Schülerinnen melden sich während des Unterrichts an einer Schule. (Quelle: dpa/Hauke-Christian Dittrich)
Bild: dpa/Hauke-Christian Dittrich

Plakate, Postkarten, Internetseite - Kampagne zu sexueller Vielfalt startet an evangelischen Schulen

Mit der Kampagne "Fürchtet euch nicht!" soll an den evangelischen Schulen in Berlin und Brandenburg das Thema sexuelle Vielfalt verstärkt behandelt werden. Acht Text-Bild-Plakate und Postkarten werben seit Donnerstag für Offenheit bei den Themen sexuelle Vielfalt und Gender-Identität, wie die Evangelischen Schulstiftung in der EKBO (Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) mitteilte.

Die Plakate würden in allen 32 Schulen hängen, die dazu passenden Postkarten verschickt und verteilt. Auch in den sozialen Medien soll die Kampagne präsent sein. Zudem soll eine Internetseite [www.fuerchteteuchnicht.com] Hintergrundinformationen bieten. Entwickelt wurde die Diversity-Kampagne nach Angaben der Stiftung von Schülerinnen und Schülern der 32 Schulen. Adressat seien Mitlernende, Lehrpersonal und Eltern.

Umfrage: Schüler wünschen mehr Präsenz der Themen Liebe, Sexualität und Vielfalt

An den 12 Bildungseinrichtungen der Evangelischen Schulstiftung in Berlin und 20 in Brandenburg lernen und lehren den Angaben zufolge rund 10.000 Schüler und über 1.300 Mitarbeiter.

Nach einer Umfrage, die die Evangelischen Schulstiftung gemeinsam mit einer Bostoner Strategieberatung durchgeführt hat, wünschen sich knapp zwei Drittel der befragten Schüler in Berlin und Brandenburg mehr Präsenz der Themen Liebe, Sexualität und Vielfalt im Unterricht. Befragt wurden den Angaben zufolge 472 Schüler des Schulträgers in den Jahrgangsstufen sieben bis 13.

7 Kommentare

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  1. 7.

    Das kann man so sehen, allerdings ist das ja gar nicht die Frage. Sondern worauf fußt die Kirche? Auf Dingen, welche sie selbst nicht begründet hat, sondern die sie begründen? Wenn die Kirche ihre eigenen Fundamente zur Disposition stellt, weil man sie letztlich ablehnt, dann macht man sich doch selbst überflüssig und wird zum Wahlverein bestimmter, hier grüner Politikinhalte - oder nicht?

  2. 6.

    Es gibt Menschen, die die Bibel tatsächlich für Gottes Wort halten und ernst nehmen.
    Z.B. mich.

  3. 5.

    Welches Testament, sprich die Bibel meinen Sie? Das Alte oder das Neue. Das Alte ist tatsächlich eine sehr wüste, sehr krude und grauenhaft geschriebene Schrift. Das Neue ließt sich geradezu wie ein Kriminalroman. Nichts davon interessiert mich noch wirklich. Denn es reicht mir vollkommen als Kind mit diesen Katholizismus täglich konfrontiert gewesen zu sein. Verlogen bis in die Haarspitzen. Mehr läßt sich dazu nicht sagen.

  4. 3.

    Bin ich dafür.. nicht nur Brüste im TV, in Werbung und in Zeitschriften. Endlich mal nackte, erigierte Männer ! Sexuelle Vielfalt eben. Man sollte nicht das normale Leben Zensieren.

  5. 2.

    Es gilt, das seinerzeitige Denken der Bibel zu überwinden. Die Bibel ist gewiss eines der weisesten Bücher der Menschheit und zugleich auch ein sehr wüstes - ein wüstes Buch aus wüster Zeit aus wüster Gegend.

    Die ausschließliche Zweiteilung der Welt in Männer und Frauen und dass in jedem Mannskörper auch sexuell ein Mann, in jedem Frauenkörper auch sexuell eine Frau gehöre, gehört zu dieser Art von Wüstenei mit dazu. Heute sind wir klüger und das ist kein Abbruch der Religion.

    Genau das hat die ev. Kirche verstanden, die kath. braucht da noch etwas. Und sie braucht gewiss noch länger, je dominanter sie in bestimmten Gegenden ist, in Bayern etwa oder jenseits der Grenze in Polen, Slowenien bspw.

    Das Beispiel der evangelischen Schulen kann im wahrsten Wortsinne Schule machen. Die Natur hat immer das zahlenmäßig Größere und auch zahlenmäßig Kleineres hervorgebracht, ohne dass Letzteres dadurch minderwertig oder zu vernachlässigen wäre. Nur der Mensch ist da oft einfältig.

  6. 1.

    Und was bleibt dann eigentlich noch von der biblischen Erzählung, daß Gott den Menschen männlich und weiblich schuf(1.Mos.27)?

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