Polizeibeamte sichern am 05.10.2020 in Berlin auf einem Bahngelände unweit des Ringcenters Spuren. Nach einem Kabelbrand bei der S-Bahn am Bahnhof Frankfurter Allee in Friedrichshain kam es zu erheblichen Problemen bei der S-Bahn. (Bild: dpa/Paul Zinken)
Video: rbb|24 | 05.10.2020 | Material: TV News Kontor, Abendschau | Bild: dpa/Paul Zinken

Bezug zu Liebigstraße 34 - Linksextremisten bekennen sich zu Kabelbrand auf S-Bahn-Ring

Ein Kabelbrand hat am Montag den S-Bahn-Verkehr im Norden Berlins massiv beeinträchtigt. Die Ringbahn wurde unterbrochen. Der Staatsschutz ermittelt. Linksextremisten haben sich zum Anschlag bekannt - sie geben die geplante Räumung der Liebigstraße 34 als Motiv an.

Nachdem am Montagvormittag ein Kabelbrand massive Störungen im Berliner S-Bahn-Verkehr ausgelöst hat, haben sich Linksextremisten zu dem Anschlag am Ostring bekannt. Auf der linksextremistischen Internetplattform "indymedia.org" teilen die mutmaßlichen Täter mit, dass sie auf Grund der bevorstehenden Räumung der Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain "die Stadt runterfahren". So heißt es in dem Bekennerschreiben, dass sie mit dem Anschlag auf das S-Bahn-Netz das "kapitalistische Patriarchat" in den "Lockdown" bringen wollten. Zuerst hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Wegen des mutmaßlichen Brandanschlags war es am frühen Montagmorgen zu massiven Störungen bei der Berliner S-Bahn gekommen. Auf den Ringbahnlinien S41 und S42 sowie auf den Linien S8, S85 und S9 muss seitdem mit Verzögerungen und Ausfällen gerechnet werden. Die Ringbahn ist weiterhin im Abschnitt zwischen der Frankfurter Allee bis Neukölln gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde ab Treptower Park bis Schönhauser Allee eingerichtet. Wie die S-Bahn twitterte, sollen die Behinderungen voraussichtlich bis morgen 14 Uhr andauern. Der Ersatzverkehr wird solange fortgeführt.

Linksextremisten kündigten "dezentrale Aktionen" für "Liebig 34" an

Grund für die Störungen war der Brand eines Kabelzentralkastens am S-Bahnhof Frankfurter Allee, wie die Polizei auf Anfrage von rbb|24 mitteilte. Bereits am Vormittag twitterte die Polizei: "Nach derzeitigen Erkenntnissen gehen wir von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus." Der Staatsschutz beim Landeskriminalamt ermittele.

Die "Feministisch-Revolutionär-Anarchistische-Zelle" drohte am Montagnachmittag auf "indymedia.org", dass "jede Räumung, jede Zwangsräumung" teuer für die Stadt Berlin werde. Die linksradikale Szene kündigt seit langem heftigen Widerstand gegen die Räumung des "anarcha-queer-feministischen Hausprojekts Liebig 34" an. Bereits vor zwei Wochen hieß es: "Jetzt gilt es das Haus mit allen Mitteln zu verteidigen". Dafür seien "dezentrale Aktionen" gegen die "Infrastruktur" von Polizei und Staat besser als Sitzblockaden.

Polizeieinsatz nach einem Kabelbrand auf der Ringbahnstrecke Berlin. (Quelle: TVNewsKontor)
Bild: TVNewsKontor

S-Bahn richtet Ersatzverkehr mit Bussen ein

Die Ringbahnlinien S41 und S42 fahren wegen der Störung im 10-Minuten-Takt zwischen Schönhauser Allee und Neukölln, allerdings über Gesundbrunnen und Südkreuz. Die fünf Stationen zwischen Schönhauser Allee bis Frankfurter Allee werden teilweise nicht bedient. Ab Greifswalder Straße starten allerdings sporadisch Züge.

Die Linie S9 fährt zwischen Flughafen Schönefeld und Schöneweide sowie zwischen Ostbahnhof und Spandau. Die S8 verkehrt zusätzlich zwischen Schöneweide und Zeuthen. Die S85 "bleibt abgestellt", teilte die S-Bahn Berlin auf Twitter mit.

