Gartenstühle laden am 30.09.2020 bei Temperaturen um 20 Grad Celsius und herbstlichen Sonnenschein am Ufer des Wannsees zum Verweilen ein. (Quelle: dpa/Wolfgang Kumm)
Bild: dpa/Wolfgang Kumm

Wetterdaten - Berliner Herbst war der wärmste in Deutschland

Oft sonnig, nicht so kalt: Das Herbstwetter in Berlin und Brandenburg war angenehm, um in Corona-Zeiten gut rausgehen zu können. Doch so außergewöhnlich trocken wie in anderen Regionen in Deutschland war es nicht.

Berlin hat in diesem Herbst erneut einen Temperaturrekord gerissen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) lag die durchschnittliche Temperatur in der Region zwischen September und November etwa zwei Grad über dem langjährigen Temperaturvergleichswert. Berlin sei damit die "die wärmste Region Deutschlands" gewesen, hieß es am Montag.

Für Brandenburg errechnete der DWD für eine durchschnittliche Temperatur von 11,1 Grad Celsius - gegenüber 9,2 Grad im langjährigen Mittel. Für Berlin nennt der DWD eine mittlere Temperatur von 11,5 Grad - gegenüber sonst 9,5 Grad in den Monaten September, Oktober und November.

Mehr Sonnenstunden

Zudem war es sonniger. In Berlin gab es mit 355 Sonnenstunden deutlich mehr Sonne als sonst (315). In Brandenburg gab es sogar 360 Sonnenstunden (statt 316 Stunden).

Insgesamt sei der Herbst 2020 in Deutschland mit 10,3 Grad Celsius im Mittel der viertwärmste seit 1881 gewesen, heißt es vom DWD - hinter 2006 (12,0 Grad Celsius), 2012 (11,1) und 1982 (10,4). Der Temperaturdurchschnitt lag damit um 1,5 Grad über dem Vergleichswert.

Mehr Niederschläge

Auch war es auch im Bundesgebiet insgesamt trockener als üblich - mit nur etwa 82 Prozent des Niederschlags (150 Liter pro Quadratmeter anstatt 183 Liter). Der November sei der fünfttrockensten November seit Messbeginn 1881 gewesen, so der DWD.

Hier laufen Berlin und Brandenburg allerdings gegen den Trend: In Brandenburg fielen rund 135 Liter Niederschläge pro Quadratmeter - statt 127 Litern im Vergleich. In Berlin waren es rund 140 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - üblich sind sonst 128 Liter.

Bei den Vergleichswerten bezieht sich der DWD auf die international gültige Referenzperiode 1961 bis 1990.

8 Kommentare

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  1. 8.

    In Gottes wunderbarer Schöpfung ist der homo sapiens das einzige Lebewesen, welches immer was zu meckern hat und alles nicht nur besser, sondern viel besser weiß - dh zu wissen meint. Regnet es - ist das nervig, scheint die Sonne - droht eine Heißzeit (Schellnhuber & Co.) usw. Die Menschheit hat aber deshalb überlebt, weil sie sich den unterschiedlichsten Klimabedingungen der diversen Klimazonen angepaßt hat.
    Einfältig sind diejenigen, die sich einbilden, das "Weltklima" kontrollieren zu können.

  2. 7.

    Ja, Einfältigkeit auch....inklusive der weltweit tauenden Permafrostböden die sicher keinen Einfluss auf irgend etwas haben.
    Bildungswüste Deutschland......

  3. 5.

    Ich glaube die hier genannten Zahlen beziehen sich auf den gesamten Niederschlag in den letzten 3 Monaten. Die im TSP beschriebene Niederschlagsmeng im November kann schon hinkommen.

  4. 4.

    Da können Sie mal sehen, wie der Rest der Welt dem deutschen Besserwisser und Vormacher folgt.
    Unsummen für einen Effekt = 0

  5. 3.

    Kann nicht sein, den Part haben Sie schon übernommen.
    Tip, googlen nach Klimawandel hilft , was nicht hilft ist ignorieren und weiter Kohle verbrennen.

  6. 2.

    Liebe Redaktion,
    ich komme ins Grübeln: im TSP Checkpoint war heute morgen zur Regenmenge November für Berlin exakt das Gegenteil zu lesen, noch dazu mit vollkommen anderen Zahlen: "Im November fielen mal wieder nur knapp 20 Liter Regen pro qm (statt der früher üblichen 50 Liter)" Wer hat denn nun den richtigen Messbecher? Gefühlt im November oft nass geworden, gäbe ich eher Euren Zahlen den Zuschlag, aber wer weiß.
    Etwas verwirrt im Regen stehend, beste Grüße usw...

  7. 1.

    Ist ja auch kein Wunder, in Berlin wird die meiste heiße Luft verbreitet.

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