Ein SPD-Bürgerbüro in Berlin (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa-Symbolbild/Jens Kalaene

Mann wirft Flüssigkeit in Büro - Anschlag auf SPD-Bürgerbüro in Charlottenburg

Auf das Bürgerbüro des Berliner SPD-Abgeordneten Christian Hochgerbe im Ortsteil Charlottenburg ist am Donnerstag ein Anschlag verübt worden. Wie Hochgerbe selbst mitteilte, warf ein Unbekannter eine unbekannte Flüssigkeit in das Büro auf eine Mitarbeiterin und schrie "Scheiß Nazis!". Glücklicherweise sei der Frau nichts passiert, lediglich Unterlagen seien durchnässt worden. Der Täter entkam unerkannt, die Polizei und der Staatsschutz ermitteln.

Hochgerbe ist Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus und sitzt für seinen Wahlkreis Charlottenburg-Nord im Parlament, sein "Kiezbüro" liegt in der Tauroggener Straße. "In letzter Zeit häufen sich die Angriffe auf unsere Büros. Ich verstehe ja, wenn Bürgerinnen und Bürger unzufrieden sind, zum Beispiel mit den Corona-Maßnahmen oder der Räumung der Liebigstraße. Der Angriff auf unsere Büros ist für mich jedoch absolut inakzeptabel", teilte Hochgrebe weiter mit.

Geisel-Büro schon mehrmals beschmiert

Erst vor einer Woche war das Bürgerbüro des Berliner CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Dieter Gröhler in Wilmersdorf beschädigt worden. Alle fünf Schaufensterscheiben des Wahlkreisbüros in der Zähringerstraße wurden eingeschlagen. Gröhler selbst vermutete einen Zusammenhang mit einer Veranstaltung zum Thema Antisemitismus, die zuvor in seinem Wahlkreisbüro stattfand.

Ende Juli war auch das Bürgerbüro des SPD-Innensenators Andreas Geisel in Berlin-Karlshorst mit dem Slogan "Wir bleiben alle!" beschmiert worden, wie schon zuvor im Dezember. Damals wurden mit der gleichen Losung das Wahlkreisbüro von Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) im Stadtteil Steglitz beschmiert, ebenso ein SPD-Büro in der Naugarder Straße im Stadtteil Prenzlauer Berg. Hinter den Taten werden Linksextremisten und Sympathisanten des inzwischen geräumten Wohnprojekts "Liebig34" vermutet.

2 Kommentare

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  1. 2.

    Diesen Kranken hilft wahrscheinlich nur die Behandlung in einer geschlossenen Einrichtung.
    Für diese sich alle Nazis die ihre linksextreme Haltung nicht teilen. Da ist es aus Sicht dieser Kranken eine logische Schlussfolgerung, dass die SPD zum Kreis der Rechtsextremen und Nazis gehört. So geht es nun mal in deren wirren Gedankenwelt zu.
    Was wirklich erschreckend ist, ist die immer größere Gewaltbereitschaft von Gruppen, die meinen sie haben die absolute Wahrheit für sich. Ob es nun sogenannte Klimaschützer oder die Antifa oder die Quer-feministischen Gruppen sind. Allen diesen Gruppen ist gemeinsam, dass für sie Gewalt als legitimes Mittel zählt.

  2. 1.

    Wen wundert's bei einer Gesellschaft, die soweit nach links gedriftet ist, dass schon SPD-Politiker als Nazis beschimpft werden!
    Aber schon einem SPD-Vorsitzenden Gabriel hat man es ja als "rechts" ausgelegt, als er als "Privatmann" einer Diskussionsrunde mit Pegida-Anhängern beiwohnte, weil er erfahren wollte, was Menschen in diese Bewegung treibt.

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