Das Kottbusser Tor am 31.12.2020 (Bild: dpa/Paul Zinken)
Bild: dpa/Paul Zinken

Berlin-Kreuzberg - Polizisten von Maskenverweigerern angegriffen und verletzt

Bei zwei Einsätzen am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin-Kreuzberg sind Polizisten von Männern attackiert und verletzt worden. Am Samstagabend sprach eine Polizeistreife auf einem Bahnsteig einen 26-Jährigen an, der eine Zigarette geraucht und keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben soll, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Mann habe aggressiv reagiert und nach den Beamten getreten und geschlagen. Den Angaben zufolge musste er zu Boden gebracht und gefesselt werden. Die zwei Polizisten sowie der Tatverdächtige seien dabei verletzt worden.

Eine Stunde später weigerte sich laut Polizei auf der mittleren Ebene des U-Bahnhofs ein 37-Jähriger ohne Maske, den Bahnhof zu verlassen. Er habe keine Personalangaben gemacht. Zwei Polizisten hätten ihn deshalb durchsuchen wollen. Der Mann habe daraufhin einem der Beamten unvermittelt mit der Faust ins Gesicht geschlagen und dabei am Auge verletzt. Der Tatverdächtige wurde festgenommen, der Polizist in einem Krankenhaus behandelt.

Sendung: Inforadio, 10.1.2021, 17 Uhr

16 Kommentare

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  1. 16.

    Warum setzt die BVG ihre Hausordnung nicht um ? Die Frage hab ich schon mehrfach der BVG gestellt, besonders im Hinblick von Rauchern, Trinkern und aufdringlichen Bettlern, Verkäufern. Nie ne Antwort erhalten.

  2. 15.

    Vielleicht ist ihnen entgangen das auf Bahnhöfen nicht mehr geraucht werden darf.

  3. 14.

    Sagen Sie das auch den Rettungsdiensten, die sich während ihrer Einsätze zunehmend gewalttätigen Übergriffen gegenübersehen?

    Ihre Bewertung der Situation mehr als bedenkenswert, aber diese zeichnet einen Teil dieser Gesellschaft aus. Sie verlachen Personen, die tagtäglich ihre körperliche Unversehrtheit für unempathische Exemplare ihrer Art aufs Spiel setzen.

    Chapeau für ihre Einstellung. Vielleicht sind sie ja mal auf die Polizei angewiesen. Dann gerne ihren "lustigen" Spruch bringen.

  4. 13.

    Das sagen nur die, die aus Imagegründen vorgeben zu rauchen und gar nicht inhalieren! ;-)

  5. 12.

    Tja. Jeder Mensch weiß doch, dass man während des Rauchens keine Maske tragen kann....

  6. 10.

    Mich würde interessieren, wo die beiden genannten Schläger jetzt sind. Ich habe da eine Vermutung. Wenn das Schlagen von Polizisten nicht mehr als schwere Straftat behandelt wird, die Polizei aber pausenlos Rasissmusvorwürfen ausgesetzt wird, ist eben jede Autorität verspielt.

  7. 9.

    Früher wollte ich Polizist werden. Nur hab ich dann irgendwann mitbekommen, dass das hieße, Fußballspiele sichern, Demos. Und der unvermeidliche 1. Mai. Gegenden, wo man zur Unfallstelle kommt und auf einmal kommen hundert Leute aus Cafés herbeigelaufen und fangen an, zu diskutieren. Mir wurde bewusst, das willst du nicht.
    Mache jetzt was mit IT und bin superzufrieden.

  8. 8.

    Das finde ich sehr interessant. Habe vor 15 Jahren in Xberg am Gleisdreieck gearbeitet und war auch mal am Kottbusser Tor (oben, nicht auf dem Bahnhof) in der Pause. Dachte mir dann, aha, das ist also diese verrufene Ecke. An diverse Alki/Punkgruppen erinner ich mich noch und an so ne Art Ladenzeile und Mehrgeschosser, son bisschen Pallasstraßen-mäßig. Dann hab ich irgendwann, und das ist NICHT lange her, gelesen, der Kotti hätte sich gewandelt, kein Schmuddelimage mehr, sondern total beliebt und begehrt und was-weiß-ich nicht alles. Aber anscheinend hat sich da mal.... genau GAR nichts verändert bzw. wenn, dann nicht zum Besseren. Mein Tipp wäre: Lassen Sie die Kids eine vor oder zurück laufen. Bis zum Halleschen z.B. Immer an der Uferstraße lang. Dann kann ihnen im Bahnhofsbereich K.T. zumindest schon mal nichts passieren, und SO weit ist es wirklich nicht.

