14.11.2020, Berlin: Zahlreiche Fahrradfahrer sind bei einer Fahrrad-Demonstration auf der A100 unterwegs und demonstrieren damit gegen den Bau weiterer Autobahn-Projekte. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
Bild: dpa/Jörg Carstensen

Behinderungen auch im Berliner Stadtverkehr - Fahrradkorso führte zu Sperrung der A100

Eine Demonstration von Radfahrerinnen und Radfahrern hat am Samstagnachmittag zu einer Teilsperrung der Berliner Stadtautobahn A100 geführt.

Mit einem Fahrradkorso protestierte das "Aktionsbündnis A100 stoppen" gegen den Ausbau der A100 sowie der A49 in Hessen. Die Demonstration startete um 13 Uhr mit einer Kundgebung am Hermannplatz. Die Strecke des Fahrradkorsos führte von dort unter anderem über die Karl-Marx-Straße zur Grenzallee sowie über die A100 und den Tempelhofer Damm bis nach Berlin-Mitte. Vor der hessischen Landesvertretung in der Nähe des nahe Potsdamer Platzes sollte am frühen Samstagabend die Abschlusskundgebung stattfinden, wie das Aktionsbündnis auf seiner Internetseite schreibt [a100stoppen.de].

Zwischen Alboinstraße und Dreieck Neukölln war die A100 in beiden Richtungen bis etwa 16:15 Uhr gesperrt. Auch auf den übrigen Straßen der Demonstrationsroute kam es in den Nachmittagsstunden zu Behinderungen und kurzzeitigen Sperrungen.

Sendung: Inforadio, 14.11.2020, 14:00 Uhr

25 Kommentare

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  1. 25.

    Ich bin gebürtiger Berliner und ins Umland gezogen. Hier fahren Autos auf Straßen und Radfahrer auf Radwegen.
    Ich mag Recht und Ordnung. MEIN Berlin gibt es nicht mehr...

  2. 24.

    Da gebe ich Ihnen Recht, eine rechtzeitige Verkehrsinfo ist auf jeden Fall zu erwarten, alles andere ist kontraproduktiv. Auch ich habe beinah ergebnislos sehr lange suchen müssen, um eine Info zu finden, wann denn die Abschlusskundgebung ist. RBB online und Inforadio brachten es indirekt mit der Meldung, dass man bis 17 Uhr mit Beeinträchtigungen rechnen müsse. Es ist ärgerlich, wenn nicht vorher informiert wird, a b e r: Ich vermute dahinter nicht die Taktik, den Autofahrern das Fahren abzugewöhnen, sondern die g e w o l l t e V e r ä r g e r u n g dieser Interessengruppe - und wir können in diesem Kommentar hier nachlesen, gegen w e n sich der Ärger richtet. Ich glaube nicht, dass das im Interesse der Protestierer ist, den Groll auf sich zu ziehen. Wenn die Sperrung genehmigt war, liegt es nicht in der Verantwortung der Demoteilnehmer, die Verkehrslenkung zu regeln.

  3. 23.

    Sie scheinen nicht in Berlin zu wohnen. Ich sehe täglich wie Autos auf Radwegen geparkt werden, auf Radwegen überholt wird und die Radler noch abgeholt und weggedrängelt werden. Und die Regelungen der Fahradstraße kennt offensichtlich auch fast niemand.

  4. 22.

    Schon mal davon gehört oder gelesen, dass IHRE Meinung nicht die Meinung ALLER oder der MEHRHEIT sein muss?

    Es gibt scheinbar einen Haufen Menschen, die tagtäglich das Auto nutzen (müssen oder WOLLEN), aber wie können die es wagen, IHNEN zu widersprechen?

  5. 21.

    Das Bild zeigt doch eindeutig wie sich Radfahrer auch im normalen Straßenverkehr bewegen.
    Keine Hand am Lenker
    Handy in der Hand oder auch beide
    Dort fahren wo es einem gefällt
    Ansonsten fordern, fordern, fordern aber nichts geben.
    Also alles wie immer.
    Auch ich stelle mich schon im Vorfeld auf Verfehlungen von Radlern ein und richte meinen Fahrstiehl darauf aus.

