Am Abend des 02.02.21 wurde ein Mensch von einer Tram auf der Petersburger Straße in Berlin-Friedrichshain erfasst und schwer verletzt (Quelle: Morris Pudwell).
Bild: Morris Pudwell

Berlin-Friedrichshain - Radfahrer bei Zusammenstoß mit Tram schwer verletzt

Eine Straßenbahn hat in Berlin-Friedrichshain einen Radfahrer erfasst, der die Gleise überquerte. Der 34-Jährige trug am Samstagabend schwere Kopfverletzungen davon, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Wie ein Polizei- und ein Feuerwehrsprecher rbb|24 am Samstagabend bestätigten, geschah der Unfall mit einer Bahn der Linie M10 gegen 19:30 Uhr auf der Petersburger Straße, kurz hinter dem Bersarinplatz.

Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Radler die Tram-Gleise an einer Fußgängerfurt trotz einer roten Ampel überquert haben.

Zeugen des Unfalls riefen Rettungskräfte, ein Notarzt und ein Rettungswagen kamen zum Unfallort. Der Mann wurde zur Beobachtung in eine Klinik gebracht. Der Fahrer der Tram erlitt einen Schock und wurde ambulant behandelt.

Hinweis: Zunächst hieß es auf Nachfrage bei Polizei und Feuerwehr, bei dem Unfallopfer habe es sich um einen Fußgänger gehandelt, der nicht schwer verletzt worden sei. Wir haben die Meldung auf Basis der neuesten Informationen aktualisiert.

Sendung: Inforadio, 02.01.21, 22 Uhr

26 Kommentare

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  1. 25.

    Und wer lesen kann, hätte gelesen, dass anfangs im Bericht von einem FUßGÄNGER die Rede war!
    Nachdem die Meldung auf "Radfahrender" korrigiert wurde, konnte ich meinen Kommentar leider NICHT korrigieren...

  2. 24.

    Bitte alle Schienen abbauen und zu betonierendie gefährlichen Strassenbahnen verschrotten. Und nur noch pop up Radwege draus machen dann kann nichts mehr passieren.

  3. 23.

    Muss dieses persönliche Angehen hier wirklich sein? Der erste Kommentar war offenbar noch vor dem Update des Artikels, da gab es den von Ihnen zitierten Satz noch gar nicht und es war laut rbb-Hinweis noch von einem verletzten Fußgänger die Rede. Also bitte mal schön cool bleiben!

  4. 22.

    Weg mit den blöden Trams !

  5. 21.

    Soll...aber wie wenn sich nicht grundlegend im ÖPNV etwas ändert. Ansonsten warten wir die nächsten 20 Jahre noch darauf.

  6. 20.

    Ich stimme Ihnen zu und wiederum nicht.

    Zustimmen tue ich Ihnen darin, dass es um Verkehrsverlagerung geht: Vom einen Verkehrsträger, sprich: dem motorisierten Individualverkehr, wesentlich weniger, von anderen Verkehrsträgern, v. a. dem ÖPNV in Zentren der Städte, wesentlich mehr.

    Dennoch gibt es auch die Strategie der Verkehrsvermeidung. Die betrifft alle Verkehrsträger. Seit Jahrzehnten wird das als Strategie der kurzen Wege bezeichnet. In den Köpfen der Planenden ist dies angekommen, die Wirklichkeit mit der Verlagerung und der Delegierung auf Sub(subsub)unternehmen läuft dagegen aus dem Ruder. Das betrifft nicht nur den verschobenen Warenverkehr, es betrifft auch den Personenverkehr.

    Ich schreibe dies v. a. deshalb, weil der Aspekt der Verkehrsvermeidung insgesamt zu kurz kommt, auch, weil offenbar sehr Viele innerlich aufgegeben haben, daran etwas zu verändern.

  7. 19.

    "Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Radler die Tram-Gleise an einer Fußgängerfurt trotz einer roten Ampel überquert haben."

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Noch mehr ist es derjenige, der Ursache und Wirkung unterscheiden kann.

    Es sei denn, sein Blick wird verkleistert von der dogmatischen Ideologie, der er anhängt, in diesem Falle dem Blick durch die Windschutzscheibe eines Kraftfahrzeugs.