  9. 7.

    Die Zustände in etlichen U-Bahnhöfen werden immer schlimmer, und weit und breit ist niemand von der BVG, um da mal den Riegel vorzuschieben - sprich die Hausirdnung endlich mal durchzusetzen. Selbst jetzt in Coronazeiten missbrauchen Grüppchen Verwahrloster jeglicher Art die Bahnhöfe zum Daueraufenthalt - ohne Masken, rauchend, trinkend und zum Teil sogar pöbelnd. Nutzt man die Infosäule, um etwas zu melden und wird man an die Sicherheit weitergeleitet, kommt niemand, solange keine Gewalt geschieht. Auch ich wünsche mir Bahnhofsaufsichten zurück, besser noch 24/7 anwesendes Sicherheitspersonal auf allen Bahnhöfen. Und ehe wieder gemotzt wird, dass das was kostet: würden konsequent Bußgelder gegen Raucher und Maskenverweigerer ausgestellt, käme jede Menge Geld herein und es würden auch wieder mehr Leute freiwillig die Öffentlichen benutzen. So wie es sich seit Jahren verhält, kann ich jeden verstehen, der auf Auto umsteigt. Mir ist dies finanziell nicht möglich, Radfahren gesundheitlich

  10. 6.

    Vielleicht sollte man als Polizist bei solchen Personenkontrollen inzwischen auch nur noch mit Helm umherspaziereren. Aber dann bitte mit Sicherheitsriegel, nicht, dass da wieder so ein Depp das Visier hochklappt und einem Polizisten eins mit der Flasche überbrät wie damals im "Syndikat".

  11. 5.

    Gute Besserung den Polizisten und Danke für den Einsatz.
    Viele Kinder trauen sich nicht mehr den Bahnhof Kottbusser Tor zu nutzen. Selbst in Begleitung von Erwachsenen versuchen sie dort Begegnungen mit bestimmten Personen aus dem Weg zu gehen. Sie empfinden diese als bedrohlich - oft bevor sie mir auffallen. Nicht nur dadurch, dass sie dort rauchen oder bereits im Rausch weiter trinken oder andere Drogen konsumieren. Tatsächlich bin ich dort auch schon wiederholt bedroht worden; mit und ohne Kinder. Wegsehen und meiden ist jedoch keine gute Lösung - die BVG müsste sich für den Zustand dort schämen.
    Polizei und BVG sollten dort regelmässig kontrollieren. Am besten wäre es die bekannten Bahnhöfe, an denen sich viele nicht mehr sicher fühlen, wieder dauerhaft mit Bahnhofs.... (wie heißt der Beruf, ist mir schon nicht mehr geläufig) zu betreuen.

  12. 4.

    Ich finde es krass, dass Polizisten in Ausübung ihres Dienstes hier im Kiez so angegriffen werden. Doch auch als Privatperson wurde ich am Kotti beim Warten auf die Öffis bereits viele Male angepöbelt und bedroht. Ich traue mich in den Tagesrandzeiten eigentlich nicht mehr, die Ubahn zu nutzen. Es herrscht eine assoziale und agressive Stimmung und jeder schaut weg, um selbst nicht bedroht zu werden.

  13. 3.

    Die Polizei tut mir Leid. Man kann es täglich sehen das Leute keine Maske auf Bahnhöfen und in Bahnen und Bussen tragen. Es wird ja auch kaum kontrolliert. Habe mich selbst schon beschimpfen lassen müssen.
    Seitdem versuche ich den ÖPNV zu meiden. Nun würde er ja teurer und für 2 Personen zum Arzt hin und zurück verzichte ich erst recht. Dazu ist die Rente zu wenig.

  14. 2.

    Mutig... Normalerweise schaut die Polizei bei sogenannten jungen Männern lieber weg wenn es ums Masken Tragen geht.. Und ermahnt lieber Senioren.. Sie wollen ja auch gesund heimkommen

  15. 1.

    Das ist echt ärgerlich. In der Jobbeschreibung der Polizisten steht bestimmt nicht Prügelknabe der Nation.
    Aber das ist scheinbar manchen Menschen egal und sie lassen ihren Frust an den Beamten ab.

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