Vorgarten in einem Neubaugebiet bei Ludwigsfelde mit weißen Kieselsteinen (Quelle: rbb/Susanne Hakenjos)
Audio: Antenne Brandenburg | 16.09.2020 | Susanne Hakenjos | Bild: rbb/Susanne Hakenjos

Trend zu Schottergärten in Brandenburg - Warum versteinerte Vorgärten zunehmend zum Problem werden

Pflegeleicht und modern oder Gärten des Grauens? Die Gestaltung von Vorgärten mit Split oder Kies anstelle von Grünpflanzen beschäftigt in Brandenburg jetzt auch die Politik. Die Stadt Ludwigsfelde prüft eine Gestaltungs-Satzung für striktere Vorgaben. Von Susanne Hakenjos

Weiß glänzen Kieselsteine in der Sonne: Der große Vorgarten im Ludwigsfelder Neubau-Gebiet Rousseaupark ist eine nahezu reine Steinfläche. Lediglich einige winzige immergrüne Gehölze, dazu einsame Blümchen ragen aus dem Kies. Die Bewohnerin findets praktisch und den Kontrast schick: "Weißer Kies, weil das zu unserem weiß-grauen Haus passt", erklärt die junge Eigenheimbesitzerin: "Da haben wir ein Vlies drunter gelegt, damit das Unkraut nicht durchkommt. Und so hoffen wir, dass es lange schön und gut aussieht – und es ist pflegeleicht." Außerdem ist der Schottergarten auch noch kostengünstiger als das Verlegen von Rollrasen, begründet sie die Entscheidung. Weitere Gärten voll mit Split, dunklem Schiefer, grauen oder melierten Kieselsteinen finden sich auch um die Ecke und vor allem dort, wo in den vergangen Jahren viele neue Einfamilienhäuser gebaut worden sind.

Trend zur Versteinerung der Vorgärten nimmt zu

Der Trend zur Versteinerung der Vorgärten fällt auf und verbreitet sich offensichtlich gerade unter frisch gebackenen Eigenheimbesitzern. Die Bewohner sind berufstätig, sehen keine Zeit für Gartenarbeit, Steine gelten als modern und pflegeleicht. "Das wird immer mehr", berichten Ludwigsfelder aus anderen Ortsteilen: "Unsere Nachbarn haben sowas" und "Das sieht gut aus", bekommt man zu hören.

Eine Einschätzung, die aber auch auf Widerspruch stößt: Als gewöhnungsbedürftig, langweilig, kalt, sogar "tot" werden die geschotterten Vorgärten von anderen Ludwigsfeldern wahrgenommen, mancher hat "gar kein Verständnis dafür." Im Rathaus der 27.000 Einwohner-Stadt im Kreis Teltow-Fläming hat Bürgermeister Andreas Igel (SPD) Handlungsbedarf erkannt: Tonnen von Split und Kies im Vorgarten seien nicht einfach nur "Geschmack-Sache": "Wir sehen ja, dass es zunimmt - und wenn die Grünreduzierung in einem solchen Ausmaß passiert, dann ist es objektiv keine Geschmacks-Frage. Dann ist es eine Frage von Lebenskultur und von Stadtklima und da muss man dann auch eingreifen."

Viele Steine – wenig Leben

Die Frage ist - wie: Konkret verboten ist ein Schotter-Vorgarten nach der Brandenburger Bauordnung bislang nicht. Eine Feststellung könne nur im Einzelfall getroffen werden - insbesondere auf Begrünung, Bepflanzung und Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens, heißt es vom Infrastrukturministerium. Nicht zulässig ist in jedem Fall eine wasserundurchlässige Folie unter den Steinen, etwa Teichfolie, stellt Simone Engler, stellvertretene Pressesprecherin des Infrastrukturministeriums, klar. In der Regel wird allerdings ein wasserdurchlässiges Vlies aus Kunststofffasern genutzt.

