Figuren, die die Opfer darstellen, liegen bei der Mahnwache zum Jahrestag des SUV-Unfalls in der Invalidenstraße am Boden. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)
Video: rbb|24 | 06.09.2020 | Material: Abendschau | Bild: dpa/Fabian Sommer

Tödlicher Unfall jährt sich - Mahnwache für Unfallopfer von SUV-Fahrer

Vor einem Jahr kamen vier Menschen in der Invalidenstraße bei einem Unfall mit einem SUV ums Leben. Am Sonntag erinnern Verkehrsverbände mit einer Mahnwache daran. Sie fordern eine bessere Verkehrsführung.

Mehrere Verkehrsverbände haben am Sonntagmittag mit einer Mahnwache an den tödlichen SUV-Unfall in der Invalidenstraße vor einem Jahr.

Zu der Aktion aufgerufen haben unter anderem der Verband Fuss e.V. und der Fahrradclub ADFC Berlin. Die Teilnehmer der Mahnwache fordern von der Politik den Umbau der Stadt hin zu einer "Mobilität für alle". Der Verein Changing Cities twitterte am Mittag: "Man kann Menschen nicht zurückholen. Aber es unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass es sich nicht wiederholt."

Neuer Radweg ab Oktober

Anwohner engagieren sich seit dem Unfall für eine andere Verkehrsführung in der Invalidenstraße. Sie fordern unter anderem eine Tempo-30-Zone und einen Radweg, der laut Senatsverwaltung für Verkehr ab Oktober zwischen Garten- und Brunnenstraße entstehen soll.

Bei dem Unfall war ein der SUV-Fahrer mit seinem Porsche Macan auf die Gegenfahrbahn gekommen und hatte vier Menschen überfahren.

Nach bisherigem Ermittlungsstand soll der Fahrer einen Krampfanfall erlitten haben.

Große Betroffenheit nach Unfall

Der Unfall löste große Betroffenheit und eine bundesweite Diskussion über SUV in Innenstädten aus. Anwohner gaben unmittelbar nach dem Unfall an, die Kreuzung sei seit Langem als gefährlich bekannt.

Sendung: Abendschau, 06.09.2020, 19.30 Uhr

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39 Kommentare

  1. 39.

    Mir geht es dabei auch ausgesprochen selten um gesetzliche Regelungen, sondern weit mehr um gewonnene Einsichten derjenigen, die jeweils davon betroffen sind. Das mag sehr altmodisch klingen, doch es ist so.

    Kein Selbstwert sollte darunter leiden, dass ein spezfisches Gefährt nicht mehr bewegt werden kann. Und dass das Zentrum Berlins nicht auf anderem Wege erreicht werden kann, kann ja nun getrost nicht angenommen werden.

  2. 38.

    Genau das wird doch jetzt ermittlungstechnisch geklärt. Gab es eine so hohe Wahrscheinlichkeit des Eintretens gesundheitlicher Beeinträchtigungen, dass der Unfallfahrer davon ausgehen musste, nicht mehr die Kontrolle über sein Fahrzeug zu behalten. Dies wird regelmäßig bejaht, wenn es erst vor kurzer Zeit solche Beeinträchtigungen gab. Sind Medikamente optimal eingestellt, muss man dagegen nicht damit rechnen. Das betrifft genau so auch jeden Diabetiker in unserem Land, nicht nur Epileptiker. Trotzdem kann und darf diesen nicht die Mobilität ohne Grund verwehrt werden. Warten wir also erst mal die Ermittlungen ab.

  3. 37.

    Ausgeschlossen ist nichts, vielmehr ist alles eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Wer einen Tremor hat, sollte nicht mit sensiblen Flüssigkeiten umgehen und wer ärztlich behandelt wird wegen möglicher Suizidabsichten, dem sollte m. E. als Pilot kein Flugzeug anvertraut werden.

    Es gibt kein Grundrecht auf den Gebrauch eines spezifischen Geräts. Auch nicht des Autos.

  4. 36.

