Das leerstehende Haus in der Odenwald-/Ecke Stubenrauchstraße in Berlin-Friedenau am 30.10.2019 (Quelle: imago images/Joko)
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Audio: Inforadio | 18.11.2020 | Wolf Siebert | Bild: imago images/Joko

Leerstehendes Haus in Friedenau - Wie Friedenauer Frauen für Wohnraum kämpfen

Derzeit soll es rund 20 marode "Problemimmobilien" in Berlin geben. Die Bezirke könnten für die Sanierung Treuhänder einsetzen, doch die Mittel wurden bislang nicht abgerufen. In Friedenau versucht eine Bürgerinitiative seit Jahren, das Problem selbst zu lösen. Von Ansgar Hocke und Wolf Siebert

In den Berliner Bezirken verringerte sich in den letzten Jahren die Anzahl der leerstehenden und verfallenen Häuser deutlich. Waren es 2015 noch über 50 Immobilien, die in einem maroden Zustand waren, gibt es nach Auskunft des Senators für Stadtentwicklung derzeit 21 echte "Problemimmobilien" in der Stadt. Diese Zahl ist allerdings schwer zu überprüfen, denn leerstehende Häuser und verfallene Gebäude werden nicht in einem berlinweiten Verzeichnis erfasst.

Eine dieser "Problemimmobilien" ist das Geisterhaus in Friedenau. Schon 2018 hatte der rbb darüber berichtet. Und auch über den Kampf einer Bürgerinneninitiative, die den Behörden Beine gemacht hat.

"Das Haus habe ich nie bewohnt erlebt"

"Das Haus habe ich in meinem ganzen Leben nie bewohnt erlebt. Ich komme aus Friedenau. Als Kind bin ich hier mit meinem Vater vorbeigelaufen und es stand immer leer." Mia Horlemann ist 16 Jahre alt. Sie kennt das Haus Odenwald-, Ecke Stubenrauchstraße, nur als einen Ort des Verfalls und des Leerstands. Die ebenfalls 16- jährige Lynn Aurich ergänzt: "Es kommt nicht nur darauf an, was die Eigentümerin möchte, denn das Haus hat auch für andere Menschen einen großen Wert."

Und Lucca Gallorda (17) ist davon überzeugt, dass das Haus so viele Möglichkeiten habe, im Endeffekt aber nur leer stehe, was schade sei. Die drei SchülerInnen gehören zum Leistungskurs Kunst des Paul- Natorp-Gymnasiums ganz in der Nähe. Sie hatten die Aufgabe, mit der Kamera den Verfall des "Geisterhauses" zu dokumentieren. Ihre Fotos haben sie vor kurzem als Open-Air-Ausstellung am Bauzaun vor dem Haus präsentiert. Die Idee dazu stammt jedoch von der "Nachbarschaftsinitiative Friedenau", die seit Jahren gegen den Verfall des Hauses und gegen den Leerstand der 16 Wohnungen kämpft.

Einst war das Jugendstilhaus ein Schmuckstück im Friedenauer Kiez: kunstvolle Giebel, Ornamente und ein Relief der Blumen-Göttin Flora an der Fassade. Inzwischen ist das Gebäude 123 Jahre alt, steht seit gut 20 Jahren leer und gammelt vor sich hin. Zwangsgelder des Bezirksamtes und Urteile des Verwaltungsgerichtes konnten die Eigentümerin bisher nicht bewegen, das Haus zu sanieren. Obwohl Leerstand durch das Zweckentfremdungsverbotsgesetz eigentlich verboten ist.

