Berliner Tafel packt Lebensmitteltüten
Bild: imago-images/Christian Ditsch

Aktion gegen Spendenrückgang - Berliner Tafel tauscht Trödel gegen Lebensmittel

Mit einer neuen Initiative reagiert die Berliner Tafel auf den Rückgang ihrer Spendeneinnahmen. Wie der Verein am Mittwoch ankündigte, eröffnet er am Samstag in Charlottenburg (Pestalozzistraße 100) ein Ladengeschäft unter dem Titel "Haltbar". Dort können Trödel und Antiquitäten gegen haltbare Lebensmittel getauscht werden. Bedingung ist, dass die Lebensmittel originalverpackt sind.

Spendenrückgang wegen Corona

Zur Begründung der Ladengründung erklärte der Verein, dass etablierte Spendenprojekte wegen der Corona-Pandemie nicht oder nur sehr reduziert möglich seien. Als weiteren Grund des Spendenrückgangs vermutet die Tafel die wirtschaftliche Unsicherheit potenzieller Spenderinnen und Spender. Zeitgleich seien die Ausgaben des Vereins gestiegen. Gründe seien die Kosten für die Belieferung bedürftiger Menschen mit Lebensmitteltüten und die erforderlichen neuen Kühl- und Lagerflächen.

Die gespendeten Lebensmittel werden über die 45 "Laib und Seele"-Ausgabestellen und soziale Einrichtungen an monatlich rund 50.000 bedürftige Berliner verteilt. Kooperationspartner sind der rbb und die beiden großen Kirchen.

Sendung: Abendschau, 21.10.2020, 19:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Armutsbekämpfung ist nicht erwünscht. Die Forderung nach Aufstockung von Grundsicherung und hartz um 150 Euro gab es vor corona. Aber weder das recht auf eine gesunde Wohnung noch Armutsbekämpfung werden ratifiziert oder umgesetzt. Danke unsoziales r2g. Würde mit schwarz grün auch nicht besser.

  2. 1.

    Gut gemeint und zugleich traurig. Wäre es nicht besser den Bedürftigen auch "Corona-Hilfen" bereit zu stellen. Wie bereits während der "Bankenrettung" scheint für einige reichlich Geld da zu sein.

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