Doch auf die Steine knallt die Sonne, heizt sie auf. Die spärlichen Pflänzchen werden gegrillt, vertrocknen schnell, selbst wenn das Vlies unterm Stein Wasser durchlässt. Lebensraum für Pflanzen und Tiere sind solche Flächen nicht, sagt Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU-Landesverbands Brandenburg: "Es ist ein totes Gelände, wo Tiere keine Zuflucht finden, man zerstört damit auch die Bodenfauna, die Regenwürmer und Kleinstorganismen, die man im Boden hat, all die werden dadurch beeinträchtigt. Durch den Schotter heizen sich die Flächen auf und man hat dadurch auch keine so gute Grundwasserbildung, insofern ist das ungünstig."

Entwicklung stoppen: Einfluss über Gestaltungssatzungen

Von einem "Schottergarten-Verbot" auf Privatgrundstücken wie vom Land Baden-Württemberg im Juli durch Änderung des Landesnaturschutzgesetzes eingeführt, oder von den bayrischen Kommunen Erlangen oder Würzburg und Kommunen in Nordrhein-Westfalen über ihre Bebauungspläne beschlossen, ist Brandenburg weit entfernt. Heiner Kemp, kommunalpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag dringt daher darauf, dass Städte und Gemeinden aktiver werden.

Die Kommunen können konkrete Vorgaben zur Grundstücksgestaltung über ihre Bebauungspläne machen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer städtischen Gestaltungssatzung. Rückwirkend die Bebauungspläne zu ändern, hält Bürgermeister Igel aus Ludwigsfelde aber für keine Option. Dafür prüft seine Verwaltung aktuell die Möglichkeit einer künftig dann für die ganze Stadt geltende Gestaltungssatzung: "Und natürlich würde eine solche Satzung dann striktere und klare Vorgaben zu einer tatsächlichen Bepflanzung machen: Damit würden auch Standards definiert, wie man gestalten muss! Und da reden wir bei Grünanteil auch von einem bepflanzten Grünanteil und nicht von einer Solitärpflanze und ansonsten faktisch ökologisch versiegeltem Raum."

Ein mit Steinen gestalteter Vorgarten in einem Neubaugebiet bei Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) (Quelle: rbb/Susanne Hakenjos)Der Trend zur Steinwüste im Vorgarten ist "keine reine Geschmacks-Frage", sagt Bürgermeister Andreas Igel

Vor allem aber auch mehr Aufklärung über Alternativen, etwa durch Bürgerforen, kündigt der Bürgermeister an. Ebenso aber auch mehr Kontrolle vor Ort: In den Neubaugebieten soll jetzt insgesamt genauer hingeschaut werden, was den Anteil der bebauten und unbebauten Flächen auf den Grundstücken angeht. Damit soll der dort bereits durch die Bebauungspläne festgelegte Grün-Anteil der Grundstücke nachkontrolliert werden. Auch die Baudezernentin des Kreises Teltow-Fläming, Dietlind Biesterfeld, begrüßt verstärkte Aufklärung. Es liege auch in der Hand der Städte und Gemeinden im Rahmen ihrer Bauplanungshoheit Regelungen zu treffen.

Schottergärten machen keine Arbeit? Jedenfalls nicht gleich

Mehr Einfluss über kommunale Gestaltungssatzungen und mehr Aufklärung findet auch der NABU gut: Auch darüber, dass die Annahme, die Steinlandschaften seien weniger arbeitsintensiv als etwa Staudengärten, letztlich eine Illusion sei: Auch auf Schotterflächen trage der Wind Pflanzen-Samen, Staub und Blätter ein, und "damit es sauber und ordentlich aussieht, geht man dann mit Gift ran, was ja gänzlich schädlich ist", erläutert Christiane Schröder. Unkrautvernichter sind zudem illegal. Oder schwere Technik wie Laubbläser, Hochdruckreiniger oder Abflammgeräte kommen zum Einsatz: "Man geht dann mit schwerer Technik ran, um das raus zu pusten oder zu saugen, also der Pflegeleichtaspekt stimmt aus unserer Sicht wirklich nicht."