Polizeieinsatz nach einem Kabelbrand auf der Ringbahnstrecke Berlin. (Quelle: TVNewsKontor)

Erinnerung an Anschlag von September 2019

Es wäre nicht der erste vorsätzlich herbeigeführte Kabelbrand, der in Berlin zu massiven Störungen bei der S-Bahn führt. Ende September 2019 legten Unbekannte ebenfalls an einem Montagmorgen Feuer in Kabelschächten zwischen den Bahnhöfen Karlshorst und Wuhlheide. Dabei entstand beträchtlicher Schaden, über Stunden fielen S-Bahn-Linien aus, erst am Nachmittag hatte sich der Verkehrsplan wieder normalisiert. Zu diesem Anschlag hatte sich eine linksextreme Gruppe bekannt.

Sendung: Inforadio, 05.10.2020, 06:40 Uhr

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58 Kommentare

  1. 58.

    Ich glaube, "Alina" wollte uns nur mitteilen, dass "linke Wohnprojekte" nicht unbedingt zur Wertsteigerung einer Immobilie beitragen.

  2. 57.

    Alina, Sie meinen, dass es normal ist, nach dem Ende des Mietvertrages weiter in dem Haus zu bleiben? Denn genau das ist es nicht! Wenn der Vertrag ausläuft, hat sich der (ehemalige) Mieter auch aus dem Gebäude zu entfernen und es in dem vereinbarten Zustand zu hinterlassen. Eine Besetzung ist ja wohl ein schlechter Scherz. Aber dann auch wieder typisch linksextrem: "Ich möchte etwas haben und wenn du mir das nicht zu meinen Konditionen geben willst, dann nehme ich mir das einfach!" Letztlich ist das, was diese Linksextremisten da machen, eine Mischung aus gesellschaftlicher Erpressung, Landesfriedensbruch und Diebstahl. Die Knilche sollten mit aller Härte des Rechtsstaates verfolgt und - wenn möglich - eingebuchtet und (re)sozialisiert werden.

  3. 56.

    Dankeschön für diese Infos. Aber was wollen Sie damit sagen? Das der Investor das Haus nicht kaufen durfte? Das mit dem Kauf das Wohnprojekt inklusive war und bleiben sollte? Oder gar der Preis zu billig war? Im Ganzen verstehe ich nicht, was Ihre Intention hier ist. Immobilien werden gekauft und wieder verkauft....das ist nunmal so. Und die Gerichte haben letztinstanzlich entschieden. Also ist der Verkauf und die Räumung rechtens und legal. Alles Weitere ist nur billige Polemik und substanzloses Verdrehen der bestehenden Fakten. Und in wessen Kind die Bewohner sind weiß man ja....gesehen und erlebt erst gestern wieder. Bei allem Respekt, aber diese linksautonome, oder besser gesagt linksterroristische Klientel braucht niemand in dieser Stadt. Mit Gewalt, anderen seine Meinung und Standpunkt aufzwingen zu wollen ist grundlegend falsch. Aber das übersteigt offensichtlich den Horizont dieser in engen und völlig falschen Bahnen denkenden Menschen.

  4. 55.

    Der Hausbesitzer hat das Haus im Wissen gekauft, dass dort seit 25 Jahren ein linkes Wohnprojekt ist! Dieses Wohnprojekt dann raushaben zu wollen, um das Haus wahrscheinlich luxus zu sanieren und teuer zu verkaufen ist jawohl ein Scherz! Er hat es übrigens für den lächerlichen Preis von 600.000 Euro gekauft.

  5. 53.

    Man kann wohl getrost davon ausgehen dass dies erst der Anfang war, wir bekannt ist soll am Freitag die Liebig 34 geräumt werden. Man kann nur allen Anwohnern, die in der Nähe wohnen raten sich fürs Wochenende bei Freunden ein zu Quartieren und ihr hab und Gut in Sicherheit zu bringen. Diese links radikalen schrecken vor nichts zurück und unsere Polizei wird sich wieder verantworten müssen weil sie doch ach so hart gegen diese radikalen vorgegangen ist

  6. 51.

