Archivbild: Zwei Menschen liegen am 28.08.2019 am Ufer des Schlachtensees in einer Hängematte. (Quelle: dpa/Christoph Soeder)
Bild: dpa/Christoph Soeder

Wetteraussichten - Hoch "Detlef" bringt Hundstage und Tropennächte

Jetzt wird's heiß in Berlin und Brandenburg: Ab Donnerstag soll in der Region die 30-Grad-Marke geknackt werden. Die trockene Hitze bringt allerdings auch schweißtreibende Nächte und eine erhöhte Waldbrandgefahr mit sich.

Ausgerechnet zum Ende der großen Ferien in Berlin und Brandenburg kündigt sich eine länger anhaltende hochsommerliche Wetterperiode an. "Wir erleben einen rasanten Temperaturanstieg", sagte Wetterexperte Christian Schubert von der Meteogroup am Dienstag rbb|24. Am Mittwoch würden bereits 27 Grad Celsius erwartet, ab Donnerstag werde wohl die 30-Grad-Marke erreicht.

Auch die Nächte werden heiß

Das Hochdruckgebiet "Detlef" ist in den nächsten Tagen für das sommerliche Wetter verantwortlich - von Spanien bis ins Baltikum. "Regen ist gar nicht in Sicht", sagt Meteorologe Schubert, "eventuell können sich ab Sonntag mal vereinzelt Gewitter bilden."

Und so wie es aussieht, bleibt es bis weit in die nächste Woche hinein sonnig und trocken - erst die zweite Hälfte der kommenden Woche könnte unter zunehmendem Tiefdruckeinfluss wechselhafter werden - recht warm soll es aber bleiben, wenn auch nicht mehr so heiß.

Gerade in den Städten werden dann viele Menschen erleichtert sein. Denn die hochsommerlichen "Hundstage" haben auch Tropennächte im Gepäck. Ab Freitag, so die Prognose der Meteogroup, sollen die Temperaturen nachts vorerst nicht mehr unter 20 Grad fallen.

Steigende Waldbrandgefahr

In den kommenden Hitzetagen dürfte durch die Trockenheit auch die Waldbrandgefahr erheblich steigen. In Brandenburg war die Situation am Dienstag noch recht entspannt - mit sehr geringer beziehungsweise geringer Gefahr in den meisten Landkreisen [mluk.brandenburg.de]. Lediglich die Kreise Oberhavel und Uckermark meldeten mittlere Gefahr.

Bis zum Wochenende wird mit einer deutlich höheren Gefahr für die Wälder gerechnet. Nach Angaben des Umweltministeriums in Potsdam hat es in diesem Jahr bis Ende Juli bereits 210 Waldbrände gegeben.

24 Kommentare

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  1. 24.

    Ich will's auch nicht auswalzen, aber für mein Dafürhalten waren die Sommer: 2017 ungewöhnlich nass, 2018 ungewöhnlich warm, 2019 genau im Durchschnitt, 2020 (bisher) ungewöhnlich kühl :)

  2. 23.

    Na endlich!
    Ich freue mich auf die heißen Tage.

  3. 22.

    @anorak: Ich will ja nun echt nicht klugscheißen, aber das sind keine unterdurchschnittlichen Werte. Es handelt sich bei diesem Sommer temperaturmäßig um einen ganz typischen mitteleuropäischen Sommer. Das ist wirklich völlig normal. Eine kleine Hitzewelle gehört selbstverständlich auch mal dazu. Die letzten beiden extremen Hitzesommer sollten jedoch hoffentlich die Ausnahme bleiben.

  4. 21.

    Das stimmt alles was Sie schreiben, aber das sind eben unterdurchschnittliche Werte für Berlin / Brandenburg im Juli / August. Deswegen fröstelig. Wenn das jetzt etwas wärmer wird ist es eher Richtung normal.

  5. 20.

    Braun wie aus Mallorca - vermutlich, weil man sich bei 20-25° eher in die Sonne legen kann als bei 30°+. Ich bin sehr dankbar für den bisherigen normaleren Sommer. Brauche wirklich keine Nächte mit bis zu 38° im Dachgeschoss wie in den letzten zwei Jahren, die sind nicht wirklich gesundheitsfördernd.

  6. 19.