Eine Katze liegt auf Fotos von dem leerstehenden Haus in Berlin-Friedenau (Quelle: rbb/Wolf Siebert)
Die "Nachbarschaftsinitiative Friedenau" kämpft seit Jahren gegen den Wohnungsleerstand in dem "Geisterhaus" | Bild: rbb/Wolf Siebert

Die unendliche Geschichte

Das alte Haus vor dem Verfall zu retten und wieder bewohnbar zu machen, dafür kämpft die "Friedenauer Nachbarschaftsinitiative e.V." seit 2016. Es ist eine mühsame, eine unendliche Geschichte des Bürgerengagements, so scheint es. Mündliche und schriftliche Anfragen und Anträge an die Parteien, an die Bezirksverordnetenversammlung wurden ebenso organisiert wie Einwohnerversammlungen und Ausstellungen im Schöneberger Nachbarschaftsheim. Die Initiative, die überwiegend aus Frauen besteht, mobilisierte die Öffentlichkeit und die Politik. Dies alles, damit ihr Traum von einem generationsübergreifenden Wohnen im "Geisterhaus" eines Tages Realität werden kann. Da die Eigentümerin des Hauses, eine ältere Dame aus Berlin, diese Idee ablehnte, schauten sich Mitglieder der Initiative die Gesetzeslage genauer an. Dabei entdeckten sie, dass das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg bei leerstehenden Häusern wie diesem einen Treuhänder einsetzen kann, der das Haus saniert und wieder vermietbar macht.

Die unermüdlichen Frauen der "Nachbarschaftsinitiative Friedenau" fanden auch einen Partner, der bereit wäre, als Treuhänderin zu handeln: die Stiftung Trias, ein Dienstleister für Projekte des gemeinschaftlichen Wohnens. "Boden ist Gemeingut, das ist der Inhalt unserer Stiftung", sagt Irene Mohr von Trias gegenüber rbb24-Recherche. Die Stiftung unterstützt Projekte, nicht nur bei der Betreuung und Beratung, sondern auch beim Ankauf des Bodens. "Das Engagement der Nachbarschaftsinitiative Friedenau überzeugte uns, vor allem der soziale Ansatz: Sie wollen, dass wieder Wohnraum zu akzeptablen Mieten entsteht, für die Friedenauer. Obwohl es kein Eigeninteresse der Initiative gibt."

Die Stiftung Trias stand bereit, als Ende September plötzlich die Zwangsversteigerung des Hauses angesetzt wurde. Denn die Eigentümerin war ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen. Der Verkehrswert wurde per Gutachten auf 3,4 Millionen Euro festgesetzt. Die Nachbarschaftsinitiative Friedenau, die sich für den Erhalt des Mietshauses einsetzt, sammelte in Rekordzeit über 350.000 Euro. Das Geld hätte ausgereicht, um einen Kredit aufnehmen und mitbieten zu können. Aber die Zwangsversteigerung wurde abgesagt. Die Initiative vermutet, dass die Eigentümerin ihre Gläubiger ausgezahlt hat und dadurch den Verlust ihres Eigentums abwenden konnte.

Videoschalte der Bürgerinitiative mit Baustadtrat Jörn Oltmann (Quelle: rbb/Wolf Siebert)Ingrid Schipper von der Nachbarschaftsinititaive in einer Videoschalte mit dem zuständigen Baustadtrat von Tempelhof-Schöneberg Jörn Oltmann

Kein schutzwürdiger Wohnraum

Das leerstehende und verfallende Jugendstilhaus ist seit zwei Jahrzehnten ein Ärgernis und wird es wohl noch eine Weile bleiben. Die private Eigentümerin will es nicht verkaufen und gibt auch keine Auskunft, was sie künftig damit vorhat. Für den Rechtsanwalt der Eigentümerin, Oliver Ganseforth, stellt sich die Frage, wieweit es sich bei den Räumlichkeiten nach so vielen Jahren des Leerstands überhaupt noch um schutzwürdigen Wohnraum handelt. Das Haus wieder bewohnbar zu machen, sei alles andere als wirtschaftlich.

