In Stockholm fährt eine Seniorin auf einem Fahrrad an der Tramstation vorbei. (Quelle: dpa/Alexander Farnsworth)
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Kampf gegen das Virus in Schweden - Die schwedische Corona-Strategie lässt sich Monate durchhalten

Der schwedische Kampf gegen das Coronavirus ist ein Marathon. Davon hat sich der Staat von seiner obersten Gesundheitsbehörde zu Anfang überzeugen lassen und ist der Strategie der moderaten Einschränkungen treu geblieben. Geändert hat sich fast nichts. Von Anke Fink

Seit Beginn der Pandemie hat sich in Schweden nicht viel verändert. Was im März und April galt, gilt jetzt immer noch. Der Staat bittet die Bevölkerung Abstand zu halten, sich regelmäßig die Hände zu waschen, auf unnötige Reise zu verzichten und zu Hause zu arbeiten. Die schwedische Idee war, auf Maßnahmen zu setzen, die sich über Monate, wenn nicht Jahre, durchhalten lassen sollen. In Restaurants darf weiterhin nicht am Tresen bestellt werden und Zusammenkünfte von mehr als 50 Leuten sind nach wie vor nicht gestattet.

Es gibt aber auch keine Maskenpflicht und die Schulen bleiben offen. Einzig in Pflegeheimen wurde das Besuchsverbot seit dem 1. Oktober wieder gelockert. Allerdings gab es in der vergangenen Woche in einigen Einrichtungen neue Infektionsfälle, so dass die Lockerungen zum Teil schon wieder kassiert worden sind. Der schwedische Sonderweg in der Corona-Krise ist kurz gesagt der: Risikogruppen schützen, medizinische Versorgungseinrichtungen nicht überstrapazieren, damit ausreichend Intensivbetten frei bleiben und Virusinfektionen durch Verhaltensänderungen vermeiden.

Menschen sitzen am 06.04.2020 in einem Park in der Sonne. (Quelle: dpa/Maxim Thore)Schweden geht bisher mit freizügigeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vor.
Bild: dpa/Maxim Thore

Mach' es für die Oma!

Die schwedische Regierung hat dabei immer an ihre Bevölkerung appelliert und nie auf Verbote gesetzt. Diese Appelle sind nun nochmal variiert und emotionalisiert worden. So heißt es auf den Bildschirmen in den Bussen: "Arbeite zu Hause, wenn Du kannst!, Benutze keine öffentlichen Verkehrsmittel, wenn Du nicht musst!, Fahr mit dem Fahrrad zu Arbeit!, Mach es für Deine Oma!"
Jetzt, wo der Herbst Einzug hält, werden die Busse und Bahnen aber auch wieder voller. Und Schweden hat genau wie andere Länder wieder mit höheren Infektionszahlen zu kämpfen, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Nach offiziellen Angaben liegt das an Studentenpartys, Familienfesten, Sportvereinen und der Rückkehr von Menschen in die Büros.

Lokale Lockdowns nicht ausgeschlossen

In der vergangenen Woche hat Schweden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 4.509 neue Infektionsfälle und 16 Todesopfer registriert [jhu.edu | Stand vom 14.10.2020]. Sollte der steigende Trend anhalten, sind laut dem Staatsepidemiologen Anders Tegnell auch in Schweden die Maskenpflicht und Lockdowns mit Schulschließungen denkbar, allerdings nur lokal begrenzt, etwa in einzelnen Stadteilen und nicht länger als zwei oder drei Wochen.

Schulbesuch hat oberste Priorität

Der Grund dafür ist der ganzheitliche Ansatz der schwedischen Gesundheitspolitik. Der Schutz vor Krankheiten wird immer auch im Zusammenspiel mit anderen Risiken für die Gesundheit bedacht. So könne ein Lockdown hohen psychologischen Schaden anrichten und zu Alkoholmissbrauch führen. Auch hätten die Kinder ein Recht auf Bildung. Für manche von ihnen sei der Schulbesuch damit verbunden, wenigstens einmal am Tag ein warmes Essen zu bekommen.

All das sind Erwägungen, die auch zu einer gänzlich anderen Quarantäne-Regelung für Kinder führen. Wenn jemand positiv getestet wird, wird sein gesamter Haushalt unter Quarantäne gestellt, aber Schulkinder sind davon ausgenommen. Denn die Regierung geht davon aus, dass die Gewinne aus der Abschottung niedriger sind als der Schaden für die Bildung der Kinder, wenn sie nicht zur Schule dürfen. Außerdem dauert die Isolation nur fünf bis sieben Tage, verglichen mit zwei Wochen etwa in Deutschland. Die Handlungsmaxime hierbei lautet: Das Risiko, die Krankheit in der zweiten Woche zu verbreiten, ist gering. Der Schaden aber für die psychische Gesundheit durch eine längere Isolation ist ungleich höher.

Viele Tote, die nicht hätten sein müssen

Die Gesundheitsbehörde mit dem Epidemiologen Tegnell hat niemals das Ziel ausgegeben, eine Herdenimmunität erreichen zu wollen, hat aber auch gesagt, man müsse einen Weg finden, mit dem Virus zu leben. Viele, viel zu viele, lautet die Kritik aus dem Aus- aber auch Inland, konnten nicht damit leben. Rund 6.000 Menschen sind durch das Coronavirus gestorben. Das ist im Vergleich mit anderen Ländern immer noch eine beängstigend hohe Zahl, gemessen an der Einwohnerzahl von 10,2 Millionen.

Mehr als 5.200 der Verstorbenen waren über 70 Jahre alt. Covid-19 hat den Schweden die Augen für ihre teils katastrophale Situation in der Altenpflege geöffnet, in der prekär Beschäftigte, die nicht auf ihre Arbeit verzichten konnten, das Virus einschleppten. Daraufhin hat die Politik gehandelt und den Pflegekräften vielfach ordentliche Arbeitsverträge gegeben. Der Preis dafür war allerdings sehr hoch. Berichten zufolge hat besonders die Vorgabe, genügend Intensivbetten freizuhalten, Heime und Kliniken dazu veranlasst haben, Menschen sterben zu lassen, anstatt ihnen zu helfen [spiegel.de].

Corona ist nur eines unter vielen Themen in den News

Während das Coronavirus inzwischen wieder den gesamten europäischen Kontinent in die Zange nimmt, bleibt es in Schweden aktuell vergleichsweise ruhig. Seit August sind die Todeszahlen pro Tag einstellig, an manchen Tages vermeldete das Land sogar keinen einzigen Toten. Die nationalen Nachrichten beginnen nicht mit Meldungen über Infektionen, sondern beschäftigen sich eher mit einem Streit um die Lockerung des Kündigungsschutzes, der die Regierung zu Fall bringen könnte. Das Vertrauen der Bevölkerung in die nationale Gesundheitsversorgung ist laut einer aktuellen Umfrage der Universität Göteborg [gu.se] von 68 auf 88 Prozent gestiegen. Das Parlament konnte als Institution den höchsten Vertrauensanstieg verzeichnen und liegt nun bei 59 Prozent Zustimmung.

Kauf von Alkohol ist reglementiert

Auf Sperrstunden oder Alkoholverkaufsverbote verzichtet Schweden. Denn Kneipen haben etwa in der Hauptstadt Stockholm eh nicht länger als bis 23 Uhr auf. Alkohol gibt es nur in den staatlichen Alkoholläden "Systembolage" zu kaufen, die unter der Woche um 19 Uhr schließen und am Samstag bereits um 15 Uhr. Beschwipstes Beisammensein mit der Gefahr, sich anzustecken, muss im privaten Bereich also genau geplant und gewollt sein. Spontan noch ein paar Biere am Späti holen wie in Berlin - das gab es in Schweden noch nie. Das ist in diesen Zeiten aber vielleicht auch gesünder - in jeglicher Hinsicht.

Beitrag von Anke Fink

114 Kommentare

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  1. 114.

    Das mit dem "Gesünder Leben" würde ich hingegen im Vergleich zu den Skandinavischen Länder ganz und gar nicht unterstützen. Aber sei es, wer so denkt darf das natürlich.
    Sonst kann ich diesem Beitrag nicht hinzu fügen.

  2. 113.

    Die Zustimmungsrate der schwedischen Bevölkerung ist in den letzten Monaten von 68 % auf 88 % gestiegen! Daraus kann man ableiten, dass die Bevölkerung mit dem „liberalen Vorgehen“ Schwedens in sehr hohem Masse einig ist.
    Im Gegensatz zu Deutschland, der Schweiz und anderswo, dort liegt das Verhältnis genau umgekehrt! D.h. Diese Bevölkerungen „bevorzugen“ den hart restriktiven Weg, sogar die Ausserkraftsetzung der Gesetze!
    Mir die altbekannte justitianische Regel „Non ex regula jus sumatur, sed ex jure, quod est regula fiat“ in den Sinn. Es ist bemerkenswert, dass die Mentalität in Schweden in reziprokem Verhältnis zu den anderen Länder steht, wenn es um Freiheit, Liberalismus, Verantwortung und damit Zufriedenheit geht.
    Schweden hat auch eine der höchsten Staatsquoten in der Welt, d.h. Der „Wohlstandstaat“ ist in diesem Land eine Selbstverständlichkeit. Und, Schweden zählt dicht hinter Dänemark zu „den glücklichsten Ländern der Welt. 31 % des BIP gehen in die soziale Wohlfahrt.

  3. 112.

    Schweden setzt auf die Eigenverantwortung der Bürger und erinnert laufend an diese "Pflicht". Für mich der richtige Weg, anstatt Verbot über Verbot, Einschränkung und noch mehr Einschränkung. Das ist ein hilfloser Rundumschlag unserer hilflosen Politiker. Angst verhindert rationales Denken.

  4. 111.

    Der schwedische Lern-Erfolg ist sehr hoch - und messbar:
    Im Vergleich zum HöchstStand im Juni sind die "Intensiv-Fälle" bei ca 10%
    und die Todesfälle unter 5%.
    Siehe "Corona-in-Zahlen"
    ----------------------------------------------------------
    Der beste Beweis, dass "die Schweden" es gut machen, sind die Deutschen Medien:
    Beim Start tat sich Schweden sehr schwer - und es war viel negatives zu Lesen.
    Wer jetzt nach +Schweden +Corona sucht, findet alles Möglichen -massenweise-,
    aber zu Schwedens Corona-Entwicklung, als gute Erfolge "vermeldet" werden könnten, DAZU fast nichts !
    Alles Gute - und freundliche Grüsse !

  5. 110.

