Ein Polizeiauto (Quelle: dpa/Christoph Hardt)
Bild: dpa-Symbolfoto/Christoph Hardt

Mögliche Kriegsverbrechen - Bundesanwaltschaft klagt mutmaßlichen Syrien-Kämpfer an

Die Bundesanwaltschaft hat einen Mann aus Syrien angeklagt, der dort im Bürgerkrieg für eine islamistische Terrorgruppe gekämpft haben soll. Der Prozess soll am Berliner Kammergericht stattfinden, wie die Karlsruher Behörde am Dienstag mitteilte. Das Gericht muss die Anklage nun noch zulassen.

Der Mann wurde im August vergangenen Jahres in Potsdam festgenommen und ist seither in Untersuchungshaft. Er soll sich 2013 einer Gruppierung angeschlossen haben, die in Syrien einen "Gottesstaat" errichten wollte und dafür nicht nur die Regierung von Präsident Baschar al-Assad, sondern auch alle "Ungläubigen und Abtrünnigen" bekämpfte. Laut Bundesanwaltschaft zählte sie zum Militärbündnis der "Euphrat-Bataillone", dem auch die Al-Nusra-Front angehörte.

Der Mann soll nach der Einnahme der Stadt Tabka auch Wohnungen für Kämpfer beschafft haben, deren rechtmäßige Eigentümer vertrieben wurden. Ihm wird deshalb auch ein Kriegsverbrechen zur Last gelegt.

Sendung: inforadio,26.01.2021, 13 Uhr

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