Feuerwehrkräfte untersuchen das rauchende Auto des Bürgermeisters von Neuruppin. (Bild: NonstopNews)
Video: Brandenburg Aktuell | 21.10.2020 | Tim Jaeger | Bild: NonstopNews

Morddrohung im Briefkasten - Auto des Neuruppiner Bürgermeisters in Brand gesetzt

Nach dem Brandanschlag auf das Auto des Neuruppiner Bürgermeisters Jens-Peter Golde ist bekannt geworden, dass es auch eine Morddrohung gegen den Politiker gibt. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Unbekannte haben versucht, das Dienstfahrzeug des Neuruppiner Bürgermeisters Jens-Peter Golde von der Wählervereinigung "Pro Ruppin" anzuzünden. Darüber berichtete zuerst die
"Märkische Allgemeine Zeitung" (MAZ).

Im Briefkasten Goldes wurde außerdem ein Brief mit einer Morddrohung gefunden. Die Polizei geht entgegen erster Angaben mittlerweile von einem politisch motivierten Anschlag aus. Die Gefährdung des Politikers als Person des öffentlichen Lebens werde geprüft, hieß es auf die Frage, ob Golde jetzt Polizeischutz bekomme.

Grillanzünder auf dem Reifen

Der oder die Täter hatten sich am Dienstagabend vermutlich kurz vor 20 Uhr Zutritt zu dem Privatgrundstück Goldes verschafft und seinen Dienstwagen mit einem Grillanzünder in Brand gesteckt. Eine Nachbarin bemerkte den Brand und informierte den Bürgermeister, der den Brand bis zum Eintreffen der Feuerwehr selbst löschen konnte. Es entstand geringer Sachschaden.

Golde von der Wählervereinigung "Pro Ruppin" ging sofort von einem gezielten Anschlag aus. "Wenn ein Kohlenanzünder auf dem Reifen liegt, kann es nicht unabsichtig sein", sagte er dem rbb. Nach Angaben der Polizei wurde der Staatsschutz eingeschaltet.

Am 8. November ist in Neuruppin Bürgermeisterwahl, bei der Golde zum dritten Mal antritt. Laut Polizei brannten in Neuruppin in jüngerer Vergangenheit mehrere Autos. "Wir haben eine Häufung festgestellt", sagte eine Polizeisprecherin.

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.10.2020, 10:00 Uhr

18 Kommentare

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  1. 17.

    Das war als Frage formuliert und auch gemeint, Steffen. Aber gut, einig sind wir uns, dass: "Gewalt und Bedrohung dürfen niemals Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele sein und gehören als Anschlag auf unsere Demokratie besonders hart bestraft."

  2. 16.

    Was sollen Ihre Unterstellungen? Ich habe bemängelt, dass ich mir mangels Fakten überhaupt keine Einordnung machen kann. Wie kommen Sie auf das schmale Brett, ich hätte einen links motivierten Anschlag vermutet? Reflektieren Sie Ihre eigenen Befürchtungen auf mich?

  3. 15.

    Zitat: Mittwoch, 21.10.2020 | 18:37 Uhr: "Leider lässt uns der rbb über die Hintergründe der potentiellen Tätergruppe doch arg im Unklaren."

    Zitat: Donnerstag, 22.10.2020 | 17:44 Uhr: "Es ist mir völlig egal, aus welcher Ecke der Anschlag kommen könnte . . ."


    Was denn nun, Steffen? Haben Sie gestern noch vermutet, dass der Anschlag aus der "linken Ecke" kam - und nun, da sich wohl ein "rechter" Täterhintergrund ergibt, ist Ihnen plötzlich egal, wer dafür verantwortlich ist?! Aber naja, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, ne?

  4. 14.

    Es ist mir völlig egal, aus welcher Ecke der Anschlag kommen könnte, Gewalt und Bedrohung dürfen niemals Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele sein und gehören als Anschlag auf unsere Demokratie besonders hart bestraft. Ich sehe es aber als Aufgabe der Presse an, uns mehr Hintergrund als nur die bloße Polizeimeldung zu präsentieren. Ich erfahre ja hier nicht mal, welche politische Haltung der Bürgermeister vertritt. So bin ich eben nicht in der Lage, mir ein eigenes Bild zu machen, unabhängig davon, ob das dann korrekt ist oder nicht. Ich fordere keine Spekulationen aber Informationen über mögliche Hintergründe. Bleibt nur zu hoffen, dass es bald Ermittlungserfolge des Staatsschutzes und danach ein konsequentes Durchgreifen der Justiz gibt.