Aufgrund der vorliegenden Unwirtschaftlichkeit könne man die Eigentümerin nicht zu einer Rückführung zu Wohnzwecken zwingen, erklärte der Anwalt auf Anfrage dem rbb. Jedem Eigentümer müsse es gestattet sein, schreibt er in seiner Antwort, seine Räumlichkeiten so zu belassen, wie sie zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Zweckentfremdungsverbot-Gesetzes genutzt beziehungsweise gerade nicht genutzt wurden. Seine Mandantin betreibe nachweislich keinen spekulativen Leerstand.

"Wir können Dinge tun, die wir vorher nicht tun konnten"

Ingrid Schipper hat die Nachbarschaftsinitiative einst ins Leben gerufen. Inzwischen ist sie die Vorsitzende. An einem Mittwochmorgen sitzt die pensionierte Lehrerin vor ihrem Bildschirm und kämpft, wie so viele in diesen Zeiten, mit der Technik. Doch dann steht sie - die Videokonferenz mit dem Stadtrat für Stadtentwicklung, Jörn Oltmann (Bündnis 90/Die Grünen) und seinen Mitarbeitern aus der Bauaufsicht und der Rechtsabteilung. Großes Aufgebot für die Friedenauer Frauen. Endlich wollen sie erfahren, was das Bezirksamt nun unternimmt, um den langjährigen Leerstand des Hauses zu beenden. Seit Jahren haben die Frauen nämlich das Gefühl, immer nur vertröstet zu werden.

Der Stadtrat überrascht: Ein Gutachter soll jetzt endlich die Bausubstanz des Hauses überprüfen, damit die Kosten einer Sanierung ermittelt werden können. Auch gegen den Willen der Eigentümerin. "Mit dem überarbeiteten Wohnungsaufsichtsgesetz haben wir jetzt ein Instrument, das es uns ermöglicht Dinge zu tun, die wir vorher nicht tun konnten", freut sich Stadtrat Oltmann und fügt hinzu: "Wir werden alles tun, damit das Gebäude wieder dem Wohnungsmarkt zur Verfügung gestellt wird."

Wir haben inzwischen da so viel reingesteckt, dass man natürlich gar nicht mehr aufhören kann. Wir sehen immer wieder neue Wege, neue Hoffnung.

Ingrid Schipper, Nachbarschaftsinitiative Friedenau

Das hat Ingrid Schipper schon öfter gehört. Immer wieder stand die Frage an, wie weit kann ein Bezirk gehen, wenn ein Hauseigentümer seiner Pflicht zum Erhalt seines Eigentums nicht nachkommt? Wer trägt die Kosten? Wie hoch ist der personelle Aufwand?

Frau Schipper ist nach dem Gespräch mit dem Stadtrat ernüchtert. Sie vermutet, dass die Haueigentümerin erneut alles tun wird, um die Durchsetzung des Gesetzes zu verzögern. "Bevor es zur Einsetzung eines Treuhänders kommen kann, ist das ein Weg, der Jahre dauert. Das tut dem Haus gar nicht gut."

Diesen Pessimismus lässt Bezirkspolitiker Oltmann nicht gelten. Er ist froh, dass das Zweckentfremdungsverbot-Gesetz und das Wohnungsaufsichtsgesetz verschärft worden sind. Zum ersten Mal habe der Bezirk Instrumente in der Hand, um gegen Leerstand und baulichen Verfall zügig aktiv werden zu können.

Instrumentenkoffer gegen Leerstand ist voll

Auch Stadtplaner Werner Klinge gibt sich optimistisch. Seiner Meinung nach ist der "Instrumentenkoffer" gegen Leerstand mittlerweile richtig voll: Lange fehlten den Bezirken die richtigen Instrumente und das Geld, um gegen "Problemimmobilien" vorgehen zu können. Durch die Novellierung des Wohnungsaufsichtsgesetzes und durch die Einrichtung eines Fonds beim Finanzsenator, der die Bezirke unterstützt, habe sich das geändert. Der erste Schritt wäre die Einsetzung eines Treuhänders durch den Bezirk. "Es geht jetzt darum, erste Erfahrungen mit den Treuhändern zu machen."