Bestätigt wird das von Ludwigsfelder Hausbesitzern. "Am Anfang sieht es schön aus, wenn es alles noch so weiß ist, aber wenn es nachher grün wird durch Algen- und Moosbewuchs, dann ist es nicht mehr so schön", berichtet ein älterer Ludwigsfelder. Ein anderer bestätigt: "Und pflegeleichter ist es eigentlich auch nicht." Ein mit Stauden bepflanzter Vorgarten sei dagegen ökologisch wertvoll und wirklich pflegeleicht, erklärt NABU-Landesgeschäftsführerin Schröder: "Einfach mal Thymian, Fetthenne und Mauerpfeffer und pflegleichte Stauden einpflanzen" - und schon könnte es sein, dass die (Stein-)Wüste nächstes Jahr wieder blüht.

Sendung: Antenne Brandenburg, 16.09.2020, 11:10 Uhr

Beitrag von Susanne Hakenjos

46 Kommentare

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  1. 46.

    An dem Beispiel Schottergärten kann jeder sehen wie die Grünen sind. Anstatt zu handeln wird der Auftrag an anderer weitergegeben. Welche folgen die Grüne Untätigkeit hat kann jeder auch am Seddiner See dem brandenburgischen Aralsee feststellen. Der See und die ganze Umland vertrocknet weil ein paar Reiche meist aus Berlin Golf (Golf- und Country Club Seddiner See) spielen wollen in der Brandenburger Wüste.

  2. 45.

    Hmm, gestern war ich in einem Dorf in der Prignitz. Und da war das ganze Grauen auch schon auf dem Vormarsch, in den Vorgärten der kleinen alten Katen, die eigentlich Reihenhäuser sind. Einer fängt an, die anderen finden es schick und ziehen nach.

  3. 44.

    Nur mal so eine Frage an die Politik und NABU und blablabla........wieviel Fläche wird eigentlich bei Tesla versiegelt?

  4. 43.

    Es betrifft ja nicht nur Schottergärten. Auch andere versiegelte Flächen mit Gehwegplatten, Gebäuden und anderem, die eine flächendeckende und homogene Versickerungsmöglichkeit behindern, sind nach bestehender Bauordnung nur in Grenzen möglich. Allein die Kontrolle der Komunen und anderer Behörden könnte schon einiges wieder für die Verbesserung der Bodenflora ergeben. Da sind von vielen Mitbürgern in der Vergangenheit die gesetzlichen Vorgaben deutlich überschritten worden. Solange die Politik keine klare Kante zeigt und auch offensichtliche Verstöße in der Vergangenheit aufzeigt und ahndet, wird sich nicht viel ändern.
    Aber dazu muß man natürlich, wie der Volksmund so schön sagt, den Arsch auch in der Hose haben.

  5. 42.
    Antwort auf [Alexandra Strittmatter] vom 20.09.2020 um 22:04

    „ Darum nahmen wir schwarzen Marmorkies, der reflektiert nicht die Sonnenstrahlen und nimmt auch weniger Wärme auf.“
    Das ist falsch! Ja, schwarzer Marmorkies reflektiert kaum Sonnenstrahlen, aber genau deswegen speichert er ja deren Energie und wandelt diese in Wärme um. Schwarzer Kies wird daher heißer als weißer Kies.

  6. 41.

    Ab und an einer dieser Steingärten wäre ja kein Problem. Aber die Masse macht es. Hier im Speckgürtel werden riesige Neubaugebiete aus dem Boden gestampft, die zum Großteil von Großstädtern bezogen werden. Da gibt es häufig kein Interesse an Pflanzen. Auch an allem anderen nicht, was das Zusammenleben hier mal ausgemacht hat. Aber besonders eben nicht an der Natur. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Und bei der Bebauung alter Wochenendgrundstücke oder dem Erwerb von Bestandsimmobilien in der gewachsenen Siedlung wird erstmal alles Grün entfernt. Man zieht nach Brandenburg, möchte aber eigentlich nicht in Brandenburg leben, sondern nur Berlin erweitern.

