Ein Polizist steht neben leeren Flaschen und Vepackungen nach einer nächtlichen Feier in einem Park. Quelle: www.imago-images.de
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Corona-Krise in Berlin - Polizei löst mehrere illegale Partys in Treptow-Köpenick auf

Wie es scheint, sind Veranstalter illegaler Partys mittlerweile eher im Osten der Stadt aktiv. In der Nacht zu Sonntag haben Beamte der Berliner Polizei in Treptow-Köpenick gleich mehrere unerlaubte Veranstaltungen im Freien beendet.

Gleich mehrere illegale Partys hat die Berliner Polizei am Samstag im Bezirk Treptow-Köpenick beobachtet. In Rahndsdorf stellte sie am Nachmittag in einem Waldgebiet eine illegale Veranstaltung fest.

Dabei sind eine professionelle Musikanlage mit Stromaggregat zum Einsatz gekommen und auch Getränke ausgeschenkt worden, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte. Der Veranstalter sei ermittelt worden und habe wegen des Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung eine Anzeige erhalten. Außerdem wurden den Angaben zufolge technische Geräte wie ein DJ-Mixer und ein Generator beschlagnahmt.

Illegale Partys in den Osten Berlins verlagert

In einem Waldgebiet in Friedrichshagen bemerkte der Revierförster am späten Samstagabend laute Musik und verständigte die Polizei. Die Polizisten trafen auf eine illegale Musikveranstaltung mit einer Zahl von Teilnehmern, die ebenfalls im hohen zweistelligen Bereich gelegen habe, sagte der Polizeisprecher. In diesem Fall sei die Veranstaltung beendet worden, der Veranstalter habe die Musikanlage abgebaut, weitere Maßnahmen seien nicht nötig gewesen.

Rund 20 Gruppen von Personen, die laute Musik abgespielt haben, hat die Polizei vom Samstagnachmittag bis zum frühen Sonntagmorgen an weiteren Stellen etwa im Treptower Park und im Plänterwald festgestellt. Dabei habe das Ordnungsamt drei Lautsprecher sichergestellt.

Einen Grund dafür, warum die illegalen Musikveranstaltungen sich möglicherweise in den Ostteil Berlins verlagert haben, nannte die Polizei nicht. Im Hochsommer hatte es mehrfach Polizeieinsätze aus ähnlichem Anlass zum Beispiel in der Hasenheide in Neukölln gegeben. Dort haben an diesem Samstag bis Mitternacht Polizei und Ordnungsamt kontrolliert und Parkbesucher auf die Einhaltung der Corona-Regeln hingewiesen. Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben.

Sendung: Fritz, 13.09.2020, 13.30 Uhr

Kommentar

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Antwort auf [Jonas] vom 14.09.2020 um 09:45
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33 Kommentare

  1. 33.

    Das Robert Koch-Institut hat im Nov. 2019 neue Zahlen zu Infektionen in Kliniken veröffentlicht. Demnach sterben jährlich schätzungsweise bis zu 20.000 Menschen durch Krankenhauskeime. Vor allem immungeschwächte Patienten sind gefährdet. Warum hat man die nicht besser geschützt? Mit einem Bruchteil des Geldes, welches jetzt im Kampf gegen Corona verwendet wird, hätte man doppelt so viel Menschen vor dem frühzeitigen Ableben bewahren können. Aber dieses Thema ist eben nicht omnipräsent. Es wird auch zu wenig darüber berichtet, dass sich die Heilungschancen bei Corona dramatisch verbessert haben. Gestern ist in Deutschland gerade mal ein Mensch an oder mit Corona verstorben. Wir können uns nicht ewig vor einem Virus schützen und dabei die gesamte Wirtschaft lahm legen, einen Keil in die Gesellschaft treiben und zusehen wie die Abwärtsspirale weitergeht. Leben an sich ist Riskio.

  2. 32.

    Die Unbelehrbareren werden immer weiter machen man sollte sie mal auf einer Intensivstationen bringen wo Corona Erkrankte liegen und um ihr Leben kämpfen vielleicht wachen diese Leute dann entlich auf.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

  3. 31.

    Na weil das die Guten sind. Das Virus weiß das und geht da nicht hin. Stellen Sie sich mal vor, wenn da auf Abstand etc. geachtet worden wäre... Wo kämen wir denn da hin? Es ist übrigends eine gute Idee von Ihnen, nur noch dahin zu gehen, wo man nichts zu befürchten hat. BLM-Demo, CSD etc.