    Sicherlich haben die Schweden anfangs katastrophale Fehler gemacht beim Schutz der Seniorenheime.
    Daher auch die vielen Toten am Anfang der Pandemie. Beim Vergleich mit Norwegen (reichstes Land Europas)
    sollte man aber berücksichtigen, daß dort ca. 8 -12 Senioren in einem Heim leben, in Schweden dagegen bis zu 400.
    Äh, kleiner Unterschied !!!

  6. 109.

    "Maßnahmen über Monate und Jahre", das sollte jedem doch klar sein. Bei den aktuellen Infektionszahlen dauert es schon 6 Monate bis ganz München infiziert ist. Für die 83 Mio Deutschen brauchts bei 6000 täglich fasst 40 Jahre! Also locker bleiben und dran denken, dass das Impfen bei der Grippe auch nicht so erfolgreich ist wie gewünscht! Man denke nur an die "Welle" vor 2 Jahren, mit besonders "insuffizienten" Impfstoffen. Und auch an der Grippe sind seit jeher auch Junge gestorben, auch ganz "Gesunde", die die Grippe "verschleppt" haben. Doch es gab nie "eine Maskenpflicht oder einen Lockdown". Die Menschheit lebt seit Anbeginn mit Infektionen und dies hat das Bevölkerungswachstum nie ernsthaft verlangsamt.

  7. 108.

    Da liegt doch der Schlüssel: Schweden erreicht ohne krasse Einschränkungen die selben Sterberaten wie Spanien, Frankreich und Italien, welche Maskenpflicht und Lockdowns frönen.

    Damit hat sich der Sinn dieser Eingriffe in die Grundrechte der Menschen komplett erledigt !

    Deutschland steht etwas besser da als viele EU-Nachbarn, schlicht weil der Bürger im Schnitt ein wenig gesünder lebt, vor allem aber, weil die Grippe 2017/2018 welche die tödlichste sei 30 Jahren war, die meisten Kranken und Schwachen dahin gerafft hat. Somit waren jetzt weniger Opfer für das Virus verfügbar. Die med. kennt das als 'Dry-Tinder-Prinzip'

  8. 107.

    "der entscheidende Unterschied zu D ist doch wohl, dass die Menschen in S selbstständig und eigenverantwortich handeln können. Daher reichen dort Empfehlungen und Appelle. Dieselben übrigens, die in D gelten."

    Ah, ja. Darum gibt es auch in Schweden aktuell 12 mal zu viel Erkrankte wie in Deutschland pro 100.000 Einwohner trotz deutlich niedrigerer Einwohnerdichte? Weil dort Appelle reichen?

    In Schweden genügen die Appelle nicht, darum gibt es auch so viele Tote. In keinem Land der Welt reichen Appelle.

  9. 105.

    Man sollte nun nicht pauschal sagen "oh toll nur Schweden hat alles richtig gemacht"
    Auch die Aussagen ... die Schweden denken halt selber nach und die Deutschen sind eben Egoisten... dürfte so auch nicht stimmen, denn dann wären Franzosen, Engländer, Spanier, Italiener usw. alles nur Egoisten.
    Bedeutend interessanter dürfte die Frage sein, was hat man mit den Maßnahmen erreicht ? Wenn man jetzt wieder die Aussagen hört... es ist jetzt von entscheidender Bedeutung.... wir müssen einen 2. Lockdown verhindern .... das hört sich das nicht so an als hätte man mit den Maßnahmen wirklich etwas erreicht, etwas langfristig verbessert.

  10. 104.

    der entscheidende Unterschied zu D ist doch wohl, dass die Menschen in S selbstständig und eigenverantwortich handeln können. Daher reichen dort Empfehlungen und Appelle. Dieselben übrigens, die in D gelten. Nur, dass in D eben die Menschen nicht in der Lage sind, freiwillig Beschränkungen hinzunehmen, in D muss es per Verbot geregelt werden. Sons hält sich keiner daran. In D suchen die Menschen Schlupflöcher in den Regeln.

  11. 103.

    Je mehr ich über Schweden erfahre, umso sympathischer wird mir dieses Land ! Ich habe in den letzten Jahren rund ein Dutzend Bewohner Schwedens persönlich kennengelernt. Zu Zeiten "europäischer Herdentriebmassnahmen" was Corona angeht, bleibt Schweden autonom, lässt sich nicht allzu stark mitreissen, nur ein wenig, hält Augen und Verstand offen. Ein bekannter Schweizer Journalist bezeichnete Corona als selbstfabrizierten "Spuk". Das hat etwas. Bei einem Spuk neigt man zu überzogener Angst ansteller cooler Vernunft. Ich denke, in Schweden spukt es etwas weniger als bei uns.

  12. 102.

    Für mich wichtigste Satz im Artikel: "...Idee war, auf Maßnahmen zu setzen, die sich über Monate, wenn nicht Jahre, durchhalten lassen sollen"
    Viele in D scheinen zu meinen, COVID-19 wäre in ein paar Monaten vorbei, wir müssten nur jetzt mal die Zähne zusammen beißen. Das wäre vllt. so, wenn es ab Januar einen Impfstoff gäbe, mit dem sich innerhalb kürzester Zeit erstaunlich viele Menschen (70%???) weltweit impfen lassen UND (!!) der diesen Menschen einen 100%igen Imfschutz für eine ausreichend lange Zeit (mind. ein paar Jahre) böte. Beides ist extrem unwahrscheinlich. Auch für 2022 oder 2023 noch.

    Kein Politiker spricht von Langzeitstrategien für dieses Langzeitproblem. Mein ultimativer Check für alle derzeit vorgeschlagenen Maßnahmen ist, immer "...für die nächsten 2 bis 7 Jahre" anzuhängen. Einfach mal ausprobieren. Bspw.: "Überlegen Sie sich, ob sie wirklich verreisen müssen" ... für die nächsten 2 bis 7 Jahre.
    "Beherbung nur mit negativem Test" .... für die nächsten ...

  13. 101.

    Schweden mit dem Musterknaben Deutschland zu vergleichen ist nicht anders als Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

    Schweden hat pro 1 Millionen Einwohner unter 600 Tote...
    Deutschland hat pro 1 Millionen 109 Tote....
    Italien Spanien Vereinigtes Königreich Frankreich und USA.......liegen alle bei 600 - 700 Tote pro 1 Millionen Einwohner

    Belgien sogar über 1000 pro 1 Million Einwohnern...

    Übrigens haben unsere Bundesländer auch Riesige Unterschiedliche Zahlen.

    Berlin 64 Tote und Bayern 210 Tote pro 1 Millionen Einwohner warum wird das nicht hinterfragt.

    Nachzulesen unter Statistik corona weltweit.....Google.

  14. 100.

    Wissen Sie Katharina, gleich wird sicher jemand schreiben, dass er einen 3-jährigen kennt, dem das alles überhaupt nichts ausmacht, und sich die anderen Kinder daher mal nicht so anstellen sollen. Das Kind aus Ihrem Beitrag hat zudem sicher noch ganz andere Probleme... Das Mitgefühl für ihre Mitmenschen scheint einigen hier gänzlich abhanden gekommen zu sein - traurige neue Coronawelt.

  15. 99.

    Auch an Sie gilt: Ich hoffe sehr für Sie, dass falls Sie mal eine psychische Krankheit befällt, ihre Mitmenschen Ihnen mit mehr Respekt gegenübertreten, als Sie hier kundtun. Also haben Menschen, die schon vor Corona psychische Probleme hatten kein Recht auf Hilfe und Beistand? Ihnen ging es ja gut, kann dann wohl nicht so schlimm sein bei den anderen... Es ist erschreckend welch feiste Selbstgerechtigkeit einige hier ohne Scham ausbreiten.

  16. 98.

    Sie haben absolut Recht, dass es die Möglichkeit gibt die Grundrechte, nach Artikel 1 - 19 GG, zeitweilig und unter ganz bestimmten Voraussetzungen einzuschränken. Das bestreitet auch niemand und das war bis Mai/Juni meiner Meinung nach so auch in Ordnung. Seither ist es, inbesondere im gelebten Ausmaß, ohne Gesamtstrategie und ohne weitere Beteiligung des Parlamentes so nicht in Ordnung. Das sehen unsere Gesetze nicht vor und dazu gibt es auch klare Entscheidungen der Verwaltungs- Oberverwaltungsgerichte und des Verfassungsgerichtes; abgesehen die Forderung z. B. der FDP seit Juni! Verordnungen, die in unverhältnismäßigem Maß in die Grundrechte eingreifen sind verfassungswidrig. Begründen Sie doch bitte, weshalb ein unberechtigter Eingriff dies nicht sein sollte, denn vielleicht irrt man sich beim Verfassungsgericht ja! Das hat mit "querdenken" übrigens nichts zu tun, aber die haben die Aufhebung vor Gericht durchgekämpft,das stimmt.

  17. 97.

    Was wollen Sie denn genau sagen? Die Geschichtsbücher sind lang und ja, viele bewegen sich derzeit überhaupt nicht, obwohl es Sonderbefugnisse gibt und das Parlament anteilig entmächtigt ist. Da Sie in Geschichtsbüchern zu lesen scheinen, können Sie sich ja einmal überlegen, warum das evtl. eine Gefahr darstellen könnte.

    @Immanuel. Ja, seit März gelten die Sonderbefugnisse und das Parlament ist bei einigen Entscheidungen ausgenommen.
    Verfassungswidrige Entscheidungen (in Auszügen):Demoverbot, Kontaktverbot bei Paaren,Beherbergungsverbot,Kontaktverbot in Paliativkliniken,usw.!Sie lesen doch RBB24 und die Berichten über die Urteile;der Senat ist wegen der Grundrechte gescheitert.
    Kompetenzen werden dort überschritten, wo über die Freigabe des Parlaments hinaus Entscheidungen am Parlament vorbei getroffen werden. Warum glauben Sie denn, dass gerade alles richtig sei und wie interpretieren Sie die Anträge der Opposition und die Rede von Herrn Lindner am 30.09.?

  18. 96.

    Ich hoffe das mit dem Tageslicht war ein Versprecher äh "Verschreiber". Fenster sollte die Münchener Wohnung ja hoffentlich haben.
    Nein - Psychoterror ist das nicht, das ist eine Schutzmaßnahme! Aber diese Ausnahmesituation ist sehr schwierig für Kind und Eltern. Wenn diese Quarantäne vom Gesundheitsamt angeordnet sein sollte, dann ist sie auch berechtigt: direkter Kontakt 15 min lang im gleichen Raum mit dem positiv getesteten Kind.
    Wem machen Sie einen Vorwurf? Was wäre in diesem Fall angemessener?
    Tipps für Eltern in dieser Situation: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/COVID-19_Tipps_fuer_Eltern.pdf

  19. 95.