  7. 40.

    Den verlogenen Hauptmann von Köpenick kennen wir hier auch. Aber uns hier den Wald vernichten um dort solch seltsame Amiautos produzieren zu können wird Folgen haben. Nicht nur ökologisch vor Ort sondern auch politisch. Was kostete der BER und wozu ist der nun gut ? Als Teslabaustelle !

  8. 39.

    Ab und an einer dieser Steingärten wäre ja kein Problem. Aber die Masse macht es. Hier im Speckgürtel werden riesige Neubaugebiete aus dem Boden gestampft, die zum Großteil von Großstädtern bezogen werden. Da gibt es häufig kein Interesse an Pflanzen. Auch an allem anderen nicht, was das Zusammenleben hier mal ausgemacht hat. Aber besonders eben nicht an der Natur. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Und bei der Bebauung alter Wochenendgrundstücke oder dem Erwerb von Bestandsimmobilien in der gewachsenen Siedlung wird erstmal alles Grün entfernt. Man zieht nach Brandenburg, möchte aber eigentlich nicht in Brandenburg leben, sondern nur Berlin erweitern.

  9. 38.

    Der Garten ist der Spiegel der Seele seines Besitzers.

  10. 37.

    Toll für Sie, dass Sie 2 Brunnen haben und das Wasser aus der Tiefe pumpen, wahrscheinlich auch gleich das Grundwasser ihrer Nachbarn mitverbrauchen. Was ist das für eine Milchmädchenrechnung?
    Wo ist der ökologische Nutzen?

  11. 36.

    Solche Todwüsten gehören verboten,wer schon meint mit seinem Eigenheim Fläche zu versiegeln muss per Satzung verpflichtet sein den Rest zu begrünen ,am besten mit einheimischen,trockenresistenten Pflanzungen,die dann fast gar keine Arbeit machen,wenn sie erstmal zusammengewchsen sind und eine natürliche Schattegare erzeugen. Wenn Leute da keine Ahnung haben....sonst kann ja auch alles gegoogelt werden...man kann sich da schlau machen

  12. 35.

    Tonnen hab ich, aber das beste ist, ich habe 2 sehr tiefe Brunnenbohrungen und da kann ich bewässern wie ich will, nach Herzenslust.

  13. 34.

    Einfache Lösung: Pflanzen setzen, die die Trockenheit vertragen. Gern geschehen. :-)

  14. 32.

    Das war kein Wald, das waren Nutzhölzer. Da ist das, was jetzt darauf entsteht, tausend Mal umweltfreundlicher.

  15. 31.

    Der graue Schottergarten liegt doch wohl hinter dem Haus. Immerhin sind die Trittscheiben echt BIO. (Holzscheiben ). Aber einen Gartenschlauch hat der auch. - Zum Schotter nässen ? Schlimm so etwas.

  16. 30.

    Habe gestern unsere Cotoneasterfläche gestutzt. Die ist nie künstlich bewässert worden und sieht aber gesund aus.

  17. 29.

    Schon sind wir in der Stadt oder auf Autobahnen. Da versiegelt man mehr. Andere Länder haben viel mehr Eigenheimbesitzer als wir hier in Deutschland. Hier ist aber das Problem: Viel Leerstand auf dem Land und da muss was getan werden. Ist es vorstellbar, dass man eine Flüchtlingsfamilie dort ansiedelt, die eine kleine Landwirtschaft betreibt ? Alle wollen in die Stadt; das geht nun mal nicht.

  18. 28.

    Das sind für mich keine Vorgärten.
    Hochachtungsvoll Stoll Karl-Heinz

  19. 27.

    Nach dem Motte „Geiz ist Geil“

  20. 26.

    Die Steine sehen nur das erste Jahr schick aus, dann werden sie langsam grau/braun und das kleinste Unkraut bahnt sich seinen Weg.

