Eine junge Frau geht mit ihrem Hund Gassi. (Quelle: dpa/Christin Klose)
Bild: dpa/Christin Klose

Daten der Finanzämter - Zahl der Hundehalter in Berlin erneut gestiegen

Das Interesse an Haustieren ist in den vergangenen Jahren in Berlin kontinuierlich gestiegen. Besonders Hunde waren 2019 ein häufig nachgefragter Begleiter – zwischen den Bezirken gibt es jedoch starke Unterschiede.

Die Zahl der steuerlich erfassten Hundehalter ist in Berlin zuletzt erneut leicht angestiegen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des Abgeordneten Danny Freymark (CDU) hervor. Demnach entrichteten im Jahr 2019 insgesamt 104.723 Personen Hundesteuer an die Finanzämter. im Jahr davor waren es noch knapp 2.000 weniger (2018: 101.985 Hundehalter). Für 2020 liegen noch keine Zahlen vor.

Da Zahlen zu Hundehaltern von den Finanzämtern erfasst werden, ist ein direkter Vergleich zwischen den Bezirken nicht exakt. Schließlich gibt es 17 Finanzämter, deren Gebietsgröße zum Teil noch auf die Zeit vor der Bezirksreform von 2001 zurückgeht. Dennoch lässt sich ein ungefähres Bild ablesen.

120 Euro pro Jahr für den ersten Hund

Besonders viele Hundehalter sind in Charlottenburg-Wilmersdorf den Finanzämtern gemeldet, insgesamt 12.586; bei den Finanzämtern Steglitz und Zehlendorf sind insgesamt 12.303 Hundehalter erfasst. Die beiden Finanzämter, die für den Bezirk Pankow zuständig sind, erheben von 12.100 Personen Hundesteuern.

Die wenigsten Hundehalter sind offensichtlich in Reinickendorf gemeldet (2.989), gefolgt von Spandau (4.354) und Friedrichshain-Kreuzberg (4.354).

Für wie viele Hunde Steuern gezahlt werden, geht aus den Zahlen nicht hervor. In Berlin müssen Hundehalter für den ersten Hund 120 Euro pro Jahr an das Finanzamt abführen, für jeden weiteren Hund müssen 180 Euro gezahlt werden. Allerdings gibt es Ausnahmen, für Blindenhunde müssen zum Beispiel keine Steuern gezahlt werden. Wer einen Hund aus einem Tierheim aufnimmt, ist im ersten Jahr ebenfalls von der Steuer befreit.

Die Zahl der vom Finanzamt erfassten Hundehalter ist in Berlin in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, 2016 lag sie noch bei 99.504 Personen.

20 Kommentare

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  1. 20.

    Für die Hundekot-Zähler. Ja es stimmt. Es gibt sie immernoch, die Hundebeutel Verweigerer. Ist ja auch igitt. Andererseits sehe ich immer wieder Hundehalter, die sich vorbildlich verhalten. Und ich wette, damals lag mehr H.Kot auf Berlins Straßen. Für mich als Anfänger hatte ich eher Probleme damit, die beiden Bulldoggen festzuhalten, während ich die Häufchen entsorgt hatte;-)

  2. 19.

    Es ist doch wie in allen Bereichen des täglichen Lebens,
    wenn Menschen sich nicht an Regeln halten und schon gar nicht,wenn sie nicht konsequent kontrolliert werden,
    hakt es im Umfeld gewaltig. Das betrifft Hundehalter genauso wie Kunden in den Supermärkten ,Verkehrsteilnehmer usw. Das merken wir doch jetzt in der Pandemie ganz besonders. Corona ist wie eine Lupe und zeigt alles was nicht funktioniert ,auch schon vorher nicht,extrem deutlich. Das betrifft das Verhalten der Bevölkerung und die Unzulänglichkeiten beim Homescooling und Homeoffice,bei der Impfkampanie und dem Zusammenhalt der Länderchef nach gemeinsamen Absprachen. Wir müssen da irgendwie durch,ohne kirre zu werden und da hilft vielen Menschen auch das Haustier. Da kann man dann nur hoffen,dass für die "Neuangeschafften" auch nach der Pandemie noch Platz und Zeit beim neuen Dosenöffner ist.

