Ein Rettungswagen der Feuerwehr fährt mit Blaulicht in Berlin (Quelle: dpa/Sonja Wurtscheid)
Bild: dpa/Sonja Wurtscheid

Berlin-Hellersdorf - Abbiegender Lkw verletzt Radfahrerin bei Unfall schwer

Im Berliner Ortsteil Hellersdorf ist es am Freitagmorgen zu einem schweren Unfall zwischen einem Lkw und einer 30-jährigen Radfahrerin gekommen, wie die Polizei rbb|24 auf Anfrage bestätigte.

Die Feuerwehr twitterte, bei dem Verkehrsunfall gegen 8:30 Uhr wurden eine Radfahrerin und ihr Kind von einem Lkw erfasst. Das zweijährige Kind, so die Polizei, sei unverletzt geblieben, befinde sich aber vorsorglich ebenfalls im Krankenhaus.

Kind blieb unverletzt

Der Unfall hat sich nach Polizeiangaben an der Kreuzung der Alten Hellersdorfer Straße Ecke Zossener Straße ereignet haben. Medieninformationen nach handelt es sich um einen Rechtsabbiege-Unfall.

Die Untersuchungen zum Unfallhergang führt der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 3.

Erst vor einer Woche war ein Fahrradfahrer in Berlin-Köpenick bei einem Unfall durch einen abbiegenden Lkw getötet worden.

Immer wieder Unfälle mit Lastern

In Berlin kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen Radfahrer von abbiegenden Fahrzeugen erfasst und dabei schwer verletzt oder getötet werden. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und die Organisation Changing Cities fordern von Berliner Behörden schon länger umgehende Maßnahmen, mit denen für mehr Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern im Straßenverkehr gesorgt wird.

Die hohe Zahl an Verkehrstoten in der Stadt in diesem Jahr sei nicht hinnehmbar, heißt in einer gemeinsamen Erklärung - insbesondere nachdem im August innerhalb von einer Woche vier Fußgänger und Radfahrer in Berlin zu Tode gekommen waren.

Die Kommentarfunktion wurde am 16.10.2020 um 20:21 Uhr geschlossen

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19 Kommentare

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  1. 19.

    Sorry, soll ich in Zukunft immer auf dem Fussweg Achtsamkeit walten lassen, da ich von vorn und on hinten permanent von Fahrradrowdies attackiert werde. Egal ob alt, jung oder mit Kindern. Fusswege in Friedrichshain sind teilweise lebensgefährlich für jeden der nicht motorisiert ist. Aktuell neue popup Wege sind meines erachtens absolute Steuerverschwendung. PS: Ich fahre BVG. BITTE über den Tellerrand schauen.

  2. 18.

    "Bevor wieder die großen Diskussionen entstehen - das war nicht der klassische Rechtsabbiegeunfall, dazu war es die falsche Seite des Lkw (bin fast gleichzeitig dor vorbeigekommen)."

    Man sollte den Mund halten und die Finger bei sich lassen, wenn man nicht unmittelbarer Augenzeuge des Unfalls war. Die Aussage des LKW Fahrers widerspricht ihrer Verleumdung.

    „Ich habe vor dem Rechtsabbiegen mehrfach geschaut und die Radfahrerin nicht sehen können“, sagte der Lkw-Fahrer gestern zur B.Z. „Als ich einen Knall hörte, habe ich sofort gebremst.“ Trotzdem fuhr er mit seinem Lkw über die Beine der vietnamesischen Frau. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht geklärt.

  3. 17.

    Schritttempo für Alle ?
    Wie langsam, muss ein Lkw von dieser Größe fahren um ohne quietschende Räder, nach Rechts, in eine nichteinsehbare Straße zu fahren ?
    Wohin sieht ein Radfahrer, der ungebremst hinter das Fahrerhaus eines solch großen Lkw fährt ?
    Straßenverkehrsordnung Parageaph 1 ?
    Sich und sein Fahrzeug nur so schnell bewegen, das man jederzeit zum stehen kommt.
    Wäre der Lkw ein Rollator / Rollstuhl / Kinderwagen, wie sähen dann die Kommentare aus.
    Das Kind ist traumatisiert. Die Mutter möge schnell Gesund werden. - Wenn der Lkw-Fahrer geschlammt hat, wird Ihm die Justiz einheizen. -
    Wenn Ihr mal an einem Abgestellten Lkw vorbei kommt, stellt euch mal vors Lenkrad, stellt euch rechts hinter die Kabine und kuckt mal in die Spiegel. Alles was Ihr nicht seht, kann der Fahrer auch nicht sehen. - Ich wünsche euch etwas Einsicht und ein langes, unverletztes Leben !