Klinge hat im Auftrag des Senators für Stadtentwicklung einen Berliner Leitfaden zum Umgang mit verwahrlosten und leerstehenden Häusern erstellt. "Problemimmobilien" seien für die Nachbarschaft unzumutbar, sagt Klinge, die Auswirkungen auf den Kiez seien immens. Der Stadtraum werde verschandelt, und Leerstand ziehe oft Ratten an.

Inzwischen ist auch bei den Urteilen der Verwaltungsgerichte eine klare Linie zu erkennen. Danach dürfen Bezirke einen Hauseigentümer zwingen, sich um sein Eigentum zu kümmern; Bezirke dürfen mithilfe eines Treuhänders Arbeiten ausführen lassen und dem Eigentümer in Rechnung stellen.

Ganz wichtig: Ein Widerspruch des Eigentümers gegen den Einsatz eines Treuhänders besitzt nach dem neuen Wohnungsaufsichtsgesetz keine aufschiebende Wirkung mehr: "Damit haben die Bezirksämter ein deutlich schärferes Schwert in der Hand als noch im Frühjahr dieses Jahres, kommentiert der 1. Vorsitzende des Berliner Mietervereins Rainer Tietzsch die Situation: "Aber ich bin sehr gespannt, ob das den Praxistest besteht und welche Schwierigkeiten dort noch auftreten."

Allerdings hat bisher kein Berliner Bezirk Gelder für eine Treuhänderschaft beantragt, so die Auskunft vom Berliner Finanzsenator.

Aufgeben? Gibt's nicht!

Die Friedenauer Nachbarschaftsinitiative bringt viel Geduld auf und will weiterhin nicht akzeptieren, dass ihre Bezirkspolitiker den Wohnraum unbewohnt stehen lassen. Die Initiative zeigt auch keine Resignation, obwohl sich bisher wenig bewegt hat, um das "Geisterhaus" vor dem Verfall zu retten. Aber sie wollen sich weiter engagieren - für ihre Vision eines Treffpunkts für Kinder und alte Menschen, für sozialverträgliche Mieten mitten im teuren Kiez.

"Wir haben inzwischen da so viel reingesteckt, dass man natürlich gar nicht mehr aufhören kann. Wir sehen immer wieder neue Wege, neue Hoffnung", so Ingrid Schipper. "Der Bezirk muss wirklich dranbleiben an dieser Eigentümerin. Er muss sie mürbe machen."

Sendung: Abendschau, 18.11.2020, 19:30 Uhr

Beitrag von Ansgar Hocke und Wolf Siebert

22 Kommentare

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  1. 22.

    Über die Beweggründe der Eigentümerin kann man nur spekulieren. Sie hat mal gesagt, ihre Häuser seien ihre Kinder (sie besitzt noch 2 weitere leerstehende Altbauten in Berlin, insgesamt etwa 70 Wohnungen). Dass sie die nicht verkaufen will, ist verständlich, dass aber der Staat bei Vernachlässigung auch zum Mittel der "Inobhutnahme" greifen kann, ist wohl auch vermittelbar. Nichts anderes passiert bei einer Treuhänderschaft. Die Kosten für die Instandsetzung werden durch zukünftige Mieteinnahmen gedeckt. Der Bezirk sichert sich vorerst durch einen Grundbucheintrag ab. Da die Eigentümerin in der Vergangenheit immer auch Zwangsversteigerungen abwenden konnte, verfügt sie augenscheinlich noch über andere Mittel.
    Bitte wenden Sie sich mit weiteren Anfragen gerne an uns: ni.friedenau@gmail.com

  2. 21.

    Ich frag mich, wie das funktioniert. Es wird also ein Treuhänder eingesetzt der Handwerker beauftragt das Haus wieder instand zu setzen. Die Rechnungen werden aber an die Eigentümerin geschickt, die sie wahrscheinlich nicht zahlen kann. Und dann? Muss sie Privatinsolvenz anmelden und das Haus wird Zwangsversteigert oder kommt der Gerichtsvollzieher zu ihr nach Hause und pfändet ihre Möbel? Wie genau läuft sowas?

