Das ehemalige besetzte Haus in der Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain (Quelle: Imago Images/Dirk Sattler)
Bild: Imago Images/Dirk Sattler

Beleidigungen, Bedrohungen, Flaschenwürfe - Auseinandersetzung um brennende Kerze vor "Liebig 34"

An der Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain gab es am Montagabend offenbar eine Auseinandersetzung zwischen einer Gruppe von Unbekannten und dem Sicherheitsdienst, der das geräumte Haus bewacht.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, habe kurz nach 22 Uhr eine Frau eine Kerze in der Nähe des Hauses aufgestellt. Einer der insgesamt vier Mitarbeiter der Sicherheitsfirma habe diese ausgetreten, so hätten es Zeugen der Polizei berichtet. Demnach sei es daraufhin zu Beleidigungen, Bespuckungen und durch die Sicherheitskräfte zu Bedrohungen mit Werkzeugen wie Brecheisen oder Schaufeln gekommen.

Flaschenwürfe, Anzeigen, Strafverfahren

Die unbekannte Frau sei daraufhin geflüchtet. Wenig später sei laut der Zeugen eine Gruppe von etwa 30 Personen an dem Haus erschienen und habe Flaschen gegen die Sicherheitskräfte geworfen. Mit dem Eintreffen der Polizei seien die Unbekannten in Richtung Rigaer Straße geflüchtet.

Laut Polizei ermittelt nun der Staatsschutz. Wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, Nötigung und Beleidung laufe ein Strafverfahren gegen die vier Beschäftigten der Sicherheitsfirma im Alter zwischen 20 und 55 Jahren. Gegen die geflüchtete Gruppe läge zudem einen Anzeige wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter gefährlicher Körperverletzung vor.

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit musste das besetzte Haus vergangenen Freitag geräumt werden. Dabei kam es zu Demonstrationen, die teilweise auch in Gewalt endeten.

21 Kommentare

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  1. 21.

    Lesen allein reicht nicht, Sie müssen es auch verstehen. Den Text auf der Gedenktafel ist nicht im Zusammenhang mit Ihrem Namen gefallen. Und warum soll man aus dem Haus kein Museum machen? Vielleicht entschließen sich dann ganz viele Menschen auch so leben zu wollen!? Gedenkkerze vs brutale nicht gebriefte provokante Wachschützer. Noch Fragen?

  2. 20.

    Das soll wohl Ironie sein, was Sie sich in Ihrem Kommentar zusammenfabuliert haben? Davon abgesehen, dass Ihnen dies reichlich missglückt ist, finde ich Ihre Unterstellung ich hätte Verständnis für Steinewerferei und Zündelei, was Sie den Ex-Bewohnerinnen des "Frauenhauses" einfach mal pauschal unterstellen, unverschämt und durch nichts in meinen Kommentaren belegbar, Rainer.

  3. 19.

    Tja, offensichtlch gibt es keine Beweise für eine 30 köpfige Gruppe flaschenwerfernder Chaoten! Bloss weil die Behauptung, dem Vermieter, der Polizei und so manchen Politiker gefällt und plausibel erscheint, muss es nicht so gewesen sein! Seht euch das Video an und entscheidet selbst, ob diese Personen als ernstzunehmende Zeugen gelten können!

  4. 18.

    Warum macht der Hausbesitzer eigentlich kein Museum draus. Dann können sich alle Interessierten gegen ein kleines Eintrittsgeld das Haus von innen besichtigen und sich ein Bild von den Räumen machen. Und an der Hausfront wird eine Gedenktafel angebracht: " Hier wurde ein linkes Wohnprojekt gestoppt, die friedlich gesonnenen Bewohner haben Polizisten mit Steinen beworfen, Autos angezündet und den S Bahn Verkehr zum erliegen brachten". Das ist doch bestimmt in Ihrem Sinne?

  5. 17.

    Zitat: "Ich würde mir auch keine brennende Kerze vor meine Haustür stellen lassen, auch nicht EINE!
    Beim nächsten Mal sollten die Wachschützer einfach Feuerwehr und Polizei alarmieren, um der Konfrontation zu entgehen."

    Die Kerze, und wohl auch Blumen, wurden nicht vor irgendeiner Haustür aufgestellt/abgelegt, sondern in unmittelbarer Nähe der 'Liebig 34'. Diese Wachschützer haben den Konflikt provoziert, nicht die "Kerzenfrau".

    Und die Berliner Feuerwehr und Polizei hat sicher wichtigeres zu tun, als wegen einer Kerze alarmiert zu werden.

  6. 16.

    @ mein Kommentar von eben.
    Damit das klar ist: Das Verhalten der Security rechtfertigt die Flaschenwürfe nicht. Egal wer welche Taktik verfolgte, wenn es denn eine gab, beides ist daneben.

  7. 15.

    Wo hat die Security denn ihre Fachausbildung gemacht? Falls sie eine gemacht hat, hat sie wichtige Teile davon verpasst. Dieses Verhalten ist weder rechts noch links, sondern hochgradig unprofessionell. Würde ich nicht engagieren, erst recht nicht, wenn der Auftraggeber entsprechende Instruktionen verlangt hätte.