  4. 16.

    Man konnte auf das widerliche Victimblaming warten. "Rechnet doch einfach ALLE mit den Fehlern Anderer!"

    Mit Fehlern kann man rechnen, nicht aber mit Rücksichtslosigkeit, Dummheit oder Überforderung.

  5. 15.

    Sie glauben doch nicht im Ernst, das getrennte Ampelschaltungen auch nur einen einzigen Unfall verhindern? Welcher Radfahrer fährt bei Grün?

  6. 14.

    Zitat: "Egal ob sie Recht, Vorfahrt oder Vorrang haben:
    Wann werden Radfahrer einsehen, dass man auch von noch so vorsichtigen LKW-Lenkenden übersehen werden kann,
    und im Zweifel lieber auf ihr Recht statt auf ihr Leben verzichten!"

    Und gleich der erste Beitrag unter einer Meldung, die einen Abbiegeunfall zwischen einem LKW und einer Radlerin (mit Kleinkind an Bord) anzeigt, stellt wieder mal die Frage danach, wann Radfahrer endlich einsehen, dass man nicht "unnachgiebig" auf seiner Vorfahrt bestehen soll - wenn einem das Leben lieb ist. Wie zynisch kann man eigentlich sein, JustABerliner?!

  7. 13.

    Gute Besserung der Radfahrerin und ihrem Kleinkind. Vielleicht brauchen wir vorübergehend Schritttempo für alle Verkehrsteilnehmer im Stadtgebiet, um die "Vision Zero" (null Verkehrstote und Schwerverletzte) wirklich zu erreichen - eventuell geht zunächst etwas schneller auf den Autobahnen; z.B. Tempo 35?
    Aber leider ist "Vision Zero" wahrscheinlich nicht wirklich ernsthaft gewollt, zumindest nicht von den politischen Entscheidungsträgern. Anders kann ich die fortdauernde Verkehrsrealität nicht verstehen.
    @Tempelhofer Weiss nicht ob freiwilliges Schrittfahren jetzt hilft. Wenn es viele machen?! Vielleicht auch. Ein Anfang wäre nur noch im Schritttempo abzubiegen, und wo immer möglich und geboten langsamer zu fahren.

  8. 12.

    Ich lese Ihren "Beitrag" als zynischen Kommentar, der Ihre gefühllose, mitleidlose und menschenverachtende Haltung zum Ausdruck bringt, und viel mehr über Ihr Welt- und Menschenbild offenbart als Sie es vermutlich, mit dem so von Ihnen formulierten Eintrag im Forum, intendierten.
    Ich bitte Sie Ihre Weltanschauung einer ethischen und intellektuellen Prüfung zu unterziehen.

  9. 11.

    Du meinst ernsthaft, ne Mutter mit Kind lässt sich lieber überrollen, als nem LKW Vorfahrt zu gewähren? Sorry, das ist eine absolut unglaubwürdige Argumentation.

  10. 10.

    "Egal ob sie Recht, Vorfahrt oder Vorrang haben:
    Wann werden Radfahrer einsehen, dass man auch von noch so vorsichtigen LKW-Lenkenden übersehen werden kann,
    und im Zweifel lieber auf ihr Recht statt auf ihr Leben verzichten!"

    das unterstellt, dass sich die Radfahrerin die Vorfahrt nicht hat nehmen lassen wollen und eine Entscheidungsmöglichkeit gehabt hätte.
    Wäre das so gewesen, wäre die Radfahrerin selten dämlich- so was kommt eher selten so vor (anders als bei KfZ, wo es einige gibt, die sich nicht nur das Recht auf Vorfahrt nehmen, sondern auch freie Fahrt, wenn sie warten müssten).
    Nein, allermeistens ist es so, dass man in solchen Situationen gar nicht die Möglichkeit mehr hat, auf das verkehrswidrige Verhalten des anderen zu reagieren.
    Hören sie also bitte auf, eine Opferumkehr herbeireden zu wollen.

    Und wenn solche Unfälle trotz "noch so vorsichtigen LKW-Lenkenden" passieren können, müssen endlich getrennte Ampelschaltungen her.

  11. 9.

