26.11.2018, Brandenburg, Potsdam: Die Lichter an einem Weihnachstbaum und Buden leuchten beim Weihnachtsmarkt "Blauer Lichterglanz" (Bild: dpa/Julian Stähle)
Bild: dpa/Julian Stähle

Corona-Zahlen zu hoch - Potsdam sagt Weihnachtsmarkt "Blauer Lichterglanz" ab

Es wird eng für die Weihnachtsmärkte in der Region, angesichts der hohen Corona-Neuinfektionen. Fest steht auch schon: Den "Lichterglanz"-Markt in der Brandenburger Straße und auf dem Luisenplatz in Potsdam wird es in diesem Jahr nicht geben.

Der traditionelle Potsdamer Weihnachtsmarkt "Blauer Lichterglanz" fällt in diesem Jahr aus. Das kündigte Oberbürgermeister Mike Schubert am Dienstag an. Das aktuelle Infektionsgeschehen mache es nicht möglich, einen Weihnachtsmarkt in einer ohnehin belebten Einkaufsstraße zu genehmigen, hieß es zur Begründung.

Der Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße und auf dem Luisenplatz sollte ursprünglich am 23. November eröffnet werden. Ob andere Weihnachtsmärkte in Potsdam stattfinden, will die Stadt mit den Betreibern noch in dieser Woche klären.

Ab Mittwoch gelten schärfere Corona-Regeln in Potsdam

Die Zahl der Neuinfektionen liegt in Potsdam über dem für Brandenburg bestimmten Grenzwert von 35 Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. Damit gelten in der Landeshauptstadt ab Mittwoch verschräfte Corona-Regelungen. Dazu gehören eine Maskenpflicht in Büro- und Verwaltungsgebäuden abseits des eigenen Arbeitsplatzes, ein Ausschankverbot von Alkohol zwischen 23 Uhr und 6 Uhr sowie eine weitere Beschränkung für private Zusammenkünfte.

Weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen drohen ab einer 7-Tagel-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. "Wie sich die Zahlen in Potsdam in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln, hängt von unserem Verhalten ab. Ich kann nur an alle appellieren, sich an die geltenden Regelungen zu halten, damit es keine weiteren Einschränkungen gibt", so der Oberbürgermeister.

28 Kommentare

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  1. 28.

    Wie hier die ganze Zeit diskutiert wird, wie schlimm und gefährlich covid nun ist oder nicht, ist müßig und unangebracht. Mir tun einfach nur die Leute leid, die damit ihre Brötchen verdienen. Den Ausfall als Anlass zu nutzen den Weihnachtsmarkt umzustrukturieren finde ich aber sehr gut.

  2. 26.

    ... das andere, das seitens der Maßnahmen glücklicherweise Verhinderte, wird dann paradoxe Prävention genannt:
    Aus dem Umstand, dass etwas glücklicherweise nicht eingetreten ist, wird quasi rückwärts geschlussfolgert, dass es nicht so gefährlich gewesen sein könnte.

  3. 25.

    Norditalien im nirgendwo oder 3. Welt? schauen sie mal was da im winter 19/20 geschehen ist und warum statt 20 auf einmal 200 in einen Monat starben - das nenne ich Übersterblichkeit.

  4. 24.

    Warum gehen Sie nicht einfach mal auf eine Intensivstation und gucken sich einen Corona Patienten an der beatmet werden muss und um das Überleben kämpft? Oder fragen Sie doch mal das Pflegepersonal auf der ITS. Und wenn Sie das gemacht haben gehen Sie zu den Politikern und hinterfragen die Gesetze und Verordnungen. Und dann geben Sie den nächsten Ratschlag ab.

  5. 23.

    Aha, dann sind die Massengräber u.a. in Brasilien, die Extra-Container für die Aufbewahrung der Toten (weil Bestatter nicht mehr hinterher kommen) in New York und die Leichenabtransporte per Militär-LKW in Italien also reine Einbildung (gewesen)? Im Übrigen zählt nicht nur eine mögliche Todesfolge, sondern es haben auch sehr viele, ormals fitte oder sogar niur leicht erkrankte Patienten noch monatelang mit körperlichen Folgeschäden zu kämpfen, deren Dauer oder gänzliches Verschwinden mangels Erfahrung niemand vorhersagen kann.

  6. 22.

    Nirgendwo sterben die Menschen, wie die Fliegen. Es gibt in insgesamt von Jan-Ende Sept. nirgendwo Übersterblichkeit. Leicht zu prüfen. Ausser in der 3. Welt, weil dort Mio Menschen mehr an Hunger leiden, durch die wirtschaftlichen Auswirkungen.

  7. 21.

    den Betreiber des Marktes könnte es egal sein - er hat die letzten Jahrzehnte seine Taschen mit den Geld der Aussteller und seinen paar Glühweinständen füllen können - aber für die vielen Aussteller, meist Solo-selbständige oder Klein-selbstständige, fällt so eines ihrer wichtigsten bzw existenzsichernde Einnahmemöglichkeiten weg - denn wer kauft schon Advents-Artikel zu Ostern oder im Sommer?

  8. 20.