  5. 13.

    Nach Informationen der 'Märkischen Allgemeinen' nimmt der Drohbrief Bezug auf die bevorstehende Bürgermeisterwahl. Wenn man sich mal einen ganz bestimmten Kandidaten genauer ansieht, dürften kaum Zweifel daran bestehen, aus welcher Ecke der Anschlag kam.

  6. 10.

    Dienstwagen?
    Auf dem eigenen Grundstück?

  7. 9.

    Das ist ein astreiner Anschlag auf unsere Demokratie! ... Denn es soll jeden einigermaßen couragierten Bürger davon abhalten das Amt eines demokratisch gewählten Bürgermeisters anzustreben. Und dann auch Politik zu machen. Außer, er hat gewaltbereite Verbündete, deren Interessen er dann umsetzen soll. Die Nazis und die Mafia lassen grüßen!
    ...
    Das muss bitte mit allen polizeilichen und auch geheimdienstlichen Instrumenten schnell aufgeklärt und dann mit der größtmöglichen Härte die unser Rechtsstaat dafür aufbringen kann bestraft werden. Es muss Jedem endlich wieder klar werden, dass dieser Staat, seine Institutionen (hier Bürgermeister) und seine Ordnung schnell in der Reaktion und wehrhaft ist. Sehr schnell und sehr wehrhaft ... Dieser Vorfall - und es ist schon lange nicht mehr der Erste - schreit geradezu nach einem Exempel dafür.

  8. 8.

    Da stimme ich ihrer Meinung voll zu.
    Ihre Aussage "...wenn irgendwelche Chaoten jeden der eine andere Meinung hat das Auto anzünden..." in Kommentar #1 allgemein alle alle "Chaoten" gerichtet war Grundlage meiner Antwort.

  9. 7.

    "Im Briefkasten Goldes wurde außerdem ein Brief mit einer Morddrohung gefunden." Ich gehe sehr wohl davon aus, dass es ein sehr gezielter Einschüchterungsversuch war. Leider lässt uns der rbb über die Hintergründe der potentiellen Tätergruppe doch arg im Unklaren.

  10. 6.

    Vielen Dank für den Hinweis, wir haben die Überschrift geändert.

  11. 5.

    --> rbb: Die Überschrift ist etwas missverständlich. Ich hatte erst gedacht, dass der Bürgermeister von Neuruppin das Auto angezündet hat.... ;)

  12. 4.

    Da haben Sie mich verkehrt verstanden. Ich habe nicht dem Bürgermeister ein Streit durch andere Meinungen unterstellt. Aber leider werden heute Fahrzeuge, Parteibüros usw. angezündet, beschmiert und Fenster eingeworfen. Und das betrifft Politiker aller Parteien. Und es gibt für mich auch keinen Unterschied zwischen Privat- und/oder kommunales Fahrzeug. Die Täter sind für mich einfach nur hoch kriminell. Mehr wollte ich mit meinem Kommentar 1 nicht ausdrücken.

  13. 3.

    also gibt es so etwas nicht nur in Berlin. Chaoten gibt es überall

  14. 2.

    Streitbar andere Meinungen kann man dem noch derzeitigen Bürgermeister Neuruppins nun überhaupt nicht vorwerfen. Die letzten 8 Jahre hat er sich immer diplomatisch aus allen politischen Unwägbarkeiten rausgehalten. Von da aus kann das kein gezielter politischer Anschlag gewesen sein. Das war just for fun denk ich mal. Was natürlich mindestens genauso strafbar ist. Und noch was: Dieses Fahrzeug ist kommunales Eigentum. Die Täter haben sich also an unserem gemeinschaftlichen Eigentum vergriffen.

  15. 1.

    Wo kommen wir nur hin, wenn irgendwelche Chaoten jeden der eine andere Meinung hat das Auto anzünden oder andere Straftaten verüben? Ich hoffe, dass der oder die Täter gefasst werden. So langsam nimmt es bedrohliche Ausmaße an.

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