Symbolbild - Hinter der Lichtanlage eines Polizeiautos stehen Polizisten. (Bild: dpa/Annette Riedl)
Bild: dpa/Annette Riedl

Berlin-Wilmersdorf - 13-jähriger Schüler schlägt auf Rektorin und Polizisten ein

Ein 13-jähriger Berliner Schüler hat am Dienstag zunächst auf seine Schulleiterin und dann auch auf alarmierte Polizisten eingeprügelt. Schließlich konnten die Polizisten das aggressive Kind überwältigen, fesseln und in eine Jugendpsychiatrie bringen, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

Zuvor soll der Junge bereits einen Sozialarbeiter und den Hausmeister der Schule im Stadtteil Wilmersdorf beleidigt haben. Dann drohte er, mit einem Messer zurückzukehren, um Lehrer und Schüler zu verletzen.

Rektorin mit Faust ins Gesicht geschlagen

Als er die Schule verlassen wollte, griffen Lehrer ein, dabei schlug der Junge der Rektorin mit der Faust ins Gesicht. Polizisten sahen den 13-Jährigen kurz darauf an einer Bushaltestelle. Als sie ihn wegen möglicher akuter Gefahr festnehmen wollten, schlug und trat er um sich und beleidigte die Beamten.

Sendung: Abendschau, 11.11.2020, 19:30 Uhr

28 Kommentare

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  1. 27.

    Ich denke nicht, dass sich durch die mediale Aufbereitung irgendetwas ändert.

  2. 26.

    Klar könnte das ein Hilfeschrei sein.
    Aber was nützt es den Kindern die unter dem Schüler leiden müssen.
    Kenne das aus eigener Erfahrung mit meinem Sohn.
    Der musste einem Jungen unter Zwang die Schuhe küssen.
    Manche Kulturen haben eine eigenartige Art anderen Menschen gegenüber.

  3. 25.

    Aggressionen können auch ein Hilfeschrei sein, wenn jemand gar nicht mehr weiterweiß. Das soll keine Entschuldigung sein, das Verhalten ist nicht akzeptabel. Aber wenn man nach Lösungen sucht, muss auch dieser Aspekt betrachtet werden.

  4. 24.

    Kleine Nachfrage zum Verständnis; Zitat: "Diese massiven Übergriffe (...) sind (...) das Ergebnis einer völlig verfehlten Migration und das annehmen einfachster Werte." Zitat Ende. Frage 1: Meinen Sie mit 'Migration', dass der prügelnde Vater meines Klassenkameraden S. damals aus Wedding nach Britz gezogen war? Aber warum musste er deshalb regelmäßig meinen Freund und seine Schwester grün und blau schlagen?? Frage 2: Welche Werte haben die prügelnden Väter angenommen, indem sie ihre eigenen Kinder und meine Schulkameraden jahrelang regelmäßig misshandelten?

  5. 23.

    Ich bin in den 70er Jahren in einem Berliner Vorort aufgewachsen. Da flog ein 15-Jähriger von der Schule, der zum Geschichtslehrer „Hängt es auf, das rote Schwein!“ gesagt hatte. Im Russisch-Unterricht lieferten sich die Jungs im Klassenraum eine Schlacht über die Tische hinweg, während die Lehrerin vorne stand und hilflos brüllte. Sie wurde ignoriert, die ganzen 45 Minuten.

    Sie würden wahrscheinlich an die Decke gehen, wenn das jemand als „unsere Kultur“ bezeichnet.

  6. 22.

    Ich bin nicht überzeugt, dass dieser 13jaehrige krank ist. Es besteht auch die Möglichkeit, dass er im Elternhaus eine falsche Erziehung bekommen hat. Sollte dies der Fall sein, sollte es auch stattlicherseits Konsequenzen für die Eltern geben

  7. 21.

    Da können Sie noch so alte Beispiele von "Urberliner Familien" rauskramen und der Rest hier um den heißen Brei herumreden. Diese massiven Übergriffe, Drohungen (siehe Meldung um 15.32 Uhr) und Respektlosigkeiten sind nicht das Ergebnis einer verfehlten Erziehung, sondern das Ergebnis einer völlig verfehlten Migration und das annehmen einfachster Werte. Und das dicke Ende kommt erst noch. Da nützt auch das jetzt folgende Nazigeschrei nichts mehr;-)

  8. 20.

