Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin schaut während des CRISPR/Cas9-Verfahrens in einem Labor am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin durch ein Stereomikroskop (Quelle: dpa/Gregor Fischer)
Bild: dpa/Gregor Fischer

Medizin - Berlin als neuer Standort für Krebszentrum ausgewählt

Für den Kampf gegen den Krebs soll in Berlin ein neues Zentrum entstehen. Die Hauptstadt ist als einer von vier neuen Standorten des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen ausgewählt worden, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am Mittwoch bekanntgab. Bisherige Standorte sind Heidelberg und Dresden.

Der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) gratulierte den Kooperationspartnern von Charité, Berlin Institute of Health und Max-Delbrück-Centrum für molekulare Medizin: "Berlin nimmt damit eine Schlüsselstellung ein, um die Krebsforschung entscheidend voranzubringen und neue Ansätze in der Früherkennung und Behandlung von Krebsleiden zu entwickeln", sagte Müller, der auch Wissenschaftssenator ist.

Bund und Land teilen sich Kosten

Ein Neubau für das Zentrum in Berlin solle voraussichtlich im Wedding entstehen. "Auf 10.000 Quadratmetern sollen modernste Forschungslabore, eine Ambulanz sowie ein Informationszentrum für Krebspatientinnen und -patienten entstehen", kündigten die drei Partner an. Zum Einzugsbereich zählten neben der Metropole selbst auch Brandenburg und Sachsen-Anhalt - und damit ein Gebiet mit mehr als 55.000 neu diagnostizierten Krebsfällen pro Jahr. Wann das Zentrum öffnet, blieb zunächst offen.

Neben Berlin wurden Köln/Essen, Tübingen/Stuttgart-Ulm sowie Würzburg mit Erlangen, Regensburg und Augsburg ausgewählt. Zunächst wird laut BMBF eine einjährige Strategiephase finanziert. Jeder der neuen Standorte könne "im Endausbau bis zu 13 Millionen Euro jährlich vom BMBF erhalten", hieß es. Das jeweilige Land mit einem Sitz stelle ein Gebäude und beteilige sich ebenfalls an der jährlichen Finanzierung.

Sendung: Inforadio, 23.09.2020, 15:00 Uhr

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