Großeinsatz der Feuerwehr - U5 fährt nach Brand im U-Bahnhof Rotes Rathaus wieder

Mo 04.01.21 | 14:12 Uhr
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Feuerwehrautos stehen vor dem Roten Rathaus. Im Bereich des neuen Berliner U-Bahnhofs Rotes Rathaus hat ein U-Bahnwagen gebrannt. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Audio: Radioeins | 04.01.2021 | Helena Daehler | Bild: dpa/Christophe Gateau

Im Berliner U-Bahnhof Rotes Rathaus ist am Montag an einem Bahnwagen ein Feuer ausgebrochen. Der Brand konnte schnell gelöscht werden. Der Zugverkehr und die Stromversorgung am Bahnhof waren unterbrochen. Inzwischen fahren die Züge wieder.

Am Berliner U-Bahnhof Rotes Rathaus hat es am Montag einen Brand gegeben. Wie die Feuerwehr dem rbb mitteilte, brannte der Lüfter an einem U-Bahn-Wagen. Der in Brand geratene Waggon stand im sogenannten Kehrbahnhof, der sich ein Stockwerk unter dem eigentlichen U-Bahnhof befindet.

Zwei BVG-Mitarbeiter seien mit leichter Rauchgasvergiftung in Sicherheit gebracht worden. Eine der beiden Personen wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Zugverkehr auf der U-Bahnlinie U5 und die Stromversorgung am U-Bahnhof wurden nach dem Brand ab etwa 11:40 Uhr eine Stunde lang unterbrochen. Die Züge fahren inzwischen aber wieder normal.

Zug war vorher mit Panne liegengeblieben

Feuer und Rauch wurden zuerst von den zwei BVG-Angestellten entdeckt und mit Feuerlöschern bekämpft. Als die Feuerwehr eintraf, war der Brand weitgehend gelöscht, wie ein Sprecher sagte.

Nach Angaben der BVG war der betroffene Zug an einer anderen Stelle in der Stadt mit einer Panne liegengeblieben und dann zum Bahnhof Rotes Rathaus geschoben worden. Dort befindet sich unter dem unterirdischen Bahnhof eine weitere Etage mit vier Gleisen für das
Abstellen oder Wenden von Zügen.

Anfangs 145 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Nach Angaben des Feuerwehrsprechers handelte es sich um ein kleines Feuer, das schnell gelöscht werden konnte. Der Zug war zu dem Zeitpunkt leer, wie der Sprecher sagte. Laut einem Tweet waren 70 Feuerwehrleute im Einsatz - sie waren eine Stunde mit Nachlösch- und Kontrollarbeiten beschäftigt. Zunächst waren laut Feuerwehr 145 Einsatzkräfte vor Ort, die Zahl habe man dann aber schnell reduziert.

Die U-Bahn-Station Rotes Rathaus wurde erst Anfang Dezember 2020 eröffnet. Sie gehört zur Linie 5, die durchs Regierungsviertel fährt.

U-Bahnhof Schloßstraße nach Brand noch gesperrt

Erst am Wochenende hatte ein Brand im U-Bahnhof Schloßstraße im Stadtteil Steglitz einen Großeinsatz der Berliner Feuerwehr ausgelöst. Das Feuer war in einem Technikraum in der Zwischenebene des Bahnhofs ausgebrochen und konnte schnell gelöscht werden. Der Bahnhof wurde evakuiert, bevor die Feuerwehr eintraf, die Schloßstraße gesperrt. Weil Signalkabel beschädigt wurden, fahren dort voraussichtlich bis zum 10. Januar keine U-Bahnen.

Mitte November war im Bahnhof Onkel Toms Hütte in Dahlem ein großes Feuer ausgebrochen, bei dem dei Menschen verletzt wurden. Drei Tage hielten keine Züge in dem Bahnhof.

16 Kommentare

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  1. 16.

