Ein Betrunkener soll mit seinem Auto durch Berlin gerast sein und dabei einen Rollerfahrer schwer verletzt haben. (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Haftbefehl wegen versuchten Mordes - 44-Jähriger soll bei "Amokfahrt" durch Berlin gerast sein

Ein Streit mit seiner Frau soll einen Mann derart aus der Fassung gebracht haben, dass dieser betrunken mit 150 km/h durch Berlin gerast sein - und dabei unter anderem einen Rollerfahrer schwer verletzt haben soll. Nun sitzt er in Untersuchungshaft.

Nach einem Ehestreit soll ein Betrunkener mit seinem Auto durch Berlin gerast sein und dabei einen Rollerfahrer schwer verletzt haben. Rund fünf Monate nach der "Amokfahrt" hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung gegen den Tatverdächtigen erwirkt. Der 44-Jährige sitze nun in Untersuchungshaft, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann am Abend des 17. Mai nach einem Streit mit seiner Frau deren Wohnung im Stadtteil Tempelhof emotional aufgewühlt verlassen haben und mit seinem Pkw alkoholisiert mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde durch Berlin gefahren sein. Er habe dabei rote Ampeln missachtet und sei auf Gegenfahrbahnen unterwegs gewesen sein. Er soll mehrfach angehalten und mit einer Machete auf parkende Autos eingeschlagen haben, hieß es.

Fahrt mit Schwerverletztem auf Motorhaube

Gegen 22.25 Uhr soll der Alkoholisierte dann in Kreuzberg mit 95 Stundenkilometern auf einen Motorroller aufgefahren sein und diesen dabei auf den Frontbereich des Autos geschoben haben. Der Fahrer wurde 15 bis 20 Meter über die Straße geschleudert und schwer verletzt.

Der Verdächtige soll seine Fahrt mit dem Roller auf der Motorhaube und deutlich überhöhter Geschwindigkeit fortgesetzt haben, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. Dieser sei durch hinzueilende Passanten gerettet worden.

Etwa fünf Kilometer vom Tatort entfernt sei der enthemmte Fahrer dann von alarmierten Polizisten gestoppt worden. Die bisherigen Ermittlungen ergaben laut Staatsanwaltschaft den dringenden Verdacht, dass der Beschuldigte bei seiner Fahrt mögliche tödliche Verletzungen des Rollerfahrers billigend in Kauf nahm.

13 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 13.

    Das war im Mai, nun ist es fast November. Was war in der Zwischenzeit? Wieso wurde er erst jetzt verhaftet und nicht damals schon? Denn offenbar konnte ihn die Polizei ja schon damals dingfest machen und den Alkoholwert bestimmen.

    Der Artikel wirft mehr Fragen auf, als er erklärt. Das ist unvollständig und erfordert Nachfragen bei der Staatsanwaltschaft.

    1. Wieso erst jetzt verhaftet? Ins Ausland geflüchtet?
    2. Wieso droht nun plötzlich Fluchtgefahr, davor nicht?
    3. Wie geht es dem Unfallopfer inzwischen?

  2. 12.

    Schließe mich an.

  3. 11.

    Wird Zeit, dass nur noch Autos eine Zulassung bekommen, die selber feststellen wie schnell gefahren werden darf und den Motor dann entsprechend abregeln. Technisch ist das seit Jahren kein Problem.

  4. 10.

    . . . mit einer Machete - was man halt so bei hat im Auto . . .

  5. 9.

    Es ist Krieg! Jeden Tag. Es geht um die Aufteilung des öffentlichen Raumes. Städte für Menschen, nicht für Autos.

  6. 8.

    Wen über den täglichen Krieg auf den Gehwegen als Teil der Strasse berichtet wird, sind Sie aber mmern dabei, Ausreden zu finden, warum das in Ordnung ist und nur der Verteidigung dient. Wie hieß doch gleich der Radiosender, der einen Verteidigungskrieg begründen sollte?

  7. 7.

    @Generalstaatsanwaltschaft Danke! Alles Gute dem damals Schwerverletzten. Wie geht es ihm wohl heute?
    Auch schon das Mitführen einer Machete ist ohne berechtigenden Grund verboten. "Seit dem 1. April 2008 ist es gemäß § 42 a WaffG verboten, Anscheinswaffen, Hieb- und Stoßwaffen sowie Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Klingenlänge unbeachtlich) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen. Der Verstoß hiergegen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000 Euro sowie Einziehung der Gegenstände geahndet werden." www.berlin.de/polizei/service/waffenbehoerde/waffenrecht-uebersicht/

  8. 6.

    Für diese rasenden Idioten wünscht man sich das alte Testament zurück

  9. 4.

    Über Raser und Irre wird immer ausführlich berichtet, man sollte mal lieber über den tagtäglichen Krieg auf Berliner Straßen berichten.

    Was da abgeht ist auch nicht viel harmloser aber dafür tagtäglich. An die Toten und Schwerverletzten haben wir uns leider schon gewöhnt. Kollateralschäden. Wie in einem Krieg.

  10. 3.

    Könnte man Dummheit in Energie umwandeln, hätten wir in Berlin bereits eine Kernschmelze!

  11. 2.

    Ich hoffe dieser Mensch darf nie wieder irgend wie am Straßenverkehr teilnehmen, höchstens als Fußgänger. Und da sollte man dessen Geisteszustand prüfen.

  12. 1.

    Hoffen wir mal das es den Schwerverletzten bald wieder besser geht.
    Toll das durch so Vollidioten wie er es für uns normale Autofahrer dadurch immer Schweiger wird, wir habe jetzt schon so ein schlechten Ruf und durch seine Aktion wird es noch schlimmer!

Das könnte Sie auch interessieren