  21. 25.

    Ganz einfach: es gibt Stauden und Gehölze, die absolut trockenheitsunempfindlich sind, sowohl für sonnige Bereiche als auch für den Schatten. Jeder Staudengärtner kann Sie dazu beraten, wenn er sein Handwerk gelernt hat. Ich habe ein vollsonnig gelegenes Mittelmeerbeet im Garten, das ich auch in den vergangenen zwei Dürresommern nie gegossen habe.

  22. 24.

    Ganz einfach: es gibt Stauden und Gehölze, die absolut trockenheitsunempfindlich sind, sowohl für sonnige Bereiche als auch für den Schatten. Jeder Staudengärtner kann Sie dazu beraten, wenn er sein Handwerk gelernt hat. Ich habe ein vollsonnig gelegenes Mittelmeerbeet im Garten, das ich auch in den vergangenen zwei Dürresommern nie gegossen habe.

  23. 23.

    Scheindebatte. Die Versiegelung durch Neubaugebiete (Einfamilienhäuser / Doppel) ansich stellt das größere Problem dar als die kleinen Flächen der Vorgärten. Und auch wenn es da stattdessen etwas Grünes gibt: Wöchentlich gemähter Rasen und Thujen-Hecken bieten auch nicht viel mehr Lebensraum....

  24. 22.

    Sogar in Binz-Ostseebad kann man ein völlig zugepflastertes ( Betonwerkstein ) Grundstück mit Eigenheim in der Mitte "bewundern". ( Nähe Kreisel )

  25. 21.

    Das Klima kann natürlich auch ein gepflegter Vorgarten nicht retten. Die Schotterflächen sehen nicht nur grauenvoll aus; sie zeugen auch vom Unvermögen des Besitzers. Wer keinen grünen Daumen hat findet so viele Anregungen in Zeitschriften und Büchern. Einen Vorgarten kann man so pflegeleicht gestalten durch Flachgehölze / Bodendecker und einige Solitärgehölze. Auch mit Gräsern und einigen Farbtupfern schafft man sich ein schönes Wohnumfeld. Hinter dem Haus sollte man sich zumindest eine Fläche für Kräuter und ein wenig Frühgemüse ( z. B. Kohlrabi )frei halten. Buschbohnen aus eigener Ernte sind nicht nur frisch sondern auch gesund. Einige blühende Gehölze ( z.B. Weigelie )und auch ein klein wachsender Obstbaum machen alle nicht viel Arbeit und gehören einfach in den Garten, der zum Haus gehört. Einen Regenwassserbehälter legt man am besten unsichtbar an. ( eingraben ). Pumpe etc. ist alles nicht teuer.

  26. 20.

    Glaubt hier wirklich jemand, dass man durch mehr Grün auf seiner 500...1000qm Klitsche das Klima oder die Insektenvielfalt retten wird aber zur selben Zeit unsere Landwirte riesige Monokulturen als Energiepflanzen anbauen, der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht reduziert wird, wir alle mehr Energie und Plastik "verbrauchen" denn je, die eigene Dreckschleuder Holz-/Kohleofen betreiben ?
    Man muss sich langsam fragen was kommt als nächstes, was man auf seinem Grund und Boden nicht mehr machen darf?

  27. 19.

    Echt jetzt? Wegen der Vorgärten wird ein Fass aufgemacht? Ein Grundstück besteht nicht nur aus dem Vorgarten. Was will der Staat denn noch vorschreiben? Das mit den Steinen ist allenfalls Geschmackssache. Und Grün kann der Staat nun wahrlich selbst genug schaffen. Kümmert euch mal bitte alle um euren eigenen Kram, da kann jeder noch viel für die Natur bewirken.

  28. 18.

    Na ja, die Leute, welche ihren Rasen dann dauernd sprengen, weil sie meinen, der müßte immer grün sein, sind sogesehen auch nicht „besser“.

  29. 17.