    Na ein Glück für die Autohasser, dass es ein sogenannter SUV war und kein Kleintransporter o.ä., bei dem die Folgen vergleichbar gewesen wären. Und glauben die Leute wirklich, dass ein 30er-Schild vor Krampfanfällen schützt?

  5. 35.

    Oder besser noch absolute Sicherheit für Radfahrende -> Radfahrverbote in der Innenstadt!
    Wo keiner fahren darf, kann keiner beim Fahren ums Leben kommen!

    Aber es wird wie immer bei perfekten Lösungen sein, sie wird nicht allen gefallen ...

  6. 34.

    Extra für Sie: "Nach bisherigem Ermittlungsstand soll der Fahrer einen Krampfanfall erlitten haben." Verstanden ?
    Und zu Ihrer 7-Klassen Physik. Rechnen Sie es aus, schreiben Sie es hier hin und wir,die Erwachsenen, überprüfen das dann. Und bedenken Sie: Ein Kleinwagen wiegt heutzutage 250 kg und jeder, ja wirklich jeder SUV 8 Tonnen. Das ist dann besser für Ihre Argumentation.

  7. 33.

    Verbreiten Sie bitte kein gefährliches Halbwissen
    Die Tragik der Sache ist zu groß, um solchen Unsinn hier zu sxhreiben. Ich verweise auf meine Antwort an den geneigten Herrn Zweiradmech.

  8. 32.

    Den gebetsmühlenartigen letzten Satz ihrer Kommentare können sie sich ja mal langsam sparen, er ist langweilig geworden.
    Und Physik für Anfänger brauchen Sie nicht profilierend zur Schau zu tragen, bei diesem tragischen Hintergrund.
    Ich habe Ihre Frage wohl korrekt verstanden. Und wie hoch die Energie eines Körpers von den genannten Massen ist, hängt wohl auch maßgeblich von der Geschwindigkeit und nicht der Form ab. Nennt man auch Kinetik.
    Die Form bestimmt das Verhalten eines Körpers in Verbindung mit der mechanischen Einwirkung im Zusammenhang der Geschwindigkeit.

  9. 31.

    Zum Thema ärztliches Gutachten über Fahrtauglichkeit nur mal so ein kurzer Dialog zwischen einem Kardiologen und mir nach dessen Untersuchung und Tests: Frage von mir; bin ich Herzinfarkt gefährdet? Antwort des Arztes: im diesem Moment und nach den Untersuchungsergebnissen nicht, aber trotzdem ist es möglich wenn sie meine Praxis verlassen dass sie 2 Minuten später einen erleiden.

  10. 30.

    Ist doch quatsch was sie erzählen. Das größere Auto kann bereits bei geringerer Geschwindigkeit töten. Der Kleinwagen muss viel schneller fahren um die gleiche Einschlagwirkung zu erzeugen.

  11. 28.

    Wer mit seinen Rad auf den Bürgersteig rast oder rote Ampeln ständig missachtet nimmt tödliche Unfälle mit Fußgänger billigend im Kauf.

  12. 26.

    Hier werden von Ihnen die Verantwortlichkeiten auf den Kopf gestellt. Die Straßenbahn ist gut zu sehen, die Schienen auch und ebenso wie gilt, dass noch kein einziger Baum jemals einen Autofahrer angesprungen ist, gilt, dass noch keine Schiene und noch keine Tram jemals einen Radfahrenden ansprang.

    "Baum ab", war vorgestern, als die Parole "Freie Fahrt für freie Bürger" ausgerufen wurde. "Tram weg", weil Radfahrende gegen sie fahren und den Schienenverkehr insgesamt unzureichend beachten, kann darum nur als Neuauflage der vorgestrigen Parole "Freie Fahrt für freie Bürger" betrachtet werden. Diesmal in Grün.

    In städtischen Straßenräumen kann nur die Straßenbahn das wesentliche Verkehrsmittel sein, die Räder quasi eine Ergänzung, weil Räder wie das Auto als Individualverkehrsmittel eher die "Streuströme", nicht aber die gebündelte Verkehre sinnvoll bedienen.