  3. 19.

    Oh, mal wieder Leute, die sich offenbar außerhalb des Grundgesetzes sehen. - Zitat aus Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 14, Satz 2: "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." - Wer also ein Mietshaus besitzt, muss es ganz klar auch als Mietshaus nutzen. Und wer ein Mietshaus mit 20 Wohnungen mit einem persönlichen Handy, Kühlschrank oder Einfamilienhaus gleichsetzt zeigt vor allem, dass er nicht auf dem Boden unserer Verfassung steht. Zudem weise ich noch darauf hin, dass Sie sich hier in einem öffentlichen Medienangebot befinden. Da Sie so viel Wert auf Eigenleistung legen bitte ich Sie dringend, sich doch ihr eigenes Internet zu schaffen. Aber das ist Ihnen ja zu teuer.

  4. 18.

    Lieber Herr Frank S. ,
    sie können doch nicht jemandem einfach sein Eigentum wegnehmen , nur weil er sich darum nicht kümmern möchte .

  5. 16.

    Ganz genau Frau Müller: "Fertig!!" - Also endlich enteignen! Denn Eigentum verpflichtet, und wem sein Besitz SO offenkundig zu viel ist, muss ganz dringend entlastet werden! Und dass ein Haus in Friedenau besonders die Menschen in Friedenau interessiert, ist ja klar. Wenn Sie sich aber um eins der Häuser in Teltow oder in 100km Entfernung kümmern wollen, bin ich sehr sicher, dass Ihnen die Frauen von der Friedenauer Initiative gern mit guten Tipps zur Seite stehen. Und auch ich unterstütze Ihren Kampf gegen Leerstand in Brandenburg von ganzem Herzen! Alle Daumen hoch!

  6. 15.

    Sie haben es bei der älteren Dame versucht , sie möchte keine Hilfe und möchte es auch nicht verkaufen . Fertig !!!

    Im Umkreis von 100 km von Berlin stehen zig Häuser frei, interessiert keinen, ist ja auch nicht Friedenau.

  7. 14.

    Malte, Sie haben sicherlich vergessen, noch die verspätete BER-Eröffnung und das schlechte Essen in manchen Rathauskantinen in Ihrem Kommentar unterzubringen. Und die Karstadt-Pleite.

  8. 13.

    Einfach mal den Artikel richtig lesen. Und bei den Kommentaren mal kucken, auf wen die sich beziehen. Wenn danach wirklich noch Fragen offen sind, wird sich vllt jemand Zeit für Sie nehmen.

  9. 12.

    Die Wohnblöcke, welche die Russische Regierung verkommen lässt, stehen in Karlshorst. Bitte alle Kommentare lesen.
    Es ist trotzdem richtig, wenn das Land und der Stadtbezirk hier eingreift. So ein Wohnblock wird zum Hotspot für Vandalismus, Kriminalität und gefährdet auch das Umfeld.
    Neben Spekulation ist es auch Sturheit des Eigentümers am Lebenswerk festzuhalten, obwohl man es nicht mehr bewirtschaften kann.

  10. 11.

    Leerstand zieht Ratten an? Was fressen die denn dann da? Den Müll, den die Nachbarn liegen lassen. Also sind die Nachbarn die Schande.
    Und verschandelt ist Geschmacksache. Die Designerklötze sind auch nicht die hübschesten. Und selbst viele öffentliche Bauten, auch Schulen. Stehen kurz vor dem Verfall ob innen oder außen.
    ..keine Aufschiebende Wirkung bedeutet der Bezirk kann machen, wohl auch nur zur Gefahrenabwehr, aber am Ende bleibt der Bezirk eventuell auf den Kosten sitzen.
    Um sein Versagen im Wohnungsbau zu vertuschen, versucht man nun unbeteiligte dritte heranzuziehen. Und wer hat sich denn gegen Tempelhof entschieden? Wart das nicht ihr ?!