  3. 18.

    Ich habe eine Hundeführerscheun und meine Hunde dürfen ohne Leine laufen also nicht Vorurteilen sondern nachdenken und viertel Müll produzieren Sie ohne es täglich zu sehen. Der Mensch ist das Problem, nicht das Tier!

  4. 17.

    Doch doch, "Also dafür braucht es wahrlich keinen Hund" - also der Hund will raus, der Mensch würde auch auf dem Sofa verharren ;-)

  5. 16.

    Man durfte und darf in Berlin seit Beginn der Corona-Maßnahmen stets noch raus, um spazieren zu gehen, da scheint bei einigen ein Missverständnis vorzuliegen:
    https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/04/berlin-corona-massnahmen-lockerung-ausgang-kontakt-erlaubt.html
    Also dafür braucht es wahrlich keinen Hund.

  6. 15.

    Heute in einem kleinen Waldstreifen an der Hakenfelder Str. (Leinenzwanggebiet): Große Gassigruppe, sechs Leute, fünf Hunde, die gesamte Wegbreite einnehmend. Hunde natürlich frei. Coronaverordnung? Leinenpflicht? Betreffen wohl nur die anderen. SOLCHE Leute habe ich ja gefressen. Überhaupt, im Spandauer Forst- das Freilaufgebiet ist VORNE und nicht hinten! Da lebt neämlich besonders viel Wild, und der Leinenzwang hat einen Hintergrund. Aber wie viele denken, uns betrifft das ja nicht? Vorschriften sind für alle da. (Und dass Spandau bei den Hundesteuereinnahmen nicht top ist, liegt sicher nicht an einer kleinen Hundeanzahl. Sondern daran, dass diese (Halter) niemand überprüft.

  7. 14.

    Da kann ich Ihnen nur im vollem Umfang zustimmen.
    Man kann mit Tieren spielen - das macht beiden richtig viel Spass, aber mit Tieren spielt man nicht - das ist Tierquälerei.

  8. 13.

    Ob das Finanzamt von der Berliner Stadtreinigung mehr dazu erfahren kann? Die Zahlen erscheinen unglaubwürdig anfuß des Hundekotaufkommens, besonders für Kreuz-, Prenzlauer und Schöneberg.
    @rbb In der Vergangenheit schätzte die BSR aufgrund von täglich 60.000 kg Hundekot auf Berlins Straßen, dass mindestens doppelt so viele Hunde in Berlin ihr Geschäft verrichten - wie offiziell gemeldet sind.
    Gibt es aktuelle Zahlen der BSR dazu?

  9. 12.

    Hundehalter sollten viel viel mehr zahlen! Es ist unglaublich wieviel Hundekot MITTEN (!) auf den Bürgersteigen liegt. Ständig haben wir das an Kinderwagen, den Fahrräder oder den Kinderschuhen... und dann die dummen Sprüche - der Hund tut nichts. Na klar, ist eben nur so groß wie mein Kleinkind und sitzt schon fast im Kindergarten, weil sich nicht an Leinenpflicht gehalten wurde.

  10. 11.

    Bedauerlicherweise sind die meisten Hundehalter überfordert. Ein ständig kläffender Hund bedeutet, dass der Hund und der HH nicht zusammenpassen. Hunde sind kein Kinderersatz und auch keine Puppe.

  11. 10.

    Wenn ich sehe, wie schon im öffentlichen Raum zu sehen ist, wie viele dieser armen Kreaturen nicht artgerecht gehalten werden... und das, ohne mit ansehen zu müssen, wie die Verhältnisse in den Wohnungen aussehen. (Platzangebot, Spielmöglichkeiten, ...) Wir müssen aufhören, zu erlauben, dass Tiere wie Spielzeug gekauft werden - nur weil in der Pandemie Langeweile herrscht oder für Ausgangssperren eine Ausrede vorgeplant wird (s. weiter unten z. B.).