    Wenn man es gut bepflanzt, dann trocknet es dort auch nicht so schnell aus. Man muss halt heimische Pflanzen nehmen. Durch gute Bepflanzung sorgt man für eine bessere Speicherfähigkeit des Bodens. Viele haben leider keine Ahnung von Garten etc., bei denen ist alles Unkraut außer Thuja und Rasen.

  30. 16.

    Vorgärten sind Teil der Natur, leisten also einen Beitrag. Ist doch nicht so schwer zu verstehen. Wie gesagt, man muss es per BauGB regeln, zum Schutze vor der eigenen Blödheit, weil im Prinzip ist es fast wie eine Versieglung von Flächen, da dort ja nichts mehr wächst.

  31. 15.

    "Und was nützt ein schöner grüner Vorgarten, wenn man ihn im Sommer nicht mehr gießen darf?"

    Kurioserweise hilft ein schöner grüner Harten bei der Grundwasserbildung. Das Regenwasser (so denn welches fällt) versickert viel besser in der Fläche, statt einfach in den nächsten Gulli abzulaufen, wenn der Boden vorher nicht knochentrocken ist.

    Nur aus Neugier: Wann war ihnen denn das Gießen verboten?
    Aus Berlin kenne ich das selber nicht, dass man nicht gießen darf. Ich nutze allerdings sowieso das Wasser aus meinen Regentonnen zum Wässern - "zuwässern" musste ich auch in trockenen Sommern bisher nur sehr selten ...

  32. 14.

    Vor allem Nichts tun und das weitere verbrennen von Kohle rettet das Klima nicht.

  33. 13.

    Könnte man da vielleicht vermuten, dass diese frischgebackenen Eigenheimbesitzer aus der Stadt in den Speckgürtel ziehen? Wenn dem so ist - Meine Güte, lasst Ihnen doch die paar Steine als Erinnerung an die Betonwüste, der sie gerade entflohen sind.

    ;)

  34. 12.

    Leider kann man die "Gärten des Grauens" nur noch mit FB-Account sehen - vermutlich verkauft sich das Buch sonst nicht... ok, die Vorgärten des Grauens sind bis zum ersten Herbst schön, dann kommt das Elend mit dem Laub aufsammeln :-) ich nehme dafür den extra breiten Rechen, die Grauengärtner brauchen eine Pinzette...

    Deren Küche sieht übrigens genau so aus - NIE benutzt, in der Mitte so einen Bremsklotz (genannt Arbeitsblock), Esstisch nebst Stühlen gibts gar nicht. Alles wie in der Möbelausstellung bei Höffner...

    Neulich mit Kind bei einer Brandenburg-Speckgürtel-Tour diskutiert, warum diese Neubaugebiete so sch... aussehen, und dass da nach ein paar Jahren nur noch EIN Teil der (Ex-)Familie wohnt (meist Er...), und dass es dann noch gruseliger wird. Und warum Altbauten und alte Häuser "leben", diese Neubau-Hobel aber nicht. Ein echt spannendes Thema, und da kommst du fast automatisch auf den Vorgarten... des Grauens! :-)

  35. 11.

    ... Und all diese Menschen wollten ins Grüne ziehen..
    Ich gebe allen Vorkommentatoren Recht, aber finde persönlich Kaminöfen, Lagerfeuer, Lärm, Hundekot und Dummheit der rausgezonenen Berliner viel schlimmer.

  36. 10.

    Warum so wunderlich? Gar nicht so weit weg wurden 100 Hektar Wald gefällt um diesen in eine steinwüste mit Schadstoffausstoß zu wandeln. Weitere 100 Hektar sind schon fast vorzeitig genehmigt . Mindestens zweihundert Hektar folgen noch. Vielleicht auch noch in diesem Jahr. Informationen werden nur scheibchenweise herausgegeben. Und wenn man sich an eine Zahl gewöhnt hat wird etwas später nochmal eine oder zwei Nullen vor dem Komma zugeschrieben. Plus versteinerung der gesamten Region durch Strukturwandel. Aber die“furchtbaren Steingärten“ ...