    Meinen Sie solche Kultur wie jene, in der mein Grundschulfreund J. in den 80ern aufwuchs? Eine Urberliner Familie, in der der Vater(Handwerker) seine drei Söhne und seine Frau mehrmals die Woche mit dem Gürtel schlug? Oder eher sowas wie die Familie meines dito Urberliner Mittelstufenfreunds S., dessen Vater (Händler) ihn gern mit einem Gummiknüppel bestrafte? Und der später dann von der Schule flog, u.a. weil er einen Lehrer minutenlang mit Gegenständen beworfen hatte? Passt das in "unserer" Kultur?

  9. 19.

    Auch sinngemäße Zitate sollten doch als solche gekennzeichnet werden, oder? Ich hole das mal für Sie nach: "Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen“ (Aristoteles, 384-322 v. Chr.)
    Scheinbar haben sich alte Männer schon immer über die Jugend aufgeregt.
    Der vermutlich kranke 13jährige Junge ist nicht "die Jugend". Der Rektorin wünsche ich baldige Genesung.

  10. 18.

    Eltern können, müssen und dürfen niemals alleine zuständig für die Erziehung von Kindern sein. Immer übernehmen auch andere Teile der Gesellschaft Erziehungsfunktionen, und ein Teil davon ist die Schule. Das ist in Ordnung, nur darf, wie Sie korrekt schreiben, die Erwartung nicht sein, dass die Schule alles schul-tern könnte. Ihre düstere Zukunftsprognose teile ich nicht: Wie gesagt gab es schon immer Kinder aus auf verschiedenste Art problematischen Elternhäusern mit teils extrem schwierigem Verhalten. Viele sind heute trotzdem ein Teil der Gesellschaft, der von anderen UND von sich selbst akzeptiert wird. Dennoch muss man natürlich mehr in die pädagogische und auch psychologische Begleitung des Schulunterrichts stecken, denn längst ist nicht alles ideal; wie der aktuelle Fall nur als Beispiel zeigt.

  11. 17.

    Ihr Kommentar ist der eindeutige Beweis, dass Prügel zu schweren Spätfolgen führt.

  12. 16.

    Was soll das ?????
    Wozu die Bekanntmachung ?
    Noch mehr Mitleid mit einer Kultur die absolut nicht in unserer passt ?
    Patriarchat sind diese Menschen gewohnt , leider müssen die darunter leiden , die eine andere und normale Erziehung gewohnt sind.
    Eine Schande immer wieder diese Plattform zu bieten.

  13. 14.

    Wer ist denn für die Erziehung der Kinder zuständig? Nein, die Schule nicht. Die Pflicht zur Erziehung liegt bei den Eltern. Viele Eltern kommen heute mit sich selbst nicht klar-wie sollen sie ihre Kinder erziehen? Ich kann jeden Lehrer verstehen, der nur noch Frontalunterricht macht. Heute ist es ja Mode, dass Lehrer an schlechten Zensuren Schuld sind. Ich habe es auf einem Elternabend selbst erlebt, wie eine Mutter mit dem Lehrer über die Wertung einer Klausur diskutierte. Wenn die heutigen Schüler unsere Zukunft sind, dann wird die Zukunft sehr bitter werden .

  14. 13.

    Also da auch und speziell Kinder "heranwachsen", war eben dies gemeint. Ich wollte keinen Terminus aus dem StGB (oder wo auch immer es steht) zitieren. Das zur Klärung.
    Das Gute ist, in dem Alter kann eventuell noch sinnvoll eingewirkt werden. Es braucht aber definitiv mehr entsprechende Fachkräfte u.a. an den Schulen.

  15. 11.

    Zitat:"...psychische Gesundheit von Heranwachsenden..."
    In dem Artikel ist von einem KIND die Rede.
    Strafrechtlich erfolgt eine altersgemäße Einteilung:
    Bis 13 Jahre: Kind
    14-18 Jahre: Jugendliche(r)
    18-20,11 Jahre: Heranwachsende(r)
    Ab 21 Jahre: Erwachsene(r)

  16. 10.

    Fragt mal Jemand nach dem Grund ?
    Warum dieser Ausbruch ?

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