S-Bahnhof in Westberlin in den 1980er Jahren. (Quelle: dpa/Wolfgang Goll)
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40 Jahre Reichsbahnerstreik - Als West-Berliner den DDR-Staatsbetrieb bestreikten

Auch im Westteil Berlins gab es ein Stück DDR: die S-Bahn. Im September 1980 streikte deren West-Berliner Personal. Danach lag jahrelang das halbe Streckennetz still. Ein Zeitzeuge erinnert sich. Von Frank Drescher

Einen geheimnisvollen Ort verbirgt das Wäldchen an der Zehlendorfer Berlepschstraße: Wo heute hochgewachsene Birken stehen, fuhr am 17. September 1980 die letzte S-Bahn ab. Bäume und Sträucher haben den einstigen S-Bahnhof Düppel überwuchert, Rost nagt am Gleis.

Düppels Bahnhofsuhr beschäftigte öfters den damals jungen Reichsbahner Michael Götze. Ein Foto zeigt, wie er sie abbaut, weil seinem Arbeitgeber die Reparaturen zu viel wurden: "Wir haben die nicht noch mal neu eingeglast, weil sie die uns ständig eingeschmissen haben", erinnert sich der heute 60-Jährige. Für Vandalismus war die S-Bahn im Westteil Berlins ein beliebtes Ziel.

Michael Götze beim Abbauen der Düppeler Bahnhofsuhr (Quelle: privat)
Ausgetickt: Michael Götze beim Abbauen der Düppeler Bahnhofsuhr | Bild: privat

Geisterzüge: S-Bahnboykott in West-Berlin

Denn die S-Bahn war im Kalten Krieg zwischen die Fronten geraten. Nach dem Mauerbau 1961 galt in West-Berlin die Parole: Wer S-Bahn fährt, bezahlt Ulbrichts Stacheldraht. BVG-Buslinien verliefen parallel zu S-Bahnstrecken, neugebaute U-Bahnlinien kreuzten die S-Bahn an Stellen, wo das Umsteigen mit langen Fußwegen verbunden war. Separate Fahrkarten waren ohnehin erforderlich. So wurde die S-Bahn ein immer größeres Zuschussgeschäft für die DDR: Mehr als 100 Millionen D-Mark soll sie der Reichsbahn an jährlichen Verluste eingebracht haben. Trotzdem musste sie die S-Bahn weiter rollen lassen, dazu hatten sie nach dem Krieg die Siegermächte verpflichtet. Das wurde immer surrealer: Wenn die musealen Vorkriegszüge durch die Stadt schepperten, saßen kaum Passagiere drin. Bröckelnder Putz und abblätternde Farbe bestimmten das Bild auf Bahnhöfen.

West-Berliner beim DDR-Staatsbetrieb

Michael Götze kam 1978 mit 18 zur Reichsbahn. Was brachte einen West-Berliner zu einem DDR-Staatsbetrieb? "Man muss 'ne gewisse Macke haben", sagt er. "Mein Urgroßvater war königlich-preußischer Dampflokomotivführer, und wahrscheinlich lag es im Blut." Sein Großvater war mit ihm als Kind oft mit der S-Bahn gefahren, trotz Boykotts. Die skurrile Bahn faszinierte den Jungen. Sein Berufswunsch spaltete die Familie. Seine Großmutter freute sich, dass er die Familientradition fortsetzen würde. Sein Vater hingegen, Beamter in West-Berlin, meinte: "Du willst für den Osten arbeiten? Kommt gar nicht in die Tüte! Jedenfalls nicht, solange Du Deine Beine unter meinen Tisch stellst."