  4. 30.

    Witzig, ich war auf so einer Veranstaltung am Samstag, allerdings in Mitte, heißt "Festival of Lights" und ist dicht besucht, draußen, keine Masken, Licht- und Musikanlage inclusiv. Total entspannte Atmosphäre. Bier, Sekt und Kurze. Kein Ordnungsamt. Warum ist das im Wald was anderes????

  5. 29.

    Zu beachten ist außerdem noch die verschiedene Straßenbeleuchtung. In der Abendschau bei dem Foto der Nachtschicht ist deutlich zusehen wo der Grenzverlauf in Berlin war.

  6. 28.

    Man kann keine Mehrheit von Sachen überzeugen, von denen der Verstand, die Realität oder einfach nur das Bauchgefühl sagen, „das kann meiner oder der Gesundheit von meiner Familie und/oder Freunden, Kollegen usw. schaden, wie sehr, ist nicht vorhersehbar“ da gehe ich doch lieber den Weg der Vernunft und nehme mich bis es einen Impfstoff ein bischen zurück.

  7. 27.

    Es gibt da so einen Spruch: „Wer sich verteidigt, klagt sich an.“ Trifft bei Ihnen voll und ganz zu.
    Ich kann das übrigens nicht bestätigen, dass überwiegend Senioren ohne Maske rumlaufen, die wissen nämlich, was sie zu verlieren haben, ihr Leben.

  8. 26.

    Ost und West verblassen heute als gesellschaftliche Kategorien, da andere Themen in den Vordergrund treten - obwohl Dinge wie unterschiedliche Löhne immer noch relevant sind. Als während der Mauerjahre Geborener geht es mir aber wie Ihnen, ich werde immer wissen ob ich mich gerade im "Osten" oder "Westen" befinde. Das Wissen darum ist immer im unterschwellig präsent, auch wenn man es sich meistens nicht bewusst macht. Das unterscheidet Alteingesessene von nach dem Mauerfall Zugezogenen (übrigens egal ob Wessis oder Ossis, alt oder jung): Die wissen oft nicht mehr wo früher die Grenze war, und es ist ihnen überwiegend auch völlig egal.

  9. 25.

    Hallo Hilde, wir werden es nicht schaffen, die "Mehrheit" der Bevölkerung von unserer Sichtweise zu überzeugen, schon gar nicht hier in den Kommentarspalten. Wer die angeordneten Maßnahmen nicht kritisch hinterfragt, scheint ja damit irgendwie leben zu können. Es ist den Menschen scheinbar völlig egal, dass unsere Wirtschaft an die Wand gefahren wird, man kaum noch reisen kann und die völlig unwirksamen Masken zum Alltagsgegenstand geworden sind. "Die da oben werden schon wissen, was sie tun". Ihr Vergleich mit Schweden zählt!!! Man muss neidisch anerkennen, dass die Schweden sich für den richtigen Weg entschieden haben. Sie haben nur anfänglich die Risikogruppen nicht ausreichend geschützt. Am Ende werden sie um Längen besser dastehn als wir. Mich hat z.B. noch niemand gefragt, wo ich meine "abwägigen" Informationen her habe, die mir ein völlig anderes Bild zeigen, als von der Mehrheit angenommen wird. Bin vermutlich ein Verschwörer.

  10. 24.

    Hallo Hippie, was soll die Aussage wenn es keine Partys gibt hat die Jugend lange Weile und muss anfangen zu randalieren? Man kann auch mal verzichten. Andere Generationen mussten auch ohne Party und Disco auskommen. Die haben auch nicht angefangen zu randalieren und Straftaten zu begehen. Und wenn der entstandene Schaden schon an einer Stelle 90000,00 € beträgt ist das schon eine ganz schöne Größe.
    An die Umwelt wird dann natürlich auch nicht gedacht.

  11. 23.

    Viel schlimmer wäre, wenn die Menschen sich „beruhigen“ lassen bis zur nächsten Wahl. Das wäre ein Denken maximal bis zur nächsten Ecke.
    Und Sie vergleichen Äpfel mit Birnen, also hinkt Ihr Vergleich doch.

  12. 22.

    Hoffentlich gibt es Strafen. Immer nur dummes Gequassel bringt auch nichts.

