Vermutlich Meteor - Grün-blauer Himmelskörper gesichtet

Meteor-Aufnahme. (Quelle: André Knöfel, AllSky7 Fireball Network)
André Knöfel, AllSky7 Fireball Network
Video: rbb|24 | 30.01.2021 | Material: R. Putzke | Bild: André Knöfel, AllSky7 Fireball Network

Wer am Freitag in den wolkenfreien Himmel geblickt hat und günstig stand, hat vielleicht etwas außergewöhnliches gesehen, einen rasend schnellen grünen Leuchtstreifen.

Frank Schiotka aus Schönefeld hat das Objekts am Himmel gesehen und schildert Antenne Brandenburg vom rbb, wie er den Himmelskörper wahrgenommen hat: "Das war richtig beängstigend. In grün, ich war verdutzt!" Schiotka ging von einem Meteoriten aus.

Nicht viel Material heruntergekommen

Nach Meinung von Jürgen Rendtel vom Leibniz-Institut für Astrophysik in Potsdam lag der Beobachter damit aber nicht richtig. Denn um einen Meteoriten handelt es sich nur, wenn Material aus dem Weltraum auf dem Boden aufschlägt.

Damit tatsächlich ein Meteorit am Boden ankommen könne, müssten einige Kilo Material zusammenkommen. 99 Prozent des Material gingen aber auf dem Weg durch die Atmosphäre verloren. "Nach dem einen Bild – es ist jetzt natürlich nur eine Aufnahme, die ich hier vor mir habe – sieht es nicht so aus, als sei etwas Greifbares am Boden angekommen", so der Astrophysiker.

Beim Eintreten des Körpers in die Erdatmosphäre wird allerdings ein Leuchten erzeugt, das Meteor genannt wird.

Bislang wurde der Himmelskörper nur in einer einzigen Station in Brandenburg gesichtet: in Tauche im Oder-Spree-Kreis. Jürgen Rendtel schätzt, dass es sich um einen faustgroßen Körper handelt. Weltraumschrott sei es aber eher nicht - dafür fliege das Teil zu schnell.

Die grüne Farbe entstehe laut Rendtel so: "Bestimmte Bestandteile der Atmosphäre werden zum Leuchten angeregt", dieses Atom habe dann seinen eigenen Farbton. "Dieses blau-grüne Licht kommt von bestimmten Sauerstoffatomen, die angeregt werden, und die dann praktisch das Licht erzeugen."

Raum zwischen den Planeten nicht leer

Selten sind Meteore nicht, je nach Wetterbedingung ist es aber schwierig sie zu sichten. Dabei lerne man auch, dass der Raum zwischen den Planeten nicht leer sei, so Rendtel. Objekte würden miteinander kollidieren und sich zermahlen. Der gleiche Vorgang fände auch durch immer mehr Satelliten im Erdumlauf statt.

Wenn immer mehr kleine Teilchen in den Umlauf geraten, könnte es schwieriger werden, mithilfe von Raumfahrt das Weltall zu erkunden, gibt Rendtel zu Bedenken. Aber, ansonsten, das gibt er auch zu, ist es natürlich auch einfach ein schönes Phänomen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 29.01.2021

21 Kommentare

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  1. 21.

    Gratulation an alle Beobachter des Meteors. Leider kam ich nicht in den Genuss.

  2. 20.

    Wir haben den Meteoriten kurz hinter der Spree zwischen Fehrow und Striesow gesehen (03096).

  3. 19.

    Ich habe es auch kurz nach 7.00 gesehen dachte erst das glaubt dir eh keiner. Zu sehen war er zwischen Spreenhagen und Markgrafpieske

  4. 18.

    @Vera: wenn es ein Meteor war, dann ist unten nichts eingeschlagen. Sondern bereits weiter oben verglüht.

    Btw: ist nicht das erste Mal. Im verg. Jahr gab es ein ähnliches Schauspiel auch schon mal zu sehen.
    Über Meldungen freut sich der Arbeitskreis Meteore e.V.
    https://www.meteoros.de/feuerkugel/

    Wenn man da seine Sichtung einträgt, erfährt man auch, ob es noch mehr Menschen gab. Das ist dann toll, weil man ja sonst echt am Zweifeln ist, ob sich das eingebildet hat :).