    @anorak: 18 Grad? Waren Sie in einem anderen Land oder nur Nachts unterwegs? Die 18 Grad am Tage waren doch die absolute Ausnahme. Meistens hatten wir Temperaturen zwischen 20 Grad und 26 Grad. Vom 08.07 bis heute gab es in Berlin Tempelhof genau zwei Tage mit 18 Grad. An allen anderen Tagen lag die Temperatur über 20 Grad.

  7. 18.

    Normal ist bei uns, dass sich angenehm warme mit kühlen und verregneten Sommern abwechseln. Dieses Jahr ist bisher ein kühler Sommer. 18 Grad ist für mich Strickjackenwetter, definitiv nichts für T-Shirt.

  8. 17.

    Als ich das Wort "Fröstelsommer" gestern abend schrieb, kam ich gerade frierend nach Hause. Es gab diesen Sommer mehrere Perioden mit Höchstwerten unter 18 Grad, und Tiefswerten unter 10 Grad. Zwischendurch mal ein paar schwüle Tage das stimmt schon, aber Fröstel überwog.

  9. 16.

    Der bisherige "Fröstelsommer" sollte eigentlich der Normalzustand bei uns sein. Es muss nur noch etwas mehr regnen. Gefröstelt habe ich in diesem Sommer eigentlich nie. War doch am Tage immer T-Shirt und Hemden-Wetter. Und das seit April. Als wir den Lockdown hatten, brutzelte die Sonne doch die ganze Zeit vom Himmel. Hatte allenfalls am späten Abend mal eine leichte Jacke an. Aber wenn es jetzt eine kurze Hitzeperiode gibt, dann war doch für jeden was dabei. Ein schöner Sommer wie früher.

  10. 15.

    "Fröstelsommer"? Waren Sie in Norwegen? ;-)
    Ich erinnere mich an einen frühsommerlichen Mai, angenehme warme Temperaturen im Juni, und auch der Juli war wärmemäßig absolut in Ordnung, auch wenn es da ein, zwei kühlere Tage gab. Eine Kollegin hat es geschafft, trotz Homeoffice und ausgefallener Urlaubsreise (und dank Südbalkon) eine Sommerbräune zu bekommen, auf die mancher Malle-Tourist neidisch werden dürfte.

  11. 14.

    Sehr schön, der bisherige Fröstelsommer war ja nicht auszuhalten.

  12. 13.

    Schließe mich Ihren Worten voll an. Auch ich hatte sehr gehofft, dass das Sommerliche mit nur 25 Grad und zwischendurch Regen auch so bleibt. Jetzt kommen doch tatsächlich noch die Hundstage auf uns zu. Puh.

  13. 12.

    "für die Hitzefetischisten"

    Selbst beim Thema Wetter geht's für manche Foristen nicht ohne Abwertung und Beleidigung von Leuten, die einen anderen Standpunkt haben.

    Die Diskussionskultur in diesem Land ist wirklich am Boden.

  14. 11.

    Der Sommer gibt eine kleine Abschiedsvorstellung für die Hitzefetischisten.

    In einem Monat sind die ersten Dominosteine und Lebkuchen in den Supermärkten. Spätestens.

  15. 10.

    Wieso plötzlich? Wir hatten doch die ganze Zeit Sommer. Bis auf den wenigen Regen, hatten wir temperaturmäßig einen ganz normalen Sommer.

  16. 6.

    Das steht ja dort auch gar nicht. Es steht dort "In den kommenden Hitzetagen dürfte die Waldbrandgefahr steigen" und nicht "Durch die kommenden Hitzetage dürfte die Waldbrandgefahr steigen". Da es also in den kommenden Hitzetagen weiter sehr trocken bleibt, wird auch die Waldbrandgefahr steigen. Der rbb hat das schon richtig formuliert.

  17. 5.

    "In den kommenden Hitzetagen dürfte auch die Waldbrandgefahr erheblich steigen"

    Nein, nein und nochmals nein, lieber RBB! Die Waldbrandgefahr steigt nicht wegen Hitze, ansonsten würde der tropische Regenwald gar nicht mehr herauskommen aus dem Brennen. Wälder brennen wegen Trockenheit und (nein, nicht "oder"!) weil sie in Brand gesteckt werden.

    Alles Andere ist Kokolores.

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