  37. 9.

    Das wird doch glühend heiß im Sommer... wer ist denn so bescheuert,

  38. 8.

    Schlechten Geschmack kann man nicht verbieten. Für genügend Grün muss im öffentlichen Raum gesorgt werden. Vorgärten können das Klima nicht retten.

  39. 7.

    Aus meiner Sicht bauen viele Menschen ein Haus, die vermutlich besser in einer Wohnung aufgehoben wären. Bei uns in Neuenhagen nimmt das Grün auch immer mehr ab und die Steinwüsten zu. Vielen Menschen mangelt es an Kreativität, sicher aber auch an Wissen und Interesse. Dann bieten die Baumärkte preisgünstige Möglichkeiten, um aus dem Garten eine Stadtlandschaft zu erschaffen. Hier draußen entstehen uniforme Stadtvillen, mit den ebenso langweiligen Gärten dazu. Gut das die Politik gerade erkennt, dass es eben keine reine Geschmackssache ist, sondern das grüne Aussehen der Brandenburger Gemeinden und den Lebensraum von Tieren vernichtet. Vielleicht zu spät...

  40. 6.

    Und was nützt ein schöner grüner Vorgarten, wenn man ihn im Sommer nicht mehr gießen darf?

  41. 5.

    Mal sollte sowas einfach per BauGB verbieten, anders geht sowas glaube nicht. Oben sieht man zudem, dass wieder Plastik in den Boden gebracht wird, dieses zersetzt sich nach der Zeit.

  42. 4.

    Gelebte Langeweile, "moderne" und entfremdete Vorstellung von Natur. Aber genauso langweilig und unökologisch sind riesige nagelscherengepflegte Rasenpflächen, die dank Kunstdünger und Unmengen Wasser am Leben erhalten werden. Und jedes Gänseblümchen wird mit chemischen Kriegswaffen bekämpft.
    Dazu die meterhohe Thujahecke, die den Garten komplett vor Blicken von aussen abschirmt, aber für einheimische Tiere höchstens als Pinkelhilfe dient. Dann braucht man sich z.B über Bienensterben und fehlende Schmetterlinge nicht wundern.
    Ja auch da ist ein Umdenken dringend erforderlich. Schön ist beides sowieso nicht.

  43. 3.

    Da sich die Steine im Sommer stark aufheizen, muss dann zur Kühlung der Innenräume die dicke Klimaanlage eingesetzt werden und der Aufenthalt draußen ist nicht wirklich angenehm. Wie dumm kann man eigentlich sein? Es gibt so viele Möglichkeiten, eine Freifläche attraktiv und pflegeleicht zu gestalten. Wer unbedingt Steine im Vorgarten will, soll sich mal im Internet Bilder von lebendigen Steingärten ansehen. Im Übrigen sind mir glatte Rasenflächen, die mehrmals pro Woche elektrisch gemäht werden, auch ein Gräuel.

    Auf Facebook gibt es übrigens die Seite "Gärten des Grauens" vom Autor des gleichnamigen Buches mit ständig aktualisierten Bildbeispielen.

  44. 2.

    Manch einem Häuslebauer oder Besitzer geht es nur im den Besitz. Das ein Grundstück, in unseren Breiten, normalerweise bewachsen ist, wird ignoriert. Da könnte ja etwas leben.
    Eigentlich müssten diese Steinfetischisten in Wohnblöcken oder in der Wüste wohnen.
    Steingärten, genauso wie extremer "Sichtschutz" sollte verboten werden.

  45. 1.

    Gegen diese fürchterlichen Steingärten sollte man umgehend etwas unternehmen: Schotterpisten, gepflasterte Einfahrten und Carports. Unser Dorf verändert extrem. Ich frage mich, warum diese Leute nicht in eine Stadtwohnung ziehen. Offensichtlich legen sie ja keinen Wert auf einen Garten. Viele Grundstücke sehen mittlerweile aus wie Lidl-Parkplätze.

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