    Erklären Sie mal einem 3-Jährigen, dass er 14 Tage lang nicht aus seiner Münchner Stadtwohnung rausdarf und nicht ans Tageslicht, bloß weil im Kindergarten irgendein Kind einen postiven Test beim Hausarzt hatte. Und im nächsten Monat ein erneuter Fall und dann wieder mit diesem Kind in eine 14-tägige Quarantäne. Das ist absoluter Psychoterror und unserer Zeitrechnung nicht angemessen..

  20. 94.

    Sie wissen schon, dass die Schweden doppelt soviel im Oktober testen wie im September! Und Sie wissen auch, dass der PCR-Test RNA-Reste von Covid-Viren als positiv wertet, also vergangene bewältigte Infektionen als immer noch positv wertet.
    Und hier die Entwicklung der Todesfälle in Schweden: https://bit.ly/3ltqjNc
    Schweden haut halt das Geld nicht mit einem Gießkannen-Prinzip raus, sondern gezielt: So haben Sie die Krankengelder vom Pflegepersonal erhöht, so dass diese auf alle Fälle zu Hause bleiben können, statt sich mit Erkältungsymptomen in die Klinik zu schleppen. Sie erwägen auch eine Zuzahlung von bei Arbeitnehmern, die aufgrund von Quarantäne eine (!) Woche zu Hause bleiben müssen. Alles sehr vernünftige Einzelmaßnahmen, wenn ich mir hier in München meinen Nachbarn anschaue, der ber Allianz "arbeitet" und ohne Grund seit März mit Kurzarbeitergeld durchgefüttert wird...

  21. 92.

    Naja, die Suizidrate ist in Schweden höher als in Deutschland - sooo toll kann das da auch nicht sein.

  22. 91.

    Dann schauen Sie Sich doch mal die Zahlen und die Kurve/Steigerungsrate auf dem JHU dashboard an:
    Der rapide Anstieg widerlegt alle Schönfärberei!

  23. 90.

    Und echt "albern", dass die Schweden genau dieses Problem - die psychischen und psychosozialen (Folge)-Erscheinungen der Pandemie - ernst nehmen. Es ist eben ein enorm freiheitsliebendes Land mit lebensfrohen, freiheitsliebenden Menschen. Wenn Sie das nicht nachvollziehen können, tja, dann eben nicht. Wird Gründe haben.

  24. 89.

    Niemand zweifelt an der Existenz dieser Gesetze oder an der Möglichkeit der Regierung diese im Katastrophenfall einzusätzen um die Grundrechter einzuschränken damit Menschenleben gerettet werden können. Woran Leute aber Zweifeln ist die Notwendigkeit die Grundrechte in dem Fall der Coronakrise einzuschränken, da die Tödlichkeit von Corona inzwischen auf 0.27 bis 1.5 Prozent geschätzt wird. Es gibt nunmal genug Leute die sich fragen warum bei so geringer Tödlichkeit ein kompletter Lockdown und starke Einschränkung der Grundrechte notwendig sind und warum nicht stattdessen gezielt die Gruppen geschützt werden für die Corona wirklich gefährlich ist.

  25. 88.

    Dann schauen Sie mal hier, was der Präsident des Verfassungsgericht Rheinland Pfalz, Lars Brocker dazu zu sagen hat:
    https://www.rheinpfalz.de/lokal/pfalz-ticker_artikel,-präsident-des-verfassungsgerichtshofs-bundestag-muss-basis-für-corona-regeln-schaffen-_arid,5122134.html

    Seit Beginn der Pandemie wird am Parlament vorbei regiert. Die Corona-Verordnungen und Einschränkungen der Grundrechte obliegen Herrn Spahn und den Ministerpräsidenten.
    Am Freitag ist bekannt geworden, dass das Bundesgesundheitsministerium im Eilverfahren die Sonderrechte für Spahn über den 31. März 2021 hinaus verlängern und ausbauen will. (Tagesschau.de)

  26. 87.

    Verfassungswidrig ist bis dato nichts. Einfach mal in der Verfassung blättern und bei Artikel 2, Absatz 2 feststellen, das alles Bisherige nach den gesetzlichen Regelungen der Bundesrepublik abläuft. Die Einschränkungen der Grundrechte aufgrund eines Gesetztes (hier § 28 Infektionsschutzgesetz) ist rechtens und schützt das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Einschränkungen der Grundrechte im Einsatzfall gibts übrigens schon immer in den Ländergesetzen zum Brand- -und Katastrophenschutz. Da hat bisher noch keiner „quergedacht“. Es geht nicht um die Abschaffung der Grundrechte, sondern um Einschränkungen aufgrund eines Gesetzes und genau das sieht die Verfassung vor.

  27. 86.

    Etwas Aufklärung über Schweden gefällig?
    Macht es die geringere Bevölkerungsdichte aus? Nein! Die weitaus meisten Schweden leben in einem Streifen zwischen Stockholm und Göteborg. Stockholm hat fast 1 Mio. Einwohner. Man kann Corona nur für Stockholm betrachten!
    Widerlegt die hohe Zahl von Toten das schwedische Modell? Ebenfalls nein! Sie haben sich die vielen Sterbefälle i.W. in den Heimen (und etwas in Migrantenvierteln)eingehandelt. Die Heime nicht von Anfang an abzuschirmen, war zweifelsohne ein Riesenfehler. Gegen besondere Risikofaktoren vorzugehen, ist aber essentiell für JEDE Epidemie. Nachdem man reagierte und eine Besuchssperre verhängte (neben Verbesserungsmaßnahmen), waren die hohen Sterbezahlen weg. Das schwedischen Modell widerlegt es sowieso nicht, denn dann hätten die Sterbefälle verteilt sein müssen, geographisch und demoskopisch. Waren sie aber nicht.

  28. 85.

    Volker Andresen:
    "Bei der Fussball WM haben wir damals ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, ein Miteinander"

    Meinen Sie diese mit Bestechungsgeldern gekaufte WM?

    Wen meinen Sie mit "WIR"? Doch wohl nur die Minderheit der lautstarken Fußballgucker. Ich jedenfalls kenne keinen, der diesem etwas abgewinnen kann, seine Zeit damit verbringt, Millionären beim Rumlaufen zuzuschauen oder gar dabei irgendeine Art von "Gemeinschaftsgefühl" entwickelt. Das alles ist doch nur hochbezahlter und bestochener Kommerzrummel für Fanatiker und teurer, sinnfreier Medienhype! Ich kenne keinen, der sich von solch einem Kommerz und Medienhype irgendwie beeindrucken lässt.

    P.S.
    Und nach dieser mit Bestechungsgeldern gekauften WM war dieses sogenannte "Gemeinschaftsgefühl" sofort wieder verschwunden.

  29. 84.

    Thorsten:
    "So aber nicht mehr seit März,während Frau Merkel mehr und mehr Kompetenzen überschreitet! Immer mehr Entscheidungen sind verfassungswidrig,so darf es nicht weitergehen!"

    Welche Kompetenzen überschreitet Merkel wann und wodurch?

    Welche Entscheidungen sind verfassungswidrig?

    Vitte konkret statt so diffus!

  30. 83.

    Markus Baier:
    "Covid-19 ist mit Sicherheit nicht ungefährlich, das steht zweifelsfrei fest. Aber Influenza ist noch gefährlicher und hat weltweit schon mehrere 100 Millionen Menschenleben gefordert, allein zwischen 1918 und 1920 rd. 50 Millionen."

    Das ist Unsinn!
    Die Bilder von den überlasteten Krankenhäusern in Wutan, Italien, New York etc. kenne ich nicht von der Influeza!!! Wie blind und taub muss man sein, um dies zu ignorieren und trotzdem solch einen Unsinn zu schreiben?!?

    Die Infektionszahlen von Corona sind deutlich höher als bei Influenza und das Todeszahlen der Corona-Infizierten sind 10 Mal höher als bei Influenza-Infizierten.

    Und die Influenza-Toten aus 100 Jahren mit den Corona-Tooten aus 12 Monaten ist nun wirklich eine plumpe und dümmliche Milchmädchenrechnung.

  31. 82.

    Luna:
    "Beispiele aus meinem Bekanntenkreis wären z.B. ... Alleinlebende, die von extremer Einsamkeit geplagt waren während des 1. Lockdowns - das kann jemand der in einer Partnerschaft lebt, oder die Familie bei sich hat so überhaupt nicht nachfühlen ..."

    Also ich bin Single ohne Partner, war aber NIE "von extremer Einsamkeit geplagt". Ich habe weiterhin Freunde getroffen und usflüge gemacht. Lediglich große Partys, Konzerte und Straßenfeste gab es nicht. Aber es gab keine großen Belastungen oder Einsamkeit und erst recht nicht "allgemeine soziale und psychische Folgen".

    Die Probleme dieser Singles von "Luna" scheinen doch ganz andere zu sein, die nichts mit dem Lockdown zu tun haben.

  32. 81.

    Also mal ehrlich wer durch die in Deutschland vergleichsweise milden Einschränkungen wirklich psychische Probleme bekommt war aber vorher schon nicht ganz auf der Höhe, es wird ja langsam echt albern.....

  33. 80.

    Ausserdem werden (wie immer) viele Massnahmen, die es dort gibt (nicht Empfehlung sondern Verordnung) verschwiegen (warum auch immer). Dort gibt es seit 7 Monaten Versanstaltungsverbote, also keine Clubs, keine Konzerte oder Events, Sportanlässeverbot und Demonstrationsverbot !!! Stellen Sie sich vor, was das in Deutschland für einen Aufschrei gäbe, wenn die Regierung dieses Grundgesetz verletzt hätte!!.

  34. 79.

    In Schweden lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in einem Singlehaushalt. In Italien z.B. sind Drei-Generationen-Haushalte sehr geläufig. Wie liegen irgendwo dazwischen. Außerdem ist in Schweden der Homeoffice-Anteil gestiegen von 14% auf 54% (wenn ich mich recht erinnere). All das und mehr hat den schwedischen Weg ermöglicht. Und nichtsdestotrotz stand Schweden haarscharf davor, den Notausknopf zu drücken. Die Ermächtigung dazu hatte sich die Regierung schon geholt. Haben gerade so noch die Kurve gekriegt.
    Und wie Andere hier auch davon korrekt angemerkt haben ist es ja definitiv nicht so wie Corona-Leugner (sind meistens die, die die Schweden aufführen) meistens darstellen, dass das Leben in Schweden unverändert wie davor weiter ging. Z.B. ein Bekannter von mir ist in einem Fußball-Fan-Club. Und den kotzt total an, dass er nicht mehr ins Stadion darf, Freunde dort treffen und sich mit ihnen besaufen. Der schwärmt auch ständig von Schweden. Tja, in Schweden das Gleiche

  35. 78.

