Prozessbeginn in Berlin - Taxiunternehmer wegen Versicherungsbetrug vor Gericht

Do 03.09.20 | 16:33 Uhr
Ein Schild auf dem Dach eines Taxis, Symbolbild (Quelle: DPA/Wolfram Steinberg)
Audio: Inforadio | 03.09.2020 | Ulf Morling | Bild: DPA/Wolfram Steinberg

Vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin hat am Donnerstag der Prozess gegen mehrere Männer begonnen, denen Versicherungsbetrug vorgeworfen wird. Die 45- bis 56-Jährigen werden mit mehreren Verkehrsunfällen in Verbindung gebracht, bei denen Taxis beteiligt waren. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, die Unfälle absichtlich verursacht zu haben und anschließend durch überhöhte Abrechnungen Haftpflichtversicherungen betrogen zu haben.

Überhöhte Rechnungen an Versicherer der Unfallgegner

Laut Anklage soll ein heute 56-Jähriger als damaliger Chef eines Taxiunternehmens einen seiner Fahrer beauftragt haben, Unfälle zu provozieren. Sein Angestellter soll dann im Kreisverkehr am Kottbusser Tor in Kreuzberg oder auf der Potsdamer Straße in Schöneberg Zusammenstöße verursacht haben.

Einem weiteren Angeklagten wird vorgeworfen, als Inhaber eines Sachverständigenbüros überhöhte Schadensberechnungen beigesteuert zu haben, die bei den Versicherungen der Unfallgegner eingereicht worden seien. Einem 49-jährigen Inhaber einer Werkstatt wird vorgeworfen, unzutreffende Reparaturrechnungen ausgestellt zu haben.

Insgesamt geht es um 13 Verkehrsunfälle in der Zeit von Dezember 2009 bis August 2011. Die Angeklagten sollen so 50.000 Euro erschlichen haben. Zum Prozessauftakt schwiegen sie.

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