  13. 21.

    Berichten Sie doch auch mal über die zahlreichen alten Menschen, die keine Lust haben, sich an die Regeln zu halten. Am liebsten ohne die heilige Maske herumlaufen, wo es vorgeschrieben ist, oder diese konsequent unter der Nase tragen, und wenn man sie auf die Vorschrift hinweist, gern kontern: "Quatsch!" Mir begegnen ständig solche Senioren. Manche möchten mir sogar die Hand geben.

    Aber es ist natürlich schöner, weiter am Narrativ von den bösen, vergnügungssüchtigen jungen Leuten zu stricken, die mit ihrem unverantwortlichen Verhalten dafür sorgen, dass die Omi krank wird.

    Und grundsätzlich: Wer es nach einem halben Jahr immer noch nicht geschafft hat, eine Partyzone auszuweisen, wo beim Feiern problemlos die Abstände eingehalten werden können (allem voran das Tempelhofer Feld, das man ja aber lieber kommerziell verwerten und bebauen will), soll nicht herumjammern, wenn sich jener Wildwuchs entwickelt, der zu erwarten war.

  14. 20.

    Seit der Gründung Berlins gab es Ost- und West-Teile Berlins.
    Genauso wie Nordberliner Bezirke und südliche Stadtteile.

    Solange der RBB nicht ideologisch zwischen Ost und West trennt, ist doch alles OK.

    Außerdem gibt es - auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung - immer noch unterschiedliche Lebenserfahrungen und während - und bereits vor - der Trennung der Stadt aufgebaute soziale Umfelder.

    Ebenso haben Menschen aus Baden-Würtemberg und Schleswig-Holstein unterschiedliche Erlebensrealitäten, nur regt sich keiner auf, wenn man zwischen Nord und Süd unterscheidet...

  15. 18.

    Jetzt gibt es auch noch zweibeinige Wildschweine in Köpenicks Wäldern, bei denen ist aber schon klar, dass sie „Zweibeinschweinepest“ haben, wirkt sich nämlich aufs Hirn aus.

  16. 17.

    nee, nee - so nicht. Es wurden Ausweichgebiete angeboten, die waren aber nicht genehm, „zu schlecht zu erreichen“, darum fährt man jetzt nach Köpenick in den Wald ... Intelligenz sieht anders aus.


  17. 16.

    für mich auch, und Nord und Süd ...
    Die Spaßgesellschaft zieht sich in die Wälder zu den Wildschweinen zurück, da gehören sie auch hin, bloß dass die sich nicht so familiär wie die Schweine verhalten.

  18. 15.

    Man kann mit der Situation klug umgehen und akzeptieren, dass Menschen ein Bedürfnis nach Gemeinschaft und Party haben und dies in Bahnen lenken oder man ignoriert es, lässt ganze Wirtschaftszweige kollabieren, macht Rekordverschuldung, womöglich Massenarmut und Arbeitslosigkeit etc. Es ist doch klar, dass sich die Regierung nur noch Zeit kauft bis nach der nächsten Wahl. Die Zahlen steigen, trotzdem sind die Intensivstationen leer, weil sich jüngere infizieren und bessere Behandlung parat ist. Verweis auch gern auf Schweden. Und nein, das ist kein schlechter Vergleich. Die wohnen auch nicht alle in Bullerbü im Holzhaus. Höherer Urbanisierungsgrad als hier. Wenn man die Zahl der Opfer sieht im vgl zu Toten durch luftverschmutzung, Alkohol, Tabak, Verkehr, zu viel Zucker etc... Da kann der staat noch sehr viel verbieten. Das Maß an Volksverblödung steigt wohl ebenso exponentiell wie die Hysterie. Vor 30 Jahren wären die Tests viel zu teuer gewesen und man hätte sich nur gewundert, dass in dem Jahr durch Grippe mehr alte gestorben sind als sonst. Aber dafür nicht ganze Volkswirtschaften gegen die Wand gefahren. Schauen sie nach Südafrika. Einbruch um 50 Prozent durch harten lockdown. Leute, die jetzt einfach verhungern. Indien das gleiche Spiel.

  19. 14.

    ...und im "Westen" kontrolliert die Polizei die Maskenpflicht im ÖPNV, oder wie? Ihre Behauptung klingt für mich danach.


    Gruß
    Hajakon

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