Symbolbild: Ein Polizist steht bei einem Einsatz hinter einem Gerüst am Eingang einer Moschee in Berlin. (Quelle: dpa/Christop Soeder)
Audio: Radioeins | 27.11.2020 | Peter Klinke | Symbolfoto | Bild: dpa/Christoph Soeder

Razzia in Neukölln - Polizei durchsucht Berliner Moschee wegen Betrugsverdacht

Die Polizei hat die Räume eines islamischen Vereins in Berlin-Neukölln durchsucht. Wie ein Polizeisprecher dem rbb am Freitag bestätigte, wurden Durchsuchungsbeschlüsse der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Betrug bei den Corona-Soforthilfen vollstreckt.

Wohnung des Vereinsvorsitzenden ebenfalls durchsucht

Der Einsatz fand bereits am Donnerstagmorgen statt, 60 schwerbewaffnete Polizisten durchsuchten neben den Räumen des Vereins auch die Wohnung des Vereinsvorsitzenden. Es sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, so der Polizeisprecher. Festnahmen habe es nicht gegeben.

Zunächst hatte der "Tagesspiegel" berichtet. Demnach soll der Moscheeverein im März 14.000 Euro Corona-Soforthilfen beantragt haben. Ob und wieviel Geld bewilligt wurde, ist unklar. Aus dem Umfeld der Gemeinde sei vehementer Widerspruch gegen die Betrugsvorwürfe gekommen, so die Zeitung.

Sendung: Radioeins, 27.11.2020, 11:00 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Die künstliche Aufregung wird sicher in den nächsten Tagen kommen: aus der Kanzlei des Sultans von Ankara, weil die Polizisten sich vor dem Betreten der heiligen Hallen wieder nicht die Schuhe ausgezogen haben.

  2. 5.

    Schließen sie die moschee, betrug darf sich nicht lohnen

  3. 4.

    Blos keine künstliche Aufregung. Auch wenn die Wohnung des Imams und Vorstandsvorsitzenden Mohamed Taha Sabri durchsucht wurde, da wird bestimmt nichts dran sein. Der fromme Gottesmann verweigert zwar nach Pressemeldungen eine inhaltliche Distanzierung von den Muslimbrüdern, nimmt in regelmäßigen Abständen an Veranstaltungen der vom Verfassungsschutz als Vertretung der Terrororganisation Hamas in Deutschland eingeschätzten Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland (PGD) teil, aber er wurde schliesslich vom Regierenden Bürgermeister Müller 2016 in der Amtszeit von Giffey als Neuköllner Bürgermeisterin der Verdienstorden des Landes Berlin als „Brückenbauer zwischen den Kulturen und Religionen“ gewürdigt.

  4. 3.

    Sie sagen, da guckt keiner drauf! Sollte man aber, wenn es um Gelder geht.

  5. 2.

    Es ist unverschämt zu behaupten, dass wieder DER Mitarbeiter gepennt hat (kennen Sie den persönlich?!). Bei 250.000 Anträgen innerhalb weniger Tage wurde ein maschineller Datenabgleich gefahren. Da guckt keiner drauf. Aber Sie scheinen hochqualifiziert - machen Sie Lösungsvorschläge und bewerben Sie sich!

  6. 1.

    Dem Moscheverein wurden Corona-Hilfsgelder gebilligt ?! Warum und wozu?
    Bei der Bearbeitung dieser Gelder sollte man besser hingucken an wen gezahlt werden soll. Da hat wieder der Mitarbeiter gepennt.

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