  6. 20.

    Was das für ein Quatsch, man hat nur 30 Minuten länger gebraucht. In 3 Stunden fährt man von Berlin nach Frankfurt/Oder und wieder zurück. Wenn ihre Arbeit so weit weg ist, sollte man sich überlegen ob man nicht besser umzieht.

  7. 19.

    Autos dürfen auch auf Radwegen nicht Bauart bedingt fahren, machen sie aber trotzdem täglich. Also schön ruhig bleiben, wenn man es selber nicht so mit dem Gesetz nimmt.

  8. 18.

    Es geht um den Weiterbau bis Landsberger Allee. Woher haben sie die Info, dass diese Planung bereits beschlossen ist?

  9. 17.

    Bisher zeigen sich doch die Radfahrer als die am Verkehr Teilnehmenden Gruppe als die größten Egoisten. Teile dieser Verkehrsteilnehmer meinen die "Retter der Welt" zu sein und sie hätten alle Rechte ohne auf das geschriebene Recht zu achten. Keine andere Gruppe Verkehrsteilnehmer ist derart rücksichtslos und verlangt nach immer mehr Rechten ohne auch nur einen Cent dafür zu zahlen.
    Und eine Auto hassende Verkehrssenatorin bestärkt diese Leute noch mit Straßensperrungen und überbreiten Pop Up Radwegen für eine übermäßige Bevorteilung der Radfahrer. Während dem gemeinen "Pöbel" das Auto fahren vermiest werden soll, hat Frau Senatorin den größten Tessler als Dienstwagen, natürlich mit Chauffeur. Welch eine Heuchelei dieser Senatorin. Warum braucht diese Dame einen Dienstwagen wenn sie allen anderen die Autos verbieten möchte?

  10. 16.

    Bei allem Verständnis, aber das geht zu weit. Denken diese Leute auch daran das es auch Menschen gibt die am Wochenende arbeiten müssen???? Ich bin deswegen drei Stunden zu spät zu meiner Arbeit in einem Krankenhaus gekommen. Mal abgesehen davon, dass mir die Zeit nicht bezahlt wird, diese Leute sind mit Sicherheit die ersten die sich beschweren wenn es in der Notaufnahme zu stundenlangen Wartezeiten kommt!!!! Meine Kollegen konnten meinen stundenlangen Ausfall bei der ohnehin dünnen Personaldecke nicht kompensieren....Und noch eine Frage an die Verantwortlichen von der Polizei und Presse, warum wird so etwas genehmigt und warum kündigt man sowas nicht vorher an????

  11. 15.

    Ich liebe Corona, Da darf man sich wieder treffen und gemeinsam radeln. Herrlich diese Zeit.

  12. 14.

    Kommt ein paar Jahre zu spät, jetzt wo A100 fast fertig ist bringt diese Aktion überhaupt nichts. Sollte man sich vorher überlegen.

  13. 13.

    Die frage ist ob Autobahnen überhaupt dem Gesetz nach für solche Anliegen gesperrt werden dürfen. Habe mal was Gegenteiliges bei Bundesstraßen gehört.
    Vielleicht in den Bundesländern wieder unterschiedlich vor allem in unserem.

  14. 12.

    Da hätte ich auch gerne mitgemacht! Es wird Zeit, dass unsere Stadt eine echte Fahrradstadt wird! Diese rücksichtslosen Rasen gehen mir voll auf die Nerven! Gibt keine guten Gründe fürs Auto. Bin als Berlinerin komplett ohne Auto aufgewachsen und was soll ich sagen: es ist völlig unnötig ein Auto zu besitzen! Scheint für manche allerdings noch als Statussymbol zu fungieren... LOL!

  15. 11.

    Ich dachte ein Bundesgesetz schreibt vor, dass man Autobahnen nur mit Fahrzeugen befahren darf, die bauartbedingt mindestens 60 km/h fahren. Schon wieder mal vom Land ein Bundesgesetz missachtet.
    Wie sang einst Frau Nahles im Bundestag das Lied von Pippi Langstrumpf.. "... ich mach mir die Welt widiwidi wie sie mir gefällt"

    habs mal rausgesucht
    § 18 Absatz 1 heißt es:
    "Autobahnen (Zeichen 330.1) und Kraftfahrstraßen (Zeichen 331.1) dürfen nur mit Kraftfahrzeugen benutzt werden, deren durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mehr als 60 km/h beträgt …".

