Berliner Stadtautobahn (Quelle: dpa/ZB/Thomas Uhlemann)
Bild: dpa/ZB/Thomas Uhlemann

Stadtautobahn A111 - Junger Mann kracht bei mutmaßlichem Autorennen in Leitplanke

Bei einem mutmaßlichen Autorennen auf der Berliner Stadtautobahn hat ein junger Mann einen schweren Unfall verursacht. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Fahrer von drei Autos fuhren demnach laut Zeugenaussagen am Mittwochabend gegen 20:30 Uhr in Tegel viel zu schnell auf der Autobahn 111 Richtung Kurt-Schumacher-Platz. Ein 21-jähriger Fahrer verlor dabei auf Höhe der Holzhauser Straße auf der linken Spur die Kontrolle über sein Auto.

Der Wagen schlug links in die Leitplanke ein, schleuderte gegen die rechte Leitplanke, drehte sich mehrfach um die eigene Achse und kam erst nach 100 Metern auf der rechten Spur zum Stehen. Die Front des Wagens wurde zerstört, herumfliegende Teile beschädigten fünf weitere Autos.

Der Fahrer blieb unverletzt. Die Polizei beschlagnahmte seinen Führerschein und das Auto.

Zahl illegaler Autorennen steigt deutlich

Die Zahl der illegalen Autorennen in Deutschland ist stark gestiegen. Das geht aus einer dpa-Umfrage hervor, die am Samstag veröffentlicht wurde. Demnach wurden in neun Bundesländern im vergangenen Jahr insgesamt 1.900 Fälle erfasst, das sind rund 700 mehr als ein Jahr zuvor. Die anderen der 16 befragten Bundesländer machten keine Angaben oder führen keine derartige Statistik.

An der Spitze steht Nordrhein-Westfalen mit 659 Fällen, gefolgt von Berlin mit 390 Fällen. Allerdings hat NRW mehr als viermal soviele Einwohner wie die Hauptstadt. Es folgen Bayern (294) und Baden-Württemberg (252), beide Bundesländer ebenfalls deutlich einwohnerstärker als Berlin.

Sendung: rbb24, 24.09.2020, 13 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    junger Mann, naja wenn man einfach nicht Auto fahren kann , sollte man einfach mal mehr üben . Aber heute können ja die jungen immer alles viel besser und wissen alles besser !
    Muss ja heute auch gleich nen PS starkes Auto sein .

  2. 3.

    Bei einem Urlaub in Südafrika erfuhr ich, das wenn man mit mehr als 30 Std-km die vorgegebene Geschwindigkeit überschreitet, der Wagen beschlagnahmt wird und später wird er versteigert.

  3. 2.

    um was für Autos handelt es sich, werden wohl kaum Dacias sein, wer sind die Fahrer und wie kommen die an die Autos ?

  4. 1.

    Hier verstehe ich die Verkehrsverwaltung nicht, insbesondere die Senatorin. Bei Pop Up Radwegen ist sie schnell dabei und verstößt bzw. setzt sich über Gesetze hinweg. Aber bei illegalen Autorennen, die sich dramatisch häufen mit schwerwiegenden Unfällen, wobei den Fahrern nie etwas passiert, sondern nur unbeteiligten, ist die Verwaltung im Duckmodus. Nicht mal der Regierende Bürgermeister sagt was. Nur bei einem Anfall am Steuer in der Invalidenstr., was kein Autorennen war, sind sehr schnell Tempo 30 Schilder aufgestellt. Was purer Aktionismus ist. Und solche Unfälle nicht verhindern hilft. Selbst , wenn ein Auto mit 30 km/h auf einen Menschen trifft, ist dieser meist tödlich verletzt. Am Ku’damm wird jetzt wahrscheinlich erstmal Jahre um ein Konzept gesprochen. Kurz nach dem letzten Autorennen wurde dort in den ersten zwei Tagen danach schnell ein Blitzer aufgestellt und weg ist er wieder. Hat wahrscheinlich nicht genug Einnahmen auf dem Ku’damm gebracht. Warum macht Berlin mit anderen Ländern gemeinsam einen Vorschlag zum Stufenführerschein und dass man Mietwagen erst ab 25 mieten darf z.b.

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