  8. 14.

    Haben Sie schon das Video der Securities mit Latten und Brecheisen gesehen. Gibt es auf Twitter. Kann ich nur empfehlen. Da können Sie sich mal ansehen, wie friedlich ihr "Frieden" durchgesetzt wird, indem Frauen geschlagen und bespuckt werden.

    Ja, da könnte man jetzt die Polizei rufen und Anzeige erstatten, bloss die steht auf der Seite der Frauenschläger.

  9. 13.

    Das linke Spektrum ist nach Spandau gepilgert? ;)) Ich weiß schon, was Sie meinen. Ich hoffe, dass Sie bei sich auch in der Zukunft mal Ruhe haben werden.

  10. 12.

    Sehr guter und richtiger Kommentar. Ich stimme Ihnen in allen Punkten voll zu. Vor allem der Schlußsatz ist super. Also: warten wir mal.

  11. 11.

    Zwei Erklärer linksradikaler Denkweisen, die zu den Themaen gebetsmühlenhaft, gar missionarisch linke Gewalt verherrlichen und immer wiederkehrende Schreckensszenarien entwerfen, mit dem Verweis auf die schrecklichen Besitzer und Investoren.
    Leider wird dabei vergessen, was von diesem Haus für eine kriminelle Energie ausging. Wenn auch noch zeitnah die Rigaer94 geräumt würde, hätten wir Bewohner im Umfeld endlich Ruhe und Frieden.
    Letztlich sollte das Haus abgerissen werden, damit es nicht zum Pilgerort für das linke Spektrum - wie seinerzeit das Hess-Gefängnis in Spandau.
    So, jetzt warten wir noch auf Martina, dann ist die linkegewaltverherrlichende Clique vollständig.

  12. 9.

    Haben Sie den Artikel eigentlich genau gelesen? Sie finden dort die Antworten auf ihre Fragen. Da steht auch, dass die Sicherheitsleute u.a. bespuckt wurden. ("Zeugen") Selbst wenn das Austreten der Kerze vielleicht als überzogen gewertet werden könnte, rechtfertigt das nicht die im Artikel beschriebene Reaktion ... Vor dem Haus liegt aktuell viel Bauschutt und Sperrmüll. Die Gefahr, dass letzterer angezündet werden könnte, halte ich für sehr groß. Insofern würde mich auch eine Kerze zumindest nervös machen.

  13. 8.

    Mit einem Survivor R als mobile Wache an der Kreuzung stationiert ließen sich solche Vorfälle vielleicht verhindern.

  14. 7.

    Da bleiben mir zu viele Fragen offen, um zu urteilen. Wurde die Frau aufgefordert, das zu unterlassen und hat sie die Kerze trotzdem aufgestellt? War sie ganz alleine da? Warum haben die Wachleute so reagiert? Wurden sie wirklich bespuckt? Lieber rbb, ich würde mir mehr Hintergeundrecherche wünschen. Solche Artikel verursachen m.E. viel "böses Blut" , da zu viel hineininterpretiert wird.

  15. 6.

    Mit "Gefahrenabwehr" ließ sich schon immer jede Schweinerei rechtfertigen.

  16. 5.

    Ich würde mir auch keine brennende Kerze vor meine Haustür stellen lassen, auch nicht EINE!
    Beim nächsten Mal sollten die Wachschützer einfach Feuerwehr und Polizei alarmieren, um der Konfrontation zu entgehen.

  17. 4.

    Zitat: "Brennende Kerzen auf dem Bürgersteig sind eine Gefahr für die Fußgänger. Dass jemand dann die Kerze ausgemacht hat, kann man schon verstehen."

    Es handelte sich um EINE Kerze in einer Oktober Nacht (keine 10°C Aussentemperatur), und nicht um ein Lagerfeuer auf dem Gehsteig. Dieses rabiate Wegtreten der Kerze durch einen "Wachschützer" war einfach nur dämlich und absolut unnötig.

  18. 3.

    Wo hat die Frau die Kerze denn hingestellt? Brennende Kerzen auf dem Bürgersteig sind eine Gefahr für die Fußgänger. Dass jemand dann die Kerze ausgemacht hat, kann man schon verstehen. Der Fußweg ist ein sehr schlechter Ort für offene Flammen. Beleidigung und versuchte Körperverletzung geht natürlich trotzdem nicht - wenn es denn so war. Aber der Ablauf muss ja nun erstmal ermittelt werden. Erzählen kann man viel.

  19. 2.

    Wenn dem so sein sollte wie hier berichtet, muss man sich fragen, inwieweit diese Sicherheitsfirma ihre Angestellten gebrieft hat. Es gehört sicher nicht zu den Aufgaben eines Wachschutzes "Gedenkkerzen", die im öffentlichen Raum aufgestellt wurden, auszutreten und Werkzeuge zu schwingen - und so eine erwartbare Eskalation zu provozieren.

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