Michael Götzes FDGB Heft (Quelle: Michael Götze)
Kleben geblieben: Auch als West-Berliner Reichsbahner musste Michael Götze in den ostdeutschen FDGB eintreten | Bild: Michael Götze

Im Visier der Stasi

Vielleicht fürchtete er auch Ärger mit Geheimdiensten. Nach der Wende stellte sich heraus: Tatsächlich hatten DDR-Agenten seine Nachbarschaft ausgespäht und sogar den Lebenslauf seines Vaters in Erfahrung gebracht. "Die Stasi hat auch endgültig die Erlaubnis erteilt, dass die Fernmeldemeisterei mich einstellen darf", entnahm Michael Götze seiner Stasi-Akte.

Wegen Vaters Verbots machte er zunächst bei Siemens eine Ausbildung zum Fernmeldeelektroniker. Als er volljährig war, ging er doch zur Reichsbahn. Dort kümmerte er sich vor allem um das Bahn-Telefonnetz. Schnell lernte er die reichsbahntypischen Verfallserscheinungen kennen: "Als ich mir die Hände waschen wollte, hatte ich das Waschbecken in der Hand. Das ist aus der Wand gefallen", erzählt er. Bei der Gelegenheit lernte er auch, wie man Waschbecken wieder einmauert und verputzt. Denn für einen Maurer fehlte das Geld.

Der Bahnbetrieb in West-Berlin stellte die DDR-Regierung vor ein Problem: Würden ihre Bürger, die S-Bahnzüge durch West-Berlin fuhren, nach Dienstschluss wieder brav hinter den Eisernen Vorhang zurückkehren? Und welchen Arbeitsweg sollte eine Zugabfertigerin aus Weißensee zum Dienst in Lichtenrade oder Spandau auf sich nehmen? Deswegen waren auch West-Berliner beschäftigt. Etliche von ihnen waren stramme Kommunisten, organisiert in der Sozialistischen Einheitspartei Westberlins (SEW), einem Ableger der DDR-Staatspartei SED. Nur ein paar Führungskräfte waren nach Michael Götzes Erinnerung tatsächlich DDR-Bürger.

S-Bahnhof Düppel heute (Quelle: rbb/Frank Drescher)
Der Wald, der ein Geheimnis birgt: Blick von der Benschallee in Zehlendorf auf den ehemaligen S-Bahnhof Düppel | Bild: rbb/Frank Drescher

Streik gegen drohende Lohneinbußen

Rund 1.400 D-Mark Nettoverdienst weist Michael Götzes damaliger Lohnzettel aus, umgerechnet rund 720 Euro. Das war schon damals wenig. Als er später zur BVG wechselte, verdiente er ein Drittel mehr. Trotzdem wollte die Reichsbahn sparen, entließ Anfang 1980 sogar Leute. "Für einen sozialistischen Betrieb eigentlich unmöglich", sagt Michael Götze. Um noch mehr zu sparen, wollte sie ab Herbst 1980 spätabends den Zugverkehr einstellen. Damit drohte den Reichsbahnern der Verlust ihrer Nachtzuschläge. Deswegen traten sie am 17. September 1980 in einen unbefristeten Streik. Fernzüge, Güterzüge, S-Bahnen: alles stand still. Ein Riesenthema damals: Die "Berliner Abendschau", wie sie damals noch hieß, berichtete wochenlang. Drohten den West-Berlinern wieder Hunger und Kälte wie bei der Blockade 1948/49? Die Abendschau entwarnte: Lkw und Binnenschiff würden genug Versorgungsgüter heranschaffen.

Zwischen den Fronten im Kalten Krieg

Die Reichsbahner hatten Stellwerke und Bahnhöfe besetzt. Michael Götze war damals auf dem Containerbahnhof an der Heidestraße mit gut hundert Kollegen dabei. Die Stimmung sei gut gewesen: "Es gab auch eine sehr hohe Solidarität in der West-Berliner Bevölkerung, die Leute haben uns Essen vorbeigebracht", sagt er. Während des Streiks hat er sich um die Verpflegung seiner Kollegen auf den Stellwerken gekümmert, etwa in Halensee. Die Abenschau filmte dort damals hochrangige Rotarmisten auf der Kurfürstendammbrücke über der Ringbahn, die die Streikaktion beobachteten. Auch West-Berliner Polizisten sondierten das Geschehen. Michael Götze war unbesorgt. West-Berlins Senat und die Westalliierten würden den Streikenden den Rücken decken, so habe es einer der Streikinitiatoren den versammelten Kolleginnen und Kollegen erklärt.

