen Sie vielleicht hohe Wolkengebirge. Diese KÖNNEN gegen Abend zu Gewittern werden, müssen es aber nicht. Diese Wolkengebirge und evtl. Gewitter sind im Laufe des Tages aus den "harmlosen" Cumulus-Schönwetterwolken entstanden. Das sind diese Blumenkohl-förmigen Wolken die am unteren Rand wie mit dem Messer abgeschnitten aussehen.

  10. 8.

    Dann gucken sie sich das Regenradar mal auf kachelmannwetter an. In der Uckermark geht die Post ab
    Und auch sonst sind über Brandenburg zahlreiche kleinere Gewitter unterwegs. Wetter.com ist extrem schlecht.

  11. 7.

    Gerad mal aufs Regenradar von Wetteronline geschaut - nix für uns. Norden, Uckermark, ja. Oder Südosten des Landes. Aber Berlin und umzu - nix. Weitergießen.

  12. 5.

    laut regenradar kommt da nichts nennenswertes,wenn sich das gebilde in westdeutschland so hält beim weiterzug richtung osten/nord osten, kommt vielleicht etwas am abend.
    stimmte aber auch zu, bisher nichts zu sehen.

  13. 4.

    Meine Wetterapp zeigt Gewitter und Unwetter von 16-19.00 Uhr für Fürstenwalde an.Wollen wir hoffen,das auch was runter kommt.

  14. 2.

    Ich glaube das erst, wenn ich den Regen hier sehe bzw. spüre. Den diversen Wetterdiensten traue ich nicht mehr!

  15. 1.

    Laut wetter.com.de ist nichts von Regen oder gar Gewitter die Rede, weder Berlin noch Brandenburg. Ich weiss nicht wo Potsdam seine Daten her hat, aber irgendwas haut nicht hin.
    Mir eigentlich auch egal, es kommt wie es kommen soll.

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