Symbolbild: Ein Polizeifahrzeug (Quelle: dpa/Woitas)
Bild: dpa/Woitas

Schwerer Unfall in Potsdam - Radfahrerin stirbt nach Zusammenstoß mit Linienbus

Eine Radfahrerin ist nach einer Kollision mit einem Linienbus in Potsdam an ihren schweren Verletzungen gestorben. Die 75-jährige Frau sei am Freitag am Bahnhof Rehbrücke an der Wendeschleife aus bisher ungeklärter Ursache mit dem Bus zusammengestoßen, teilte die Polizei mit.

Sie sei daraufhin unter das Fahrzeug geraten und dabei schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt worden und in ein Krankenhaus gekommen, hieß es zunächst. Die Stadtwerke Potsdam teilten später allerdings mit, die Radfahrerin sei ihren Verletzungen erlegen. Der Busfahrer erlitt einen Schock.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam untersucht den genauen Hergang des Unfalls. Bislang liegen der Polizei zum Unfallgeschehen unterschiedliche Angaben vor, die Ermittlungen der Kriminalpolizei zum genauen Unfallgeschehen und der Unfallursache dauern derzeit weiter an, auch ein externer Gutachter wurde hinzugezogen. Die Polizei sucht nun nach Zeugen des Unfalls, die bisher von der Polizei noch nicht erfasst wurden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 27.11.2020, 19:00 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Ich nehme zur Kenntnis, dass Sie die Situation am Platz der Einheit nicht kennen. Die zur Verfügung stehende Fahrbahn ist nicht breiter als sie ist. Und es gäbe keinen einzigen Menschen, der den knappen Platz nicht nützen würde, um die Fahrt per Rad nicht fortzusetzen - die Meisten im Geschwindigkeitskorridor zwischen 20 und 30 km/h an den Bussen vorbei, ich im Geschwindigkeitskorridor zwischen 5 und 10 km/h.

    Wenn Sie die Situation ändern wollen, machen Sie bitte Vorschläge. Einige liegen ja seit mehr als einem Jahrzehnt auf dem Tisch, ohne dass Stadtverwaltung und Verkehrsbetrieb sich darüber einig geworden wären. Und wenn Sie ein Fehlverhalten von Radfahrenden annehmen, setzen Sie sich gerne für Kontrollen ein. Ich bin dabei.

  2. 11.

    Ihre Worte: "Wenn ich mit dem Rad am Platz der Einheit in Richtung Norden auf der gemeinsamen Bus- und Fahrradspur entlang fahre und Busse halten und ..." Sie überholen zu dicht und beklagen sich über andere.

  3. 10.

    hat die Radfahrerin evtl ein Elektrorad gehabt und war zu schnell ?

  4. 9.

    Das ist mir schon klar und genau darauf habe ich bereits geantwortet. Die Fahrbahn in Höhe des Platzes der Einheit Richtung Norden weitet das nicht unbedingt auf und darüber, wenn ein Bus aus einer Kehre rausgefahren kommt, sagt es auch nichts aus.

    Warten wir einfach die Untersuchungen ab.

  5. 8.

    An Omnibussen des Linienverkehrs und an gekennzeichneten Schulbussen, die an Haltestellen (Zeichen 224) halten und Warnblinklicht eingeschaltet haben, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und nur in einem solchen Abstand vorbeigefahren werden, dass eine Gefährdung von Fahrgästen ausgeschlossen ist.
    https://www.gesetze-im-internet.de/stvo_2013/__20.html

  6. 7.

    Vielleicht ergänze ich noch, dass ich am Platz der Einheit bei den Querungen hin zur Haltestelleninsel tatsächlich Schritt-Tempo fahre, allein schon deshalb, weil jederzeit auch ein Fahrgast in Gegenrichtung queren kann. Erst recht gilt dies in Höhe der Stirnseite des Busses und dem Ende der Unterstandes an der Mitteinsel, wobei eine Sicht nicht gegeben ist. Dazwischen allerdings wird es zu eng, dass selbst bei dortiger Schrittgeschwindigkeit eine Gefährdung nicht ausgeschlossen ist.

    Häufig genug werde ich allerdings von hinten angeklingelt, ich möge doch zügiger fahren. Radfahrgeschwindigkeiten von weit über 20 km/h über die gesamte Länge des Busses incl. der Querungen sind keine Seltenheit, gerade, wer denn ein 21-Gang-Bike besitzt.

    Kurzfristig müsste dort kontrolliert werden, mittel- und langfristig wird die Haltestellenanlage sowieso umgebaut. Und das ja nicht von ungefähr.

    Rehbrücke bliebe abzuwarten.

  7. 6.

    Worauf beziehen Sie das?
    Das Entlangfahren auf der gemeinsamen Bus- und Fahrradspur auf dem Platz der Einheit geschieht nicht in Schrittgeschwindigkeit und muss es auch nicht. Gerade bei Gelenkbussen kann die Situation dort brenzlig sein, je weiter hinten am Bus ein Radfahrender ist, bei dem Fall, dass ein Busfahrer nicht genügend schaut.

    Bis jetzt allerdings ist eine solche Situation in Vorform eingetreten, dass ein minimales Auslenken von der Haltestelle geschah und dann der Bus zum Stillstand gebracht wurde. D. h.: Der Busfahrer ist zuerst angefahren, bevor er geschaut hat.

    Was mich als Radfahrer ärgert, ist allerdings die gnadenlose Rücksichtslosigkeit von Radfahrenden gegenüber der aus der Charlottenstraße in Richtung Platz der Einheit einbiegenden Tram. Da wäre die Beibehaltung der DDR-Regelung günstiger gewesen.

  8. 5.

    Wie lang ist der Bremsweg eines Radfahrer aus Schrittgeschwindigkeit heraus? Warum muss der Radfahrer an Bushaltestellen nicht auf den anderen Verkehr konzentriert sein?

  9. 4.

    Über den Hergang des Zusammenstoßes ist zu wenig bekannt, als dass jetzt schon Schlussfolgerungen gezogen werden können.

    Wenn ich mit dem Rad am Platz der Einheit in Richtung Norden auf der gemeinsamen Bus- und Fahrradspur entlang fahre und Busse halten und geben dies auch durch Blinken auf beiden Seiten des Fz. zu erkennen, ist damit nicht unbedingt ausgeschlossen, dass drei Sekunden nach Erreichen des hinteren Teils eines Gelenkbusses die rechte Seite des Blinkens aufhört. Dann kommt es allein auf die Konzentration des Busfahrers an.

    Der Zusammenstoß geschah am Bhf. Rehbrücke ganz offensichtlich auf der Ostseite der Heinrich-Mann-Allee in Richtung Norden. Da kommt der Bus von rechts aus der Wendeschleife heraus und muss Vorfahrt achten. Nun ist es möglich, dass der Busfahrer nicht Obacht genug gegeben hat und gegen die Radfahrerin gestoßen ist oder aber, dass er schon am Herausfahren aus der Schleife war und Radfahrerin fuhr dagegen. Dann wäre sie zu schnell gewesen.

  10. 3.

    Wie kann man denn nur so einen großen Bus übersehen?

  11. 1.

    Warum immer der Konjunktiv? SEI mit dem Bus zusammengestoßen? SEI schwer verletzt worden?

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