Streckenkarte S-Bahn Berlin nach dem Streik 1980 (Quelle: rbb)
| Bild: rbb

Nach dem Streik: Weite Teile West-Berlins jahrelang ohne S-Bahn

Einheiten der DDR-Transportpolizei räumten schließlich die Stellwerke. Der Streik erlahmte nach zehn Tagen. "Irgendwann war klar: Die Forderungen waren nicht durchzusetzen", erinnert sich Michael Götze. Die Reichsbahn entließ die Streikenden, viele kamen - wie er - bei der BVG unter. Michael Götze mag die Zeit trotzdem nicht missen. Er hat dort zu improvisieren gelernt: "Man war gefordert bei der Reichsbahn. Schon allein wegen des Materialmangels."

Alter Prellbock (Quelle: rbb/Frank Drescher)
Endstation Düppel: Wenige Meter hinter dem Prellbock befand sich die Berliner Mauer | Bild: rbb/Frank Drescher

Als er seine Dienstschlüssel nach dem Streik ins Personalbüro brachte, weinten dort die Sachbearbeiterinnen. Sein Chef bot ihm an, die Kündigung zurückzuziehen. Aber seinen Eisenbahner-Kindheitstraum hatte Michael Götze da bereits begraben: "Man war ja eine große Familie. Wenn ich am nächsten Morgen wieder arbeiten gegangen wäre, dann wäre ich allen meinen streikenden Kollegen in den Rücken gefallen. Aus Solidarität ihnen gegenüber war mir das nicht möglich."

Ab dem 28. September fuhr die S-Bahn wieder, aber nur auf wenigen Zulaufstrecken zum Grenzbahnhof Friedrichstraße. Neukölln, Spandau und viele andere Stadtteile verloren ihren Schnellbahnanschluss. Erst um die Jahrtausendwende war diese einschneidendste Folge des Streiks weitgehend behoben. Bevor allerdings das Birkenwäldchen im Bahnhof Düppel Platz für Züge macht, werden noch einige Jahre verstreichen.

Beitrag von Frank Drescher

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21 Kommentare

  1. 20.

    Für die Sparmaßnahmen der DR, die zum S-Bahner-Streik führten, schufen die Westberliner Bevölkerung und Politik mit ihrem S-Bahn-Boykott die Ursachen. Wäre der Boykott nicht gewesen, gäbe es auch keine Sparmaßnahmen. Erst falsche Politik machen, und dann rumflennen, wenn die Folgen eintreten. Daß die Reichsbahn versucht zu sparen, ist natürlich logisch und im Interesse der DDR-Bevölkerung, die nicht ewig Geisterzüge bezahlen will, sondern Bananen und Apfelsinen. Die Vorkriegszüge funktionierten 7 Jahrzehnte zuverlässig. Die 481/482er, die um die Jahrtausendwende gebaut wurden, brachten 2009 fast die gesamte Berliner S-Bahn zum Erliegen. @1+2+7+9+13+14+15 stimme ich zu. @17: "In den frühen 90ern habe ich die Nachfolger verkauft und die Renovierung der 480." Was haben Sie damals verkauft? Wurden die 480er 5 Jahre nach ihrem Bau wirklich schon renoviert?

  2. 19.

    Sie haben noch was vergessen:
    Das Reihenschließen der Türen und der Ruck beim Abfahren, der alle kurz durchschüttelte. :-)

  3. 18.

