Wildschweine (Quelle: imago images/Martin Wagner)
Bild: imago-images/Martin Wagner

Tierseuchenallgemeinvefügung - Spree-Neiße konkretisiert Regeln zur Bekämpfung der Schweinepest

Keine Jagd und Hunde nur an der Leine: Diese und andere Regeln hat der Landkreis Spree-Neiße aufgestellt, um die Afrikanische Schweinepest zu bekämpfen. Sie gelten nicht nur in dem eingezäunten Kernbereich.

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest hat der Spree-Neiße-Kreis jetzt klare Regeln festgelegt. Am Montag ist die Tierseuchenallgemeinverfügung veröffentlicht worden. Darin wurden auch die Speergebiete rund um den Ort konkretisiert, an dem vergangene Woche das erste infizierte Wildschein gefunden worden war.

Gefährdetes Gebiet definiert

Es gibt ein Kerngebiet, das mit einem elektrischen Zaun abgegrenzt ist. In diesem Bereich dürfen nur die Wege betreten werden – Wälder, Wiesen und Felder sind tabu. Weitere gut 20 Orte rund um das Kerngebiet gehören zu einem gefährdeten Gebiet.

In dem gesamten Bereich gilt zum Beispiel: Land- und forstwirtschaftliche Flächen dürfen nicht mehr genutzt werden, es dürfen keine Tiere gejagt werden, es wird intensiver nach toten Wildtieren gesucht. Werden welche gefunden, müssen sie sofort dem Veterinäramt gemeldet werden.

Hunde müssen an der Leine geführt werden. Aus dem gefährdeten Gebiet dürfen außerdem keine Wildschweine, Wildschweinerzeugnisse und kein frisches Wildschweinfleisch gebracht werden.

Die komplette Allgemeinverfügung mit allen Regeln und betroffenen Orten finden sie auf der Internetseite des Spree-Neiße-Kreises.

Keine weiteren Fälle von Schweinepest entdeckt

Weiter ausgebreitet hat sich die Tierseuche seither in Brandenburg offenbar nicht. Laut Gesundheitsministerium gibt es keinen weiteren positiven Befund. Beim Landesamt habe die Untersuchung eingesandter Proben bislang nichts erbracht, sagte Gabriel Hesse, Sprecher des Brandenburger Gesundheitsministeriums, am Montag auf Anfrage.

Nach Wildschweinkadavern werde weiter gesucht. Nach wie vor laufe auch die Anfrage zum Einsatz einer speziellen Hundestaffel aus Schleswig-Holstein. Sie solle die Suche nach Schwarzwild unterstützen, hieß es. Die Hunde könnten verendete Wildschweine aufspüren.

Das infizierte tote Wildschwein war Mitte vergangener Woche auf einem abgeernteten Maisfeld sieben Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Landkreis Oder-Spree entfernt entdeckt worden.

1 Kommentar

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  1. 1.

    OMG! Müsst ihr so süße Schweinebilder benutzen? Da wird einem ja das Herz schwer....

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