Ein mit Modern Talking-Stickern beklebter U-Bahn-Wagen der BVG
Bild: Privat/Janina Wyrwas

Vandalismus mal Anders - Unbekannte bekleben U-Bahn mit Modern Talking-Stickern

Unbekannte haben in Berlin eine U-Bahn mit Stickern der Band Modern Talking beklebt. Der Vandalismus-Vorfall ereignete sich offenbar schon Ende Oktober und wurde von einer Berlinerin per Foto auf Twitter geteilt.

Die Berliner Verkehrsbetriebe posteten das Foto am Freitag schließlich auch selbst auf ihren Social Media-Kanälen - mit dem Kommentar "Wie bei uns Freitag, der 13., aussieht:"

Vandalismus kostet BVG Millionen

Die Reinigung eines mit Stickern beklebten Wagens ist laut BVG durch die Anwendung von Spezialmitteln in wenigen Stunden erledigt. Problematisch sei dabei allerdings, dass der Wagen für diese Zeit aus dem laufenden Betrieb entfernt werden müsse - mit Hilfe eines Fahrers, der dadurch ebenfalls im Betrieb fehle.

Im vergangenen Jahr waren laut den Berliner Verkehrsbetrieben monatlich rund 650 Wagen von verschiedenen Arten von Vandalismus betroffen - dazu zählte neben dem Bekleben mit Stickern beispielsweise auch das Besprühen von Wagen mit Graffiti. Die Beseitigung hat laut BVG 2019 insgesamt 4 Mio. Euro gekostet. 58.000 Kilometer Fahrstrecke seien dadurch für Kunden weggefallen.

49 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 49.

    Nennenswerte Reservezüge,Donnerwetter da weiß jemand mehr als die Zugfahrer. Vielleicht können sie mal Ihre vertrauenswürdigen Quellen nennen?

  2. 48.
    Antwort auf [Berliner] vom 14.11.2020 um 20:00

    Nee - dann wäre Silbereisen anstelle Dietaa mit auf den Klebchen gewesen. Aktualität und so.

  3. 47.

    Irgendwie habe ich jetzt den Gartenzwergmarsch im Kopf. Wär ja auch zu schön gewesen ...

  4. 45.

    Sie können mir glauben, es gibt Ersatz für diese und auch andere schadhafte Züge.
    Wenn es für all diese Züge keinen Ersatz geben würde, und es sind eine Menge Züge, die täglich beschmiert oder beklebt werden, dann würden wir auf allen Linien nur noch einen 10 Minuten Takt fahren. Und das den ganzen Tag.

  5. 44.

    Oh, da verwechselt jemand die Stadt Berlin mit der fiktiven Welt in die er jeden Abend vor seinem Fernseher abtaucht. Tägliche brutale Schlägereien und Morde gibt es in dieser Stadt einfach nicht. Und von absolut jedem Vorfall dieser Art erfährt du hier. Es sind nur eben nicht so viele, wie dein Gefühl dir vermitteln möchte.

  6. 43.

    Bitte bei der Wahrheit bleiben: Geklagt hatte 2019 der französische Konzern ALSTOM. Zwar wollte der sich Anfang 2019 mal mit der Verkehrssparte von SIEMENS zusammenlegen, aber das war gescheitert. Leidtragende war neben den Berliner*n die Pankower Firma STADLER.
    https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/11/kammergericht-berlin-prozess-alstom-bvg-ubahn-zuege.html

  7. 41.

    Lausbubenstreich.
    Mich stören eher die die Sinnlos-Schmierereien sowie Dreck und Alkohol-Laachen sowie Aggro-Fahrgäste.
    Wo bleiben die täglichen Berichte darüber?
    Angesichts brutalster Schlägereien und Morde in Berlin, über die man sich eher aufregen könnte, braucht sich hier niemand an dieser "Aktion" hochziehen.

  8. 40.

    Sie haben recht, wenn Sie schreiben, das die Wagen der Baureihe H oder nur in der Werkstatt von einander getrennt werden können. Aber das die BVG von solchen Zügen abgerückt ist, das ist schlichtweg falsch.
    Des weiteren gibt es nennenswerte Reservezüge. Im Groß und auch im Kleinprofil. Das mit dem akuten Wagenmangel stimmt nur zum Teil und auch nur zu bestimmten Zeiten.
    Züge mit Graffiti lässt die BVG weiterfahren, wenn in den Werkstätten die dafür vorgesehenen Reinigungsgleise voll sind , der Fahrgast sich nicht beschmutzen kann und die Scheiben beim Fahrer und an den Wagen nicht komplett besprüht sind.