    Her mit dem Sachkundenachweis *), Nachweis von Möglichkeit artgerechter Haltung und Schulung des Tiers...

    _________________
    *) also, ein ECHTER Sachkundenachweis, nicht so ein Pseudo-Online-Dingens wie bei den Drohnen

  12. 9.

    Danke für diesen Super Kommentar. Ich bin oft nicht mit ihnen einer Meinung, aber hier Treffen sie den Punkt. So machen es wir in der Nachbarschafft. Alle sind zufrieden. Hundebesitzer, Kinder,Hund, Rentner. WIN/WIN/WIN quasie. Schönen Abend.

  13. 8.

    ich denke auch über einen zweit-Hund nach - obwohl uns schon die bessere (vordere) Hälfte eines großen Hundes quasi gehört ;-) aber wie komme ich abends sonst noch ohne Strafmandat vor die Tür? Also, Hundehalter - ich nehme die Schicht bis 23 Uhr. Gerne Doggen.

    Ne, ohne Sch.. jetzt, es gibt so viele, die sich aufgrund von Beruf und Alter nicht mehr so dolle ums Tier kümmern können, bitte geht aufmerksam auf diese Leute zu und macht "Teile-Hund". Es ist für alle drei Beteiligten eine Bereicherung! Ich spreche da aus Erfahrung und hoffe, der liebe Lothar meldet sich auch noch...

    Es muss nicht gleich der "eigene" sein, der von der netten alten Dame reicht auch, oder vom berufstätigen Herrn, der so oft unterwegs sein muss.

  14. 7.

    Ja leider ist auch in Köpenick viel mehr von den Hundehinterlassenschaften zu sehen; das ist sehr ärgerlich, unappetitlich und auch einfach beschämend für die betreffenden Hundebesitzer. Die Hunde können ja nichts dafür.
    Das spielt dann wiederum den Menschen in die Karten, die Hunde nicht mögen...
    Bin selbst Hundebesitzer und absolut dafür die Verursacher empfindlich hart zur Kasse zu bitten, mit Ermahnungen ist da nichts zu machen.

  15. 6.

    Man kann den Fellnasen nur die Daumen drücken,dass die Mehrzahl der "Neu-Tierhalter " verantwortungsbewusst ist und ihren Familienzuwachs als solchen sieht und behandelt. Es wurden in der Pandemie ja nicht nur mehr Hunde vermittelt.
    In meinem persönlichen Umfeld habe ich nur tierliebe Halter aber als Mitglied im Berliner Tierschutzverein bekomme ich ja natürlich auch seit Jahrzehnten mit,wieviele Tiere leider im Tierheim landen.
    Tja und vielen Kindern wünsche ich, nicht nur in der Pandemie, die Zuneigung und Fürsorge ihrer Eltern,wie sie so viele tierliebe Halter ihren Haustieren zuteil werden lassen.
    Wenn Kinder und Tiere von allen Menschen gut behandelt werden würden,wären wir in unserer Gesellschaft einen großen Schritt weiter.

  16. 4.

    Ich befürchte, das wenn die Pandemielage sich deutlich bessert oder irgendwann vorbei ist, nicht wenige dieser Tiere in die Tierheime gebracht oder irgendwo "entsorgt" werden. Sie haben ihre Schuldigkeit als Alibibeschaffer getan und sind überflüssig. Analog zur Ferienzeit, da sind sie manchen "Tierfreunden" eben lästig. Ob der Chip dann wirklich hilft, so einen Armleuchter zu ermitteln ... ich hab' da so meine Zweifel.

  17. 3.

    Das ist ja gut, dann klngeln endlich wieder die Kassen.Herr Kollatz freut sich über jede Mehreinnahme.

  18. 2.

    Proportional dem Anstieg der Singlehaushalte ?

  19. 1.

    Anhand der gestiegenen Anzahl (breitgetretener) Hundehaufen bei uns in der Straße bzw. direkt vor unserem Eingang hätte ich einen höheren Anstieg an Hunden vermutet.

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