Einsatzkräfte der Feuerwehr sind nach einem schweren Autounfall an der A2 bei Wollin mit Bergungsarbeiten beschäftigt. (Quelle: Julian Stähle)
Bild: Julian Stähle

Bei Wollin von der A2 abgekommen - Verletzter Autofahrer nach Unfall dank Live-Standort-Funktion gefunden

Stundenlang war ein Autofahrer nach einem Unfall an der A2 bei Wollin unentdeckt in dem Fahrzeugwrack eingeklemmt. Eine Bekannte suchte und fand den 32-Jährigen schließlich, weil er bei WhatsApp die Live-Standort-Funktion aktiviert hatte.

Bei einem Unfall auf der A2 bei Wollin (Landkreis Potsdam-Mittelmark) ist ein Mann schwer verletzt worden. Der 32-Jährige sei am Freitagabend gegen 18 Uhr von der Autobahn abgekommen und am Fahrbahnrand eingeklemmt in seinem Wagen liegengeblieben, wie die Polizei mitteilte.

Der Mann wurde in ein Krankenhaus in Berlin geflogen. Wegen des Rettungseinsatzes wurde die A2 Richtung Berlin der Polizei zufolge gesperrt. Die Bergungsarbeiten dauerten bis nach Mitternacht.

Unfallopfer mehr als vier Stunden eingeklemmt

Der Unfall war offenbar über Stunden unentdeckt geblieben. Nach Informationen von rbb|24 wurde der Mann von einer Bekannten gefunden, weil er über den Messenger-Dienst WhatsApp die Live-Standort-Funktion aktiviert hatte. Die Frau hatte sich zunächst an den letzten übertragenen Standort des Mannes begeben und von dort aus zu Fuß weitergesucht.

Laut Feuerwehr Wollin fand sie ihren Bekannten mehr als drei Stunden nach dem Unfall. Dann habe es noch einmal eine Stunde gedauert, bis die Einsatzkräfte den Mann aus dem Autowrack befreien konnten. Die Karosserie des Autos sei verstärkt gewesen, deshalb sei es schwierig gewesen, den Mann zu befreien, erklärte Einsatzleiter Andreas Linsdorf von der Feuerwehr Wollin. Die Frau habe einen Schock erlitten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 28.11.2020, 10:30 Uhr

23 Kommentare

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  1. 23.

    Nun, wenn man sich mal ansieht, wie viele Unfälle bei Wollin und Ziesar auf der Autobahn gibt, muss da wohl sehr häufig "viel passieren"...

  2. 22.

    3 spurige bestens ausgebaute Autobahn
    Eintönige max. 130 km/h Beschränkung
    Wenn es der Verkehr und die Witterung zulässt,
    könnte man dort sicher 200 Km/h fahren.
    Dabei wäre man aufmerksamer, sicherer und schneller am Ziel.
    Im Vergleich zur A2 im Westen ist es dort frei und ruhig!
    Das wollen weniger mobile Menschen nicht hören,
    Und dem Land Brandenburg würden natürlich auch Blitzereinnahmen entgehen.

  3. 21.

    Kann auch sein der KFZ-fahrer einfach überfordert war, oder er hat die Leitplanke einfach übersehen. Dieses Fehlverhalten ist bei vielen Autofahrern an zu treffen wenn es um Fußgänger und Radfahrer geht.

  4. 20.

    #RBB-24-Nutzer: Mir macht ehrlich gesagt nicht so sehr der (demokratische) Staat mit seinen Überwachungskameras Sorgen. Vielmehr verstört mich die Video-Manie mancher Sensationsgitter, die Videos von Unfallopfern erstellen und diese dann über die bekannten Medien "teilen". Das ist schon mehr als krank.

  5. 19.

    Ich weise darauf hin, das die Karosse des Wagens verstärkt war. Also eine gepanzerte Limousine. Jetzt kann man annehmen, das diese Panzerung ihm zunächst mal das Leben gerettet hat, so wie der Wagen auf dem Foto aussieht. Das die dann schwerer zu öffnen ist als "normale" Autos ist ja der Sinn der Sache. Gute Besserung dem Fahrer. Und ich hätte auch gern jemanden, der zu Fuß nach mir sucht wenn ich nicht ankomme wo ich hin wollte. Respekt!