  13. 25.

    wenn hier über neue Fahrradwege geschrieben wird ,ich wahr vor 2Jahren in Berlin und wollte mehrere Sehenswürdigkeiten mit dem Fahrrad erkunden das war ein Reinfall in ganz Deutschland gibt es so wenige und schlechte Radwege wie in Berlin

  14. 24.

    In der Invalidenstrasse wurde heute erneut ein Fahrradfahrer schwer verletzt - durch eine Tram. Die Verkehrsführung dort ist immer noch der Horror und da ist bei weitem nichts zum Guten geändert, auch an der betreffenden Kreuzung.

    Es ist traurig, dass Berlin so langsam und ineffizient ist, und das auf Kosten von Menschenleben der schwächsten Verkehrsteilnehmer: Fahrradfahrer und Fußgänger.

  15. 23.

    Gratuliere, mit der Anwort hätten sie die 7. Klasse nochmal wiederholt, da sie die Fragestellung noch nicht einmal verstanden haben.

    Die Frage lautete nämlich: "Wie hoch ist die Energie beim Einschlag eines 850 kg schweren "Kleinwagens" oder eines 2,8 Tonnen schweren Panzer, der in der Stadt völlig überflüssig ist? " und NICHT ab wann kann die Aufprallenergie zu tödlichen Unfällen führen?

    Das ganze ist simple Physik und nicht Polemik. Aber soviel zu "Qualifizieren Sie bitte". SUV sind gefährlicher als Kleinwagen aufgrund ihrer Höhe, ihrer möglichen Beschleunigung und ihrer Masse. Physik für Anfänger.

    Wer einen SUV in der Stadt fährt nimmt solche Art "Unfälle" billigend in Kauf.

  16. 22.

    Aha. Wie erklären sie sich dann die hohe Geschwindigkeit und die Verletzungen der Opfer?

    Wenn man keine Ahnung hat und nur glaubt was man glauben will dann "diskutiert" man halt so...

  17. 21.

    Diese ganze Diskussion hätte mit einfachen Sätzen beendet sein können. Die würden in etwa lauten: "Ja, ich habe ein Anfallsleiden, ja, ich hatte einen Anfall, es tut mir leid, ich hätte nicht fahren dürfen, meine Ärzte sahen aber kein Problem dabei".
    Dieses "Schuldeingeständnis" wird dank anwaltlicher Beratung niemals kommen - damit wird weiter über SUVs und Smarts diskutiert, autofreie Innenstädte, Radstreifen - anstelle darüber zu diskutieren, ob jemand mit einem solchen Leiden nicht auf Krankenkassenkosten eine BVG-Karte bekommt - aber den Führerschein abgeben muss.

    Wir wäre nie dahinter gekommen, wenn nicht die SchwieMu nach dem Unfall etwas in der Richtung angedeutet hätte.

    Mit durchgestreckten Beinen tritt man übrigens auf Bremse und Gas gleichzeitig. Und lenken ist mit verkrampften Armen auch nicht mehr möglich.

  18. 20.

    Diese ganze Diskussion hätte mit einfachen Sätzen beendet sein können. Die würden in etwa lauten: "Ja, ich habe ein Anfallsleiden, ja, ich hatte einen Anfall, es tut mir leid, ich hätte nicht fahren dürfen, meine Ärzte sahen aber kein Problem dabei".
    Dieses "Schuldeingeständnis" wird dank anwaltlicher Beratung niemals kommen - damit wird weiter über SUVs und Smarts diskutiert, autofreie Innenstädte, Radstreifen - anstelle darüber zu diskutieren, ob jemand mit einem solchen Leiden nicht auf Krankenkassenkosten eine BVG-Karte bekommt - aber den Führerschein abgeben muss.

    Wir wäre nie dahinter gekommen, wenn nicht die SchwieMu nach dem Unfall etwas in der Richtung angedeutet hätte.

    Mit durchgestreckten Beinen tritt man übrigens auf Bremse und Gas gleichzeitig. Und lenken ist mit verkrampften Armen auch nicht mehr möglich.

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