    „ Menschen mit Intellekt gehen bis zu einem gewissen Punkt mit und dann kommt zurecht Gegenwehr, “ ... der war gut! Ähm, mal kurz im Geschichtsbuch blättern...

  36. 77.

    Ganz Ihrer Meinung, denn es ist nicht alles Corona!

  37. 76.

    Klar die Schweden haben mehr Platz. Ich würde auch nicht sagen das unsere Politik nur schlecht gehandelt hat.
    Aber Frau Merkel und Herr Söder und auch diverse Medienvertreter verbreiten mehr Angst als Motivation.
    Ich gehe auch davon aus das wir noch einige Zeit mit Covid-19 leben müssen.
    Bei der Fussball WM haben wir damals ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt, ein Miteinander (ich weiß das der Vergleich hinkt), Zu Beginn der Pandemie hat uns Angela Merkel auch dieses Gefühl in Ihrer ersten großen Ansprache gegeben.
    Bloß das verpufft, wenn es Maßnahmen gibt, die Realitätsfern sind. Wenn nur noch Covid-19 gefährlich ist.
    Depressionen, Einsamkeit, Jobverlust. Wofür leben wir denn? Es gibt diese Spaltung in der Gesellschaft, weil wir den sogenannten "Verschwörern" nicht zugehört haben (egal ob sie im Unrecht sind). Es waren nicht nur Verschwörer auf den Demos. Es waren einfach auch Kritiker der Maßnahmen dazwischen und alle wurden in ein Topf geworfen. Das ist das traurige.

  38. 75.

    Oftmals verschwiegen wird auch das es da gewisse Mißverhältnisse gibt:

    Schweden
    ca. 10,2 Mio Einwohner
    ca. 450 t Km² Fläche
    ca. 23 Einwohner/km²

    Belgien
    ca. 11,4 Mio Einwohner
    ca. 31 t Km² Fläche
    ca. 375 Einwohner/km²

    Nur mal so am Rande bemerkt...

  39. 74.

    Ich unterstütze Sie in der Ansicht, dass mehr reflektiert werden sollte.
    Ich finde es jedoch erstaunlich, dass Sie das nur von Menschen anderer Ansicht oder Meinung verlangen und somit Ihre Aussage direkt wieder ad absurdum führen, indem Sie nicht mit gutem Beispiel vorangehen, sondern ihre eigene Ansicht durchgedrückt sehen wollen, gern auch mit Beschimpfungen bzw. "Attrributierung" anderer.
    Andere Meinungen bedeuten nicht, dass man sich nicht an Regeln halten würde und ehrlich gesagt sehe ich das genau anders herum, da es oft die Unwissenden sind, die sich panisch an dem festhalten, was man ihnen auferlegt und dann nur halbherzig befolgen! Menschen mit Intellekt gehen bis zu einem gewissen Punkt mit und dann kommt zurecht Gegenwehr, denn eigentlich haben wir Teil an diesen Entschiedungen (durch unsere Vertreter). So aber nicht mehr seit März,während Frau Merkel mehr und mehr Kompetenzen überschreitet! Immer mehr Entscheidungen sind verfassungswidrig,so darf es nicht weitergehen!

  40. 73.

    Sehr interessant für mich in diesem Artikel, der Umgang der schwedischen Medien mit dem Thema „Corona“.
    In D grenzt die Berichterstattung für viele Menschen an Panikmache, was wiederum zur Verunsicherung in der Bevölkerung beiträgt. So wie unsere Regierung miteinander kooperiert, agiert und sich präsentiert, sollte sie sich nicht über Vertrauensverluste wundern. Das kann man besser machen!
    Ich gehe davon aus, dass diese Virenart nie vollständig verschwinden wird. Auch nicht mit einer Impfung.
    Bitte liebe Medienvertreter, es gibt noch über viele andere nationale und internationale Themen zu berichten.
    Nicht falsch verstehen: COVID-19 ist ernst zu nehmen und berichterstattungswürdig, m. E. jedoch nicht in diesem Umfang.

  41. 71.

    Bevor man sich über Schweden auslässt, sollte man erst einmal über den Tellerrand schauen. Belgien mit annähernd gleicher Bevölkerungszahl und sehr harten Maßnahmen gegen Corona, hat nahezu doppelt (1,74x) so viel "Coronatote" (Aktuell 16.10.2020: 10278 Tote)wie die Schweden mit seiner liberalen Anticoronapolitik (Aktuell 16.10.2020: 5910 Tote). So etwas wird gerne verschwiegen, weil man hier in Deutschland etwas völlig Unverhältnismäßiges in Sachen Corona los getreten hat, von dem man nicht mehr weg kann, ohne das Gesicht zu verlieren. Covid-19 ist mit Sicherheit nicht ungefährlich, das steht zweifelsfrei fest. Aber Influenza ist noch gefährlicher und hat weltweit schon mehrere 100 Millionen Menschenleben gefordert, allein zwischen 1918 und 1920 rd. 50 Millionen.

  42. 70.

    Das mit den Kindern stimmt ... das Versäumnis der schlecht aufgestellten Schulen und Kindergärten und mitunter am Ziel vorbei ausgebildeten Erziehenden/Lehrenden ist typisch deutsches Latentversagen...
    Das mit der Last arbeitslose Künstler und Gastronomen zu versorgen sehe ich anders... nach der Pandemie wird es wieder Kunst/Kultur und Wirtshaus geben ...

  43. 69.

    Die hohe Todesrate spricht nicht für Rücksichtnahme in Schweden ... Aber dass Schweden anders tickt als Deutschland liegt klar auf der Hand, oder können Sie sich für D vorstellen, dass man Alkohol nur gegen Kontrolle im speziellen Laden kaufen kann (zu horrenden Preisen), man 50% Einkommensteuer bezahlt und jeder das Einkommen des Nachbarn und dessen Steuererklärung einsehen kann ?

  44. 68.

    Ja für den einen mag das zynisch erscheinen, für den Anderen gelebte Realität. Aber obwohl wir uns so gleichen, ticken wir Menschen halt doch verschieden. Ich kann Ihre Ängste oder die Ihres Freundes- u. Bekanntenkreis nachvollziehen, ja sogar nachfühlen, denn ich lebe alleine. Aber diese Empathie besitzt leider nicht jederman. Aber diese sozialen u. psychischen Folgen sind doch nicht unmittelbar Resultat der Maßnahmen.
    Im Übrigen gab es in Deutschland keinen Lockdown. Bitte die Begrifflichkeit überprüfen. Einen Lockdown gab es bspw. in Madrid oder Melbourne. Wir hatten einen vergleichsweise kurzen - gut begründeten - Shutdown. Die meisten Ihrer Beispiele - viellicht sogar alle wird es in Schweden auch geben. Denn diese sozialen u. psychischen Folgen resultieren generell aus der aktuellen Pandemie-Situation, welche in unseren Generationen zum ersten Mal auftrat. Einige reagieren darauf mit Kritik zu den Maßnahmen oder im extremen Fall mit der Verharmlosung oder gar Leugnung des Virus.

  45. 67.

    Also ich sehe da keine wirklich großen Unterschiede zu den Maßnahmen, die hierzulande zum Abflachen der Infektionskurve stattfinden. Und wenn Schweden dabei gut ist, dann machen wir es ja unterm Strich bzw. im Vergleich auch alles einigermaßen richtig. Die Schweden sind wahrscheinlich einfach nur nicht so aufgeregt wie wir. Wikinger, halt. Keine Ironie. Mentalitätsunterschied.

  46. 66.

    Alle, die Schweden so loben, und darüber hinaus alle hier in Deutschland könnten sich ja mal selbstkritisch fragen, ob die Haltung des Respekts und die Einstellung, dass alle Menschen einer Gesellschaft für das Ganze verantwortlich sind, vergleichbar ausgeprägt sind.
    Nicht wenige Deutsche zeigen meines Erachtens deutlich, wohin Egoismus und Rücksichtslosigkeit (auch verbunden mit mangelnder Einsicht) führen.
    Unabhängig davon, ob der Weg Schwedens tatsächlich so klasse ist, scheint mir deutlich zu sein, wie wenig Rücksicht und Zusammenhalt in Deutschland gelebt werden.
    Lieber wird protestiert und auf Politiker geschimpft, werden abenteuerliche Theorien verbreitet und Ängste verbreitet, wird behauptet, wir seien unfrei usw., als einfach mal in einer positiven Haltung der Gelassenheit freundlich und rücksichtsvoll miteinander umzugehen und Verantwortung für das Ganze zu übernehmen.

  47. 65.

    Nein, natürlich geht es nicht um die Maskenpflicht. Es sind eher die allgemeinen sozialen und psychischen Folgen welche die Corona-Regeln mit sich bringen. Beispiele aus meinem Bekanntenkreis wären z.B. Fernbeziehungen, die nicht mehr geführt werden können, Großeltern, welche lieber erkranken würden, als die Familie, besonders die Enkel noch länger nicht zu sehen, Alleinlebende, die von extremer Einsamkeit geplagt waren während des 1. Lockdowns - das kann jemand der in einer Partnerschaft lebt, oder die Familie bei sich hat so überhaupt nicht nachfühlen, einfach die verdammte Unsicherheit hinsichtlich des Berufes, so viele Branchen sind betroffen, nicht nur Gastro und Kultur.

    ...die vielen für Außenstehende "kleinen" Dinge, die für Einzelpersonen an die Grenze der Belastbarkeit bringen. Da mit "Naja, man kann sich wohl mal ein paar Monate zusammenreißen - gemeinsam schaffen wir das!" zu kommen, finde ich furchbar zynisch.

  48. 64.

    Welche expliziten Einschränkungen belasten Sie (oder Ihren Bekanntenkreis) denn dermaßen seit Monaten welche es real in Schweden im gleichen Zeitraum nicht gegeben hat? Ich hoffe doch Sie reden nicht von der "Belastung" in einigen Alltagsituationen eine Maske tragen zu müssen.

    Ganz unabhängig von Ihrem Post und Ihrer Argumentation denke ich dass der "schwedische Weg" dem deutschen gar nicht so unähnlich war/ist und an den wenigen Stellen wo er abweicht eben auch in Deutschland nicht funktioniert hätte. Der Deutsche tickt eben nicht so wie der Schwede. Appelle und an die Vernunft gerichtete Bitten bringen hierzulande bedauerlicherweise nichts.

