Symbolbild: Katzenbabys
Bild: imago images/Shotshop

Falsche "Reservierungsgebühren" - Berlinerin wegen Internet-Betrugs mit Katzenbabys verurteilt

Eine 40-jährige Berlinerin ist wegen Internet-Betrugs mit Katzenbabys am Amtsgericht Berlin-Tiergarten zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die Frau wurde zudem für die Dauer von vier Jahren einem Bewährungshelfer unterstellt, außerdem wurde die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 5.875 Euro angeordnet.

Laut Ermittlungen hatte die Frau im Internet Katzenbabys angeboten und in 26 Fällen Tierfreunde um die "Reservierungsgebühr" von bis zu 530 Euro geprellt - ohne das diese jemals eine Katze bekamen.

"Mehr Katzen verkauft, als vorhanden waren"

Vor Gericht hatte die Angeklagte die betrügerischen Geschäfte mit Katzen der Rasse Britisch Kurzhaar zugegeben. Es tue ihr leid, erklärte sie. Sie könne sich allerdings nicht mehr an die Details der Taten erinnern. Von dem ergaunerten Geld habe sie gelebt, erklärte die arbeitslose Konditorin und vierfache Mutter. Ihre Verteidigerin erklärte, ihre Mandantin habe "mehr Katzen verkauft, als tatsächlich vorhanden waren". Es sei außer Kontrolle geraten.

Im Urteil heißt es: "Die Angeklagte hatte sich eine nette Einnahmequelle geschaffen - das war schon System." Der Staatsanwalt sagte in seinem Plädoyer: "Ich glaube, dass es niemals Katzenbabys gab."

Sendung: Fritz, 29.10.2020, 20:30 Uhr

10 Kommentare

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  1. 10.

    Gratulation, das klingt schön. So ähnlich war es bei uns auch. Katzen haben oftmals wirklich ganz zauberhafte Persönlichkeiten - selbst die etwas schwierigeren. ;)

  2. 9.

    Richtig. Aber, nach zwölf Wochen ist auch eine junge Katze eine Persönlichkeit. Da lässt sich schon die Katze einstufen. Mein Kommentar bezog sich aber auf den Kommentar von @Luna. Meine Katze ist jetzt fünf Jahre und ist immer noch so liebenswürdig wie am ersten Tag. Auch möchte ich anmerken, dass sich meine Katze mich ausgesucht hat und nicht ich die Katze.

  3. 8.

    ...im Tierheim gab es keine Schäferhunde? Wieso muss es überhaupt ein Rassehund sein, wieso kein süßer Mischling? Nein, ich differenziere nicht. Kommerzieller Handel und Züchtung von Haustieren ist ein absolutes Unding! Ihr Schäferhund dürfte übrigens recht weit oben auf der Liste der Qualzüchtungen stehen (ich sage nur Hüftprobleme) aber das war es Ihnen sicher wert, für so ein edles Tier, nicht war?

  4. 7.

    Ich dachte, es ginge um Katzenbabys... {da gibt es doch keine großen, langen Vorgeschichten...}
    Hab ich wohl den Artikel nicht richtig gelesen??

  5. 6.

    ja, so ist das halt bei "Adoptionen", man kann den Charakter vorher nur bedingt erkennen - trotzdem nur ein sehr schwaches Argument pro Züchter, und eins was ich nicht gelten lasse. Wer sich nur eine ganz liebe Katze zutraut, der sollte mal im Frühjar herum zum Tierheim, da gibt es in der Regel viele Katzenbabys, noch süßer und "unverkorkster" geht es nicht.

  6. 5.

    Ich habe mein Katzenbaby von einer Tierärztin bekommen. Das Problem im Tierheim ist, dass einen keiner sagen kann: Verhalten der Katze, das Alter und wie die Haltung beim Vorgänger war. Man kauft sprichwörtlich "die Katze im Sack".

  7. 4.

    Schön ist Ihre Meinung. Trotzdem ist es eine kriminelle Tat mit Opfern. Ich lasse mich nicht als furchtbarer Mensch bezeichnen weil wir unserem Schäferhund beim Züchter gekauft haben. Bitte differenzieren. Vielen Dank!!

  8. 2.

    Im Tierheim gibt es ganz tolle Fellnasen... für nur 35€ Schutzgebühr....

  9. 1.

    Kein Mitleid mit den Geprellten! Wer unbedingt eine schicke Rassekatze vom Züchter kaufen will, obwohl die Tierheime mit süßen und lieben Kätzchen überquellen, der ist ein ganz furchtbarer Mensch! Wir haben unsere Katze aus dem Berliner Tierheim, und es ist sogar eine Britisch Kurzhaar! Sowas!

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