  5. 17.

    Vielleicht auch der Elektroautokönig mit seinem Pressesprecher.....mal schauen wann die ersten Statements vom Mars kommen..... schönes Wochenende und gesund bleiben.

  6. 16.

    Kannst du jetzt das Kopfkino vorstellen? Cool.
    In dem Sinne
    Rama habn wa

  7. 15.

    Das war Hermes... Expresslieferung!

  8. 14.

    Satire:
    Der zeitlich-enge Zusammenhang mit der EMA-Zulassung am gleichen Tag. Bin gespannt wann die EMA diesen Impfstoff zulässt. lol

  9. 12.

    UFO!
    Wir sind mit einem Trupp Verschwörerungstheoretiker unterwegs, um die Außerirdischen mit Klangschalen und Räucherstäbchen zu begrüßen.
    Zeugen Jehovas klatschen in die Hände und deren Weltuntergangsverkünder Lauterbach verkündet:
    Abermillionen Tote.
    Corona, Sendbote des Bösen, was er heraufbeschwören hat, scheint einzutreten.
    WIR haben es gewusst.

    Das war ein satirischer Beitrag.

  10. 11.

    Da kann ich Ihnen in vollen Umfang nur zustimmen. Wunderbare Aufnahme. Ich glaube jetzt haben gerade die Verschwörungstheoretiker wieder Grund zu der Annahme, die Aliens sind gelandet. So wie manche glauben, wir seien von einen entfernten Planeten auf die Erde verfrachtet worden. LOL;-) Ach ja, tolle Aufnahme. Danke.

  11. 10.

    Ich konnte dieses Ereignis am 29.01.2021 kurz nach 7 Uhr auch im PLZ-Bereich 15320 beobachten... Imposant....

  12. 9.

    Spektakulär! Das häufige zufällige Aufnehmen von außergewöhnlichen Himmelserscheinungen ist eines der wenigen vorteilhaften Dinge an dem Umstand, dass permanent alles aufgezeichnet wird.

    Ich musste aufgrund der grünen Farbe sofort an "Der Krieg der Welten" von H.G. Wells denken und habe daraufhin mal wieder die immer wieder hörenswerte "Jeff Wayne´s Musik-Version von 'Der Krieg der Welten'" ausgegraben, mit der großartigen Erzählerstimme von Curd Jürgens. Sehr hörenswert, spannend und unterhaltsam!
    Danke für die Inspiration :-)

  13. 8.

    Ich habe dieses wunderschöne grüne Objekt auch gesehen. Um 7:10 Uhr von Westen kommend.
    Ein so schöner Anblick- ca. 4 sec. Ort: Grunewald
    Der Tag war gerettet...:-)))

  14. 6.

    Weiß man schon, wo er eingeschlagen ist.

  15. 4.

    Wir haben das auch gesehen am Morgen um 7:05

    https://youtu.be/JKV3SEhR5OU

    Und sogar aufgezeichnet

  16. 3.

    Ironie an:

    Hierbei handelt es sich um eine weitere Lieferung von SARS COV-19-Variationen (Mutanten)der ""estraterrestischen Besucher".
    Sie wollen uns nicht vernichten, sondern nur durch Auslese der Schwachen die Evolution der Menschheit positiv beeinflussen, um aus uns allen bessere, friedlichere, sozialere, freundlichere und demütigere Individuen zu machen.
    Damit wir uns weiter entwickeln und den Weltraum erobern, anstatt Billionen von Euro/Jahr für Gerätschaften auszugeben, mit denen wir uns die Köppe abschlagen und töten.

    Ironie aus:

    Neugier tötet die Katze - und da der Mensch von Natur aus neugierig ist ... nie aufgeben weiter zu forschen und das Unbekannte zu entdecken an Orten, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

  17. 2.

    Genau,so gift-grün wie dit aussieht wa? Aber ist schon toll, in diesem kurzen Augenblick auch noch ein Bild zu machen!

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