Polizeibeamte stehen am 14.09.2020 in einer Einfahrt eines Gebäudekomplexes an der Goebenstraße. (Bild: dpa/Paul Zinken)
Video: Abendschau | 15.09.2020 | Kerstin Breinig | Bild: dpa/Paul Zinken

Polizei nimmt Verdächtigen fest - Schüsse in Schöneberg - Mann durch stumpfe Gewalt verletzt

Am helllichten Tag sind am Montag in Schöneberg Schüsse gefallen. Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern. Einer von ihnen wurde durch einen Schlag auf den Kopf schwer verletzt. Ein Tatverdächtiger konnte gefasst werden.

Nach Schüssen auf offener Straße in Berlin-Schöneberg hat die Polizei am Montag einen schwer verletzten 24-Jährigen auf einem Gehweg gefunden. Der Mann habe eine Kopfverletzung, die aber nicht von einem Schuss herrühre, sagte ein Polizeisprecher am Montagabend.

Die Ermittler prüfen auch einen möglichen Streit im Clanmilieu. "Man kann nichts ausschließen, es wird in alle Richtungen ermittelt", sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag auf eine entsprechende Anfrage. Noch seien die Hintergründe aber unklar.

Am Montagabend hatte die Staatsanwaltschaft mitgeteilt, ersten Ermittlungen zufolge habe der Auseinandersetzung ein Streit zwischen Bekannten in einem Hinterhof zugrunde gelegen. Dabei fielen wohl auch Schüsse. Zeugen berichteten zudem, dass ein Mann mit einem Baseballschläger auf das Opfer losgegangen sein soll.

Polizeistreife wurde auf Schüsse aufmerksam

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft war es am Montag gegen 17.30 Uhr zu dem Streit in dem Hinterhof an der Goebenstraße gekommen. Eine Polizeistreife, die in der Nähe war, hatte die Schüsse gehört. Kurz danach sollen mehrere Personen durch eine Hofdurchfahrt in verschiedene Richtungen geflüchtet sein.

Danach fanden die Polizisten den verletzten 24-Jährigen auf dem Gehweg. Der Mann sei aber nicht angeschossen worden, sondern habe eine Kopfverletzung durch einen Schlag erlitten. Die Polizei sprach von "stumpfer Gewalt". Der Mann wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht und sofort operiert.

Nach Zeugenhinweisen wurde gegen 18 Uhr ein Mann festgenommen. Polizeisprecherin Anja Dierschke sagte rbb|24, dass der ebenfalls 24-Jährige auf die Täterbeschreibung passe. Es werde aber noch geprüft, in welchem Zusammenhang er mit dem Geschehen stehe. Eine Mordkommission habe die Untersuchungen übernommen, sagte die Polizeisprecherin weiter.

Demonstration in der Nähe

Als die Schüsse fielen, demonstrierten rund 200 Meter vom Tatort entfernt junge Menschen gegen die Räumung des Jugendzentrums "Potse" an der Potsdamer Straße. Dort war auch die Polizeistreife unterwegs.

Die Nachrichtenagentur dpa berichtet, dass eine größere Menschenmenge aneinandergeraten sein soll. Die "B.Z." zeigt Videoaufnahmen, die das zu bestätigen scheinen. Auch mehrere Schüsse sind auf den Aufnahmen zu hören.

Der Bereich an der Goebenstraße in der Nähe der Yorckbrücken war weiträumig abgesperrt worden. Die Polizei empfahl, den Bereich zwischen der Potsdamer Straße und der Kulmer Straße weiträumig zu umfahren.

Sendung: Abendschau, 14.09.2020, 19:30 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Der Herr Senator sagt,
    unbegleitete Flüchtlinge-wir können das.
    waren da nicht fast 10.000 einfach so verschwunden. Wo können wir das. Die Angebote die intensive Bemutterung hören doch mit dem 18.Geburtstag auf. Aber mehrere Jahre keine Schule besucht. Bildungslücken Sprachprobleme das integrationsAngebot kommt dann von den einschlägig bekannten Familien. Sie geben das Zusatzeinkommen die Tätigkeit ist schnell erlernt, stärkt den Zusammenhalt..
    Herr Geisel an welcher Stelle im Rathaus sind sie falsch abgebogen.

  2. 9.

    Na globke aka goldfasan aka herman aka "Sir" Henry aka ... Brauchen sie mal wieder eine ganze Armee an Sockenpuppen um hier in bewährter Manier zu hetzen?

    Rechtsextremisten sind sowas von erbärmlich... und feige.

  3. 8.

    "Die Ermittler prüfen auch einen möglichen Streit im Clanmilieu." - Passt! Der Gerichtstermin ist ja wegen Mama ausgefallen... Die Jungs hatten Zeit.

  4. 6.

    Offensichtlich gibt es keine Schussverletztungen, insofern ist überhaupt fraglich ob mit einer echten Waffe geschossen wurde...

  5. 5.

    Auf den ersten Blick zumindest ist es ein völlig unpassender Kommentar. Aber sollten Sie wider Erwarten mehr Informationen haben, dann doch bitte vollständig: Hersteller der Waffe, Modellbezeichnung und angemeldete Sportart.

  6. 4.

    Woher hast du die Information, dass der Täter ein legaler Waffenbesitzer und Sportschütze gewesen sein soll?
    In der Szene sind eher illegale Waffen unterwegs.

  7. 3.

    Liebe rbb Redaktion !
    Schaltet doch O. Sundermeyer ein !
    Er bringt eine mediengerechte Erklärung !

  8. 2.

    Da sieht man mal wieder, dass die Novellierung des Waffenrechts nichts, aber auch gar nicht's bringt und nicht gebracht hat! Ein WBK-Inhaber geht nicht mit seinem Sportgerät auf die Straße und schießt auf Leute.

  9. 1.

    Streit unter Bekannten. "Ursache für die Auseinandersetzung sei der Staatsanwaltschaft zufolge ein Streit zwischen zwei Bekannten" Die Identität des Opfers sei der Polizei wegen früherer Straftaten bekannt, (Tagesspiegel)

    BZ zeigt den festgenommenen Mann.
    https://www.bz-berlin.de/berlin/tempelhof-schoeneberg/schuesse-in-schoeneberg-mann-schwer-verletzt-in-klinik

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