  6. 18.

    Also jetzt mal ganz ehrlich, was ist denn bitte die Motivation derjenigen hier, die Unfallursache zu ergründen und gaaaaanz genau zu wissen, was vorgefallen sein muss. Handy, Schlaf, Wild, Reifenplatzer.. jawohl, bald kommt der nächste und sagt, er muss bei einem Mirddnschlag abgedrängt worden sein, oder irgendein Clan hat ihm ne Pistole via Beifahrer präsentiert. Ich verstehe es nicht, was haben all diejenigen von ihren Behauptungen? Noch mehr Weisheit, die zu Löffeln ist?!
    Gott, es gibt unzählige Möglichkeiten, auf einer Autobahn von der Fahrbahn abzukommen, auch wenn sie gerade oder leicht zu befahren ist. Also, mal schön den Ball flach halten.

  7. 17.

    Der Buerger hat mit seiner Stammtisch-Spekulation auf Basis der Angaben dieses Artikels allerdings wenig Sachkunde bewiesen.

  8. 16.

    Er hat doch gar nicht unterstellt sondern nur eine vage Vermutung einer möglichen Ursache gepostet. Bitte mal ruhig bleiben, unmöglich ist das nämlich bei Weitem nicht, schaut man mal in fahrende Fahrzeuge hinein. Das Herumspielen am Smartphone dürfte die Erklärung für so einige unerklärliche Unfälle sein, wo Fahrzeuge ganz unvermittelt von ihrer Spur abkommen und in den Gegenverkehr geraten oder plötzlich von der Straße abkommen. Das heißt deshalb noch lange nicht, dass es auch hier so gewesen sein muss. Dies als Möglichkeit anzusprechen, ist aber auch kein Drama. Natürlich kommen auch andere Ursachen in Frage, wie Ausweichen vor Wild oder Sekundenschlaf zum Beispiel.

  9. 15.

    Sorry ich kenne die Autobahn bis Hannover wie meine Westentasche. Da muss schon viel passieren um von der Fahrbahn abzukommen. Und wenn ich mir die Karre ansehe war hohe Geschwindigkeit auch im Spiel. Aber trotzdem entweder Handy, sekundenschlaf oder reifenplatzer. Eins von dreien wird es gewesen sein

  10. 14.

    Nein, hatte er doch gar nicht. Die Bekannte suchte von letzten bekannten Standort zu Fuß weiter. So fortschrittlich sind wir hier in Deutschland nun auch nicht!

  11. 13.

    Da hat jemand über Stunden zu Fuß entlang einer vielbefahrenen Autobahn gesucht...... und niemand hat einen Unfallfahrzeug gesehen und keine Person zu Fuß im unmittelbaren Bereich der Autobahn??? Waren wohl nur Blinde unterwegs.... und niemand hat etwas gemeldet. Sorry bin selbst seit 34 Jahren aktiv bei der Feuerwehr aber solch eine Meldung ist mir schleierhaft. Trotzdem alles Gute dem Verunfallten und ein Dank seiner Bekannten...

  12. 12.

    ...dieses sehr positive Bsp. technischen Fortschritts, als Reaktion auf diesen Bericht, in etwas Negatives in Bezug auf "Big Data" u. "Staatl. Überwachung-Phantasien" zu drehen ist echt krude..

  13. 11.

    Die heimliche Sensation in dem Beitrag ist: Er hatte Netz. Und das mitten in Brandenburg im Jahre 2020!

  14. 10.

    Gut, dass der Betroffene gefunden werden konnte. Gute Besserung. Auch der Eifer der suchenden Frau, den Mann über mehrere Stunden zu Fuß ausfindig zu machen, zollt einem Respekt ab.

    Was etwas unbehaglich ist, ist die subtile, indirekte Art, mit der Standortdatensammlung pauschal positiv beleuchtet wird. IT- wie Auto-Firmen sowie auch der Staat im Bereich Polizei, s. "KESY", leisten keine gute Arbeit beim oftmals unrechtmäßigen Anhäufen von Informationen nach Big-Data-Ansätzen. Wenn man sich anschaut, was manche gerne an Kameras überall hätten, wird einem schwindlig. Dabei bleibt Kontrolle immer eine Illusion. Sicherheit wird als Verkaufsargument aufgeführt.

