Am 24.09.2020 löschen Feuerwehrleute einen Brand in der Jeremia-Kirche in Berlin-Spandau (Bild: dpa/Gateau)
Video: rbb|24 | 24.09.2020 | Material: Abendschau | Bild: dpa/Gateau

Dach in Flammen - Feuerwehr löscht komplizierten Brand in Spandauer Jeremia-Kirche

Großeinsatz in Berlin-Spandau: In der Jeremia-Kirche im Burbacher Weg war am Donnerstag das Dach in Brand geraten. Am späten Abend gelang es der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Am Freitagmorgen loderten aber noch Glutnester.

Wegen eines Kirchendachbrands ist die Berliner Feuerwehr am Donnerstag zu einem Großeinsatz in Spandau ausgerückt. Mit 100 Feuerwehrleuten und 23 Fahrzeugen sei man dort im Einsatz, twitterte die Feuerwehr. Auf einem Foto war zu sehen, wie das Dach der Kirche im Burbacher Weg in Flammen steht und Rauchwolken emporsteigen.

Feuerwehr setzte "Löschnägel" ein

Allerdings zeigten sich bei den Löscharbeiten Probleme: "Das Erreichen des Brandes ist durch die Dachkonstruktion erschwert", teilte die Feuerwehr mit. Daher setzte sie sogenannte Löschnägel ein. Das sind meterlange stabile Metallrohre mit kleinen Löchern im vorderen Teil. Die Rohre können durch Wände gestoßen werden, um Wasser in Innenräumen von Gebäuden zu versprühen.

Am späten Abend konnte der Brand gelöscht werden. Allerdings war die Feuerwehr am Freitagmorgen weiter vor Ort, weil es noch Glutnester gab.

Weil die Zuflucht-und-Jeremia-Kirche gerade im Umbau ist, waren nach Angaben der Feuerwehr keine Kulturgüter gefährdet. Mit dem Umbau soll die Kindertagesstätte erweitert werden. Die Kirche wird grundlegend saniert und soll anschließend das ganze Jahr über nutzbar sein. Dazu soll auch das nördliche Seitenschiff komplett überdacht werden.

Sendung: rbb 88.8, 24.09.2020, 15:15 Uhr

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9 Kommentare

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  1. 9.

    Ich habe 20 Jahre im Falkenhagener Feld gewohnt. Die Jeremia-Kirche war schon da. So viel also zum "Kirchenneubau".
    Und Ihre Bemerkung: "Da hatte wohl jemand eine Einsicht." soll hoffentlich nicht als Lob einer möglichen Brandstiftung verstanden werden.

  2. 8.

    Dann könnte auch Hast eine Ursache gewesen sein. Aber das sind alles Vermutungen.

    Ich finde es immer ausgesprochen schade, dass in den ersten Tagen nach so einem Brand die Meldungen darüber regelrecht heißlaufen und nach kurzer Zeit dann faktisch "Funkstille" herrscht - wobei es gerade zu späterer Zeit um Aufschluss und bestmögliche Vermeidung geht.

    Wer bspw. hat die ganze Aufarbeitung bei der unterirdischen Seilbahn von Kaprun verfolgt? Mindestens ein Dutzend Personen hat Dienst nach Vorschrift getan, kein Einziger ist über seinen Schatten gesprungen, was in jenem Fall nötig gewesen wäre, in dem eine U-Bahn nach den Brandvorschriften einer Seilbahn abgenommen wurde, nur, weil die U-Bahn per Seil vorwärts gebracht wurde.

  3. 7.

    Ich war gerade vor Ort als der Brand sich entwickelte. Die Bauarbeiter brachten zu dem Zeitpunkt die Dachpappen mit einen "Brenner" an das Dach. Ich vermute nur.....dass eventuell durch zu großer Flamme der Dachstuhl in Flammen geriet.

  4. 6.

    Dann wäre auch im Innern dasjenige erreicht, was schon das Äußere zum Ausdruck bringt: Ein Multifunktionsbau mit peripherer Kirchennutzung. Sozusagen ein "architektonisches Wegducken" nahezu aller kirchlicher Funktionsbauten vornehmlich in den 1950ern, 60ern und 70ern, mit ganz wenigen Ausnahmen.

    Ab den 1980ern war es dann wieder sichtbarer, welche Bauten für dasjenige stehen, wo Kirche daraufsteht. Wunderbar bspw. die Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße, nahezu unsichtbar dagegen die Bauten mit Kirchennutzung in Wartenberg und in der Gropiusstadt-Süd.

  5. 5.

    Es handelt sich nicht um einen Neubau, sondern um einen Umbau zu einer Multifunktionskirche.

  6. 4.

    Ein gleichartiger Dachstuhlbrand wie 1995 der Brand der alten Canisiuskirche in Charlottenburg. Schwierige Arbeit für die Feuerwehr. Wie damals muß nach den Verursachern gefahndet werden.

  7. 3.

    Die Eingerüstetheit des Kirchenbaus lässt - vorsichtig formuliert - Schlüsse wie bei Notre Dame de Paris zu. Hier nur im Kleineren und vglw. Unbedeutenderen. Das Arbeitsende während einer Renovierung scheint im höheren Maße mit Leichtsinn einherzugehen als dies während der Arbeitstätigkeit der Fall ist. Eine "vergessene" und vom Schichtleiter "übersehene" Hakenkralle am Tragegerüst der Wuppertaler Schwebebahn, die den Frühzug am nächsten Morgen zum Absturz brachte, eine entzündete Zigarette im Holzgebälk des Dachstuhls von Notre Dame am Nachmittag, weil ja mit Arbeitsende definitiv alle Sicherheitsbestimmungen auf einen Schlag nicht mehr gelten.

    ;-

    Wenn das Dach am Nachmittag begann zu brennen, würde ich genau diese Vermutung hegen. Bei einer anderen Zeiten natürlich nicht. Es wäre - in diesem Fall natürlich nur - eine Vernachlässigung der Baustellenaufsicht, die mir fast schon systematisch erscheint.

  8. 2.

    Wahrscheinlich unter Corona-Bedingungen noch anstrengender.
    Eine sehr fleißige Berufsgruppe - und ehrenwert dazu.
    Muss man immer wieder sagen.

  9. 1.

    Ehrlich, ein Kirchenneubau in Berlin und keine Moschee?
    Dabei stehen genug Sakralbauten leer herum und sollen versilbert werden. Da hatte wohl jemand eine Einsicht.

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