Ein Feuerwehrmann steht vor einem brennenden Auto auf einem Polizeigelände in Berlin. (Quelle: TeleNewsNetwork)
Bild: TeleNewsNetwork

Berlin-Biesdorf - Sichergestelltes Auto auf Polizeigelände angezündet

In Berlin-Biesdorf haben in der Nacht zum Dienstag acht Autos auf einem Polizeigelände gebrannt. Laut GdP-Sprecher Jendro war ein sichergestelltes Fahrzeug angezündet worden. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art.

Auf einem Polizeigelände in Berlin-Biesdorf haben in der Nacht zum Dienstag wieder Autos gebrannt. Nach Angaben der Feuerwehr standen acht Fahrzeuge auf dem Gelände in der Cecilienstraße in Flammen.

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bemerkte nach Informationen der Polizei gegen 0.15 Uhr Flammen an mehreren Autos und rief Polizei und Feuerwehr. Letztere löschte den Brand. Verletzt wurde niemand. Nach derzeitigen Erkenntnissen geht die Polizei von Brandstiftung aus.

Laut Benjamin Jendro, dem Sprecher der Gewerkschaft der Polizei Berlin, wurde ein sichergestelltes Auto angezündet, dieses habe zehn weitere beschädigt. Auch die Polizei selbst spricht von ingesamt elf teils stark beschädigten Fahrzeugen.

Jendro nannte die Sicherheitsvorkehrungen der Polizeiliegenschaften in diesem Zusammenhang eine "Katastrophe". Man könne es sich sparen, "Sachen sicherzustellen, wenn man nicht auf diese aufpassen kann".

Auf dem Gelände in Biesdorf verwahrt die Polizei beschlagnahmte Autos, beispielsweise nach einer Unfallflucht. Dort kommt es immer wieder zu Einbrüchen und Brandstiftungen. Im vergangenen Jahr brannten drei Autos während der Weihnachtstage, im Mai 2019 ebenfalls drei. Es wurden auch schon mehrere Fahrzeuge von dem Gelände gestohlen.

Sendung: Inforadio, 27.10.2020, 05.00 Uhr

15 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 15.

    Nachdem in den 1980iger und teilweise 90zigerJahren überall aus den Vollen geschöpft wurde, hat man die Hauptstadt kaputt gespart. Man sollte die Hauptstadt auch als Solche unterstützen, auch wenn es "nur" Berlin ist.

  2. 14.

    Und bei der Bundeswehr das gleich Dilemma. Ansonsten würden nicht immer wieder Waffen, Munition und Sprengstoff verschwinden. Sicherheit sollte nicht "ausgelagert " werden.

  3. 13.

    In Berlin ist alles möglich eine Stadt in der jeder macht was er will eine Regierung ,Justiz und Polizei zum vergessen

  4. 12.

    Zitat: "...Im vergangenen Jahr brannten drei Autos während der Weihnachtstage, im Mai 2019 ebenfalls drei. Es wurden auch schon mehrere Fahrzeuge von dem Gelände gestohlen."

    Es gibt durchaus Gelegenheiten, da erscheinen Herrn Palmers Einlassungen zu Berlin nicht allzuweit hergeholt...

  5. 11.

    Nach den Erfahrungen der letzten Jahre scheint es kaum Orte in Berlin zu geben, an denen Autos weniger sicher sind als in Polizeigewahrsam.

  6. 10.

    Ein Schelm der böses denkt.

  7. 9.

    Wie wärs denn mal mit ein paar Kameras? Die Autos stehen ja auch direkt am Zaun. Ein riesen Gelände aber vorne steht alles. Weiter hinten ist bestimmt kein Platz mehr, da parken bestimmt die Mitarbeiter ;-)

    Da möchte bestimmt jemand ein neuen Wagen "wiederhaben" anstatt der alten verbeulten Kiste...

  8. 8.

    einfach nur peinlich. Und wieder wurden wichtige Spuren vernichtet am Fahrzeugen und das auf eine gesicherten Polizeigelände. Da ist ja unser Werksgelände besser gesichert. Peinlich, Peinlich

  9. 7.

    Typisch für die desolate Ausrüstung der Polizei. Alte Windows 7 Rechner in den Büros und völlig nutzlose Abstellplätze für zum Beispiel Autos aus Straftaten. Die Kriminellen unter uns lachen sich tot über die Polizei der Bundeshauptstadt

  10. 6.

    Tja immer wieder ist die Polizei überfordert aber die SPD hat ja die freiwillige Polizei abgeschafft?
    Man sollte überlegen Sie wieder anzuschaffen, zu Zeiten der freiwilligen Polizei die von verantwortungsvollen Bürgern Ehrenamtlich ausgeführt wurde gab es sowas nicht.

  11. 5.

    Genau! Neubaugebiet aus den 80-er Jahren ( ehemals Albert-Norden-Straße ). Kaum vorzustellen, dass da jemand reinkommt. Von schweren Eisenzäunen umgeben. Interne Untersuchungen wären vielleicht auch mal hilfreich wenn es da immer wieder brennt.

  12. 4.

    Es ist unglaublich aber wahr. Der Senat muß in Sachen Objekt Schutz ganz schnell um steuern statt Wachschutz wieder von der Polizei selbst. Man sieht immer wieder was uns die Personaleinsparung gebracht hat dieses FÄLLT UNS TÄGLICH AUF DIE FÜßE IN VIELEN BEREICHEN.

  13. 3.

    Peinlich, peinlich. Das Thema Sicherheit sollte doch eigentlich die Kernkompetenz der Polizei sein ....

  14. 2.

    Wann fing noch gleich das Dilemma mit der Sicherheit von Polizeiobjekten in Berlin an?
    War es nicht, nachdem vor langer Zeit beschlossen wurde, dass die Objekte der Berliner Polizei zukünftig von privaten Wachdiensten gesichert werden sollen, einschließlich der Zutrittskontrollen für nicht-uniformierte Personen?

  15. 1.

    Da ist doch bestimmt die Cecilienstr. gemeint.

Das könnte Sie auch interessieren