  15. 9.

    "Jetzt ist natürlich die Frage hat er sich vor dem Unfall mit WhatsApp beschäftigt??Vielleicht wäre es nicht zu dem Unfall gekommen wenn er sich auf die Fahrbahn konzentriert hätte. Wenigstens kam kein Unbeteiligter zu Schaden."
    SIE sollten sich vor dem schreiben lieber fragen,ob es o.k. und sinnvoll ist,hier so eine Unterstellung zu posten.
    Nirgends steht,dass der junge Mann auf sein Handy statt auf die Straße gesehen hat.


  16. 8.

    "Der 32-Jährige sei am Freitagabend gegen 18 Uhr von der Autobahn abgekommen und am Fahrbahnrand eingeklemmt in seinem Wagen liegengeblieben, wie die Polizei mitteilte."
    "Eins kann ich nicht verstehen wie man ein Unfall Auto an der Autobahn nicht sehen kann. Eigendlich hätte man den Unfall sehen müssen wenn man mit offenen Augen Auto fährt." SEHR SCHLAU-WIRKLICH:
    Schon mal darüber NACHGEDACHT,dass es jetzt um 18:00 schon dunkel ist und der Wagen für den fließenden Verkehr nicht mehr erkennbar war.
    Auch die Bekannte ,die dann Vorort am zuletzt gesendeten Standort ankam, hat noch zu Fuß gesucht. Hätte sie wohl kaum gemusst,wenn der Wagen klar erkennbar gewesen wäre.

  17. 7.

    Vielleicht sollten Sie sich lieber „spekulationswütiger Bürger‘ nennen, dann ehrlich gesagt fehlt es Ihnen scheinbar gehörig an Sachkunde, wenn Sie vermuten, der Fahrer müsse beim Fahren WhatsApp bedient haben.

  18. 6.

    Naja, es wird früh dunkel, Autobahnen und deren Ränder sind nicht beleuchtet. Wenn auf der Autobahn in dem Bereich kurzfristig nur der Verunfallte gefahren ist, kann der Unfall unbemerkt passiert sein.
    Könnte aber auch sein, dass ein ignoranter Autofahrer den Unfall gesehen hat und sich nicht um seine Mitmenschen kümmert. Leider gibt es unterschiedliche Reaktionen: die einen helfen nach ihren Möglichkeiten, andere halten nur auf menschenverachtende Weise ihr Handy auf die Szene und filmen und die letzten fahren ohne zu Zucken und Hilfe zu leisten weiter.

  19. 5.

    Nur weil er diese WhatsApp Funktion eingeschaltet hat, gehen Sie davon aus, dass er mit dem Handy in der Hand gefahren ist?
    Diese Funktion ist eine Funktion, die genauso wie GPS im Hintergrund läuft und Freunden zeigen kann, wo man sich befindet.
    Also reine Spekulation ohne konkrete Hinweise.

  20. 4.

    Den Live-Standort kann WhatsApp automatisch übertragen. Der Dienst muss nur aktiviert werden. Danach muss das Smartphone dafür nicht mehr in die Hand genommen werden.

  21. 3.

    Jetzt ist natürlich die Frage hat er sich vor dem Unfall mit WhatsApp beschäftigt?? Vielleicht wäre es nicht zu dem Unfall gekommen wenn er sich auf die Fahrbahn konzentriert hätte. Wenigstens kam kein Unbeteiligter zu Schaden.

  22. 2.

    Eins kann ich nicht verstehen wie man ein Unfall Auto an der Autobahn nicht sehen kann. Eigendlich hätte man den Unfall sehen müssen wenn man mit offenen Augen Auto fährt.

  23. 1.

    Dieses sehr lange nicht erkennen eines schweren Unfalls soll ja durch das neue, eCall Notrufsystem, was seit ca einem Jahr Pflicht ist bei Neuwagen, verhindert werden.

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