    Was werden wohl diese "schlauen" Foristen ,die den Radfahrern unterstellen ein Bestehen auf ihr Recht unterstellen wohl sagen wenn sie mit ihrem Auto über eine grüne Ampel fahren und werden von einem Raser gerammt. Haben die dann auch auf ihr Recht bestanden ?

  12. 8.

    Entschuldigung, aber weswegen relativieren Sie die Verantwortung von Kraftfahrern, gerade innerorts? Soll ich jetzt als Radfahrer jedesmal an meiner grünen Ampel warten und proforma den LKW abbiegen lassen? Das Gleiche für Fußgänger?!
    Getrennte Ampelschaltungen sind der einzige Weg, schnelle Abhilfe zu leisten.
    Und wenn Vermutungen angestellt werden, eine Mutter mit zweijährigem Kind auf dem Fahrrad wird ganz sicher nicht grob fahrlässig zwei Leben in Gefahr bringen.
    Vorausschauendes Fahren ist die Devise, ich sehe jeden Radfahrer auf dem Weg zur Kreuzung, weil ich sie überhole. Aufmerksamkeit ist das A und O!

  13. 7.

    Wenn man die Landsberger Stadtauswärst sperrt und den ganzen Verkehr durchs Wohngebiet umleitet muste sowas passieren. Super gut geplant von der Verkehrsverwaltung. Der Mutter und dem Kind gute Besserung.

  14. 6.

    Bevor wieder die großen Diskussionen entstehen - das war nicht der klassische Rechtsabbiegeunfall, dazu war es die falsche Seite des Lkw (bin fast gleichzeitig dor vorbeigekommen).

  15. 5.

    Getrennte Ampelphasen für Rechtsabbiegende und Geradeausfahrende jetzt sofort!

  16. 4.

    Man KANN einfach nicht IMMER mit ALLEM rechnen. Menschen sind eben unperfekt, ob hinter dem Lenkrad oder hinter dem Lenker.

    "Wann werden Radfahrer einsehen, dass man auch von noch so vorsichtigen LKW-Lenkenden übersehen werden kann,"

    Man kann als vorsichtiger Radfahrer auch von einem vorsichtigen LKW-Fahrer überfahren werden. Unfälle passieren auch aus Missverständnissen.
    Und bitte nicht immer mantragleich den Radfahrern unterstellen, sie würden aus reinem Trotz zu Schaden kommen und irgendwie prinzipiell selber schuld sein.

  17. 3.

    Ihr Kommentar unterstellt sowohl, dass die Radfahrerin an diesem Unfall (Mit-)Schuld hatte, als auch dass der LKW-Fahrer alles getan hat, um sein Fahrzeug sicher durch die Stadt zu lenken. Beides ist aber aus dem Artikel nicht ersichtlich.
    So wie sie dem LKW-Fahrer ja zugestehen "noch so vorsichtig" gefahren zu sein, könnte die Radfahrerin dass ja auch getan haben, und trotzdem sind solche Unfälle durch Verkettung unglücklicher Umstände leider möglich (z.B. Missverständnis, LKW blieb stehen, Radfahrerin dachte, sie wurde gesehen und fuhr daraufhin los,, dabei hatte der LKW-Fahrer ganz andere Gründe fürs stehenbleiben).
    Desweiteren muss man auch beim Fahrradfahren abwägen zwischen dem Grad der Vorsicht und Zügigkeit. Ich fahre auch mit dem Auto nicht mit Schrittgeschwindigkeit über eine grüne Ampel, weil irgend ein Raser sein Rot missachten und mir in die Seite fahren könnte.

  18. 2.

    Bei Ihrer Sichtweise werden Sie hier sicher bald nieder gemacht. Ich sehe es aber genau wie Sie: Egal, wer Vorfahrt hat: Man sollte gucken, wer stärker ist..

  19. 1.

    Egal ob sie Recht, Vorfahrt oder Vorrang haben:
    Wann werden Radfahrer einsehen, dass man auch von noch so vorsichtigen LKW-Lenkenden übersehen werden kann,
    und im Zweifel lieber auf ihr Recht statt auf ihr Leben verzichten!

    Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gilt für ALLE - Für die "Starken", weil sie die "Schwachen" schützen sollen,
    aber auch für die "Schwachen", und für diese aus einem recht egoistischen Grund: Ihr Leben und ihre Gesundheit!
    Rechnet doch einfach ALLE mit den Fehlern Anderer!

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