Ranking der Babynamen - Das waren 2020 die beliebtesten Vornamen in Berlin

Do 14.01.21 | 15:56 Uhr
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Zwei Säuglinge liegen auf einer Krankenhausstation nebeneinander. (Quelle: rbb24/dpa/Waltraud Grubitzsch)
Bild: rbb24/dpa/Waltraud Grubitzsch

Die Berliner Standesämter haben die Liste der beliebtesten Baby-Vornamen im Jahr 2020 veröffentlicht. Bei den Jungen hat sich ein alter Bekannter den ersten Platz gesichert, bei den Mädchen gab es leichte Verschiebungen. Von Götz Gringmuth-Dallmer

Noah und Charlotte waren die beliebtesten ersten Vornamen, die Eltern ihren Neugeborenen im Jahr 2020 in Berlin gegeben haben. Das ergab eine Auswertung der Daten vom Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten [daten.berlin.de].

Noah wurde demnach 245 Mal vergeben und blieb damit wie im Jahr 2019 auf dem ersten Platz, gefolgt von Leon (208) und Emil (200), die im Vergleich zum Vorjahr die Plätze getauscht haben.

Charlotte (241) verdrängte Vorjahressiegerin Emilia (237), die sogar auf Platz drei fiel. Platz zwei bei den Mädchen hat nun Mia (239) inne.

Über alle Positionen hinweg wurde Marie (502) bei den Mädchen am häufigsten vergeben. Bei den Jungen war Alexander (377) der beliebteste Name.

Wenn man die unterschiedlichen Schreibweisen von Namen berücksichtigt, wurde Max (348) bei den Jungen am häufigsten als Erstname vergeben, über alle Positionen hinweg 564 Mal.

Der vermutlich am häufigsten vergebene Vorname der Welt [sueddeutsche.de], Mohamed, findet sich in den Berliner Daten für 2020 in allen gefundenen Schreibweisen 296 Mal als Erstname und 341 Mal auf allen Postionen im Vornamen.

Schwierige Analyse von Bezirks-Vorlieben

Beim Blick auf die Vorlieben in den einzelnen Berliner Bezirken ist zu beachten, dass der Name immer dem Bezirk zugeordnet wird, in dem das Baby zur Welt kam und nicht dem Bezirk, in dem die Eltern leben.

Dazu kommt, dass die Anzahl der Kinder, die in den einzelnen Bezirken zur Welt kamen, sehr unterschiedlich ist. Deshalb ist auch die Anzahl der vergebenen Vornamen pro Bezirk sehr unterschiedlich und nicht wirklich miteinander vergleichbar.

So wurden zum Beispiel in Mitte 4.789 unterschiedliche Vornamen inklusive verschiedener Schreibweisen und Kombinationen insgesamt 9.000 Mal vergeben, in Marzahn-Hellersdorf waren es hingegen 1.023 verschiedene Namen, die 1.463 Mal vergeben wurden.

Der am häufigsten in einem Bezirk vergebene Erstname für Mädchen war Mia (46) in Pankow, knapp gefolgt von Charlotte (45), passenderweise in Charlottenburg-Wilmersdorf, und Mila (43) in Tempelhof-Schöneberg.

Während Mia auch in Mitte und Spandau der beliebteste Erstname war, liegt Charlotte auch in Lichtenberg vorn, Mila in Neukölln. Emma schafft es gleich in vier Bezirken an die Spitze: Friedrichshain-Kreuzberg, Treptow-Köpenick, Marzahn-Hellersdorf und Steglitz-Zehlendorf. Und in Reinickendorf war Elif der beliebteste Erstname, wobei dort bereits neun geborene Mädchen mit diesem Namen für den ersten Platz reichten.

Der am häufigsten in einem Bezirk vergebene Erstname für Jungen ist Noah in Tempelhof-Schöneberg. Er wurde dort 50 Mal vergeben. Noah war auch in Charlottenburg-Wilmnersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Spandau und Reinickendorf der am häufigsten vergebene Erstname.

In Pankow war Emil (41) besonders beliebt, in Mitte und Neukölln jeweils Ali, in Lichtenberg Ben, in Marzahn-Hellersdorf Paul, in Treptow-Köpenick Theo und in Steglitz-Zehlendorf Felix.

6 Kommentare

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  1. 6.

    ;-) Wohl wahr. Dennoch glaube ich, dass 2021 ein geburtenstarker Jahrgang wird, weil viele sind zu Hause und haben viel Zeit...

  2. 5.

    Derzeit kann man ja allen nur vom Kinderkriegen abraten.

  3. 4.

    Wenn 9x für Platz eins reich, dann gibt es schlicthweg viele verschiedene Namen. Im jeweiligen Bezirk scheint man eben sehr abwechslungsreich zu sein. :-)

  4. 3.

    Hmmm, wie viele Schreibweisen gibt es für Ma?
    Vielleicht Machs oder Maks

  5. 2.

    Da steht "in allen gefundenen Schreibweisen." Wenn es z.B. 150 x Mohamed und 150 x Mohammed gibt, zählen die nicht zusammen 300, sondern werden einzeln aufgelistet wie bei Max und Maximilian.

  6. 1.

    Also wenn der Mohamed (in allen Schreibweisen) 296 mal geliked wurde im Standesamt, warum ist der Noah dann Platz 1, wo der 50 likes weniger hat? Und die kleine Elif hat es mit 9 Nennungen auf Platz 1 geschafft :-) sehr schöner Name. Aber das ist interessant, alle anderen Namen waren ja dann noch seltener. Gilt für 9 mal Noah natürlich auch. Oder die Reinickendorfer sind im Schnitt über 50, dann gibts halt keine Kinder mehr ;-)

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