    Das geilste aber war ja, in den alten Zügen mit offener Tür zu fahren! Nicht draussen; dazu war zumindest ich zu feige. Doch an einem Sommertag 1985 in einem Zug nach Wannsee in Westkreuz das harte "Rumms" der Türen zu hören, das wesentlich leisere Zischen der Druckluft ein paar Sekunden später abzuwarten, die überhaupt nicht mehr verschlossenen Türen aufzuschieben... Und dann einfach nur geniessen: die unnachahmliche Geruchsmischung aus Schwellenteer, Kontaktabrieb der E-Motoren und heisser Waldluft mit echtem Kiefernaroma. Sommerluft, die vom überhitzten Schotter hochgeblasen wird, bis die Augen rot werden, während der Zug mit wespenhaftem Säuseln mit gut 80 parallel zur Avus durch den Grunewald brettert ("100? Ick gloob ick spinne!") - das waren Momente, wo ick für eens fuffzich oda so einfach glücklich war. Heute aus Sicherheitsgründen unmöglich. Nen Abklatsch gibt's vllt f 250 EUR beim Yoga-Retreat oder Adventure-Veranstalter. Aber so synästhetisch wie damals wird's nie wieder...

  4. 17.

    Total interessanter Bericht, hat mich veranlasst, weiter zu googeln.
    Übrigens waren die alten Wagen tatsächlich unkaputtbar. In den frühen 90ern habe ich die Nachfolger verkauft und die Renovierung der 480. Auch den durch den Streik nötigen Wiederaufbau des Streckennetzes. Man bleibt lebenslang irgendwie "Bahner"...
    Nur bis Z'dorf Süd oder Düppel, "meine" nächsten Stationen, fährt bis heute nix :-( heute gehen wir da mit Hund spazieren..

  5. 16.

    Es wäre toll, wenn die S-Bahn wieder viel mehr historische Züge einsetzen würde. Als Kind hab ich oft auf den Abdullah-Zug zur Vinetastr. gewartet. Wäre auch für Touristen eine tolle Sache. Mich nerven eh diese ganzen Raumschiff-Schlangen, wo man sämtliche Sitzplätze für Fahrräder abmontiert hat.

  6. 14.

    Ich finde es auch peinlich, dass es in Berlin - außer der 2 Bahnhöfe hinter Schönefeld sowie der Verlegung nach Teltow Stadt - seit Jahrzehnten keine Neubaustrecke gegeben hat.
    Insbesondere nach Westen raus, hätte man hier einige Wohnraum-Probleme lösen und die Stadt vergrößern können, aber wenn Geld nicht mehr für Zukunft ausgegeben wird, muss man sich nicht wundern.

  7. 13.

    Die Bahn ist seit der Wende in den Händen der Wessis, die die Bahn privatisieren bzw. Abwickeln wollten! So, wie die Wessie alles abwickeln wollten (siehe Treuhand) so haben sie auch Bahnstrecken stillgelegt, Bahnhöfe abgekoppelt etc. Die Wessis haben privatisiert und abgeschafft was nicht niet- und nagelfest ist. Betten wurden abgebaut, aktuell sollen wieder Krankenhäuser geschlossen werden, damit private Krankenhausbetreiber mehr Geld machen können. Sogar die Rente haben sie Teilprivatisiert mit ihrer "Riester-Rente". Die ehemals staatliche Postbank etwa hat die Deutsche Bank geschluckt. Landesbanken wurden mit Giftpapieren belastet um dann einen Vorwand zu haben sie zu privatisieren. Die Wessis nennen es Privatisierung, der normale Mensch nennt es Diebstahl.

  8. 12.