  11. 10.


    der Artikel würde an Substanz gewinnen, wenn er - über die reine Gefühlsebene hinaus - auch weitere Informationen enthielte.

    Wer ist der Eigentümer? Was wurde wann versucht? Einem Kommentar entnehme ich, dass die Häuser dem russischen Staat gehören. Ist das zutreffend?

    .

  12. 9.

    Die Frauen sind nun schon so weit, dass sie sich zusammengeschlossen haben. Nun brauchen sie doch nur noch zusammen selber ein (oder DAS) Haus bauen oder kaufen und können dann damit machen was immer sie wollen.
    Diese ständigen "Diebstahls"Phantasien sind schon verwunderlich.

    Und Beitrag 5 ist ein Träumer.
    Da steht auch, das Eigentum wird gewährleistet. Da steht nicht, dass der Eigentümer seinen Besitz nach den Wünschen von Interessenten zu deren Bedingungen zur Verfügung zu stellen hat. So macht ja Eigentum gar keinen Sinn.
    Was Sie da zusamenphantasieren bedeutet am Ende wenn jemand Ihr Auto, Fahrrad, Handy, Garten nutzen oder sich an Ihrem Kühlschrank bedienen möchte, müssen Sie es zu seinen Bedingungen hergeben. Viel Spaß.
    1 Haus dient nicht dem Wohle der Gesellschaft. Wenn überhaupt dann für eine begrenzte sehr kleine Anzahl von Personen. Tip: viele Gemeinden reißen ab oder verkaufen, weil sie keine Mieter finden. Nutzen Sie Ihr Grundrecht auf Freizügigkeit.

  13. 8.

    Mich würde interessieren, was die Beweggründe der Eigentümerin sind. Sie könnte da Haus ja einfach verkaufen, um diesen ganzen Ärger los zu werden. Aber scheinbar will sie das Haus ja um jeden Preis behalten, obwohl sie es scheinbar nicht erhalten will. Für mich sieht das so aus, als hätte sie sehr persönliche Gründe das Haus verfallen zu lassen. Ich könnte mir vorstellen, dass irgendeine Familiengeschichte dahinter steckt.

  14. 7.

    Vielen Dank für die Info. Ich ärgere mich jeden Tag über diese mittlerweile zu Ruinen verkommenen Häuser.

  15. 6.

    Diese Gebäude sind Eigentum des russischen Staates, weswegen sich offensichtlich niemand ran traut. Trotzdem eine Schande.
    Ich sehe es auch nicht ein, dass ein Eigentümer mit einer Immobilie machen kann, was er will. Leerstand ist nicht nur ein Einfallstor für Vandalismus, sondern kann auch durch Feuchtigkeit und fehlende Statik Nachbargebäude beeinträchtigen.
    Die Zahl von 20 Problemimmobilien ist arg untertrieben.

  16. 5.

    Da liegen sie aber reichlich daneben. Ein kurzer Blick ins Grundgesetz offenbart: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

  17. 4.

    Selbst wenn die Bezike mithilfe eines Treuhänders Arbeiten ausführen lassen können und die Rechnung den Eigentümer bezahlen lassen wollen, wird der Rahmen sehr straff abgesteckt sein.
    Keinesfalls kann nicht verlangt werden, dass der Wohntraum der Initiative von der Eigentümerin bezahlt werden muss.

  18. 3.

    Für mich eine Schande, wie mit dem Eigentum anderer Leute umgegangen wird. Leerstand hin oder her. Es ist Sache des Eigentümers, was er damit macht. Er ist keinem Rechenschaft schuldig außer seinem Gewissen. Sofern der Eigentümer die Immobilie sichert, hat er sich um seine Immobilie gekümmert. Mehr dürfen Dritte nicht erwarten. Können ja selber Eigentum schaffen aber das ist ihnen ja zu teuer. Können ja andere machen.

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