Großeinsatz der Berliner Polizei in Kreuzberg am 30.11.2020. (Quelle: Morris Pudwell)
Video: rbb|24 | 01.12.2020 | Material: TeleNewsNetwork | Bild: Pudwell

Polizei prüft Zusammenhang zu Angeschossenem - Familienstreit in Berlin-Kreuzberg eskaliert

Die Berliner Polizei ist am Montagabend in Kreuzberg zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit mehreren bewaffneten Beamten ausgerückt. Es handelte sich um Streitigkeiten zwischen zwei Familien, bestätigte eine Polizeisprecherin rbb|24. Demnach kam es zu drei Vorfällen, die in Zusammenhang mit einem 29-Jährigen stehen könnten, der am Freitag in Kreuzberg angeschossen und schwer verletzt worden war.

Zunächst sei die Polizei gegen 21:50 Uhr zu einem Haus in der Gneisenaustraße gerufen worden, in dem zehn unbekannte Männer mit Schlagwerkzeugen die Fenster einer Erdgeschosswohnung eingeschlagen hatten. Die Gruppe flüchtete mit dem Auto in Richtung Südstern, so die Sprecherin weiter.

Die Polizei konnte vier mutmaßlich Tatbeteiligte im Alter von 22, 23, 24 und 49 Jahren anschließend in der Mittenwalder Straße stellen und in Gewahrsam nehmen. In ihrem Fahrzeug fanden die Beamten Baseballschläger und Gerätschaften, um Reizgas zu sprühen, sagte die Polizeisprecherin. Zudem wurde angezeigt, dass der Audi ein anderes Auto beschädigt haben soll.

Großvater des Angeschossenen bedroht

Kurz vor 22:30 Uhr meldete sich dann ein 77-Jähriger bei der Polizei, weil er am Telefon und an der Haustür bedroht worden sein soll. Bei dem Mann handelt es sich den Polizeiangaben zufolge um den Großvater des angeschossenen 29-Jährigen. Daher geht die Polizei von einem Zusammenhang der Taten aus.

Wieviele Polizeikräfte im Einsatz waren, konnte die Polizeisprecherin nicht sagen. Fotos und Videos vom Tatort zeigen vermummte Beamte mit Helmen und Maschinenpistolen. Ob es sich um Taten im Clan-Milieu handelt, wollte die Polizei nicht bestätigen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte, es werde deutlich, dass in der organisierten Kriminalität gerade wieder verstärkt um Einfluss konkurriert werde, wie so oft mit Baseballschlägern und Schusswaffen auf der Straße.

GdP-Landesvize Thomas Spaniel erklärte: "Berlin ist das Epizentrum krimineller Gruppierungen aus arabischen Großfamilien, die den Rechtsstaat und sämtliche in unserem Land geltenden Regeln ablehnen".

Sendung: Abendschau, 01.12.2020, 19:30 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    >mit mehreren bewaffneten Beamten ausgerückt.<

    Polizisten sind immer bewaffnet, selbst im schnödesten Streifendienst

  2. 2.

    "Familienstreit", das klingt so harmlos in der Überschrift. Es sieht aus wie eine Mafiastruktur halt auf arabisch. Die haben ihre eigenen Gesetze. Eskalationen ereignen sich vor der Bühne der Bevölkerung und Passanten werden mitunter zu herumstehender Staffage, geraten gar unfreiwillig zur Zielscheibe. Da findet ein paralelles Leben unter uns statt. Es geht um mehr als die ewige Ehre und illegale Geschäfte.

  3. 1.

    "Familienstreit"....schön beschrieben. Kriminelle Clans wäre wohl die passende Beschreibung gewesen. Aber man möchte ja niemanden diskriminieren.

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