Zahlreiche Fahrradfahrer sind bei einer Fahrrad-Demonstration auf der A100 unterwegs (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Gegen Autobahn-Ausbau - Berliner A100 wegen Fahrraddemo gesperrt

Die Autobahn A100 in Berlin war am Samstag für eine Fahrraddemonstration gesperrt. Zu der Demo aufgerufen hatte das Bündnis "A100 stoppen".

Die Route führt vom Hermannplatz in Neukölln über die Stadtautobahn A100 sowie Tempelhof bis zum Bundesverkehrsministerium in Mitte.

Das Bündnis wollte mit der Demonstrationen gegen den Ausbau der A49 in Hessen, aber auch gegen den Weiterbau der A100 in Berlin demonstrieren. Die Waldrodungen für den umstrittenen Ausbau der A49 von Kassel nach Gießen werden von heftigem Protest begleitet. Auch die A100 wird von der Neuköllner Grenzallee bis zur Straße Am Treptower Park weiter ausgebaut. Eröffnet werden soll der Teilabschnitt 2023.

Gleiche Demo bereits am 14. November

Bereits vor zwei Wochen hatte das Bündnis "A100 Stoppen" eine solche Protestfahrt durch Berlin durchgeführt. Auch da ging es von Neukölln aus über die Stadtautobahn bis nach Berlin-Mitte. Ziel war die hessische Landesvertretung nahe des Potsdamer Platzes. Nach Veranstalterangaben hatten sich insgesamt 1.000 Menschen an der Protestfahrt beteiligt.

Es kam sowohl auf der Stadtautobahn, die nach zwei Stunden wieder freigegeben wurde, sowie auf den Straßen rund um die Protestroute zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Sendung: Inforadio, 28.11.2020, 7 Uhr

43 Kommentare

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  1. 43.

    Weit gefehlt, Autofahrer zahlen gerade mal einen Bruchteil dessen was sie verursachen, im Gegenteil Autofahrer werden sogar von denen gesponsort, die kein Auto fahren, wie bei Autobahnen.

    "Autofahrer verursachen einer Studie zufolge deutlich mehr Folgekosten als sie Abgaben zahlen. Diese Folgekosten wie etwa für Unfälle und die Auswirkungen auf den Klimawandel summieren sich laut einer Studie der Technischen Universität Dresden auf knapp 90 Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland. Die Autofahrer zahlen demnach für Kfz-Steuer, Energie- und Mehrwertsteuer lediglich rund 50 Milliarden Euro pro Jahr".

  2. 42.

    Ich denke mal an die Kfz-Steuer, Mineralölsteuer Mehrwertsteuer auf Kfz-Steuer... Also die Autofahrer zahlen schon eine ganze Menge

  3. 41.

    Dass die A100 die Verkehrssicherheit in Berlin erhöht, da möchte ich von Ihnen jetzt mal valide Zahlen sehen. Und dass die Autobahn dafür sorgt, dass es weniger Verkehr innerstädtisch geben wird ist schlicht gesagt Bullshit.
    Weniger Verkehrsaufkommen wurde beim „Ersatz“ der B96a durch die Autobahn auch behauptet. Eingetroffen ist davon nichts.
    Stichwort Jevons Paradoxon.
    Da können Sie sich übrigens gerne mal die Prognosen zur A100 Eröffnung am Treptower Bahnhof anschauen. Diese Ecke wird dann in Zukunft an Autos ersticken.

    Und dass Sie zu einer Gruppe von Menschen gehören, die auf nichts mehr als die eigene „Freiheit“, gerne auch auf Kosten Anderer, wert legt, das haben sie ja eifrig illustriert.

    Aber warum sollen die anderen Berliner für den Preis des Autofahrens aufkommen? Ich bin dazu jedenfalls nicht mehr bereit. Und sehr viele andere Berliner auch nicht.

  4. 40.

    Was sind das nur für Leute, die immer wieder Autobahnen für alberne Verkehrsmittel sperren? Und das 365 Tage im Jahr?

    Und warum müssen ALLE Steuerzahler für den Luxus von Autofahrern bezahlen? 1 km Autobahn kostet "zwischen 6 Millionen und 20 Millionen Euro liegen und sogar bis zu 100 Millionen Euro erreichen, wie das Bundesverkehrsministerium in den vergangenen Jahren auf Fragen antwortete".

    Warum bezahlen Autofahrer ihren Luxus nicht selbst?

  5. 38.