  49. 63.

    Also, mal zu den Grippe Toten, die Zahlen sind nur geschätzt worden und Sie nehmen natürlich die geschätzten zahlen einer der schwersten Grippewellen 2017/18 als Grundlage für Ihre Ausführungen.......was natürlich keine Zahlenpickerei ist....lach....es gibt auch Jahre in denen es nur wenige hundert Tote in der Grippe Saison gab, nur mal so nebenbei...aber der wichtigste Unterschied ist gegen Grippe könnte man so man denn wollte sich Impfen lassen, was bei Corona ja nun mal leider nicht der Fall ist!

  50. 62.

    Also mir wäre der schwedische Weg auf alle Fälle lieber!!! Leute, das Virus ist da und geht auch nicht mehr Weg. In irgend einem Wirt versteckt es sich immer bis alle Wirte weggestorben sind oder wir einen Impfstoff haben, aber das kann gut und gerne noch 10 Jahre dauern, bei einem vernünftig getesteten Stoff oder. Wollen wir diesen Irrsinn von 10 Jahren noch weiter so machen.
    Und die Politik soll es doch zugeben, es ist kein Geld mehr in den Rentenkassen. Die Kinder und Nachkommen haben sich so rar gemacht, dass es doch besser ist für alle, wenn Oma stirbt!!! Was da doch für eine Heuchelei betrieben wird. Den Jungen wird durch Lockdown die Existenz genommen, damit die Alten nicht so schnell sterben müssen.
    Darüber traut man sich ja nicht zu reden!!!!An manchen Stellen die totale Einschränkungen, an anderer Stelle wird alles aufgemacht. Leute, die Bordelle haben wieder geöffnet aber dürfen nur über Blickkontakt betrieben werden!!!!!!!!!

  51. 61.

    Was schwurbeln Sie hier rum? Sie sind doch nicht wirklich auch nur auf einen meiner Punkte eingegangen.
    "Eklig", alles klar, eklig finde ich eher den Kampf gegen Covid über alles andere zu stellen, ohne Rücksicht auf Verluste. Haben Sie sich mal umgehört in Ihrem Bekanntenkreis wie es den Menschen so geht mit all den Einschränkungen seit Monaten? Und nein, ich meine damit nicht, dass der Badeurlaub diesjahr ausgefallen ist.
    Das ist auch so eine reizende Strawman-Taktik der Coronaregeln-Hardliner: alle Kritik an den Maßnahmen auf "die Asozialen wollen alle nur Party machen und in den Urlaub fliegen! runterbrechen - so einfach ist es aber nicht, wirklich nicht!

  52. 60.

    Liebe Luna, Tegnell hat sich - bei einer neuen Pandemie kein Wunder - öfter geirrt. September sagte er, Schweden werde nur noch wenige, lokale Ausbrüche sehen. Nun muß er zugeben, es ist nicht so.
    Sprüche, wie Sie sie erwähnen, sind eklig! Aber in facebook-Zeiten nicht grade neu. Das gibt nie die Gesamtstimmung wider. In Norwegen starben 275, in Schweden 5900 Menschen! Es ist auch nicht wahr, daß alle Schweden kritisiert hätten! In Deutschland eher im Gegenteil, bis heute.
    Corona hat traurige soziale Folgen - auch in Schweden, wo ja homeoffice auch viel genutzt wird. Tun wir nicht so, als wären unsre Marktgesellschaften ach-so-sozial. Alles Gute!
    Langzeitfolgen auch für Kinder sind weiter unerforscht. Der Wunsch, WestlerInnen, die schon xx Male geflogen sind, sollten mal 1 Sommer klimafreundlich sein, wäre schön gewesen - dann wärn die Infektionen niedriger, und wir hätten Corona schneller besiegt. Darüber spricht kaum wer, leider, aber auch das wäre sozial.

  53. 59.

    Im März hat das doch gut funktioniert,da haben fast alle auch schon ohne Regeln Rücksicht genommen. Das beweisen auch die schon vorher rückläufigen Zahlen. Das Ganze auch noch ohne Masken.

    Mittlerweile habe ich den Eindruck,die meisten glauben mit der aufgesetzten Maske umgibt sie ein Schutzschild und ihre Pflicht wäre getan.

    Mir wäre der schwedische Weg lieber.

  54. 58.

    Würde gerne in einer Talksendung der öffentlich Rechtlichen einmal Anders Tegnell zugeschaltet bekommen, um aus erster Hand zu erfahren, warum das in S so läuft bzw bisher gelaufen ist. Vermute, als Schwede viel es Ihm schwer, auch nur einen Hauch von Kritik am "deutschen Weg" zu äussern, anders als viele Kommentatoren hier, die aus der Ferne den "schwedischen Weg" kritisieren. Aber die haben ja ihren Lauterbach..........

  55. 57.

    Hallo Lisen Bengtsson,
    Anders Tegnell hat diese Aussage Ende September gegenüber der Zeitung 'Dagens Nyheter' gemacht. Mehrere Medien haben darüber berichtet wie CNN, Daily Mail, auch deutsche wie ntv, focus etc.
    Dass die meisten Kneipen um 23 Uhr in Stockholm schließen, stammt aus eigener Wahrnehmung. Der Artikel soll ja eine persönliche Sicht auf das Leben in Schweden sein. Es mag sein, dass es einige Bars gibt, die länger geöffnet haben, aber der Großteil entlässt seine Gäste um diese Zeit nach draußen.
    Herzliche Grüße, Anke Fink, rbb|24

  56. 56.

    Guter Artikel, 2 Sachen weiss ich nicht ganz genau wo sie die Information haben. Kneipen haben länger als 23 Uhr offen in Stockholm. Und Tegnell und die Gesundheitsbehörde haben deutlich gemacht das Lockdowns nicht eingesetzt werden. Ein Lockdown wenn gezielt eingesetzt kann das Virus verlangsamen und somit kann fürs Gesundheitssystem hilfreich sein. Viele ausländische Reportern fragen darüber.
    Für Schweden antwortet er immer wir haben eine Strategie die wir folgen und es können mehr Maßnahmen eingesetzt werden, aber noch nie habe ich gehört das sie Lockdown erwähnen. Könnten sie uns sagen wann es geäussert wurde? Ich weiss das man in Europa gerne sehen würden das wir auch FÜR Lockdowns sind. Aber es wurde immer deutlich gemacht, ein Lockdown schiebt nur das Problem auf die Zukunft.

  57. 55.

    Ich glaube, die schwedischen Bürger sind auch viel vernünftiger als die deutschen Bürger und halten diese Regeln aber auch, anders als zu viele Deutsche, strikt ein.

  58. 54.

    Eine ganz andere Sichtweise:
    Nach einer Berechnung der Redaktion von WELT AM SONNTAG lag die Gesamtsterblichkeit in Deutschland im ganzen ersten Halbjahr 2020 mit 0,58% unter der der Jahre 2017 (0,59%) und 2018 (0,60%)
    In den meisten europäischen Länder liegt sie sogar noch niedriger als in Deutschland, z.B. in Schweden (0,48%), Spanien (0,56%), Großbritannien (0,55%) und sogar auch in den USA (0,48%)
    https://www.welt.de/debatte/plus215257850/Covid-19-Was-die-Sterbedaten-der-verschiedenen-Laender-verraten.html

  59. 53.

    Die 6000 Sterbefälle sind wegen der fehlenden Schutzmaßnahmen in Seniorenheimen bis Mai 2020 entstanden, danach nur noch im geringem Umfang, etwa Deutschland entsprechend. Schauen Sie sich die Zahlen an: unter Todeszahlen international auf der Tagesspiegel-Seite.

  60. 52.

    Wer hat das denn je bestritten? Natürlich gab es diese enorme Übersterblichkeit, die auch in Schweden heftig kritisiert wird. Wie hoch die Übersterblichkeit insgesamt ist, weiß aber niemand. Das wird erst die Zeit zeigen. Alle anderen Länder haben auf einen schnellen Impfstoff gewettet. Ob diese Werte aufgeht und wenn ja zu welchem Preis, kann noch niemand beziffern. In Schweden sind viele Alte früher gestorben als nötig und das ist schlimm, keine Frage. Wie viel früher wird sich aber erst im Zeitverlauf herausstellen, denn an Corona Verstorbene führen sachlich betrachtet auch dazu, dass in den nächsten Monaten und Jahren weniger Menschen an anderen Krankheiten oder eines natürlichen Todes sterben werden. Erst wenn man das weiß, kann man den gesellschaftlichen Preis und die Folgen des Lockdowns wirklich abschätzen.

  61. 51.

    Schweden hat nachweislich nicht nur viel mehr Tote in der Pandemie pro 100.000 Einwohner wie die vergleichbaren Nachbarstaaten Norwegen und Finnland, sondern auch wie Deutschland. Deutschland 12, Norwegen 5, Finnland 6 und Schweden 57! Da hilft es auch nicht mir „Polemik“ vorzuwerfen. Der Weg von Schweden war bisher ein Desaster. Die Zahlen entlarven die Schönrednerei.

  62. 50.

    Sehr gut erklärt. Vielen Dank dafür. Sollten sich die Panikmacher mal zu Brust nehmen

  63. 49.

    Ja Steffen, die Einschränkungen für die Allgemeinheit zielen aber nicht nur darauf ab, die Corona-Sterblichkeit alter Menschen zu verringern, sondern eine Triage ALLER Intensivpatienten - auch z.B. des 20jährigen Motorradunfallopfer zu vermeiden.

  64. 48.

    Ja, liebe Luna, ich sehe es ganz ähnlich.
    Am schlimmsten finde ich die Veränderungen im engsten Kreis, sprich Freunde und Verwandte.
    Ich werde damit leben, dass einige 'Freunde wegbrechen und es dafür neue gibt.
    Unter denjenigen, die wegbrechen, sind teils studierte Leute!
    Doch studiert sein, heisst ganz offenbar nicht unbedingt gesunder Menschenverstand/ Herz...
    Ernüchterte Grüsse vom Zürisee
    Gabi

  65. 47.

    Sie schaffen es also nicht, faktisch dagegen zu argumentieren und verfallen deshalb in Polemik. Kann man machen...
    Die Urbanisierung aller skandinavischen Länder ist mit der Deutschlands vergleichbar. Die Mehrheit lebt in den Metropolregionen: Stockholm, Helsinki und Oslo. Daher ist die ständig bemühte Bevölkerungsdichte völlig irrelevant. In den weiten Wäldern lebt faktisch niemand. In Skandinavien leben die Menschen auch nicht einsamer als hierzulande, im Gegenteil. Das Sozialleben ist oft noch intensiver als hier.