    Bei Kommentaren wie dem Ihren frage ich mich allmählich wirklich, auf welchem Planeten manche Leute scheinbar leben... Nein, Covid-19 ist nicht die Grippe, keine normale Erkältung und nein, nicht alle Länder verfügen über PCR-Testung, und trotzdem erkranken und sterben die Menschen dort wie die Fliegen. Nur weil wir hier dank früher Maßnahmen und einer vernünftgen Mehrheit der Bevölkerung bisher Glück hatten, heißt das noch lange nicht, dass keine Gefahr besteht und uns das, was in anderen Ländern passiert, nicht auch noch treffen wird. Aber manche wollen es einfach nicht verstehen... es ist ja auch einfacher, sich mit bequemeren Annahmen zu beruhigen, als die Gefahr zu realisieren.

  9. 19.

    Vielleicht einfach mal mit Hinterbliebenen von jemandem reden, welcher an covid verstorben ist. Dann überlegt man sich solche dummen Kommentare.

  10. 18.

    Es ist dieses Jahr schon so viel ausgefallen/verschoben worden. Feiern wir doch Weihnachten nach wenn der Impfstoff da ist. Vielleicht Mitte März. Dann gibt es vielleicht sogar Schnee, denn im Dezember werden wir wahrscheinlich wieder 10-15 Grad haben.

  11. 17.

    Gute Entscheidung! Nicht nur wg. Corona.

    Die Veranstalter sollten die zusätzliche Zeit nutzen, das Konzept überhaupt zu überdenken.
    Der Potsdamer Weihnachtsmarkt ist einer der Unattraktivsten, die ich kenne.
    Wir haben so schöne Plätze. Warum immer wieder eine langweilige Fressmeile?
    Aber erstmal gilt: gesund bleiben!

  12. 16.

    2. Welle???? Tatsächlich ist es eine Welle von PCR-Tests.
    Und daneben ja, das ist schon klar, der saisonale Anstieg der Atemwegserkrankungen. Wie jedes Jahr, meist einfach und sich ganz richtig "Grippesaison" genannt.
    Höhepunkt dafür ist übrigens im Februar zu erwarten.

  13. 15.

    Ach testet doch einfach mehr in Potsdam, dann haben wir auch schnell die 50/100.000 EW erreicht. Ist ja nicht so, dass 50/100.000 Getestete zur Erreichung der Grenze führen würden. Zumal Pos. nicht infektiös heißt. Wer das Spiel nicht durchschaut tut mir Leid. Die Geschichte hat mehrmals bewiesen, dass man der Regierung nicht blind bzw. unhinterfragt vertrauen sollte.

  14. 14.

    In was für einer Filterblase leben Sie eigentlich? Überall auf der Welt ist eine massive 2. Welle in Gang, auch bei uns ist nun eindeutig das exponentielle Wachstum gestartet - falls Sie nicht wissen, was exponentiell bedeutet, informieren Sie sich bitte hierzu. Wie schon weiter unten jemand schrieb, wenn wir jetzt nicht vermeidbare Kontakt-Situationen extrem zurückfahren, werden wir ganz andere Sorgen bekommen als ausgefallene Shopping- und Freizeitvergnügen!

  15. 13.

    Wa? 100% Abhängigkeit vom Weihnachtsmarkt?? Frage mich, wieso man sowas macht. Aber weißt ja jetzt Bescheid. Dann einfach mal flexibel bleiben und Alternativen organisieren?

  16. 12.

    Es war und ist schlichtweg "business as usual". The "same procedure as every year", das übliche Geschäft, ein üblicher Jahrmarkt nur zu kalter Jahreszeit, bei dem dann in der Tat der Glühwein zuweilen das Bier oder den Wein ersetzt. Allerdings habe ich zu keiner Zeit Menschen gesehen, die sich ganz bewusst betrunken haben oder getorkelt sind, was vermutlich daran lag, dass die Gefahr besteht, sich alle 5 Meter anzurempeln.

    Wer in der Vorweihnachtszeit in Potsdam ist und Ausgesuchtes haben will, war bislang sowieso gut beraten, nach Babelsberg auf den Weberplatz, zum polnischen Weihnachtsmarkt angrenzend an den Neuen Markt oder zum Krongut nach Bornstedt zu fahren.

  17. 11.

    Komplett richtig, auch ohne Corona. Nur Fressbuden, dutzende Male die gleiche, minderwertige Qualität, Gerammel, nix wirklich Weihnachtliches. Kommerz, der dem Feierabendsaufen und Fressen dient. Allein schon der Name! Ne lass Mal, kann weg.

    Bis dahin ist eh überall lockdown. Übt schon mal singen und Blockflöte spielen...

  18. 10.

    Genau, am besten alles herunterfahren, auch wenn die Zahlen extrem gering sind und wir uns immer noch im 0,00% Bereich bewegen.
    Aber egal, wie durch ein Wunder werden wir spätestens in 50 Jahren wieder ähnliche Lebensverhältnisse haben.
    Bis dahin sollte man sich von allen liebgewordenen Sachen verabschieden, auch die Gesundheitsversorgung allgemein wird nicht mehr ansatzweise so sein wie vorher, aber egal wir haben alles gegen die Virus getan.

  19. 9.

    Genau die richtige Entscheidung.
    Daran sollte sich der Berliner Senat mal ein Beispiel nehmen, aber konsequentes Handeln ist da leider nicht möglich!

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