    Wann wird endlich aktiv etwas gegen diese Linksterroristen im großen Stil unternommen? Die Schließung der Liebig 34 kann ja nur der Anfang sein. Die Rigaer Str. sollte so schnell wie möglich folgen und die Individuen mit allen Mitteln des Rechtsstaates verfolgt werden. Unsere Polizei sollte dabei auch dringend Rückhalt in dem Senat und den Bezirken haben.

    Die Stadt verkommt immer mehr zum Spielball von allen möglichen durchgeknallten Gestalten, ganz egal ob Rechtsextreme und -radikale, Linksextreme und -radikale oder Islamisten und Banden. Was Berlin braucht, ist Law and Order - und nicht Rücksicht und Nachsicht gegenüber jedem, der meint, "Remmidemmi" machen zu müssen.

  7. 50.

    Also schön weiter mit Auto fahren , so können einem diese Grünen Verbrecher fast nichts anhaben.

  8. 49.

    Es kann doch nicht so schwer sein, die 34 endlich mit gleichen Mitteln zu behandeln, dann ist endgültig Ende im Gelände. Wenn ich mir vorstelle, es sei mein Haus und der Senat setzt mein Recht nicht durch.... Alptraum.

  9. 48.

    Das kommt alles von einer jahrelangen zu großen Toleranz der Berliner Regierung,und das in mehreren Beziehungen.
    Die arbeiten doch schon lange nicht mehr miteinander.

  10. 47.

    Wo ist Martina?? Ihr Kommentar fehlt uns!

  11. 46.

    Die Mieten müssen endlich steigen, damit sich so ein, aus dem ganzen Bundesgebiet zugezogenes Klientel, nicht weiter nach und in Berlin einnistet und allen auf der Nase herumtanzt. Es ist ja nicht das erste mal, dass linke die Bahn lahmlegen. Ein erster Schritt wäre, rot-rot-grün ab zuwählen, die dieses Klientel anziehen und tätscheln.

  12. 45.

    Was für Spinner.
    Keine Solidarität mit diesen schein-sozialen "Linken".

  13. 44.

    Ich weiß gar nicht was Sie haben denn so ganz verkehrt liegt doch " Steffen " mit seiner Meinung gar nicht wenn auch hier und dort etwas überspitzt ausgedrückt. Oder fanden Sie und finden Sie das was diese sogenannten " Linksautonomen " oder Schwerstkriminelle wie ich diese Leute bezeichne immer wieder " produzieren " etwa in Ordnung !!?? Meine kleine Patentochter ist heute z.b. nicht pünktlich zur Schule gekommen wegen dieser Asozialen Leute .

  14. 43.

    Sie mögen es wohl nicht so, wenn ich Extremisten als das benenne, was sie sind, oder? Tut mir leid für Sie, wenn ich Ihre Freunde genau so verachte wie das braune Pack, die sind nämlich nicht besser.

  15. 42.

    Ausgerechnet den ÖPNV runterfahren....geht's noch? Und jetzt sollen die Berufstätigen sich in SEV-Busse quetschen, ausgerechnet zu Corona-Zeiten? Wie kommen die Krankenschwestern, Lehrer etc. denn jetzt zur Arbeit? Sollen die alle ne Stunde Fahrrad fahren?

    Dass Linke angeblich klug sind sehe ich seit 20 Jahren nicht mehr. Das ist nur noch ein ungebildeter Haufen von IQ80-Randalierern die sich leistungslos durch Schule, Studium und Leben mogeln. Schlimm genug, aber jetzt auch noch die zu sabotieren, die das Leben in Berlin überhaupt erst ermöglichen geht zu weit.

  16. 41.

    Sie kennen sich gut aus mit solchen Gruppen, selbst schon eine rechtsextreme gegründet? Ihre Sprüchen hier nach schon 2.

  17. 40.

    Ach je, wie viele Behauptungen ohne Hand und Fuß. Wäre dem so, wie sie es hier beschreiben, wieso in drei Teufels Namen erstatten Sie denn keine Anzeige? Hm?
    Aber, ich glaube für Ihr Seelenfrieden ist es besser, Sie glauben den Unsinn, den Sie hier schreiben.

  18. 39.

    Sofort räumen und die rigaer94 gleich mit,schluss mit diesem unsinn

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