    Und das Thema der Toten ist keineswegs niveaulos. Es ist eine grundlegende gesellschaftliche Frage, wieviel eine Gesellschaft geben und dabei elementare Nachteile erleiden muss, um Risikogruppen zu schützen. In Schweden wird diese Diskussion schlicht ehrlicher und sachlicher geführt und führt zum Resultat, dass Risikogruppen sich weitgehend selbst isolieren, um nicht den jüngsten Generationen die Lebens- und Zunkunftschancen zu verbauen.

  66. 46.

    Die Aussage vom RBB ist korrrekt! Es kann sehr wohl von einem "deutlich niedrigerem Niveau" gesprochen werden, da Schweden an Stelle 34 in Europa liegt. Deutschland liegt auf Platz 38 nur knapp "dahinter". Schlechter stehen damit 33 andere europäische Länder oder Staaten da,auch die von dir genannten (Platz 1 und 5)!Gemessen an der derzeit "alles entscheidenden Zahl", nämlich der Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner!

    Bei Infektionen und Toten sind sie auch besser als deine Beispiele.Hellseherischen Weißsagungen zur Entwicklung der Fallzahlen, Fallsterblichkeit und sonstigen Punkten,sind Vermutungen ohne Evidenz. ABER: Deutschland hat eine höhere Fallsterblichkeit als die USA, nämlich 2,76 zu 2,85! Gemessen an den Fallzahlen hätte Deutschland (bei gleicher Infektionszahl), insgesant 7.000 Tote mehr, als die USA!

  67. 45.

    Deutschland lässt sich in keinster Weise mit Schweden gleichsetzen - von der durchgängig geringeren Bevölkerungsdichte nicht - außer den Agglomerationen Stockholm, Göteborg und Malmö / Lund - und auch von der Mentalität her nicht.

    Deutschland ist ein Land von Streitbefangenen, in Schweden wird analog wie in der Schweiz zuallererst auf Konsens gesetzt. Und mit dem Konsens auf innere Einsicht, auf allmähliche Veränderung und freiwillige Befolgung. In Deutschland, noch stärker in den USA ist es allerdings tendenziell so, dass derjenige als erfolgreich gilt, der bis zum Exzess seine Belange durchsetzt - durchsetzt gegen andere und auch durchsetzt gegenüber Auflagen des Staates.

    Nicht einer Vasallentreue kann daher das Wort geredet werden, nur dem Grundvertrauen. Je mehr ein Land in zwei Lager gespalten ist, umso weniger ist von diesem Grundvertrauen vorhanden. In Frankreich und Großbrit. war das leider immer so, in den USA aus Gründen bloßen Showdowns auch.

  68. 44.

    Warum haben alle etwas gegen Schweden?Wenn wir uns schlechter aufstellen,als ein Großteil der anderen Länder,sollten wir nicht so großspurig über andere urteilen.Schweden ist in 2009 einen anderen Weg gegangen und hat ihn teuer bezahlt;erst mit Geld und dann mit Gesundheit!Nun hat man sich entschieden,einen anderen Weg zu gehen und hat,nach anfänglichen Schwierigkeiten,scheinbar einen guten Weg gefunden.Demos,Menschenrechtsverletzungen und ausufernde Panik ist dort nicht zu sehen,eher besonnenes und faktenbasiertes Handeln,Selbstkritik, usw.!Ihr Blick scheint derart eingeschränkt,dass Sie nicht einmal sehen,dass die knapp 10.000 Todesfälle bei uns auch hätten verhindert werden können bzw. geringer sein.Statt das zu kritisieren,werden die Verursacher gelobt für Ihre abermals schlechte Arbeit,wie auch bei den Epidemien und Pandemien der letzten 15 Jahre!.Vor kurzem war lt. RKI die Influenza noch eine schwere Erkrankung m. ca. 20000 Toten jährlich,die mehrfach unser System lahmgelegt hat!

  69. 43.

    Danke. Nur ist für mich weiterhin fraglich inwiefern hier von einem "deutlich niedrigerem Niveau" gesprochen werden kann.

  70. 42.

    Da hat aber jemand richtig Angst ...Ich habe meinen Zeitwohnsitz in Upsalla nahe Stockolm. Wer dort oder in der Hauptstadt oder gar auf dem Land mit Maske angetroffen wird, den schaut man an wie einen Ausserirdischen. Der schwedische Weg ist genau richtig und beruht auf vernünftiger Verhältnismässigkeit und Eigenverantwortung. Und wenn alte, vorerkrankte Menschen MIT dem Co-19 Virus versterben (die Großmutter (86) meiner Frau ist das im übrigen auch, nach jahrelanger schwerer COPD und Herzinsuffizienz) dann ist das eine natürliche Auslese mit der Folge eines Exitus der ggf bei einer schweren Influenca normaler Art ebenso eingetreten währe. Der moribunde vorab Zustand der Co-19 Toten ist bei der Hauptanzahl der Todesopfer der wesentliche Teil der die Begründung für das Ableben liefert, nicht das CO-19 Virus an sich. Co-19 wird sich nicht mehr zur Gänze aus unserem Leben verabschieden, wir müssen lernen mit dem Virus normal zu leben. Gerald Ramm

  71. 41.

    Sie stellen Behauptungen auf, die aber an den Fakten scheitern. Die größte Stadt in Schweden ist Stockholm mit unter 1 Million Einwohnern. Schweden ist das Land, was mit etwa 50 Prozent in der EU den höchsten Anteil an Single-Haushalten hat! Kann man unter siehe „quarks Wie sinnvoll ist der schwedische Corona-Sonderweg?“ nachlesen. Schweden ist vergleichbar mit Norwegen und Finnland. Der schwedische Weg hat zu einem Desaster geführt. - - - Und jaja, die Menschen die angeblich sowieso gestorben wären. Tiefer kann man gar nicht mehr sinken in der „Argumentation“. Hinzu kommt, dass zu den Risikogruppen bei weitem nicht nur ganz alte Menschen zählen und wer überlebt ggf. Folgeschäden davonträgt.

  72. 40.

    Danke für den sachlichen Bericht. Ja, auch Schweden ist nicht das Paradies, auch dort wurden Fehler gemacht. Neben der hohen Arbeitslosigkeit hat die schwedische Regierung es auch versäumt, Selbständige zu unterstützen. Für die ist die Krise ein echtes Problem und stellt Einige vor Existenznöte. Aber auch dieses Land kann eben nicht zaubern, wenn der Welthandel faktisch zum Erliegen kommt, was zeitweise der Fall war, geht das auch am Exportland Schweden nicht spurlos vorüber. Dank der hohen Disziplin in der schwedischen Gesellschaft waren andererseits aber nie harte Einschnitte in die Grundrechte notwendig, was das Vertrauen und die Akzeptanz in der Bevölkerung befördert hat. Momentan weiß niemand, was wirtschaftlich und von den Opferzahlen her der bessere Weg war, gesellschaftlich war der schwedische Weg aber meiner Meinung nach unübertroffen.

  73. 39.

    Deckt sich so auch mit meinen Erfahrungen, nur dass ich teilweise schon auch ältere Schweden mit Maske gesehen habe, die das aus reiner Vorsicht für sich selbst so beschlossen hatten. Der Normalfall ist es tatsächlich nicht. Als Besucher in Schweden ist es daher meiner Meinung nach ratsam, in Geschäften etc. keine einfache Alltagsmaske sondern eine FFP2 oder FFP3 zu nutzen, wenn man sich selbst schützen möchte. Dann ist das Risiko nahe Null, sich zu infizieren, sofern man auch noch auf Abstand und ganz besonders auf Hygiene achtet.

  74. 38.

    Selbstverständlich kann man Schweden auch mit Deutschland vergleichen. Die Urbanisierungsquote ist nahezu identisch. Das heißt, dass der Großteil aller Schweden in den Ballungsräumen Stockholm, Göteborg und Malmö lebt, aber auch der Rest in ähnlichen kleinstädtisch-dörflichen Strukturen wie hierzulande. Der berühmte Einsiedler ist auch in Schweden nicht mehr die Normalität.
    Bezüglich der Übersterblichkeit im Frühjahr darf man keineswegs nur auf die wenigen Wochen und Monate schauen sondern muss dies langfristiger betrachten, weil sich die Kurve im Zeitverlauf glättet. Jemand der im Frühjahr an Corona verstorben ist, ohne Corona aber im Herbst verstorben wäre, verfälscht das Gesamtbild enorm und suggeriert eine größere Bedrohung, als sachlich existent. Es ist am Ende eine moralische Diskussion, wie weit man die Gesamtheit einschränken darf, um Menschen an ihrem natürlichen Lebensende noch ein paar Monate zu retten. Einen gesellschaftlichen Schaden gibt es dabei leider immer.

  75. 37.

    Wissen Sie was Schweden NICHT geopfert hat? Seine Kinder, seine psychisch Kranken, seine GESELLSCHAFT! Ich mag mir nicht ausmalen wie es mit dem sozialen Zusammenhalt in Deutschland die nächsten Monate und Jahre weitergeht, wenn nach gut einem halben Jahr Corona schon Feindbilder wie in ganz finsteren Zeiten geschürt werden (muss man nur mal die Kommentare bei rbb24 durchlesen, zu den "durchseuchten" Urlaubsheimkehrern und "versifften" Berlinern) und Existenzen rigoros zerstört werden.
    Mal schauen wie es den Steuerzahlern gefällt für das Gros an Arbeitslosen und Insolventen vor allem aus dem Kulturschaffenden- und Gastronomiebereich aufzukommen.
    Ich fürchte mich wirklich vor den gesellschaftlichen Entwicklungen - Corona bringt auch ganz ohne Infektion das Schlimmste in vielen Bürgern hervor.

  76. 36.

    Abwarten, die Rechnung kann sich noch massiv ändern in den nächsten ein bis fünf Jahren. Und wenn die Rechnung nicht zugunsten Schwedens ausgeht, haben die wenigstens noch eine grundsätzlich funktionierende Gesellschaft. Das sehe ich für Deutschland nicht - nicht mal, wenn wir doch am Ende noch die tollen Überflieger werden sollten.

  77. 35.