    1980 wurden über 300 Kollegen entlassen. Wer damals streikte, wurde entlassen. Die klagten in Ost-Berlin dagegen und das Gericht erklärte alle Kündigungen für rechtens. Teilweise kamen die Kollegen 1984 nach der Übername durch die BVG zurück. 1984 gab es bei der BVG einen großen Personalmangel bei der S-Bahn. Es wurden Lokführer von der Hamburger S-Bahn befristet, geholt. 1989, als die Mauer fiel, gab ca. 1900 Kollegen bei der BVG S-Bahn. Anschließend zog die BVG langsam das Personal ab. Es kam zu einem Dienstlassungsüberlassungs Vertrag (DÜV) zwischen BVG und DR. Viele sahen einen Betriebsübergang und wollten zur DR wechseln. Es kam zu einem erneuten, Gerichtsentscheid. Inzwischen wechselten die Betreiber von DR nach DB und schließlich zur S-Bahn Berlin GmbH. Durch den Betreiberwechsel war ein Betriebsübergang nicht mehr gegeben und das Gericht wies die Klagen ab. 1997 wurde der DÜV aufgelöst und 300 Aufsichten und Triebfahrzeugführer dürften zur S-Bahn Berlin GmbH wechseln.

  9. 11.

    Der Eindruck der "offenkundigen Qualität der Vorkriegszüge" entstand vor allem durch deren schiere Anzahl und den fehlenden Möglichkeiten, die durch neue Züge zu ersetzen. Also wurden die aufwendig immer wieder Instand gesetzt.

  10. 10.

    Vielleicht wäre noch ein Textteil anzufügen, der mir fehlt: Eines der Ergebnisse des Streiks war ja offenbar, dass das Vier-Mächte-Abkommen geändert wurde und die DR aus der Betriebspflicht im Westteil von Berlin entlassen wurde. Den Betrieb übernahm fortan dann für kurze, damals in dieser Kürze nicht absehbare Zeit, die BVG. Die ließ die Baureihe 480 entwickeln - die einzige S-Bahn, die die BVG jemals entwickelt hat, wenn mal von den Mischtypen bei den BVB abgesehen wird.

    Ein weiteres Ergebnis: Das Baurecht für die U 10, die in 700 - 1.500 Meter Entfernung über 7 km parallel zur S-Bahn (heutige S 1) führen sollte, wurde vor dem Stichjahr 1985 gecancelt. Die glückliche Abwendung einer ungeheuren Verschwendung!

  11. 9.

    Sie haben aber schon gelesen, dass ich schrieb: "...als sie ohnehin schon war"?? - Schade, dass Sie nichts zum Vergleich mit der miserablen Bezahlung vieler heutiger Berufsgruppen schreiben, die ich ansprach. Beim Blick in die Vergangenheit sollte man die Vergangenheit nicht verklären - aber genauso wenig die Gegenwart!

  12. 8.

    Nun ja, ich sprach ja auch zusätzlich von Pendlern (Fahrten von und zur Arbeit) die ihre Fahrkarten entgegen der Beförderungsrichtlinien mehrfach verwendeten.

  13. 7.

    Die deutsche Teilung führte die Berliner S-Bahn in eine Sackgasse. Die Politik versprach dann die Wiederherstellung des S-Bahn-Netz. In den westlichsten Stadtteilen haben die Verantwortlichen diese Zusagen nicht eingehalten, sonst wäre der Spandauer Westen und sein Umland längst erschlossen. Stattdessen endet die S-Bahn weit vor dem Stadtrand schon am Rathaus. Staaken wird von den Planern beim Wiederaufbau der S-Bahn bis heute ignoriert. Aber Wohnungsbau findet dort weiter statt. Und dann wundert man sich über volle Straßen?

  14. 4.

    Ja, West-Berliner sollten die S-Bahn meiden.
    Aber wie kamen die West-Berliner sonst an ihre zollfreien Zigaretten? Friedrichstr. lockte.
    Auch dank der sehr stabilen Fahrkarten fuhren viele Pendler gern mehrfach mit ihrer Fahrkarte.

  15. 3.

    Damals hieß es : Fahrt nicht mit der S-Bahn, damit unterstützt man den Osten.

  16. 2.

    Kleine Korrektur zu meiner 1. Aussage: Die S-Bahn Berlin war natürlich nicht "wieder" in DB-Hand, sondern erstmals. Ändert aber nix an der offenkundigen Qualität der Vorkriegszüge...

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