Symbolbild: Streifenwagen der Berliner Polizei eilt mit Blaulicht und Martinshorn durch Berlin. (Quelle: imago images/K.M. Krause)
Audio: JOURNAL | 06.10.2020 | J. Kowollnik | Bild: imago images/K.M. Krause

Berlin-Marzahn - Mann wirft mit Fahrrad und beißt Polizisten

Ein 33-jähriger Mann hat am Montagnachmittag in Marzahn-Hellerdorf auf der Straße randaliert und einen Polizisten gebissen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war der Mann zunächst in der Rhinstraße in Marzahn von Mitarbeitenden der BVG aus einer Tram der Linie 37 verwiesen worden, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz trug und zudem keinen gültigen Fahrausweis für sein mitgeführtes Fahrrad vorweisen konnte.

Rad auf Laster geworfen

Unter lautstarkem Protest habe der Mann die Bahn verlassen. Dann habe er sich wenig später bei Rot auf die Fahrbahn der Rhinstraße gestellt, sein Fahrrad auf einen herannahenden Lkw geworfen und sich schließlich auf die Fahrbahn gelegt. Polizeikräfte forderten den 33-Jährigen auf, die Fahrbahn zu verlassen. Als dieser sich weigerte, versuchten sie ihn von der Straße zu tragen. Der Mann habe daraufhin so heftig um sich getreten und geschlagen, dass ein Polizist stürzte und mit dem Mann zu Boden fiel. Am Boden liegend biss der Mann dem Beamten in den Oberschenkel.

Einsatzkräfte fesselten den Mann schließlich, der angab, er habe einen kurzen epileptischen Anfall erlitten. Ein angeforderter Rettungswagen der Feuerwehr versorgte den Mann vor Ort und transportierte ihn anschließend in ein Polizeigewahrsam. Anschließend wurde er wieder entlassen. Gegen den Mann wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und einem Beförderungserschleichen ermittelt.

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6 Kommentare

  1. 6.

    Schon mal überlegt, dass es aus und in Amerika auch nur die außergewöhnlichen Fälle in die Schlagzeilen schaffen? Der normale Bürger übersteht auch dort die Begegnung mit der Ordnungsmacht vollkommen unbeschadet. Aufgrund der allgemeinen Verbreitung von Schusswaffen ist es jedoch für die eigene Gesundheit angebracht, ungewöhnliches Verhalten den Beamten gegenüber zu unterlassen. Die wollen nämlich am Abend auch wieder nach Hause zu ihrer Familie. Im Gegensatz zu Deutschland erfährt die Polizei dort jedoch eine breite Unterstützung der Bevölkerung und der Regierungen. Wer dort zu Gruppen gehört, die öfter kriminell auffällig sind oder auch nur den Anschein erweckt dazu zu gehören, wird ganz selbstverständlich öfter kontrolliert, weil sich das bewährt hat, auch wenn Betroffene das gern als Rassismus diskreditieren wollen. Ohne diese Maßnahmen wäre die Kriminalität dort gar nicht mehr beherrschbar, so wie in Mexiko. Ist leider so.

  2. 5.

    Amerikanische Verhältnisse?? Wo Menschen bei Verkehrskontrollen, Wohnungskontrollen mit Adressenverwechslung, dabei Kinder in Betten, Leute, die die Straße falsch überqueren (jaywalking), Kinder mit Spielzeugpistole... einfach erschossen werden? Oder Unbeteiligte? Dann wollen Sie sicher auch, dass jeder Schusswaffen besitzen darf? Und Verkehrskontrollen mit cavity searches bei Frauen auf offenem highway finden Sie dann wohl auch gut? Kann man alles auf amerikanischen Nachrichtenseiten nachlesen. Und ich nenne hier nur Ereignisse, bei denen die Erschossenen nichts verbrochen hätten. "Straftaten" wie driving while black, driving while native American, deshalb sofort erschossen. Man sollte immer bedenken, dass was man anderen wünscht, einem auch selbst geschehen kann.

  3. 4.

    Er hat den Polizisten gebissen Kommt also noch die schwere Körperverletzung wegen des Infektionsrisikos dazu.

  4. 3.

    Sie vermischen hier verschiedene Dinge: es steht ja außer Frage, dass Polizist*innen einen schweren Beruf haben. Die Tatsache, dass Sie diesen Artikel gelesen haben, ist außerdem schon ein Beleg dafür, dass es auch solche Vorfälle in die Medien und das öffentliche Bewusstsein schaffen. Was meinen Sie mit "amerikanischen Verhältnissen"? Dass die Polizeikräfte in Deutschland öfter von ihren Schusswaffen Gebrauch machen dürfen und sollen? Wäre damit der im Artikel beschriebene Vorfall gut oder sogar besser zu lösen gewesen? Mit welchem Ergebnis? Einem toten Menschen? Unabhängig von der Schwere des Polizeiberufes ist Rassismus in Polizeikreisen einfach nicht und niemals akzeptabel. Doch solange es rassistische Polizeibeamte*innen gibt, sind auch Bewegungen wie der Black Lives Matter "Mist" nötig. Und solange Leute das als Mist bezeichnen, müssen aufklärerische Gegenkommentare geschrieben werden.

  5. 2.

    Ja,ich finde es auch heftig,womit sich unsere Polizei beschäftigen muss. In dem Fall habe ich mich gefragt,aus welcher Anstalt der Angreifer geflüchtet ist.
    Man muss gar nicht bis nach Amerika schaun,schon die Guardia Zivil in Spanien greift härter durch und hat dafür den Rückhalt in der Regierung. Was ich unserer Polizei in Berlin wirklich wünsche. Aber unser Senat gurgelt scheinbar jeden Morgen mit Weichspüler und macht ja auch keinen Druck,dass z.B. den Anzeigen wegen Coronaverstößen auch Bußgeldbescheide folgen. Dafür sollen unsere Polizisten aber die Regeln durchsetzen und das nicht nur bei nächtlichen Feiern in Parks sondern auch bei Demos ohne Ende.

  6. 1.

    Zu solchen Vorfällen kommentiert niemand so nach dem Motto, hätteste dir ein anderen Job suchen müssen als bei der Polizei.
    Aber wenn rassistische Vorwürfe bei der Polizei ( sofern welche vorhanden ) gemacht werden sind die Medien voll davon.
    Und wie man sieht hat sich die Arbeit nicht gelohnt, der Täter konnte wieder nach Hause gehen.

    Ich wünsche mir amerikanische Verhälnisse und mehr Handlungsfreiheit für die Beamten und kommt mir jetzt nicht mit euren " Black Matter" Mist.

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