    Es ergibt sich von selbst, dass Berlin stärker von Bränden im Bereich der U-Bahn betroffen als Rüdersdorf oder andere Orte im Sendegebiet des RBB. Schließlich gibt es nur hier U-Bahnen.

  2. 15.

    Oberflächen-ÖPNV benötigt allerdings auch Platz. In hochverdichteten Zentren von Millionenmetropolen ist der jedoch knapp und wird von vielen beansprucht (hier in B. besonders lautstark von den Radlobby), während gleichzeitig bereits heute die Nachfrage so hoch ist, dass z.B. bei vielen U-Bahnlinien - so auch bei der hier thematisierten U5 - in Berlin eine Taktverdichtung auf zwei bis drei Minuten geplant ist und die Fahrzeuge dafür bestellt worden sind.

    Am Potsdamer Platz stand übrigens mit dem Verkehrsturm die erste Ampel Deutschlands.

  3. 14.

    Die Umweltfreundlichkeit endet nicht nur beim Antrieb des Fahrzeugs, sie erstreckt sich auch auf den sorgsamen Umgang mit den nicht gerade üppig bemessenen Flächen in der Stadt. Da sieht es beim E-Auto (beim Batterie-Auto) keinen Deut anders aus als bei allen anderen Kfz.

    Um 1.000 Menschen von A nach B zu bringen bedarf es ca. 900 Kfz. bei einem Besetzungsgrad von 1,1. Auch bei höheren Besetzungsgraden wären es immer noch über 300. Dazu wären incl. gelegentlicher Tandembenutzung die gleiche Zahl von Fahrrädern (900) nötig.

    Mithin all 4 Sekunden ein Fahrzeug, sodass ein Hinüberkommen von einer Straßenseite auf die andere fast ein Ding der Unmöglichkeit ist.

    Anders beim ebenerdigen Nahverkehr: Ein 5- bis 10 minütiger Straßenbahnverkehr wuppt diese Größenordnung ohne Probleme, da kann selbst ein Mensch mit Rollator drei und viermal von einer Straßenseite zur anderen gehen.

    Quintessenz: Umweltschonender Antrieb und sorgsamer Umgang mit der Fläche.

  4. 13.

    Der Hinweis auf den Brand im U-Bahnhof Onkel Toms Hütte ist ein schönes Beispiel dafür, wie man mit völlig korrekten Angaben (unbeabsichtigt oder auch absichtlich) einen ziemlich falschen Eindruck erwecken kann: Das dortige "große Feuer" brach bekanntlich in einem Geschäft in einer parallel zur Bahnsteighalle verlaufenden Ladenstraße aus und blieb im wesentlichen auch darauf beschränkt. Der U-Bahn-Verkehr war eigentlich nur durch die Rauchentwicklung beeinträchtigt. Ansonsten hatte die BVG damit gar nichts zu tun, schon gar nicht ursächlich.

  5. 12.

    Der einzige umweltfreundliche Individualverkehr ist das Fahrrad. Mal abgesehen von zu Fuß gehen etc. was aber keineswegs als Ersatz für ÖPNV dienen kann, Elektro/Wasserstoffautos sind vielleicht nicht so schlecht wie Benzin/Dieselautos aber noch lange nicht umweltfreundlich.

  6. 11.

    Was ist denn nur bei der BVG los? Am Samstag erst der Brand im Technikraum U-Bhf. Schloßstraße und heute dieses? War es ein U-Bahnwagen neueren oder älteren Typs?

  7. 10.

    Ich hoffe, Ihr Kommentar ist ironisch gemeint.
    Falls nicht, dann freuen Sie sich bestimmt auf ordentlich verstopfte Straßen, wenn alle in kleinen 1,5-Tonnen-Einheiten durch die Stadt heizen möchten. Denn komischerweise sind trotz Shutdown und "Homeoffice" fast so viele Menschen tagtäglich unterwegs wie vor Corona ... Und nach Corona werden sicherlich viele Chefs ihre Angestellten wieder zurück in die Büros beordern (lassen sich dann leichter überwachen). Ganz abgesehen davon, daß eh nur etwa 25 Prozent derzeit komplett von zu Hause arbeiten (arbeiten dürfen).

