Axel Vogel (Bündnis 90/Die Grünen), Landwirtschaftsminister von Brandenburg (Quelle: DPA/Harald Tittel)
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Landwirte können wieder ernten - Brandenburg lockert Schweinepest-Beschränkungen

Die Beschränkungen für Bauern im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) werden in Brandenburg teils gelockert. Unterdessen gehen die Planungen für den Bau eines festen Zauns an der Grenze zu Polen weiter.

Der brandenburgische Agrarminister Axel Vogel (Grüne) kündigte am Freitag außerdem an, alle Wildschweine sollen in der Nähe jener "Kernzone" getötet werden, in der die ersten infizierten Tiere gefunden worden waren. Der Krisenstab zur Bekämpfung der Tierseuche habe am Freitag einen entsprechenden Beschluss gefasst, sagte Vogel nach dem Treffen der Länder-Agrarminister in Weiskirchen (Saarland).

Ernte unter bestimmten Bedingungen

Beschränkungen für die Agrarbranche sollen weniger werden: Land- und forstwirtschaftliche Flächen könnten in dem Gefahrengebiet rund um die Funde infizierter Wildschweinkadaver außer in einem Kerngebiet schrittweise wieder genutzt werden, kündigte das Verbraucherschutzministerium an. So sei die Ernte im Apfel- und Weinbau ohne weitere Voraussetzung möglich. Die Ernte von Kartoffeln und Zuckerrüben und Bestellarbeiten für Wintergetreide sei möglich bei der Suche toter oder kranker Tiere. Für Förster ist Holzabfuhr und Pflanzung ohne Voraussetzung machbar.

Die Tierseuche ist inzwischen bei 34 Wildschweinen aus Brandenburg nachgewiesen. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das nationale Labor, bestätigte zwei weitere Verdachtsfälle. 25 Tiere wurden bisher bei Neuzelle im Kreis Oder-Spree gefunden, neun Tiere bei Schenkendöbern im Kreis Spree-Neiße. Hausschweine sind noch nicht betroffen.

Die Seuche ist für Menschen ungefährlich, für Schweine fast immer tödlich. Rund um die Funde hatten die Behörden ein Gefahrengebiet mit Beschränkungen für Bauern, Jäger und Anwohner eingerichtet.

Die Planungen für den Bau des festen Zauns gegen die Schweinepest an der Grenze zu Polen werden konkreter. Während im Kreis Spree-Neiße bereits gebaut wird, soll es weiter nördlich im Kreis Oder-Spree Anfang Oktober losgehen, wie ein Kreissprecher am Freitag ankündigte. Bauern- und Jagdverband hatten einen festen Zaun gefordert. Vier Suchhunde aus Rheinland-Pfalz, die seit Montag nach Schwarzwildkadavern suchten, verabschiedeten sich. Sie hätten rund 150 Hektar durchstreift, aber im Kreis Oder-Spree keine Kadaver gefunden.

Sendung: Brandenburg aktuell, 25.09.2020, 19:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Die Grünen kommen in der Realität an. Hurra!

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