  16. 10.

    Was spricht also gegen die Benutzung der Gehwege mit Geschwindigkeitsbegrenzung für Radler/Roller ? Abgesehen von der StVO, die man ändern kann.
    Ihr wollt rasen und auf nichts und niemanden achten müssen ! Sie schreiben es doch selber so schön... Fahrräder auf dem Gehweg brächte die Fußgänger in Bedrängnis.. aber warum, wenn Radfahrer angemessen und rücksichtsvoll fahren.
    Da Sie schon den Sicherheitsabstand ansprechen.. zeigen Sie mir mal einen einzigen Radfahrer, der diesen Sicherheitsabstand einhält, wenn er sich überall durch- und vordrängelt und dann erneut von allen Autos überholt werden muss.
    Das wechseln der Fahrspur ohne Rücksicht auf den Verkehr ist ist Quasistandard, sodass sich Autofahrer schon daran gewöhnt haben diese Ferfehlung der Radfahrer auszugleichen.
    Auch der Irrglaube Fußgängerüberwege gewähren Radfahrern Vorfahrt ist weit verbreitet.
    Die Liste ist quasi endlos...
    Radfahrer sind mobile Unfallschwerpunkte. Die Benutzung der Straßen ist daher unverantwortbar.

  17. 9.

    Unabhängig von der Frage, inwieweit Aktionen wie diese die Verkehrswende vorantreiben oder nicht - es wäre schön gewesen, wenn man wenigstens über diese umfängliche Sperrung informiert worden wäre. Sonst wäre ich heute dort nicht langgefahren und völlig unvorbereitet in diesen Stau rein. Da ich die Strecke kenne, fahre ich dort nicht mit Navi, das mich evtl. gewarnt hätte. Im Verkehrsfunk keinerlei Info dazu, selbst als schon der halbe Stadtring zugestaut war.

    Will man damit erreichen, dass die Leute bei genug Erlebnissen dieser Art ihr Auto abschaffen? Ich bezweifle, dass das funktioniert. Ich selbst bin oft und gerne mit dem Rad unterwegs und habe auch schon an Sternfahrten teilgenommen. Alles schön und gut, wenn es für die Autofahrer halbwegs kalkulierbar ist. Von den Leuten, die heute neben mir im Stau standen, hatten es jedenfalls bestimmt etliche eiliger als ich und durch den Stau eine Menge Ärger am Hals, weil sie Termine verpassten oder Schlimmeres.

  18. 8.

    Es geht nicht um wenige oder eine Minderheit. Fakt ist, dass ich mich nicht mehr mit dem Fahrrad auf der Straße sicher fühle. Und ich rede hier nicht einmal von Hauptverkehrsstraßen, sondern von kleinen Wohngebietsstraßen. Die Automibile werden immer breiter, geparkt wird links und rechts, der übrigbleibende Raum der Fahrbahn wird immer schmaler, was zur Folge hat, dass nicht nur keine zwei Fahrzeuge aneinander vorbeikommen, sondern auch der Restraum neben einem Fahrzeug nicht für ein Fahrrad plus Mensch ausreicht. Sicherheitsabstand? Fehlanzeige! Fahrradwege gibt es nicht, die Gehwege werden für Fußgänger benötigt. Dort zu fahren brächte diese in Bedrängnis. Auch sie keine Minderheit. Wir sind allesamt Verkehrsteilnehmer, ein bisschen weniger Egoismus derer, die sich überhaupt ein Auto leisten können und wollen, wäre wohl angebracht. Wir brauchen nicht mehr motorisierten Verkehr, sondern weniger. Daher ist jeder Autobahnkilometer eine Fehlinvestition für die Zukunft.

  19. 6.

    Gut so!

    Verkehrswende kann kommen. Super!

    Mehr solche Aktionen!

    Also Auto und Radfahrer kann ich das nur begrüßen!

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