  9. 39.

    Wenn soetwas Kunst ist ... ? - Warum wird es dann entfernt, an statt es der offensichtlich BREITEN Öffentlichkeit zugänglich zu machen. - Man könnte doch die dekorierten Wagen bei Tageslicht auf dem Kurfürstendamm oder der Frankfurter Allee zur Schau stellen. - Schließlich sind 1500 Neue Wagen bestellt. - Und bis die dann Alle schön dekoriert auf dem Tempelhofer Feld, im Jahn-Sport-Park oder der Reichstagswiese aufgebahrt sind werden eben 3000 Wagen geliefert. - Berlin-Bahn-Kunst - Toller neuer Slogan ! - Wie war das mit dem Hochtechnolodisneyland ? Wozu benutzt man U-Bahn-Wagen ?

  10. 38.

    Wieder wird Volkseigentum mutwillig beschädigt. Zu Lasten des Steuerzahlers. Und einen Sicherheitsdienst kann sich der Senat offenbar nicht leisten

  11. 37.

    Also mir gefällt diese Aktion.
    Die Sticker hätte man meinetwegen ruhig dran lassen können, das hat was.

  12. 36.

    @12+18: Nein, es gibt für diese Züge keinen Ersatz. Hast du die Berichte über die U-Bahn-Wagen der letzten Jahre nicht gelesen? Die BVG hat enormen Wagenmangel, nachdem jahrelang keine neuen U-Bahnen beschafft wurden und danach die bestellung neuer Wagen durch eine Klage von SIEMENS sobitiert und um ahre verzögert wurde. Die Baureihe F79 mußte aus dem Verkehr gezogenn werden. Deshalb gibt es nun nicht genug Wagen. Ich hoffe, daß diese Verbrecher ermittelt werden und den Schaden bezahlen müssen.

  13. 34.

    Have mercy
    A haw, haw, haw, haw, a haw
    Snippet erkannt?
    Ob meine Birkenstock in die Bassdrumpedals passen?

  14. 33.

    Nein, es gibt keine nennenswerte Zugreserve. Folgen des neoliberalen "Optimierungs"-Wahns in den Neunzigern und einer verfehlten Politik in den nuller Jahren unter dem tollen Wowi: Berlins Wachstum fördern, aber die Dinge, die daraus folgen, vernachlässigen. Bei der Berliner U-Bahn heißt das: Seit Jahren (und noch jahrelang) akuter Fahrzeugmangel im Großprofil (U 5 bis U 9), eigentlich ineffizienter Einsatz umgebauter Kleinprofilzüge auf der U 5, und überall lässt man auch großflächig beschmierte Züge weiter durch die Gegend fahren - zur Freude der Vandalen.

  15. 32.

    Äh - da wird soviel geklebt, teils auch noch schön zu- und ausgeschnitten, und die BVG merkt das nicht?

    Nebenher: Da es sich hier augenscheinlich um einen Zug der Baureihe H handelt, wird nicht nur ein Wagen aus dem Verkehr gezogen, sondern der ganze Sechs-Wagen-Zug. Solche Züge, deren Wagen nur in der Werkstatt mit viel Aufwand voneinander getrennt werden können, galten in den Neunzigern als der letzte, überall bejubelte Schrei. Wer das Konzept anzweifelte, wurde abgekanzelt. Inzwischen ist die BVG davon zum Teil abgerückt - nach schlechten Erfahrungen.

  16. 31.

    NACHTRAG ZU MEINEM KOMMENTAR VON 19:58 Uhr: Wie wäre es mal der BVG vorzuschlagen, um auf die damals größtenteils weibliche Fangemeinschaft von MT zu kommen und es mit The Who zu kombinieren, einen Aufruf zu starten, weibliche Fahrgäste, welche Gitarre spielen und auch eine besitzen, diese mitzubringen und die Gitarren zu zertrümmern. ;)

  17. 30.

    Einen Thread zum lachen und schmunzeln - hatten wir schon lange nicht mehr. Danke BVG ;-).
    Ganz klar:
    Neue Züge braucht das Land.

Das könnte Sie auch interessieren