    Die Schweden haben durchaus auf Corona reagiert, wenn auch teils zu spät, besonders in den Pflegeheimen. Das hat viele Tote gekostet, wobei die meisten davon wohl auch von einer Influenza dahingerafft worden wären. Dadurch kam es in den ersten Monaten zu einer deutlichen Übersterblichkeit. Wissenschaftlich interessant wäre aber, zu wissen, wie diese Übersterblichkeit sich im Jahresverlauf entwickelt, da ich vermute, dass es im Gegenzug für die Folgemonate zu einer Untersterblichkeit gekommen ist, heißt, die Corona-Toten wären zumindest zu einem Teil ohnehin bald verstorben. Wie groß dieser Anteil ist, wird leider nicht veröffentlicht, ist aber wichtig, um die Sinnhaftigkeit von drastischen Maßnahmen zu bewerten.
    Heute öffnen in Schweden zum Beispiel Supermärkte oft für Risikogruppen exklusive eine Stunde früher und es gibt Handschuhe/Desinfektionsmittel am Eingang. Ansonsten wird respektvoll Abstand gehalten. So funktioniert es sogar ohne Maskenpflicht relativ gut.

  78. 34.

    Die Zahlen von gestern waren von Samstag bis Dienstag zusammengefasst. Also vier Tage und nicht einen Tag. Die Zahlen werden jetzt von Dienstag bis Freitag gemeldet.

  79. 33.

    Das ist der größte Unterschied zwischen S u d D: in S fühlen sich die Bewohner mehrheitlich dem Gemeinwohl verpflichtet. Das lernt man schon im Kindergarten und in der Familie. Und es gibt schon soziale Kontrolle. Das trotzige " Gilt nicht für mich" ist in S sehr schlecht angesehen. In D ist es umgekehrt. Jeder will beweisen, dass er sich nichts vom Staat vorschreiben lässt und Verantwortung für andere gibt es nur in manchen Familien oder noch bei der Kirchengemeinde. Empfehlungen interessieren hier nicht. Viele hier brauchen leider Drohung von Strafen.Es wird immer mit Angst gearbeitet Das ist das gesellschaftliche Erbe von Faschismus und Diktatur. In S fordert auch niemand Bestrafung.

  80. 32.

    Wir waren oft bei einer Patentante meiner Frau in Schweden.
    Daher weiß ich, dass das in Schweden funktioniert. Die Schweden gehen viel rücksichtsvoller und empathischer miteinander um. Das kann man mit Deutschland überhaupt nicht vergleichen. Hier will doch jeder der Wichtigste sein und jede Anweisung wird erstmal diskutiert und hinterfragt. Da ist das Virus halt schneller.

  81. 31.

    Hallo,

    zu den Masken muss man sagen, dass sie so gut wie niemand trägt, gar eher schief angeschaut wird als ob man Corona hat da niemand eine Maske trägt. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, da ich erst am 9. Oktober aus Südschweden zurückkam. Es wird fast überall Abstand gehalten und die meisten Leute machen um einen, einen Bogen wenn man in einem Geschäft steht, überall gibt es die Möglichkeit die Hände zu desinfizieren mit dem Hinweis nur das an zu fassen was man wirklich benötigt und viele - meist kleinere Geschäfte - bieten Sonderöffnungszeiten nur für Risikopersonen und Senioren an oder die Möglichkeit bestellte Sachen an der Ladentür abzuholen.

  82. 29.

    Bitte einmal nachrechnen und Artikel entsprechend überarbeiten "...wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau." "...4168 neue Infektionsfälle". Auch wenn geringerer Bevölkerungsdichte, höheres Staatsvertrauen/Hörigkeit, Standardsperrstunde etc. ignoriert werden, wären dass auf die Einwohnerzahl Deutschlands gerechnet etwa 33500 Fälle in der vergangenen Woche oder verglichen mit Spaniens Einwohnerzahl etwa 19000.

    Zusätzlich ist die Zahl für Schweden aktuell bereits bei 4509, das wären in D: 36000, in Spanien: 20500 pro Woche. Und noch schlimmer, die verlinkte Johns Hopkins Universität zeigt für gestern ein neues Rekordhoch von 2203 neuen Fälle an einem Tag, das wären in Deutschland über 17.000 Fälle an einem einzigen Tag und zeigt zudem, dass sich die Wocheninzidenz noch massiv erhöhen dürfte.

  83. 28.

    Ich wage folgende Prognose: Wenn in Berlin das tragen von Masken nur empfohlen wird, trägt nur noch eine Minderheit eine. Die Argumentation "Verbot wird ignoriert, Vorschlag wird befolgt" halte ich für kindisch und regressiv. Gibt es dann beim Maskentragen eine Tafel Schokolade als Belohnung? Was glauben Sie, wie schnell Autos durch die Stadt fahren, wenn Tempo 50 eine Empfehlung wird! Sehen Sie sich doch mal an, was aus freiwilligen Selbstverpflichtungen in der Wirtschaft geworden ist. Das ist sehr wohl vergleichbar. Die Entscheidungen werden hier wie dort von Menschen getroffen.

  84. 27.

    Stellen Sie sich mal vor, die Bundesregierung oder der Berliner Senat hätten lediglich empfohlen "Mach es für die Oma" - auf das Echo wäre ich gespannt.

  85. 26.

    Vielleicht werden wir in einigen Jahren feststellen, dass der schwedische Weg der richtige war - trotz aller Fehler, die gemacht wurden. Man kann Schweden nicht 1:1 mit DE vergleichen, aber bestimmte Dinge hätte ich mir auch hier gewünscht. Ein großer Unterschied ist, dass die Menschen sich FREIWILLIG an den Einschränkungen beteiligen, das hat damit zu tun, dass z. B. Maske tragen EMPfohlen und nicht BEfohlen wird. Es ist immer wirksamer und erzeugt viel mehr Akzeptanz, wenn man die Leute um etwas bittet als wenn es unter Androhung von Strafen angeordnet wird.
    Momentan sinkt genau deswegen die Akzeptanz auch von sinnvollen Maßnahmen und Einschränkungen - es wird einfach von oben "durchregiert", und der Sinn dieser Einschränkungen erschließt sich dem Bürger nicht.
    Ich frage mich auch, ob der wirtschaftliche und soziale Schaden nicht am Ende größer ist, als der Schaden, der möglicherweise durch die Pandemie angerichtet worden wäre.

  86. 25.

    Die 6000 Sterbefälle sind wegen der fehlenden Schutzmaßnahmen in Seniorenheimen bis Mai 2020 entstanden, danach nur noch im geringem Umfang, etwa Deutschland entsprechend. Schauen Sie sich die Zahlen an unter Todeszahlen international auf der Tagesspiegel-Seite.

  87. 24.

    Wer in Schweden in einem Pflegeheim an Corona erkrankt ist kam nicht ins Krankenhaus. Auch wenn vielleicht eine Chance der Heilung bestanden hätte. Die Leute wurden nur noch paliativ behandelt und starben einsam. Es hätte in Schweden nicht so viele Tote geben müssen. Die meisten Schweden, besonders auf dem Land, sind sehr vorsichtig, halten Abstand, treffen wenige. Auch in Schweden leidet die Wirtschaft unter den Folgen von Corona.

  88. 23.

    "Exzesse, wie monatelange Lockdowns"

    Monatelange? Ich weiß ja nicht, wie Sie "Lockdowns" definieren, aber der deutsche "Lockdown" wurde bereits nach nicht mal einem Monat wieder gelockert (Einzelhandel). Restaurantbesuche war dann nach nicht mal 2 Monaten wieder möglich. (Grund)Schulen wurden nach 2 Monaten wieder "geöffnet".

    "Auch gab es in Schweden nicht die extremen Grundrechtseinschränkungen wie bei uns. "

    Ich weiß zwar nicht, ob das auch für Demos gilt, aber "Zusammenkünfte von mehr als 50 Leuten sind nach wie vor nicht gestattet"!

  89. 22.

    Es sind tatsächlich viele Menschen gestorben, bestätigt auch A.Tegnell (FHM)Und überwiegend in den schlechten Heimen wo die alte Generation Migranten leben muss und es kein ausgebildetes Personal gibt. Auch in der Hauspflege arbeiten nur Personen ohne Ausbildung (3Tage anlernen), die oft selbst soziale Probleme haben. Die Todesanzeigen im Frühjahr in den Zeitungen waren entsetzlich. In S muss man aber keine Grundrechte einschränken . Dort reagieren 99,9% vernünftig und nicht egoistisch. Die einzigen Betrunkenen, die ich im August in Gbg sah, waren deutsche Erwachsene, die sich beschwert haben, dass STENA sie alkoholisiert nicht mitnimmt nach Kiel.

  90. 21.

    Der Prophet im eigenen Land ist nichts wert. Warum geht ausschließlich Schweden diesen Weg? Sind alle anderen Staaten dümmer als die Schweden?

  91. 20.

    In S ist es unterschiedlich und jeder sieht, was er will. Zu Fakten: max.50 Personen ist ein Gebot, d.h.man hält sich daran und fertig. Mit dem Rad kann man in kleinen Städten unterwegs oder auf dem Land. Versuchen Sie in Göteborg alles mit dem Rad zu machen..sehr viel bergauf und die Radwege parallel zu den Gehwegen sind seit Monaten für Räder gesperrt, damit die Fussgänger sich besser ausweichen können. Funktioniert sehr gut. Auto und Radfahrer teilen z.T. eine Spur mit Bussen. Ginge das in Berlin? Niemand fährt auf dem Geh- oder dem gesperrten Radweg. Das Wichtigste ist derUmgang mit Alkohol. Man trinkt nicht auf der Straße- hoch peinlich. Es gibt viele Zeitungsartikel über Menschen, die nach der Erkrankung geschwächt und eingeschränkt sind und nur noch halbtags arbeiten. Für sie gibt es keine weiter Unterstützung. Viele arbeitslos gewordene warten seit 7 Monaten auf Geld und leihen sich bei der Familie...kann man tägl.in Radio u TV darüber hören. Manches ist besser anderes nicht.

  92. 19.

    Die Schweden haben ihre Risikogruppen geopfert. Schweden mit Deutschland undifferenziert zu vergleichen ist Unfug. Schweden muss man mit Finnland und Norwegen vergleichen als ähnliche Länder (Bevölkerungsdichte, Struktur etc.). Der schwedische Weg ist bisher ein Desaster, die haben ein Vielfaches mehr an Toten im Vergleich zu Finnland und Norwegen. Schweden ist ein Negativbeispiel und eine große Enttäuschung. Man muss sich da die Toten pro 100.000 Einwohner anschauen. Deutschland 12, Norwegen 5, Finnland 6 und Schweden 57! Schweden hat fast 10 mal mehr Tote als die Nachbarländer.

  93. 18.

