Robert-Koch-Institut
Bild: GES-Sportfoto

Nach Brandanschlag - Robert-Koch-Institut wird Ziel von Cyberattacke

Nach dem Brandanschlag am vergangenen Sonntag ist das Robert-Koch-Institut am Mittwoch Opfer eines Cyberangriffs geworden. Der legte die Website am Mittwochmorgen lahm. Es ist schon die zweite Cyberattacke innerhalb weniger Tage.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist am Mittwoch offensichtlich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage Opfer einer Cyberattacke gewesen. Es habe am Mittwochmorgen einen sogenannten Überlastungsangriff gegeben, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Nachrichtenagentur afp. Der Angriff habe zu einer vollständigen Auslastung der RKI-Server geführt, wodurch die Webseite des Instituts zeitweise nicht verfügbar gewesen sei.

Der Sprecher bezog sich auf eine diesbezügliche Meldung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Behörde habe dem RKI deswegen Unterstützung angeboten. Der Angriff habe aber auch ohne solche Unterstützung vom Betreiber der Webseite abgewehrt werden können.

Bekanntgabe der Neuinfektionen verzögerte sich

Die Bekanntgabe der aktuellen Daten zu Corona-Neuinfektionen durch das RKI im Internet hatte sich am Morgen erheblich verzögert.

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, die Übermittlungsprobleme bei Corona-Daten an das RKI vom vergangenen Donnerstag seien auf eine weitere Cyberattacke zurückzuführen gewesen. Hier wurde offenbar die Seite so lange mit Hilfe von Bot-Netzen mit Anfragen bombardiert, bis sie zusammenbrach. Auf das RKI-Gebäude in Berlin hatte es zudem in der Nacht zum Sonntag einen Brandanschlag gegeben.

Sendung: Abendschau, 28.10.2020, 19:30 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Wir werden diesen Herren noch sehr dankbar sein. Ich finde das ganze Vorgehen immer noch zu zaghaft.
    Im übrigen fehlt ihnen offensichtlich die Erfahrung mit Diktaturen. Anders kann ich mir diese unsinnige Aussage nicht vorstellen.

  2. 3.

    Nach den ansteigenden Infektionen ist dieser Kommentar aber so etwas von daneben! Und seien sie sich dessen bewusst: bei der nächsten Wahl werden weder Diktaturen noch aluhüte gewählt.

  3. 2.

    Nach alter Tradition:
    Der Überbringer schlechter Nachrichten....
    aber kleiner Hinweis: Das ändert nichts am Virus, der ist trotzdem da, also völlig unsinnig, solche Anschläge.

  4. 1.

    Den Überbringer schlechter Nachrichten zu "bashen" bringt auch nichts! Ich kann den Zorn der Leute verstehen, ich habe heute den geistigen Erguss, von Herrn Lauterbach, auch mit Zorn zur Kenntnis genommen! Aber die Zeit kommt bei der nächsten Wahl! Dort erinnern sich die Menschen hoffentlich an Söder, Lauterbach, Laschet und all die anderen möchtegern Diktatoren!

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