ARCHIV - 04.01.2017, Niedersachsen, Hannover: Eine Frau betritt das Landgericht Hannover (Quelle: dpa / Holger Hollemann).
Bild: dpa / Holger Hollemann

Prozess in Hannover - Mann gesteht Vergewaltigung von Mädchen - auch Opfer in Brandenburg

Ein wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs angeklagter Mann aus Hannover hat den Großteil der ihm vorgeworfenen Taten gestanden. Zwischen 2010 und 2013 hat Sebastian M. Mädchen missbraucht, einer der Tatorte war Geltow im Kreis Potsdam-Mittelmark.

M. habe zunächst in Chats den 10- bis 13-jährigen Mädchen die Identität eines attraktiven Jungen vorgespielt, sagte er am Mittwoch im Landgericht Hannover. Er habe die Mädchen per Video-Chat dazu aufgefordert, ihren nackten Körper zu filmen oder sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Bei persönlichen Treffen habe er sich dann als Onkel des angeblichen Jungen und Fotograf ausgegeben. Dann habe er die Kinder fotografiert und missbraucht, ihm werden acht Fälle von Vergewaltigung zur Last gelegt.

Maximal fünf Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe

Zuvor hatte es ein Verständigungsgespräch gegeben: Im Falle eines Geständnisses waren dem 42-jährigen Angeklagten für die insgesamt 14 Straftaten eine Freiheitsstrafe von maximal fünf Jahren und neun Monaten zugesagt worden.

Die Bilder und Videos der sexuellen Übergriffe hatten Ermittler bei einer Durchsuchung seiner Wohnung gefunden. Sie stießen auf fast 20.000 Dateien mit Kindesmissbrauchs-Darstellungen. Wegen des Geständnisses müssen die acht Opfer nicht als Zeuginnen gehört werden. Das Urteil soll bereits an diesem Donnerstag gesprochen werden [landgericht-hannover.niedersachsen.de].

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.09.20, 14 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Das ist ein SKANDALURTEIL. Das beginnt schon damit, dass vor dem Urteil das Urteil schon wie auf einem Basar abgekungelt wird. Das geht gar nicht. Das Mann war schon wg. ähnlicher Fälle verurteilt, ist auch damals viel gering bestraft worden. Eine lächerliche Bewährungsstrafe von einem Jahr wurde ausgesprochen.
    Der Staat und die Justiz sind schon seit Jahren mit den Urteilen im Verzug.
    Jedes geschundene Kind hat mit der Schandtat das ganze Leben lang zu tun, während die schmierigen Täter mit milden Strafen davonkommen. Lebenslänglich gehörten solche Verbrecher mindestens hinter Schloss und Riegel, weil sie ihr Leben für immer verwirkt haben. Das gleiche Strafmaß gilt auch für Vergewaltigungen, Messerstechereien mit tödlichem Ausgang........ etc.
    Und dann noch die Aussage des Psychiaters: "Dem Sachverständigen zufolge liegt keine "Hangtäterschaft" vor. Das heißt, dass nicht zu erwarten ist, dass der Mann auch in Zukunft Kinder missbraucht." Unglaublich dumm diese Aussage.

  2. 3.

    Für schwere Steuerhinterziehung gibt es das doppelte.
    Die Opfer leiden Jahre darunter und manche erholen sich garnicht und nehmen sich das Leben und da sind solch milde Strafen für solche Täter der blanke Hohn. Und nach den 5 Jahren macht er einfach weiter bis er vielleicht wieder auffliegt.

  3. 2.

    Das ist einfach nicht genug.

  4. 1.

    5 Jahre und 9 Monate für 20000 Dateien mit kindesmißbrauch und 8 zerstörte Leben...

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