    Aber selbst für solche Mitmenschen: Bei Unfällen mit Straßenbahnbeteiligung auf die Straßenbahn zu schimpfen, entspricht dem Fahrer auf der Autobahn, der beim Hinweis auf einen Geisterfahrer ruft: "Einer? Hunderte!"

  8. 18.

    Ich bin mir gar manchmal gar nicht so sicher, ob es wirklich die Erwartung an die anderen Verkehrsteilnehmer ist, dass diese (re)agieren mögen. Nicht selten, wenn mir mal wieder ein Auto, Fahrrad oder Mensch regelwidrig vors Fahrrad läuft bzw. fährt, habe ich eher den Eindruck, dass diese Menschen dann selbst erschrocken sind von ihrer Unachtsamkeit und einfach "nur" unachtsam waren. Meiner persönlichen Erfahrung nach passiert dies immer häufiger und ich denke, dass viele Menschen unkonzentriert am Straßenverkehr teilnehmen, oft ist ein Handy bei solchem Verhalten im Spiel.

    Was die ganze Sache letztlich natürlich auch nicht besser macht... , aber es ist ein anderer Problem- und Lösungsansatz.

    Gute Besserung allen Beteiligten, allen voran dem Tramfahrer!

  9. 17.

    Zonk! Nicht der Sraßenverkehr an sich, sondern der die Straßen verstopfende, motorisierte Individualverkehr soll reduziert werden, sander.

  10. 15.

    " Ein Spiegelbild der rücksichtslosen Gesellschaft in der wir leben " und in der sich die Protagonisten selbst Schaden zufügen

  11. 14.

    " mit Kopfhörer gefahren " durchaus möglich, aber wohl nicht mit verbundenen Augen : " Fußgängerfurt trotz einer roten Ampel überquert " also als Radfahrer über eine Fußgängerfurt

  12. 13.

    Ich stimme Ihnen zu. In der Bahn zu sitzen und so gut wie keinerlei Chance zu haben, den Zusammenstoß zu verhindern, wenn da einer vor die Bahn fährt, das gräbt sich ein in einen Menschen. Es gab Zeiten, da war die Achtung vor der Bahn und vor der Eisenbahn höher, als noch in letzter Sekunde dazwischen durchhuschen zu wollen.

  13. 12.

    Das muss ein Albtraum für jeden Tramfahrer sein. Wie kann man bitte schön eine Tram übersehen. Der Radler ist bestimmt wie so viele mit Kopfhörer gefahren. Ich sehe das jeden Tag weil ich selbst Radfahrer bin.

  14. 11.

    Nun das mit der Regel links-rechts-links gucken, bevor eine Straße oder anderer Verkehrsweg überquert wird, scheint offenbar immer öfter eine Unbekannte zu sein. Es wird einfach drauf los gelaufen ohne zu gucken und auch mit gucken. Immer nach dem Motto: der andere wird schon bremsen. Ein Spiegelbild der rücksichtslosen Gesellschaft in der wir leben.

  15. 10.

    Yo, diese doofen Grünen sind Schuld an allen Tram Unfällen und wollen diese sogar noch forcieren!!! Aber wer trägt nur die Schuld an den zigtausend Autounfällen, die jedes Jahr in Berlin stattfinden? Da muss sich doch auch jemand finden lassen, ne "T"?! Grübel, grübel.

  16. 9.

    ...jo ...und die grünen wollen nochmehr Trams ....

  17. 8.

    ... und morgen fährt der Spinner wieder bei rot. Nur der Tram-Fahrer wirds wohl nicht vergessen.

  18. 7.

    Die ersten drei Kommentatoren haben offensichtlich vorm Update der Meldung geschrieben, als die rote Ampel noch nicht erwähnt wurde, wie ich annehme. Aber auch ohne Signalanlage sollte man beim Überqueren von Gleisen darauf achten, dass sich nicht gerade ein Schienenfahrzeug nähert. Das ist nun wirklich keine neue Erkenntnis bzw. besonders erwähnenswert. Aufm Alex scheint das ja auch ganz gut zu klappen. Dem Verletzten gute Besserung.

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