  8. 9.

    Was sagen Sie der Mehrheit der Menschen, deren Arbeit sich nicht nach Hause verlagern lässt? Was sagen Sie denen, die ins Museum oder ins Konzert oder zum Fußball wollen? Oder denen, die mit der Regionalbahn ins Grüne fahren? "Pech gehabt, ich habe ein Auto, das euch den Platz in den Straßen und die Luft zum Atmen nimmt! Und nun zahlt mal schön für meine Parkplätze und den Straßenbau!"

  9. 8.

    Nun, zumindest vor der Pandemie wurden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln innerhalb Berlins zuletzt sogar insgesamt mehr Kilometer zurückgelegt als mit dem Pkw. Das hat sich nun pandemiebedingt zwar sicherlich verschoben, aber vor allem sind ja die Verkehrsmengen insgesamt gesunken. Noch immer befördert die BVG täglich rund 2 Mio Fahrgäste (vorher ca. 3,5 Mio) Sollte es also langfristig wieder mehr Verkehr werden, erklären sie mir bitte, wohin all diese Fahrgäste der Öffentlichen dann in Autos und auf Fahrrädern sollen. Ich fürchte, dafür wird der Platz nicht reichen. Es sei denn, wir reißen Häuser ab um Straßen zu bauen. ÖV ist nun mal wahnsinnig Platzeffektiv.

  10. 7.

    Die Produktion von Millionen Pkws ist nicht umweltfreundlich und kann es auch nicht werden. Wer Wasserstoff- oder Elektroautos für umweltfreundlich hält, macht sich etwas vor.

  11. 6.

    Der Zug war zuerst defekt und wurde dann dort am Rathaus abgestellt. Dort brannte dann der Lüfter-wobei der Brand auf einen Wagen übergriff. Welch Schaden lag denn ursächlich vor ? Oben Coronagefahr-unten Gefahr durch Rauchvergiftung. Ist Berlin besonders betroffen.? Das Jahr fängt ja gut an.

  12. 5.

    bzgl. "frage ich mich, ob umweltfreundlicher Individualverkehr (Wasserstoff/Elektro) nicht doch die bessere Lösung ist."
    Antwort: Den Platz für Individualverkehr haben wir in den Städten garnicht, ohne gestärken ÖPNV kommen wir auch in Zukunft nicht aus, wenn wir unsere Städte lebenswert gestalten wollen. Der städtische Raum muss für die Menschen da sein, nicht für Autos, selbst wenn sie umweltfreundlich angetrieben wären.

  13. 4.

    Sehe ich auch so, der ÖPNV ist Geschichte. Wer sowas noch nutzt, selber schuld... Da bleibe ich lieber bei meinem Auto, oder E-Scooter oder meinetwegen auch Fahrrad. Arbeiten tut man von zu Hause, Einkaufen braucht man nicht mehr, gibt nur noch Einkaufszentren die man vergessen kann, kleine Läden wurde alle aus der Stadt vergrault. Und wenn man doch mal zum Arzt muss dann gibts ne Taxe. Grüne Flächen gibt es in Berlin auch nicht mehr um spazieren zu gehen, da fährt man eher nach Brandenburg. Theoretisch könnense den ÖPNV abschalten, spart auch Strom ^^

  14. 3.

    ... ja sicher, vor allem, weil ja Unfälle mit Autos "nahezu ausgeschlossen" sind ...

  15. 2.

    Erst der Brand bei der U9,jetzt bei der U 5.
    Das Jahr fängt ja gut an. Hoffentlich nur Zufall.

  16. 1.

    Angesichts von Pandemie, Misswirtschaft, SEV, Fahrpreiserhöhung und solchen Ereignissen frage ich mich, ob umweltfreundlicher Individualverkehr (Wasserstoff/Elektro) nicht doch die bessere Lösung ist.

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