    Ihre Rechnung ist quatsch.

    Es gab es in Deutschland 2018 allein offiziell über 25.000 Grippetote, wobei niemand in Altenheimen etc. getestet hat. Man darf also von einer sehr hohen Dunkelziffer ausgehen.
    Hinzukommend gab es in Deutschland z. B. 40.000 Tote aufgrund multi-resistenter Keime. Machen wir jetzt alle Krankenhäuser dicht?
    Wieviele Mensche werden sterben, weil Krebsbehandlungen oder sonstige Behandlungen wegen "Corona" abgebrochen wurden oder Menschen sich nicht mehr ins Krankenhaus trauen?
    In Deutschland sterben jedes Jahr im Durchschnitt ca. 1 Mio. Menschen. Was, um alles in der Welt, ist so dramatisch, wenn darin 48.000 hypothetische Coronatote enthalten sind?
    Leute, schaut doch mal bitte auf das Ganze und pickt Euch nicht nur irgend welche Zahlen aus dem Zusammenhang raus. Denn dann sieht die Welt schon viel weniger bedrohlich aus.
    Aber momentan ist Angst- und Panikzeit.
    Soll wohl so sein.

  94. 17.

    Schweden hat es richtig gemacht.
    Exzesse, wie monatelange Lockdowns mit sehr hohen Schäden und Belastungen - insbesondere für Familien mit kleinen Kindern - hat es nicht gegeben.
    Auch gab es in Schweden nicht die extremen Grundrechtseinschränkungen wie bei uns.
    Dass viel zu viel Menschen gestorben seien, halte ich für Propaganda. Damit soll wohl der deutsche Weg des Radikalismus gerechtfertigt werden.
    Momentan sieht es nämlich überhaupt nicht danach aus, als ob Schweden in diesem Jahr eine extreme Übersterblichkeit bekommen würde.
    Wenn ich die schwedischen Bilder sehe von freien Menschen ohne den Maskenzwang, werde ich zutiefst neidisch.
    Stattdessen wird die Panikmache und die immer schrillere Hysterie selbst dem Chef der Kassenärztlichen Vereinigung zuviel. Dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

  95. 16.

    Egal, wie man den sog. schwedischen Weg findet, eines ist Klassen besser: nicht jeder sog. Politiker (darf) stolpert täglich neuen Humbug medienwirksam aus! Siehe Zwangsurlaub für alle deutschen Eltern im Januar/Februar. Oder Beherbergungsverbot nach Postleitzahl-Unterbezirk. Oder im Sommer alles erlauben und im Herbst jammern.

    Dieses Rumgeeiere muss endlich ein Ende finden.

    Wenn schon das Kanzlerinnenwort nix zählt, muss wenigstens ein anderer den Hut auf haben.

  96. 15.

    Wo hat Deutschland denn seine Bevölkerung traumatisiert? Und welche Angst verbreiten sie denn?

    Ich finde wir haben eine sehr spannende Diskussionkultur wo alles von links nach rechts durchgesprochen wird und transparent gemacht wird. Demokratische Prozesse sehen doch nun einmal so aus. Und das bei 80mio nie ein einheitlicher Konsens gefunden werden kann, ist sicherlich allen klar. Die eigene Akzeptanz, fremden Meinungen zu respektieren liegt aber dann bei jedem einzelnen und nennt sich Ambiguitätstoleranz. Viele Grüße

  97. 14.

    Toller Bericht.
    Leider kann man das mit Deutschland nicht vergleichen. Die Schweden sind wirklich um vieles höflicher und achten auf Hygenemassnahmen und die Älteren.
    Das findet man kaum in Deutschland. Wir bringen es einfach nicht.

  98. 13.

    Nur mit weniger Erfolg. 6.000 Tote bei nur 10 Mio Einwohnern? Wäre bei uns dann 48.000 Tote bis dato.
    Will man das?

  99. 12.

    Schweden schafft eine hohe Zufriedenheit, was sich scheinbar auch darin bestätigt, dass das Vertrauen für ihren Gesundheitsbereich gestiegen ist.
    Ich finde auch Deutschland macht vieles richtig, unserer Zahlen sind immernoch „human“. Bei Ländern wie Schweden sollte man nicht vergessen, dass wir da nur von ca. 10mio Menschen, statt 80mio Menschen sprechen. Auch die Bevölkerungsdichte liegt in Schweden bei 25Personen/qkm, hier bei ist liegt der Wert bei 230.
    Ich finde Vergleiche sind damit total schwer anzustellen. Gleichzeitig sehen die Versorgungssystem und damit die Möglichkeiten die die Politik nutzen kann, unterschiedlich aus. Das man Regel gut oder schlecht finden kann ist total okay, aber ein Vergleich zwischen Ländern ist schwer. Vielleicht ist Schweden das Land, wo der Verlauf von COVID-19 gerade am besten mit dem Leben vereinbart werden kann. Wie würdest du denn einem Vergleich zwischen Deutschland und dem Iran, Russland, USA, Australien, Brasilien, Thailand bewerten?

  100. 11.

    Danke für den Artikel, der war sehr interessant. Was ich mir allerdings noch gewünscht hätte, wäre eine Bezugnahme zu Deutschland. Denn auch wenn der schwedische Sonderweg erst einmal relativ gut klingt, darf man zwei Dinge nicht vergessen: 1. Deutschland hat eine etwa zehnmal so hohe Bevölkerungsdichte wie Schweden (Ende 2019 laut Wikipedia 233 EW/km² zu 23 EW/km²) und 2. ist in Schweden das Vertrauen in den Staat im Allgemeinen deutlich höher.
    D. h., hier in Deutschland treffen täglich deutlich mehr Menschen auf einander und nur weil die Regierung um etwas bittet, kommen die Deutschen den Vorschlägen noch lange nicht nach. Die Schweden wiederum sind da weniger kritisch, sodass man weniger Verbote braucht. Letztlich wage ich stark zu bezweifeln, dass der schwedische Weg bei uns funktioniert hätte. Und um erst einmal ein paar Monate damit zu experimentieren ist die Situation viel zu gefährlich. Alles in allem hat auch Deutschland vieles sehr richtig und gut gemacht.

  101. 10.

    die urbanisierung in schweden ist dichter als in deutschland ! daher ist diese argument das schweden doppelt soviel fläche hätte und 10 mio einwohner abzurd ! damit kann man keine infektionsverlauf erklären! ganz im gegenteil die menschen leben in schweden dichter zusammen als in deutschland. fahrrad ist auch falsche annahme. die niederländer sind fahrrad nation und die haben höhere anstieg wie deutschland.

  102. 9.

    Richtig, sehe ich genauso. War im Sommer 8 Wochen dort. Das zwischenmenschliche Klima ist angenehm angstbefreit - im Gegensatz zu Deutschland! Dennoch passen die Schweden auf und sind nicht leichtsinnig. Ich habe mich in der ganzen Zeit nie unsicher gefühlt.

  103. 8.

    Unsere Bevölkerung ist nicht traumatisiert, sie sollte mal einkaufen gehen, alles ganz normal. Vielleicht bezieht sich ihr Kommentar auf sie selbst. Übrigens ist der schwedische Weg genau so wie der europäische. Wenn sie den Anfang des Artikels lesen, sind die Einschränkungen die gleichen wie bei uns. Bei uns waren zudem Treffen von mehr als 50 Leuten noch möglich. Der Unterschied zum schwedischen Weg ist, dass wie nicht so viel Tote haben.

  104. 7.

    Ich finde die schwedische Regierung macht es genau richtig und Deutschland sollte sich da ein Beispiel dran nehmen.

  105. 6.

    Der schwedische Weg findet aktuell international immer mehr Anerkennung.Auch die WHO hat Schweden gelobt.
    Einer der Vorteile ist,dass Schweden weniger Angst verbreitet und seine Bevölkerung nicht traumatisiert hat.

  106. 5.

    vor kurzem war ich in Schweden. Die vielen Toten vom Anfang hätten nicht sein müssen. Aber die Zurvorkommenheit und der Respekt eines jeden einzelnen dort lebenden ist wesentlich ausgesprägter als hier. Viele halten respektvoll Abstand. Außerdem haben die Schweden 10.5Mio Einwohner bei fast doppelt so viel Fläche. Was ein großer Vorteil ist. Statt Nahverkehr kann man dort alles auch klasse mit dem Rad erreichen. Daher können die sich solche Regeln leisten.

  107. 4.

    Ich bin gerade für einen Tag beruflich in Stockholm, und weil ich die Risiken einer Flugreise nicht tragen wollte und viel Ausrüstung dabei habe, bin ich zwei Tage mit dem (Erdgas-)Auto hingefahren und werde morgen und übermorgen zurückfahren. Interessante Erkenntnis: Ich bin hier der Einzige, der beim Betreten eines Hotels oder Restaurants eine Maske trägt. Wann immer ich (natürlich mit Abstand) mit Leuten rede, finden sie es gut, dass ich eine Maske trage, und sie fänden es besser, wenn das alle anderen in solchen Situationen auch täten. Aber sie tun es nicht, weil sie es nicht müssen. Das Personal in Hotels trägt Maske, wenn der Arbeitgeber es intern so regelt. Also mein Eindruck: ganz geheuer ist den Schweden dieser lockere Umgang nicht...

  108. 3.

    "Die schwedische Regierung hat dabei immer an ihre Bevölkerung ... und nie auf Verbote gesetzt."

    Hä?! "Zusammenkünfte von mehr als 50 Leuten sind nach wie vor nicht gestattet." ist kein Verbot?!

  109. 2.

    Es gibt nicht nur schwarz und weiß, nicht nur DAS EINE richtig und DAS EINE falsch. Ich finde den Weg der Schweden eigentlich ganz gut, aber eben nicht perfekt, wie im Artikel beschrieben. Was dort ggf. zu locker gehandhabt wird (fehlende Maskenpflicht) wurde hier ggf. übertrieben (kompletter Lockdown). Natürlich weiß man solche Dinge immer erst im Nachgang sicher und dann kommt das besserwisserische "hätte, hätte...". Ich habe großen Respekt vor den Epidemiologen und den Entscheidungsträgern - heftige Kritik bekommen diese Personen, egal welchen Weg sie gewählt haben.

  110. 1.

    Ein gelungener sachlicher Bericht. Ausgewogene Maßnahmen, die das Wohlergehen aller im Blick haben.

    Wer im Vergleich dazu die deutsche Strategie gut findet, kann meiner Meinung nach nur Sadist oder Masochist sein.

    Was unsere Kinder derzeit ertragen müssen, ist jedenfalls unzumutbar.

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