Berlin-Treptow - Altes Riesenrad im Spreepark wird saniert

Di 05.01.21 | 17:58 Uhr
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Das alte Riesenrad im Berliner Spreepark. Foto: Sebastian Gabsch/dpa
Audio: Radioeins | 05.01.2021 | Juliane Kowollik | Bild: Sebastian Gabsch/dpa

Das 45 Meter hohe Riesenrad im Spreepark in Berlin-Treptow wird saniert. Es war vor knapp mehr als zwei Jahrzehnten still gelegt worden, soll sich aber künftig wieder für Besucher drehen, kündigte die Spreepark-Betreibergesellschaft Grün GmbH am Dienstag an. In dieser Woche sollen demnach die umfangreichen Arbeiten an dem weit sichtbaren Gestell beginnen. Einzelheiten sollten am Donnerstag bei einer digitalen Pressekonferenz mitgeteilt werden.

Bei einem Rundgang über den einstigen DDR-Vergnügungspark im Plänterwald hatte Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) 2018 angekündigt, für die Wiederbelegung des 23 Hektar großen Areals seien 48 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen eingeplant.

Riesenrad soll erst auseinandergebaut werden

Millionen von DDR-Bürgern pilgerten in den Stadtteil Treptow, um sich zu amüsieren. Der "Kulturpark Plänterwald" war der einzige große Vergnügungspark im Osten. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der Republik eröffnet worden. Das rote Riesenrad mit 40 Gondeln wurde laut Grün Berlin GmbH als Nachfolger einer kleineren Konstruktion noch 1989 kurz vor dem Ende der DDR aufgebaut.

Laut "Tagesspiegel" soll das Riesenrad zunächst abgebaut und in seine Einzelteile zerlegt werden. Eine Firma werde demnach prüfen, welche davon für einen Wiederaufbau geeignet sind. Das Riesenrad solle künftig durch eine künstlerische Gestaltung und Inszenierung ein einmaliges Besuchserlebnis bieten.

Nach dem Mauerfall endete der Neustart eines Rummelbetreibers mit Millioneninvestitionen im Chaos. Viel blieb von den Fahrgeschäften aus der DDR nicht übrig. 2001 wurde der Park geschlossen, der Betreiber war pleite und mit einigen Karussells nach Peru gegangen.

Das Gelände verfiel zusehends. 2014 kaufte der Berliner Liegenschaftsfonds den Spreepark zurück. Seitdem wird am Neustart getüftelt.

12 Kommentare

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  1. 12.

    Ja, weil man sich hier an Gesetze hält und nicht wie TESLA mit Geld alles regelt

  2. 11.

    Ja, weil man sich hier an Gesetze hält und nicht wie TESLA mit Geld alles regelt

  3. 10.

    Vor 20Jahren wär‘s lohnend gewesen,jetzt ist die Substanz des Material‘s wohl in einem kaum noch reparabel! Sehr traurig,leider!

  4. 9.

    So eine Führung mit C. Flade habe ich 2014 auch mitgemacht. Die fand ich große Klasse und war (bin) erstaunt, wie weit sein Interesse für den Spreepark geht. Das Morbide wird wohl leider nicht weiter Bestand haben.
    Obwohl ich Anfang der 90'er nochmal im Spreepatk gewesen sein soll (!), habe ich keine Erinnerungen an die Attraktionen, deren Reste noch stehen. Eher noch etwas aus der Kindheit, wo es noch der Kulturpark war.

  5. 8.

    Na ob das gut geht wenn das Land Berlin seine Finger mit im Spiel hat.
    Vielleicht verzögert sich das ganze Projekt wegen einer nicht funktionierenden Brandschutzanlage.

  6. 7.

    Und auch für ich.
    Ich freue mich jedenfalls über den Erhalt des Riesenrades. Ich mochte es in seiner "toten" Form, freue mich aber auch über die Restaurierung und erneute Inbetriebnahme.

    Der Spreepark hat eine faszinierende und einmalige Geschichte zu bieten.
    Die Führungen waren sehr interessant, ebenso der Film "Achterbahn" über die jüngere Geschichte des Parks und seiner Betreiberfamilie, aber auch die Bücher von Christopher Flade, der die Geschichte des Spreeparks wie kein Zweiter aufgearbeitet, aufbereitet und konserviert hat, dann aber leider nicht in die Neugestaltung durch die Grün GmbH mit einbezogen wurde.

    Ich bin gespannt, wie und in welche Richtung sich die Geschichte des Spreeparks in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

  7. 5.

    Was soll ein Riesenrad ohne Rummelplatz und anderen Fahrgeschäften???? Was hat der Senat denn hier wieder für ein Unsinn geplant? Gebt den Platz temporär für Schausteller und Budenbetreiber frei. Wenigstens 2-3 Monate im Jahr wird der Spreepark dann wieder ein Anziehungspunkt werden wie damals. Denn Rest des Jahres können sich dann gern Künstler auf dem Gelände austoben.

  8. 4.

    Heute bin ich mal pessemisttischer Hellseher, werfe einen Blick in die Zukunft und sehe noch schlimmeres. An den demontierten Teilen werden Schäden festgestellt, deren Beseitigung keiner bezahlen will. Eine Montage wird somit unmöglich.
    Das Riesenrad stehen zu lassen wäre die beste Wahl gewesen.

  9. 3.

    Glauben Sie mir, es wird im Spreepark nicht so schnell gehen wie bei Tesla in Grünheide.
    Ich tippe mal dass das Riesenrad incl. Park in 2 Jahren noch immer nicht fertiggestellt sind.

  10. 1.

    Für wem eigentlich? Wenn die Menschen es wieder benutzen können, wird es alt sein.

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