    Darin abwegige Vergleiche aufzustellen waren sie schon immer gut.

    Wir fällen nämlich Bäume wenn sie eine Gefahr darstellen! Und zwar ratzfatz.

    https://www.lr-online.de/nachrichten/auf-brandenburgs-alleen-wird-mehr-abgeholzt-als-nachgepflanzt-36132666.html

  6. 37.

    Was sind das nur für Leute, die immer wieder Autobahnen für alberne Demonstrationen sperren?

  7. 36.

    Darum sofort die Gurtpflicht wieder aufheben. Das grenzt die Bürger nur in ihrer Freiheit ein.

  8. 34.

    Warum? Mit dem Lebensrisiko hat er doch Recht! Wäre es anders, wären viele alltägliche Dinge längst verboten, weil sie Leben und Gesundheit kosten können. Es gibt also einen stillen gesellschaftlichen Konsens, dass unsere täglichen Tätigkeiten und Gewohnheiten auch eine gewisse Zahl an Opfern fordern dürfen. Das heißt ja nicht, dass wir diese leichtfertig hinnehmen oder unberührt opfern, sondern dass wir ein geringstmögliches Restrisiko akzeptieren müssen. Natürlich soll dieses so gering wie möglich sein, aber eben niemals null. Wir fällen auch nicht alle Bäume, weil jedes Jahr etliche Menschen von solchen erschlagen werden.

  9. 33.

    Und Sie meinen ernsthaft, wenn wir keine Autobahn bauen, ändert sich in Sibirien etwas zum Guten?
    Schon mal darüber nachgedacht, dass es sogar sinnvoll sein kann, Schnellstraßen zu bauen, um den mit hohem Treibstoffverbrauch verbundenen Verkehr aus Städten, Dörfern und/oder Wohngebieten herauszuhalten? Der Verkehrssicherheit dient es auch noch. Gerade in Berlin wäre ein innerstädtischer Autobahnring sogar sehr sinnvoll, damit nicht alle quer durch die City müssen. Im Gegenzug kann man dann gerne die Durchfahrt in der Stadt für Kraftfahrzeuge verbieten. Das wäre ein Beitrag für Umweltschutz und Verkehrssicherheit. Wer immer nur gegen etwas ist, dem wird sich das aber wohl nicht erschließen.

  10. 32.

    Hoffe, die armen Menschen strampeln nicht immer noch, sonst sind sie per Definition ja jetzt keine Radfahrenden mehr.
    Furchtbar diese Genderei.

  11. 31.

    Leute die sich erst von der Natur zwingen lassen etwas zu ändern sind für mich auch Vollpfosten.......

  12. 30.

    Die Teilnehmer-Angabe mit 1.000 Radfahrenden bezieht sich auf die Demo am 14.11. Bitte richtig lesen, das steht auch so im Text.

  13. 28.

    Immer wieder krass zu sehen was für Vollpfosten in den Ämtern sitzen um sowas zu zulassen. Desweiteren sollte man den Radfahrern erst mal das Radfahren beibringen uns sie an die Regeln im Strassenverkehr heranführen. Für diese Leute gibt es ja weder Ampeln noch bestehende Radwege. Fordern aber immer mehr davon. Also wenn schon da bitte auch benutzen.

  14. 27.

    Wieso Verkehrsbehinderungen. Der Verkehr rollt doch,oder steht da ein Fahrrad ?

  15. 26.

    Ich bezweifle mal ihre Zahlenangaben. Unter anderem fehlt auch wieviel Tote es durch Luftverschmutzung vom KFZ Verkehr gibt. Verkehrstote als allgemeines Lebensrisiko hin zu stellen ist mit das Letzte. Wäre es auch ein allgemeines Lebensrisiko wenn ein LKW auf ihr Auto auffährt und sie versterben? Das wäre bestimmt etwas ganz schlimmes.

  16. 25.

    Ich kann auch nur den Kopf schütteln mit welcher Ignoranz und Inbrunst die Menschheit an dem Ast sägt auf dem sie sitzt....unsere Enkel werden uns verfluchen.

  17. 24.

    4.8km^2 der Berliner Verkehrsflächen gehören dem Radverkehr, 18% der Wege werden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Knapp 12 Mal so viel, nämlich 56,2km^2 der Verkehrsfläche gehören Autos, aber nur 26% der Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Der Radverkehr ist von 2013 bis 2018 um 40% gewachsen, die Radinfrastruktur nicht.

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